12 aus 2017 – Meine Jahreshighlights

So intensiv, bereichernd, außergewöhnlich, erfrischend, treffend, überraschend, beeindruckend oder auch einfach unterhaltsam – Bücher, die mir in Erinnerung geblieben sind und das Lesen auch 2017 für mich zu einer wundervollen Freizeitbeschäftigung machten:

2017_13_Jahreshighlights

Durch Mauern gehen von Marina Abramovic 
Eine interessante Autobiografie einer Performance-Künstlerin, die für ihre Kunst lebt und leidet.

Mein Vater ist Putzfrau von Saphia Azzeddine 
Eine liebevolle Vater-Sohn-Geschichte voller Situationskomik und Galgenhumor, die viel Stoff zum Nachdenken, schmunzeln und mitfühlen zu bieten hat.

Unsere Seelen bei Nacht von Kent Haruf 
Ein besonderer Roman über spätes Glück – berührend, aber nicht kitschig.

Charlotte von David Foenkinos 
Ein Roman, der sich auf das autobiografische Werk Charlotte Salomons bezieht und der mich durch Schreibstil und Geschichte überzeugen konnte.

Couchsurfing in Russland von Stephan Orth 
Ich bin Stephan Orth gerne als Leser durch dieses große Land gefolgt. Das Buch macht Spaß, beleuchtet unterschiedliche Betrachtungsweisen und ich konnte viel Neues erfahren. Empfehlenswert!

Die Welt im Rücken von Thomas Melle 
Thomas Melle erzählt von persönlichen Dramen und langsamer Besserung – und gibt einen außergewöhnlichen Einblick in das, was in einem an der Bipolaren Störung Erkrankten so vorgeht. Die fesselnde Chronik eines zerrissenen Lebens, ein autobiografisch radikales Werk von höchster literarischer Kraft. Beeindruckend!

Geständnisse von Kanae Minato 
Dieses Buch erschließt sich dem Leser in einer nicht linearen Erzählform durch ein perfektes Zusammenspiel der im Buch enthaltenen Geständnisse. Dabei wird die Geschichte mit jedem Kapitel abgründiger und entwickelt einen Sog, so dass man das Buch nicht mehr aus den Händen legen mag.

Jeder Tag ist Muttertag von Hilary Mantel 
Die Autorin erschafft unglaublich plastische Charaktere und lebendige Dialoge voller Sarkasmus und schwarzem englischen Humor. Erfrischend anders, aber auch widerlich und schockierend.

Heimkehren von Yaa Gyasi 
Ein intensiver Roman, der berührend und beeindruckend die Entwicklung einer Familie aus Ghana über den Zeitraum von 300 Jahren – von der Versklavung bis in die Gegenwart – erzählt. Großartig!

Kukolka von Lana Lux 
Nichts für zart besaitete Leser. Es ist voller Passagen, die ich lieber nicht gelesen hätte, weil allein die Vorstellung, dass die Realität durchaus die in diesem fiktiven Roman beschriebenen Dinge zu bieten hat, grausam und unmenschlich ist. Ein Buch, das beim lesen schmerzt. Erschütternd!

Menschenwerk von Han Kang 
„Menschenwerk“ ist kein Buch, das sich einfach so weglesen lässt. Es will verdaut und überdacht werden. Auch weckt es Ungläubigkeit und es wäre mir lieber gewesen, wenn ich im Internet nicht Berichte und Bilder über das Gwangju-Massaker (Südkorea, 1980) gefunden hätte, die einem die Gewissheit geben, dass dieser Roman nicht ausschließlich fiktiv ist. Für zartbesaitete Leser ist dieses Buch eher nicht zu empfehlen, allen anderen sei es ans Herz gelegt.

Schöne neue Welt von Aldous Huxley 
Ein hochaktueller Klassiker aus den 1930er Jahren, dem man sein Alter nicht anmerkt und der für mich ein echtes Lesehighlight ist.

Natürlich gab es auch einige Flops in 2017, aber da ich nicht nachtragend sein will, habe ich sie bereits fast vergessen 🙂

Ein Kommentar zu „12 aus 2017 – Meine Jahreshighlights

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.