erLESENer Dezember

Im Dezember habe ich im Kopf eines Stalkers und einer Frau mit Asperger Syndrom und heftigen Wahnvorstellungen gesteckt. Außerdem konnte ich Abbys Symptome ihrer Bipolaren Störung miterleben. Danach habe ich mit dem Schlepperjungen Gazâ in der Türkei Flüchtlinge ausgebeutet, gequält und getötet, wovon ich mich danach erstmal mittels phantasievoller Kurzgeschichten erholen musste. Abschließend bin ich wieder in der Realität angekommen und habe Kurzbeschreibungen über das Wirken angesehener Wissenschaftler gelesen.

Buchwelten eben, abwechslungsreich und manchmal schmerzhaft.

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You – Du wirst mich lieben von Caroline Kepnes
Ein ungewöhnlicher Roman, der aus der Sicht des Stalkers Joe geschrieben ist und dem Leser so einen Einblick in dessen kranke und gefährliche Denkweise gibt.

Im Netz der Spinne von Nikki Owen
Ein Thriller, der aus der Sicht der unter dem Asperger-Syndrom leidenden Maria geschrieben ist, der es die meiste Zeit unmöglich ist, zwischen Phantasie, Erinnerung und Realität zu unterscheiden.

Libellen im Kopf von Gavin Extence
Ein unterhaltsamer und gefühlvoller Roman über eine Mittzwanzigerin, deren Leben und Erleben durch ihre Bipolare Störung auf den Kopf gestellt wird.

highlight_des_monatsjpgFlucht von Hakan Günday
Kein Buch für schwache Nerven, sondern einer der Romane, die man eigentlich weglegen möchte, es aber nicht kann – ein beeindruckendes Buch, das mir sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Schlafanstalt für Traumgestörte von Karen Russel
Intensive Erzählungen von großem Einfallsreichtum, die mich überraschen und bezaubern konnten. Empfehlenswert für Leser, die magischen Realismus mögen.

Noch wichtiger als das Wissen ist die Phantasie von Ernst Peter Fischer
Insgesamt ein interessantes Buch, dem ich aufgrund meiner eingerosteten naturwissenschaftlichen Kenntnisse nicht immer folgen konnte. Eher empfehlenswert für Leser mit guten Vorkenntnissen.

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Über Yvonne

Glücklich verbandelt, fotografiebegeistert und am liebsten katzenunterstützt lesend :)
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5 Antworten zu erLESENer Dezember

  1. Myriade schreibt:

    Eins bis drei davon möchte ich gerne lesen. Die Chancen auf genügend Zeit für drei stehen ganz schlecht, aber eines ….

    Gefällt 1 Person

  2. Myriade schreibt:

    Am liebsten: „Flucht“ obwohl mir das Thema privat und beruflich ständig über den Weg läuft ….
    Dann die Phantasie die wichtiger als Wissen ist, weil ich mich für Naturwissenschaften interessiere und „Im Netz der Spinne“ kommt mir auch interessant vor, obwohl ich es immer ein bisschen schwierig finde zwischen den tatsächlichen „Symptomen“ einer psychischen Krankheit und dem, was ein Autor sich darunter vorstellt zu unterscheiden ……

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    • Yvonne schreibt:

      „Flucht“ hat mal eine ganz andere Herangehensweise an das Thema, weil es aus der menschenverachtenden Sicht des Schlepper-Jungen geschrieben ist. Das Buch schockiert auf vielen Ebenen und ist wirklich abstoßend. Es berührt mit der Holzhammermethode.

      „Im Netz der Spinne“ lebt von der beschriebenen Gedanken-, Gefühls- und Erlebniswelt der Protagonistin. Die Geschichte selbst ist verwirrend und konstruiert und konnte mich nicht überzeugen.

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