Die Frankfurter Buchmesse . Special Edition 2020 (Dienstag + Mittwoch)

Die erste digitale Buchmesse ist in Frankfurt gestartet – und es ist für mich zudem noch die erste Buchmesse, an der ich überhaupt teilnehme. Ich hatte mich im Vorfeld registriert und meinen Google Kalender mit vielen Terminen gefüllt, die ich auf keinen Fall verpassen wollte. Das hilft mir enorm dabei, die Planung der Buchmesse-Tage mit meiner privaten Planung und der nötigen Selbstfürsorge in Einklang zu bringen. Außerdem gelange ich über den Kalender immer gleich zu der richtigen Plattform, um mir den jeweiligen Beitrag anzuschauen.

Nebenher habe ich versucht den Ablauf und meine Eindrücke ein wenig zu protokollieren und zu den jeweiligen Veranstaltungen zu verlinken sofern möglich, damit ihr im nachhinein zumindest bei ‚meiner Version‘ der Buchmesse dabei sein könnt, falls ihr es nicht zu den regulären Terminen geschafft habt. Einige der Beiträge werden nämlich noch eine zeit lang online verfügbar sein, andere verschwinden hingegen kurz nach Messeschluss, aber dazu in den kommenden Tagen mehr.


~ Dienstag, 13.10.2020 ~

Eher zufällig finde ich in meinem YouTube-Feed eine erste Aufzeichnung, die die Buchmesse betrifft. Das hätte ich fast verpasst, was schade gewesen wäre. Ich giere nach Informationen, die die Buchmesse betreffen.


Der Google Kalender, den ich eigentlich ansonsten kaum benutze, funktioniert einwandfrei und erinnert mich rechtzeitig daran, dass es nun endlich los geht. Als erstes schaue ich mir aus dem Fachbereich folgendes an:

Digitalevents! Denn Sie wissen nicht, was Sie tun … [13.10.2020, 14:00 -15:00]
Corona hat vieles im Verlags- und Handelsumfeld ins Digitale gezwungen, von Lesungen bis ganzen Messen. Welche Learnings gibt es aus dem ersten halben Jahr Digitalevents, welche Möglichkeiten und Perspektiven ergeben sich daraus langfristig für Verlage und Handel? Einblicke und Expertengespräch. Mit Steffen Meier, Jan Theofel, Isa Theobald, Ralf Schiering, Doris Beckmann.

-> Ein sehr interessantes Gespräch, das mir Komplexität und Wertigkeit von Online-Events bewusst gemacht hat. Ich sehe das ganze nun mit anderen Augen.


Abends schaue ich dann über YouTube:

-> Sehr feierlich, eine Eröffnungsfeier halt. Ich bin dankbar für die Mühe und Gedanken, die sich die Köpfe dieser Messe gemacht haben und bin gespannt auf das, was dabei herausgekommen ist. Memo an mich: Eröffnungsfeiern nicht abends gemütlich auf der Couch anschauen – die Schwerkraft zerrt zu sehr an den Augenlidern.


~ Mittwoch, 14.10.2020 ~

Um 10.00 Uhr schaue ich mir gespannt den ersten Beitrag der ARD-Buchmessebühne vor dem PC am Schreibtisch an.

NDR Kultur BücherLeben extra – Gespenster unserer Zeit. Neue Bücher im Gespräch auf der Frankfurter Buchmesse [14.10.2020, 10:00 – 11:00]
Was für ein Jahr, was für eine Buchmesse! Kleiner und digitaler soll sie infolge des gespenstischen Coronageschehens werden – aber sie soll stattfinden. Einzelne Verlage werden in Frankfurt präsent sein, manche Autorinnen und Autoren ebenfalls und auf jeden Fall auch die NDR Kultur-Literaturredaktion. Auf der großen ARD-Bühne begrüßen wir Verena Keßler und Ijoma Mangold zum Gespräch über ihre neuen Bücher. Der renommierte Kritiker beschreibt in „Der innere Stammtisch“, wie die verrückte Gegenwart auf ihn wirkt. Und die Hamburger Autorin Verena Keßler erzählt in ihrem Debüt „Die Gespenster von Demmin“ von der düsteren Vergangenheit einer Kleinstadt: Ihr und der Gegenwart muss man sich stellen.

-> Eine schwere Geschichte mit einer gewissen Leichtigkeit erzählt. „Die Gespenster von Demmin“ ist das erste Buch dieser Buchmesse, das ich gerne lesen möchte. Ijoma Mangold finde ich sympathisch und mag ihm zuhören, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich seinen Ausführungen schriftlich ein ganzes Buch lang folgen kann. Ich muss mal in die Leseprobe hineinschauen – denke ich noch gerade, als er auch schon eine Kostprobe aus seinem Buch „Der innere Stammtisch“ vorliest. Ich liebe es und bin schockiert darüber, dass ich auch dieses Buch unbedingt lesen möchte. Wenn das so weiter geht…


So interessant der Beitrag auch ist, bin ich doch dankbar dafür, dass er fünf Minuten früher als im Kalender eingetragen endet. So bleibt mir gerade genügend Zeit zur Toilette zu gehen, bevor um 11.00 Uhr „Best of druckfrisch“ beginnt:

Best of Druckfrisch …mit Denis Scheck [14.10.2020, 11:00 – 11:30]
Seit 12 Jahren ist das ARD-Literaturmagazin „Druckfrisch“ eine zuverlässige Orientierungshilfe im Bücherdschungel. Unverwechselbar das temporeiche Reportage-Format, in dem Denis Scheck auch in Zeiten von Corona Buchempfehlungen und deutsche wie internationale Autor*innen im Gespräch präsentiert. Schecks zupackende Kritik der Spiegel-Bestseller ist mittlerweile der Aufreger der Sendung – was ihm nicht gefällt, landet prompt in der Tonne.

-> Es ist mir fast zu viel, was er im Schnelldurchlauf vorstellt, aber interessieren konnte mich „Der Chauffeur“ von Heinrich Steinfest und das Hörbuch „Ein Mann des Meeres“ in dem André Wiersig sein Schwimmen durch die Ocean’s Seven erzählt.


Dann wird es zeitlich unpassend. Denn ein Beitrag vom Blauen Sofa hat bereits angefangen. Leicht gestresst wechsle ich das Browserfenster und lande inmitten des folgenden Beitrages:

Anna Mayr: Die Elenden. Warum unsere Gesellschaft Arbeitslose verachtet und sie trotzdem braucht – Hanser Berlin [14.10.2020, 11:20 – 11:40]
Faul. Ungebildet. Desinteressiert. Selber schuld. Als Kind von zwei Langzeitarbeitslosen weiß Anna Mayr, wie falsch solche Vorurteile sind. Das schützte sie nicht davor, dass ein Leben auf Hartz IV ein Leben mit Geldsorgen ist und dem Gefühl, nicht dazuzugehören. Früher schämte sie sich, dass ihre Eltern keine Jobs haben. Heute weiß sie, dass unsere Gesellschaft Menschen wie sie braucht: als drohendes Bild des Elends, damit alle anderen wissen, dass sie das Richtige tun, nämlich arbeiten. In ihrem kämpferischen, thesenstarken Buch zeigt Mayr, warum wir die Geschichte der Arbeit neu denken müssen: als Geschichte der Arbeitslosigkeit. Und wie eine Welt aussehen könnte, in der wir die Elenden nicht mehr brauchen, um unseren Leben Sinn zu geben.

-> Ich habe zu viel verpasst und gebe auf. Entdecke aber in einer späteren Pause, dass in der ZDFmediathek die Beiträge nachträglich noch angeschaut werden können. Und das mache ich dann auch: https://www.zdf.de/kultur/das-blaue-sofa/mayr-anna-blaues-sofa-fbm-14-10-2020-100.html . Richtig überzeugen kann mich die Autorin nicht, was allerdings an Begrifflichkeiten liegt und Definitionen, die sich von meinen zu unterscheiden scheinen. Manches wirkt willkürlich festgesetzt und aus dem Bauch heraus behauptet. Mir fehlen schlüssige Erklärungen und Schlussfolgerungen. Das kommt vielleicht im Buch besser heraus als in dem kurzen Interview, hoffe ich zumindest für die Autorin und ihre Leser, zu denen ich wohl eher nicht gehören werde.


Aber zu dem regulären Sendezeitpunkt schalte ich erstmal um zu einem Beitrag, der sich mit dem vorherigen überschneidet, damit ich zumindest diesen von hier Anfang an sehen kann:

„Johnny Ohneland“ Autorin Judith Zander im Gespräch mit Denis Scheck
[14.10.2020, 11:30 — 12:00]
Judith Zander erzählt im Selbstgespräch von Joana Wolkenzin. Sie weiß früh, dass sie anders ist. Sie liest stundenlang, verliebt sie sich in Jungs und Mädchen. Dann gibt sie sich den Namen Johnny. Aber bringt er auch neues Glück? Als die Mutter über Nacht die Familie verlässt, macht Johnny sich auf die Suche nach einem Leben, das ihren eigenen Vorstellungen entspricht. Dabei ist sie oft einsam und immer wieder kompliziert verliebt in Menschen, die sich wie sie zwischen den Geschlechtern aufhalten. Die erste richtige Liebesgeschichte mit einem Studenten aus Luxemburg endet abrupt, als er seine Abreise und den Wunsch, mit einem echten Jungen zusammen zu sein, ankündigt. Judith Zander, geboren 1980 in Anklam, lebt heute in Jüterbog. Für ihre Werke wurde sie u.a. mit dem 3sat-Preis des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs und mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis ausgezeichnet. Ihr Roman „Dinge, die wir heute sagten“ stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises.

-> Das erste Buch von Judith Zander wartet noch auf meinem SuB und auch ihr neues Buch klingt lesenswert. Die ostdeutsche Thematik und damit auch der Teil der deutschen Geschichte, den ich nicht selbst sondern nur aus der westlichen Sicht kennenlernte, interessiert mich und doch ist und bleibt vieles für mich unvorstellbar. Gewünscht hätte ich mir, auch eine Passage aus ihren Buch vorgelesen zu bekommen, um einen besseren Eindruck von ihrer Art des Schreibens zu erhalten. Dennoch ist der Beitrag sehr ansprechend und ich freue mich darauf die Schreibweise der Autorin kennen zu lernen.

-> Zwischendurch kommt der Herzbube vom Einkaufen zurück und hat feinste Schokolade zum Schlemmen auf der digitalen Buchmesse mitgebracht. Ich freue mich. Es wird uns ein Fest sein, sie zu genießen.


Gleich im Anschluss geht es noch weiter ostwärts mit:

„Immer wieder Ostwärts – Oder wie man in der Transsibirischen Eisenbahn duscht, ohne seekrank zu werden“ Autorin Julia Finkernagel im Gespräch mit Marion Kuchenny [14.10.2020, 12:00 – 12:30]
In ihrem neuen Buch geht es zunächst ins Baltikum, wo Finkernagel auf deutsche Geschichte, gelebte Utopie und starke Frauen trifft. Zwischen Waldbrand und Weinbrand ist sie in Montenegro unterwegs und schließlich frostwärts mit der Transsibirischen Eisenbahn von Moskau zum Baikalsee. Mit an Bord: das Moskauer Sinfonieorchester, Wodka und Kaviar. Auf ihrer Reise findet Finkernagel heraus, dass in Montenegro Nichtraucher leider draußen bleiben müssen und erklärt, wie man am Baikalsee einen Drink „auf Eis“ nimmt. Die studierte Kommunikationsdesignerin und ehemalige Managerin überredete vor zehn Jahren ihren Chef am Frankfurter Flughafen zu einem Sabbatjahr und brach auf zu einer Rucksackreise nach Südostasien, Skandinavien und Nordamerika und kehrte nie mehr ins Büro zurück. Seit 2008 zieht sie regelmäßig ostwärts. Über 40 Filme für verschiedene Formate bei ARTE, MDR, HR und KIKA sind dabei entstanden.

-> Eine sympathische Autorin, der ich endlos zuhören könnte und deren Buch ich unbedingt lesen möchte. Nur mein neuer Nachbar, der an seiner Bohrmaschine wirklich alles zu geben scheint, nervt etwas.

-> Zwischendurch entdecke ich den Knesebeck Verlag, in dem dieses Buch erschienen ist und mir fällt auch gleich noch ein weiteres Buch auf, das mein Interesse weckt. Diesen Verlag werde ich im Auge behalten und versuche mir zu merken, dass es im Dezember in der ARD-Mediathek einen Film dazu geben wird.

-> Danach habe ich 10 Minuten Pause bis zur nächsten Sendung, die beim blauen Sofa sein wird. Ich vertrete mir die Beine und räume ein wenig in der Wohnung auf. Muss ja auch sein.


https://www.zdf.de/kultur/das-blaue-sofa/precht-blaues-sofa-fbm-14-10-2020-100.html

Richard David Precht: Künstliche Intelligenz und der Sinn des Lebens – Goldmann
[14.10.2020, 12:40 — 13:00]
Während die drohende Klimakatastrophe und der enorme Ressourcenverbrauch der Menschheit den Planeten zerstört, machen sich Informatiker und Ingenieure daran, die Entwicklung einer Künstlichen Intelligenz voranzutreiben, die alles das können soll, was wir Menschen auch können – nur vielfach „optimierter“. Ausgehend von völlig falschen Annahmen soll den Maschinen sogar eine menschenähnliche Moral einprogrammiert werden. Richard David Precht macht uns eindringlich klar, dass das nicht möglich ist. Denn unser Leben besteht nicht aus der Abfolge vorausberechneter Schritte. Wir sind viel mehr als das.

-> Ich möchte gerne mal wieder etwas von Richard David Precht lesen. Gerne auch sein Essay „Künstliche Intelligenz und der Sinn des Lebens“. Gehirnfutter, das mir schmeckt. Apropos Hunger…

-> Eine für den Anschluss auf der ARD-Buchmessebühne gebuchte Veranstaltung ist ausgefallen. Das verschafft mir 20 Minuten Pause. Zeit fürs Mittagessen. Mit Liebe und Können hervorragend gekocht vom Herzbuben. Es gibt Hähnchen-Ananas-Spieß mit Tomatenreis. Feinstes Messe-Essen! Ich bin ein Glückskind 🙂


Nach dem Essen geht es weiter im Programm:

Die Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2020 im Gespräch mit Cécile Schortmann [14.10.2020, 13:30 – 14:00]
Cécile Schortman interviewt die Gewinnerin Anne Weber im Anschluss an die Preisverleihung auf der ARD-Buchmessebühne in der Festhalle.

-> Mir hat die Geschichte hinter dem Buch besser gefallen, als das, was die Autorin vorträgt. Ich kann mich auf das Gehörte nicht so recht einlassen. Manchmal ist das halt so.

Danach habe ich wieder 30 Minuten Pause.


„Respekt geht anders – Betrachtungen über unser zerstrittenes Land“ Autorin Gabriele Krone-Schmalz im Gespräch mit Marion Kuchenny [14.10.2020, 14:30 – 15:00]
Deutschland ist im Kampfmodus. Die Welt steht vor großen Herausforderungen und bietet damit Stoff genug für erregte Debatten. Doch statt anständig zu streiten, werden diejenigen verunglimpft, die anderer Meinung sind – wahlweise als „links-grün Versiffte“, als „Volksverräter“, als „Nazis“ und „Rassisten“ oder auch schlicht als „alte weiße Männer“. Und Probleme werden zunehmend im Zustand der hysterischen Hyperventilation diskutiert. Gabriele Krone-Schmalz, langjährige Russland-Korrespondentin der ARD, Moderatorin von ARD-Kulturweltspiegel und Professorin für TV und Journalistik, wirft in ihrem neuen Buch einen besorgten Blick auf unser zerstrittenes Land und plädiert für mehr Respekt gegenüber Andersdenkenden.

-> Kürzlich habe ich mich erst gefragt, was aus Frau Krone-Schmalz eigentlich geworden ist, von der ich in den 1990er Jahren einige Russland-Bücher gelesen hatte. Nun geht es um Respekt und Streitkultur in ihrem neuen Buch. Ihre Ausführungen finde ich nachvollziehbar und interessant. Darüber würde ich gern auch etwas lesen.


Im Programm geht es anschließend auf dem blauen Sofa weiter:

https://www.zdf.de/kultur/das-blaue-sofa/klitschko-kiel-blaues-sofa-fbm-14-10-2020-100.html

Wladimir Klitschko + Tatjana Kiel: F.A.C.E. the Challenge Entdecke die Willenskraft in dir! – Ariston [14.10.2020, 15:00 — 15:20]
Herausforderungen erfolgreich meistern! F.A.C.E., das ist Focus, Agility, Coordination und Endurance – Konzentration, Beweglichkeit, Koordination und Ausdauer. Um diese vier Kernkompetenzen dreht sich die Erfolgsphilosophie des ehemaligen Boxweltmeisters und Managementtrainers Wladimir Klitschko. Er hat daraus eine Vier-Stufen-Methode entwickelt, die uns befähigt, konsequent unser Ziel zu erreichen. Jeder Schritt in diesem Prozess besteht aus der Aktivierung des körperlichen und geistigen Potenzials – mit der Willenskraft als Dreh- und Angelpunkt und als Schlüssel zum Erfolg.

-> Es geht ums Mentalcoaching und damit das funktionieren kann, muss man dem Coach vertrauen und sich von seiner Methode angesprochen fühlen. Ich denke, dass Wladimir Klitschko seine Anhänger findet, aber mich kann er mit diesem Beitrag nicht so recht erreichen.


Und weiter geht’s mit:

https://www.zdf.de/kultur/das-blaue-sofa/bank-zsuzsa-blaues-sofa-fbm-14-10-2020-102.html

Zsuzsa Bánk: Sterben im Sommer – S. Fischer Verlag [14.10.2020, 15:20 — 15:40]
Seinen letzten Sommer verbringt der Vater am Balaton, in Ungarn, der alten Heimat. Noch einmal sitzt er in seinem Paradiesgarten unter der Akazie, noch einmal steigt er zum Schwimmen in den See. Aber die Rückreise erfolgt im Rettungshubschrauber und Krankenwagen, das Ziel eine Klinik in Frankfurt am Main, wo nichts mehr gegen den Krebs unternommen werden kann. Es sind die heißesten Tage des Sommers, und die Tochter setzt sich ans Krankenbett. Mit Dankbarkeit erinnert sie sich an die gemeinsamen Jahre, mit Verzweiflung denkt sie an das Kommende. Sie registriert, was verloren geht und was gerettet werden kann, was zu tun und was zu schaffen ist. Wie verändert sich jetzt das Gefüge der Familie, und wie verändert sie sich selbst? Was geschieht mit uns im Jahr des Abschieds und was im Jahr danach? In „Sterben im Sommer“.

-> Um dieses Buch schleiche ich schon seit dem Erscheinungsdatum herum, traue mir aber die Thematik immer noch nicht zu. Jetzt, nach dem gerade erst vollendeten ersten Trauerjahr habe ich noch nicht den nötigen Abstand um dieses Buch lesen zu können, ohne dass es mich trauriger macht, als mir derzeit gut täte.

-> Danach ist erstmal Pause bis 17:30 Uhr. Zeit für ein bisschen Sport. Heute HIT-Krafttraining für Rücken und Bizeps und danach eine halbe Stunde Trampolintraining. Auch wenn ich besonders im ersten Teil jammere und manchmal auch ein wenig vor mich hin fluche, tut es gut nach einem Tag vor dem Bildschirm.


Eröffnung Weltempfang: Europa – Kulturen verbinden [14.10.2020, 17:30 — 18:30]
Der Weltempfang, ein Gemeinschaftsprojekt der Frankfurter Buchmesse und des Auswärtigen Amts, ist traditionell der Ort für offenen Austausch und politischen Dialog. Die wichtigsten Köpfe aus Politik, Kultur und Wirtschaft diskutieren Themen, über die gesprochen werden muss. In diesem Jahr ist das Programm online verfügbar. Die Eröffnung findet mit einem Podium zum Schwerpunktthema „Europa – Kulturen verbinden“ auf der ARD-Bühne statt. Mit Giuliano da Empoli, Gert Scobel, Geert Mak, Priya Basil, Juergen Boos.


Fazit: Ein gelungener Auftakt der digitalen Buchmesse mit vielen interessanten Gästen. Die Technik hat gut funktioniert. Beim Wechsel zwischen den Veranstaltern, beziehungsweise Browserfenstern hilft gelegentliches Aktualisieren des jeweiligen Fensterinhalts (F5 bzw. STRG + F5) weiter.

Es macht mir Spaß live dabei zu sein, aber ich finde es auch erfreulich, dass ich mir bei Überschneidungen von Sendungen auf der ARD-Buchmessebühne und dem Blauen Sofa nicht unnötig Stress machen muss. Denn die verpassten Sendungen finde ich größtenteils bei YouTube hessischerrundfunk oder in der ZDFmediathek.

Insgesamt ein schöner Tag, auch wenn die Menge an durchgeplanter Bildschirmzeit anstrengend war. Aber das liegt ja an mir selbst und an den vielen Themengebieten, die mich interessieren.

7 Kommentare zu „Die Frankfurter Buchmesse . Special Edition 2020 (Dienstag + Mittwoch)

    1. Ich wollte so viel wie möglich von der Buchmesse mitbekommen und habe mich voll und ganz auf das Experiment „digitale Buchmesse“ eingelassen. Verpasst habe ich aber dennoch vieles. Das gehört wohl dazu und wäre auf einer physischen Buchmesse auch nicht anders zu bewerkstelligen gewesen. Schön, dass auch vieles noch im nachhinein angeschaut werden kann. Zwar habe ich noch einige Beiträge auf meiner Liste, die ich mir noch ansehen möchte, aber das muss warten. Jetzt ist erstmal Zeit für andere Dinge.
      LG Yvonne

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