Kulinarische Weltreise: Mexiko

Bereits 2016 starteten mein Herzbube und ich unsere kulinarische Weltreise. Aus einer Länderliste losten wir dazu blind Länder aus und informierten uns dank Internet darüber, welche Speisen dort gern gegessen werden. Anschließend hat mein Herzbube, seines Zeichens Koch mit Leib und Seele, das mit mir als Küchenhilfe nachgekocht oder sich davon stark inspirieren lassen. Wir starteten damals mit Mosambik, machten weiter mit Myanmar (unserem bisherigen Highlight), Kolumbien und Suriname. Es war herausfordernd, überraschend, manchmal auch sehr experimentell, insgesamt aber ein echter Gewinn. Und weil wir immer auch ein befreundetes Pärchen dazu einladen, ist unsere Kulinarische Weltreise nicht nur schmackhaft, sondern auch gesellig.

Dennoch pausierten wir zwei Jahre, bevor es kürzlich endlich weiter ging.  Wir entschieden uns jedoch dazu nicht mehr willkürlich, sondern gezielt das Land auszuwählen. Zum einen sind spezielle Nahrungsmittel bei uns schwierig erhältlich und zum anderen sind manche Länder kulinarisch nicht so spannend wie andere. Außerdem ernährt sich ein Mitglied unserer kleinen kulinarischen Reisegruppe vegetarisch, so dass mein Herzbube die Rezepte diesbezüglich anpasst. Die Gerichte sind also, wenn nicht original übernommen, dann jedoch von dem jeweiligen Land so stark wie möglich inspiriert. Das ist zumindest die Definition unserer Kulinarischen Weltreise, mit der es nun nach Mexiko ging.

Die mexikanische Küche wird als immaterielles Weltkulturerbe anerkannt und zeichnet sich durch die Synthese von vor allem präkolumbischen und spanischen, aber auch französischen, arabischen und karibischen Traditionen aus. Mais, Bohnen, (milde) Chilis, Früchte und bestimmte Gemüsesorten spielen eine dominante Rolle. Es gibt in Mexiko verschiedene Regionalküchen, die sich deutlich voneinander unterscheiden. Im Norden herrscht der Einfluss der spanischen Küche vor, während sich im Süden die indigene Küche stärker erhalten hat.

Und bei uns gab es Enchiladas, Quesadillas und gefüllte Tacos:

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Für die Enchiladas werden weiche Tortillias aus Maismehl mit Gemüse (Paprika in dünnen Streifen, gewürfelte Tomaten ohne Kerne, fein geschnittene Frühlingszwiebeln, Kidneybohnen, Mais, Chilis in angenehmer Schärfe), Koriander, Sour Cream und Guacamole (Avocado, Zitronensaft, Knoblauch, Salz, Pfeffer) gefüllt und zusammengerollt in eine Auflaufform gegeben. Anschließend mit einer Tomaten-Paprika-Sauce (Tomate, geröstete Paprika, Zwiebel, Salz, Pfeffer und Knoblauch aufgekocht und püriert) übergießen und mit Käse bestreut etwa 20 Minuten bei 160 Grad überbacken.

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Die Quesadillas sind zwei weiche Tortillas aus Maismehl, die mit geriebenem Cheddar und mittelaltem Gouda, Frischkäse, Frühlingslauch, gehacktem Koriander, gehackter Petersilie, Salz, Pfeffer und Chiliflocken gefüllt und etwa 10 Minuten bei 160 Grad im Backofen überbacken werden.

 

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Für die gefüllten Tacos werden Kartoffeln (gewürfelt und gekocht) und Zwiebeln angebraten, Tomaten (entkernt und gewürfelt) zugegeben, und mit Chilisauce einkochen gelassen. Mais und Kidneybohnen zugeben und mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und Koriander abschmecken. Die Tacos 10 Minuten bei ca. 160 Grad erwärmen. Mit je 1 EL Guacamole (Avocado, Zitronensaft, Knoblauch, Salz, Pfeffer) füllen, Kartoffelmasse zugeben und mit einem Klecks Sour Cream und geriebenem Cheddar abschließen.

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Als Dessert gab es einen mexikanischen Flan, für den 70 g Zucker karamelisiert und in 4 ofenfeste Förmchen gefüllt werden (bei uns nur in einer Form). 20 g Zucker, Orangenceste, 170 ml Kondensmilch (12 %), 170 ml Milch (3,5 %), 2 Eier + 3 Eigelb mit dem Mixer gut vermengen und ebenfalls in die Förmchen füllen. Abgedeckt für 50 bis 60 Minuten im Wasserbad im Backofen bei 160 Grad Umluft stocken lassen. Über Nacht abkühlen lassen und vorsichtig vom Rand lösen und stürzen.

Lecker war’s und unserer Vegetarierin hat es sogar besser als beim Mexikaner geschmeckt 🙂

4 Kommentare zu „Kulinarische Weltreise: Mexiko

    1. Ich hatte tatsächlich darüber nachgedacht beides zu verknüpfen, habe aber gerade jetzt bei Mexiko gemerkt, dass das nicht geht. Das Buch, das ich las hatte ein zu ernstes Thema und Inhalte, bei denen einem eher der Appetit vergeht.

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      1. Das kann ich mir gut vorstellen. Ich habe mir zB nach Lesen deiner Rezension „Mein Ein und Alles“ bestellt und schon die ersten Seiten sind sehr heftig. Ich lese gerne Bücher mit ernster Thematik, aber dazu Kochrezepte zu empfehlen, ist nicht wirklich möglich …

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