Kulinarische Weltreise: Spanien

Wir lieben Tapas! Und könnten uns stundenlang durch die Appetithäppchen probieren, die klassischerweise in spanischen Tapas-Bars zu Wein oder Bier gereicht werden. Es ist fast ein wenig schade, dass die Aufnahmekapazität des Magens natürliche Grenzen setzt. Denn mein Herzbube hat auch dieses mal wieder einiges ausprobiert und zubereitet, das wir uns dann genüsslich schmecken gelassen haben.

Den Anfang machten die spanischen Fleischbällchen in Tomatensauce, die Albondigas:

Dazu werden 400 g Gehacktes (halb/halb), 1 kleingehacktes Sträusschen Petersilie, 80 g geröstete gehackte Pinienkerne, 2 Eier und eine Handvoll Paniermehl vermengt, zu etwa 4 cm großen Kugeln geformt und in Olivenöl gebraten. Für die Tomatensauce eine mittlere Zwiebel in Streifen schneiden und in Olivenöl anbraten. 1 EL Tomatenmark und 1 Dose stückige Tomaten zufügen. Mit Salz, Chili und Zucker abschmecken, die Sauce zu den Hackfleischbällchen geben und ziehen lassen.

Für die Gambas al ajillo 4 gehackte Knoblauchzehen in Olivenöl anschwitzen, 1 fein geschnittene Chilischote und 600 g aufgetaute Garnelen etwa 3 Minuten erhitzen und salzen.

12 Spitzpaprika zu Pimientos des piquillo verarbeiten. Dazu den Spitzpaprika den Deckel abschneiden, sie entkernen, mit Olivenöl bepinseln und mit grobem Meersalz bestreuen. Etwa 10 Minuten bei 160 Grad Umluft garen und danach abkühlen lassen. 1 Dose weißen Thunfisch mit 1 kleinen Becher Schmand verrühren, mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft abschmecken und in die Paprika füllen.

Außerdem gab es Pimientos de padrón. Dazu werden 200 g Bratpaprika in Olivenöl angebraten und mit Meersalz gewürzt.

Dazu gereicht wird spanisches Rosmarin-Brot. Hierfür aus 500 g Mehl, 1 Tütchen Trockenhefe, 1 EL Zucker, 1 TL Salz, 300 ml warmes Wasser einen Hefeteig herstellen, eine halbe Stunde gehen lassen. 50 g Pinienkerne und 3 Zweige Rosmarin kleinhacken und unterkneten. Den Teig nochmal 1 Stunde gehen lassen. In 8 Fladen aufteilen und jeden Fladen gleichmäßig 8 – 10 Mal einstechen. Für 12 bis 15 Minuten bei ca. 220 Grad Umluft backen bis sie goldbraun sind.

Außerdem gönnten wir uns einen spanischen Schafskäse aus der Region Kastilien-La Mancha. Der Hartkäse ist unter der Herkunftsbezeichnung Queso Manchego geschützt. Aber vor uns war er natürlich nicht lange sicher. Den in Dreiecke von etwa einem halben Zentimeter dicke geschnittenen Manchego haben wir gemeinsam mit Salzmandeln und einem Feigen-Chutney genossen. Für die Salzmandeln geschälte blanchierte Mandeln in einer Pfanne ohne Öl erhitzen und mit grobem Meersalz würzen. Für das Feigen-Chutney eine kleine rote Zwiebel fein würfeln und in etwas Olivenöl anschwitzen. 2 kleingeschnittene Feigen, 1 TL Zucker zufügen und mit einem guten Schuss Balsamico ablöschen. Einkochen lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Fast schon wie ein Dessert kommen die Datteln im Speckmantel, die Dátiles con bacon, aufgrund ihrer Süße daher. Dazu werden entsteinte Datteln mit Ziegenfrischkäse gefüllt und mit je einer halben Scheibe Speck umwickelt. Im Backofen bei 180 Grad 5 Minuten backen, bis der Speck knusprig ist.

Dazu gab es fruchtig erfrischenden Sangria aus 1 großen Zitrone, 1 großen Orange, 1 großen säuerlicher roter Apfel und 1 Limone. Alles grob gewürfelt mit einer Flasche trockenem Rotwein (z. B. Rioja) und 100 ml Orangenlikör (z. B. Cointreau) übergießen. Das Ganze lässt man gut durchziehen, füllt am nächsten Tag mit 0,33 l Sprite auf und serviert den Sangria mit aus Orangensaft zubereiteten Eiswürfeln.

Fürs passende Ambiente sorgte außerdem noch ein wenig spanische Musik:

¡Viva España!