erLESENer März 2020

Im Lesemonat März malte ich zur Orientierung rote Kreuze an die Türen meiner Nachbarn, floh vor Boko Haram, konnte von einem auf den anderen Tag nicht mehr alleine zurecht kommen, kämpfte verbissen gegen meinen eigenen Körper und verriet niemandem meinen wirklichen Namen.

Bücherwelten, in diesem Monat bestimmt von Verwirrung und innerer Zerrissenheit.

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Rote Kreuze von Sasha Filipenko
Eine Geschichte gegen das Vergessen der unter Stalin verübten Gräueltaten. Eine berührende Thematik mit durchwachsener Umsetzung.

Das Mädchen von Edna O’Brien
Ein verstörendes Buch, das von Gewalt, Terror, Angst und Traditionen handelt und nebenbei Einblicke in das nigerianische Frauenbild gibt. Erschütternd, aber auch lesenswert.

Dankbarkeiten von Delphine de Vigan
Die Geschichte einer alten Frau, die ihre Unabhängigkeit und allmählich auch ihre Sprache verliert. Trotz ernster Thematik zeichnet sich das Buch einerseits durch leise humorvolle französische Leichtigkeit aus, enthält gleichzeitig jedoch viel Stoff zum Nachdenken und Erinnern.

Jägerin und Sammlerin von Lana Lux
Ein Buch über eine junge Frau, die unter Bulimie leidet – und ihrer Mutter. Eine intensive Geschichte voller psychischer Fehlleitungen, die beim Lesen schmerzen und nahe gehen.

Schweige still von Michael Robotham
Ein gelungener Psychothriller mit interessanten Charakteren und ein vielversprechender Start in eine neue Reihe des Autors.

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