erLESENer August

In den Bücherwelten lernte ich im August die Sorgen eines Dreißigjährigen kennen, habe Gemüse zu Spiralen verarbeitet, ertrug die Streitereien zwischen Marion und Hortensia, habe Téos schockierende Behandlungsmethoden an Clarice miterleben müssen, nahm Abnehmmythen unter die Lupe, musste miterleben, wie sich Holda und Karin immer mehr in kriminelle Handlungen verstrickten,  beobachtete die Entwicklung einer Familie aus Ghana über den Zeitraum von 300 Jahren, konnte Kukolka nicht vor Kindesmissbrauch und Zwangsprostitution bewahren und schmunzelte über die Gespräche zwischen Sérieuse und ihrem Vater.

Bücherwelten – vielfältig und manchmal auch sonderbar. Wunderbar!

2017_08_Lesemonat

Sieben Nächte von Simon Strauss
Kraftvolle sprachliche Bilder, die mitreißen. Ein Buch, das beeindruckt und nachwirkt auch wenn S. „Kinderfragen gestellt hat und nach Sinn und Sagbarem gesucht und Umrisse in den Sand gezeichnet hat“. Empfehlenswert!

Kochen mit dem Spiralschneider von Denise Smart
Trotz leckerer Rezepte hat mich dieses Buch doch eher enttäuscht, weil nicht das drin steckt, was drauf steht.

Die Frau nebenan von Yewande Omotoso
Eine skurrile Geschichte in bissig lockerem Ton, die auf das Leben zweier starker Frauen zurückblicken und ein Stück weit Apartheid gestern und heute erleben lässt, die aber auch zeigt, dass es nie zu spät für Annäherungen ist.

Sag kein Wort von Raphael Montes
Ein Stalking-Thriller der etwas anderen Art, der auch ein ungewöhnliches Ende zu bieten hat. Stellenweise zwar ein wenig zu konstruiert und unrealistisch, aber nichtsdestotrotz spannend und unterhaltsam.

Fettlogik überwinden von Nadja Hermann
Auch wenn mir die Vorgehensweise der Autorin zu extrem erscheint, hat mir dieses Buch gut getan, weil viele Abnehmthemen angesprochen, auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft und endlich mal auf den Punkt gebracht werden. Und für mich tatsächlich ein Auslöser, der mich dazu gebracht hat, endlich gegen mein Gewichtsproblem anzugehen…Läuft 🙂

Halali von Ingrid Noll
Eine heimelige Zeitreise in die 1950er Jahre, die in das Lebensgefühl junger Frauen dieser Zeit eintauchen lässt – ein unterhaltsamer humorvoller Roman mit einem besonderen Flair, den ich nicht aus der Hand legen mochte.

Heimkehren von Yaa Gyasi
Ein intensiver Roman, der berührend und beeindruckend die Entwicklung einer Familie aus Ghana über den Zeitraum von 300 Jahren – von der Versklavung bis in die Gegenwart – erzählt. Großartig!

Kukolka von Lana Lux
Nichts für zart besaitete Leser. Es ist voller Passagen, die ich lieber nicht gelesen hätte, weil allein die Vorstellung, dass die Realität durchaus die in diesem fiktiven Roman beschriebenen Dinge zu bieten hat, grausam und unmenschlich ist. Ein Buch, das beim lesen schmerzt. Erschütternd!

Töte mich von Amélie Nothomb
Ein unterhaltsames skurriles Buch für zwischendurch, das durch die bizarre Logik in den Gesprächen zwischen Vater und Tochter glänzt

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