#bücherschrankschatz – Dezember 2019

#bücherschrankschatzViele öffentliche Bücherschränke werden ja bereits liebevoll bestückt und gepflegt, aber andere können ein wenig Unterstützung brauchen und da soll die Mitmachaktion #bücherschrankschatz einfach ein wenig helfen. -> Mach doch auch mit!



Dieses Mal ging es für mich mit leichter Verspätung zum öffentlichen Bücherschrank unseres kleinen Städtchens. Ordentlich sieht es hier aus und auf Anhieb fallen mir dieses Mal viele Thriller ins Auge, die ich noch nicht kenne. Bücher, mit denen beim Lesen gut umgegangen wurde und die noch nicht allzu viele Hände durchlaufen haben können. Mir macht es Spaß hier zu stöbern und ich bin fast ein wenig stolz, dass ich kein Buch für mich mitnehme, sondern nur einen Platz für mein mitgebrachtes finde. Im November habe ich einige von den Büchern gelesen, die sich zum Teil schon sehr lange auf meinem SuB (Stapel ungelesener Bücher) tummelten und mich darüber gefreut, wie viel Gutes sich darunter befand. Dort will ich erstmal weiterstöbern und halte mich am Bücherschrank zurück.

Mitgebracht habe ich dieses Mal ein Buch, das Teil einer Reihe ist und mich seinerzeit sehr begeistern konnte. Ich wollte immer mal weiterlesen, habe aber tatsächlich nie zu dem zweiten Buch gegriffen, das sich seit Jahrzehnten auf meinem SuB befindet. Der Verfilmung durch die Serie „Outlander“ konnte ich hingegen nicht widerstehen, obwohl mich Schnulziges normalerweise nicht so leicht packen kann. Aber Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel 😉

2019_12_#bücherschrankschatz

Diana Gabaldons opulenter historischer Roman um das Liebespaar Claire Randall und Jamie Fraser, der in den USA bereits für Furore gesorgt hatte, wurde auch in Deutschland zum Überraschungsbestseller des Jahres 1995. Mit unglaublichem geschichtlichen Wissensschatz, weiblichem Einfühlungsvermögen und herzerfrischendem Humor erweckte die Autorin das wilde schottische Hochland des 18. Jahrhunderts zu neuem, farbenprächtigem Leben.

Man schreibt das Jahr 1945. Claire Beauchamp Randall, die bis vor kurzem als Krankenschwester an der Front gearbeitet hat, verbringt die zweiten Flitterwochen mit ihrem Mann Frank in den schottischen Highlands. Als sie bei einem Spaziergang nichtsahnend einen magischen Steinkreis berührt, verliert sie das Bewusstsein – und erwacht mitten im Schlachtgetümmel schottischer Rebellen, im Jahr 1743.

Das Schottland dieser Epoche unterscheidet sich beträchtlich von dem friedlichen Ort, den Claire soeben mysteriöserweise verlassen hat: Die schottischen Clans kämpfen erbittert gegen die englische Besatzung; die Highlander sind geprägt von Rebellion und Verrat, von Aufklärung, Aberglaube und Hexenwahn. Und mitten unter ihnen Claire – eine Frau des zwanzigsten Jahrhunderts, eine beargwöhnte Fremde, die die Menschen durch ihr seltsames Auftreten, ihre ungewöhnliche Sprache und ihre eigenartigen Kenntnisse in Aufruhr versetzt.

Da begegnet sie James Fraser, dem mutigen Clanführer, der ihr mehr als einmal in lebensbedrohlichen Situationen zu Hilfe eilt. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege, und bald schon spürt Claire, dass dieser Mann über ihr Schicksal entscheidend mitbestimmen wird, dass sie an seiner Seite Liebe und Leidenschaft, Rebellion und tödliche Gefahr erleben wird. Claire muss schließlich die Entscheidung ihres Lebens treffen: zwischen der Zukunft und der Vergangenheit, zwischen ihrem Mann Frank und dem rothaarigen Rebellen James Fraser.
Eine Lektion hat sie inmitten dieses Abenteuers jedoch bereits gelernt – dass der Instinkt eines Mannes, die Frau zu beschützen, die er liebt, so alt ist wie die Zeit…

-> Zur Leseprobe [Werbung]

Diana Gabaldon
Outlander – Feuer und Stein
Übersetzt von: Barbara Schnell
Taschenbuch, 1136 Seiten
ISBN: 978-3-426-51802-1
Preis: € 18,00[D] inkl. MwSt.
Verlag: Droemer Knaur
Erschienen am 04.05.2015 (Erstveröffentlichung 1991 unter dem englischen Titel „Outlander“ in New York)

Wie sieht der öffentliche Bücherschrank bei euch aus? Kennt oder unterstützt ihr bereits einen öffentlichen Bücherschrank und wenn ja, welches gute Buch stellt ihr im Dezember dort unter?

umgeSCHAUt im Oktober

📚 „Die Zeuginnen“ musste ich mir gleich kaufen, als es erschienen ist. Da ich mir jedoch die Serie „The Handmaids Tale“ anschaute, brauchte ich anschließend erst ein wenig Abstand. Der Literaturclub brachte mich jedoch dazu, endlich das Buch zu beginnen – ich habe es nicht bereut.

📚 Die Besprechung von „Wir sind das Klima!“ von Jonathan Safran Foer konnte mich nicht überzeugen, was hingegen über sein Buch „Tiere essen“ gesagt wurde, umso mehr.

📚 „Der Sprung“ von Simone Lappert habe ich mir gemeinsam mit ihrem Debüt „Wurfschatten“ auf die Bücherwunschliste gesetzt.

📚 „Ich hatte gehofft, wir können fliegen“ von Caroline Labusch finde ich berührend und tragisch. Ein weiteres interessantes, aber auch zuweilen albtraumhaftes Stück deutscher Geschichte.

📚 „Das langweiligste Buch der Welt“ von Bjarne Mädel klingt so grauenhaft, dass es schon fast wieder gut ist. Tatsächlich lese ich mich aber lieber mit ansprechendem so lange müde, bis mir die Augen zufallen.

📚 „Laufen“ von Isabel Bogdan würde mich interessieren, aber momentan wäre die Thematik zu schwierig für mich.

📚 Adrian Rohnfelders Begeisterung für Vulkane kann ich nachvollziehen und würde gern einen Blick in seinen Bildband „Volcanic 7 Summits“ werfen.


Und das sind die Sendungen, die noch eine ganze Zeit lang in den Mediatheken verfügbar sind:

08.10.2019: Literaturclub
Nicola Steiner, Martin Ebel, Laura de Weck und als Gast Patti Basler diskutieren im Oktober über: „Die Zeuginnen“ von Margaret Atwood, „Heidis Lehr- und Wanderjahre“ von Johanna Spyri, „Heidi kann brauchen, was es gelernt hat“ von Johanna Spyri, „Wir sind das Klima!“ von Jonathan Safran Foer, „Der Sprung“ von Simone Lappert, „T. Singer“ von Dag Solstad.

10.10.2019: Lesenswert Quartett
Denis Scheck diskutiert mit Insa Wilke, Ijoma Mangold und als Gast der Literaturkritikerin und Essayistin Meike Feßmann über „Das Duell“ von Volker Weidermann, „Metropol“ von Eugen Ruge, „Das Archiv der verlorenen Kinder“ von Valeria Luiselli und „Rot“ von Anne Carson.

14.10.2019: druckfrisch
Denis Scheck empfiehlt: Valeria Luisellis „Das Archiv der verlorenen Kinder“, „Schutzzone“ von Nora Bossong und „Erebus“ von Michael Palin.

18.10.2019: Das Literarische Quartett
Gastgeber Volker Weidermann lädt mit Christine Westermann und Thea Dorn erneut zum Disput über Bücher. Gast ist die Schriftstellerin und Kolumnistin Sibylle Berg. Sie sprechen über „Winterbienen“ von Norbert Scheuer, „Sabrina“ von Nick Drnaso, „Schutzzone“ von Nora Bossong und „Metropol“ von Eugen Ruge.

20.10.2019: Buchzeit im Herbst 2019
Gert Scobel diskutiert mit Barbara Vinken, Sandra Kegel und Katrin Schumacher über „Ein anderer Takt“ von William Melvin Kelley, „Schutzzone“ von Nora Bossong, Berge“ von Jan Kjærstad und „Eine Geschichte des Windes“ von Raoul Schrott.

22.10.2019: lesenswert
Denis Scheck hat den Autor Jan Peter Bremers („Der junge Doktorand“) und die Übersetzerin Susanne Klingenstein im Gespräch getroffen.

30.10.2019: Bücherjournal

Julia Westlake stellt vor: „Ich hatte gehofft, wir können fliegen“ von Caroline Labusch, „Das langweiligste Buch der Welt“ von Bjarne Mädel, „Laufen“ von Isabel Bogdan, „Munkey Diaries“ von Jane Birkin, „Volcanic 7 Summits“ von Adrian Rohnfelder, „Liebestölpel“ von Peter Wawerzinek und „Winterbienen“ von Norbert Scheuer.

#bücherschrankschatz – November 2019

#bücherschrankschatzViele öffentliche Bücherschränke werden ja bereits liebevoll bestückt und gepflegt, aber andere können ein wenig Unterstützung brauchen und da soll die Mitmachaktion #bücherschrankschatz einfach ein wenig helfen. -> Mach doch auch mit!



Dieses mal war es nur eine kurze Stippvisite bei dem Bücherschrank. Gut sieht’s hier aus und er ist wohl auch gut besucht – zumindest findet sich auch gleich eine weitere Bücherfreundin ein, als ich mein Buch für diesen Monat in den Schrank stelle. Es handelt sich um ein Buch von Frank Schätzing, das ich nach dem Schwarm las. Eine ganz andere Thematik, aber ich war dennoch begeistert:

2019_11_#bücherschrankschatz

Köln im Jahr 1260: Jacop der Fuchs, ein liebenswerter Dieb und Herumtreiber, wird unfreiwillig Zeuge eines Mordes. Er sieht, wie eine düstere Gestalt den Kölner Dombaumeister vom Gerüst in den Tod stößt. Aber er selbst muss auch gesehen worden sein. Denn jeder, dem Jacop diese Geschichte erzählt, ist kurze Zeit später tot. Dem jungen Mann wird schnell klar, dass er nur eine Chance hat, seine Haut zu retten. Er muss den Täter entlarven, bevor auch er zu seinem Opfer wird.

-> Zur Leseprobe [Werbung]

Frank Schätzing
Tod und Teufel
Taschenbuch, 512 Seiten
ISBN: 978-3-442-45531-7
Preis: € 11,00[D] inkl. MwSt. | € 11,40 [A] | CHF 16,90 * (* empf. VK-Preis)
Verlag: Goldmann
Erschienen am 01.07.2003

Wie sieht der öffentliche Bücherschrank bei euch aus? Kennt oder unterstützt ihr bereits einen öffentlichen Bücherschrank und wenn ja, welches gute Buch stellt ihr im November dort unter?

#bücherschrankschatz – Oktober 2019

#bücherschrankschatzViele öffentliche Bücherschränke werden ja bereits liebevoll bestückt und gepflegt, aber andere können ein wenig Unterstützung brauchen und da soll die Mitmachaktion #bücherschrankschatz einfach ein wenig helfen. -> Mach doch auch mit!



Ein unspektakulärer Besuch beim Bücherschrank. Das Wetter ist grau und ebenso fad, wie das Erscheinungsbild dieses Schrankes. Keine guten alten Bekannten, deren Titel einem bereits mit einem Blick das Herz erwärmen und einen manchmal sogar schwärmen lassen. Viel Unbekanntes, Abgegriffenes, Ungeliebtes, Aussortieres. Soweit der erste Blick. Aber auf den zweiten, beziehungsweise dritten Blick ist doch wieder Schönes zu finden, von dem ich denke, dass sich der ein oder andere darüber freuen wird. Gerne stelle ich ein Buch dazu, dass ich vor etlichen Jahren sehr gerne las:

2019_10_#bücherschrankschatz

Wer sind wir? Woher kommen wir? Als sich der 12-jährige Hans-Thomas mit seinem Vater aufmacht, seine Mutter Anita zu suchen, gelangt er auf mysteriöse Weise in den Besitz eines winzigen Buches. Es birgt ein großes Geheimnis und gibt ihm Rätsel auf. Doch das Sichwundern über die Welt und die unglaublichen Dinge, die darin möglich sind, stehen am Anfang eines jeden Philosophierens. Dies ist die Geschichte einer gleich dreifachen Reise: einer wirklichen nach Griechenland, einer phantastischen auf eine Insel, wo auf geheimnisvolle Weise ein Kartenspiel zum Leben erwacht, und einer gedanklichen in die Philosophie. Jede für sich wäre abenteuerlich genug – zu einer raffinierten Romanhandlung verwoben, werden sie zu einem Leseerlebnis der besonderen Art.

-> Zur Leseprobe [Werbung]

Jostein Gaarder
Das Kartengeheimnis
Aus dem Norwegischen von Gabriele Haefs
Taschenbuch, 352 Seiten, ab 13 Jahren
ISBN: 978-3-423-62077-2
Preis: EUR 10,95 € [DE], EUR 11,30 € [A]
Verlag: dtv, Reihe Hanser
Erschienen am 01.04.1998

Wie sieht der öffentliche Bücherschrank bei euch aus? Kennt oder unterstützt ihr bereits einen öffentlichen Bücherschrank und wenn ja, welches gute Buch stellt ihr im Oktober dort unter? 

umgeSCHAUt im August und September

📚 „Helden der Meere“ von York Hovest macht mich betroffen und ich fühle mich machtlos. Wenn ich mit dem Kauf des Buches etwas an der Situation der Weltmeere ändern würde, würde ich es tun.

📚 Von „Miroloi“ konnte mich schon die Leseprobe begeistern und auch das Buch hat mir ganz besonders gut gefallen.

📚 „Schnelles Lesen, langsames Lesen“ von Maryanne Wolf klingt interessant – ich mag Bücher, die sich mit meinem liebsten Hobby beschäftigen.

📚 Dem, was Elke Heidenreich über „Nacht in Caracas“ von Karina Sainz Borgo zu sagen hat, kann ich nur beipflichten. Mich konnte das Buch ebenso beeindrucken.

📚 „Im Unterland“ von Robert Macfarlane klingt so, als gäbe es in dem Buch viel Interessantes zu entdecken.


Und das sind die Sendungen, die noch eine ganze Zeit lang in den Mediatheken verfügbar sind:

09.08.2019: Das Literarische Quartett
Die Literaturexperten debattieren über „Das Schöne, Schäbige, Schwankende“ von Brigitte Kronauer, „Jetzt noch nicht, aber irgendwann schon“ von Martin Simons, „Als ich jung war“ von Norbert Gstrein und „Am Tag davor“ von Sorj Chalandon. Gast ist die Philosophin und Publizistin Svenja Flaßpöhler.

28.08.2019: Bücherjournal
Julia Westlake stellt vor: „Helden der Meere“ von York Hovest, „Miroloi“ von Karen Köhler, „Liebe kennt kein Alter“ von Ari Seth Cohen, „Wie später ihre Kinder“ von Nicolas Mathieu, „Die Gesellschaft des Zorns“ von Cornelia Koppetsch und „Langsame Jahre“ von Fernando Aramburu.

03.09.2019: Literaturclub
Nicola Steiner, Elke Heidenreich, Philipp Tingler und die Reporterin Margrit Sprecher diskutieren über „Auf Erden sind wir kurz grandios“ von Ocean Vuong, „Gespräche mit Freunden“ von Sally Rooney, „Schnelles Lesen, langsames Lesen“ von Maryanne Wolf, „Nacht in Caracas“ von Karina Sainz Borgo sowie „Rohstoff“ von Jörg Fauser.

12.09.2019: lesenswert
Am 14.9. wäre der große Naturforscher Alexander von Humboldt 250 Jahre alt geworden. Anlass für Denis Scheck, mit der Humboldt-Biographin Andrea Wulf und Literaturwissenschaftler Oliver Lubrich über das letzte Universalgenie zu sprechen.

15.09.2019: druckfrisch
Denis Scheck bespricht unter anderem über „Im Unterland“ von Robert Macfarlane, „Miroloi“ von Karen Köhler und kommentiert die aktuelle Spiegel-Bestsellerliste.

26.09.2019: lesenswert
Denis Scheck trifft Rafik Schami und Insa Wilke: „Die geheime Mission des Kardinals“ und drei Bücher der Bestenlisten der vergangenen Monate: „Das Schöne, Schäbige, Schwankende“ von Brigitte Kronauer, „Auf Erden sind wir kurz grandios“ von Ocean Vuong und „Der Spleen von Paris“ von Charles Baudelaire.

#bücherschrankschatz – September 2019

#bücherschrankschatzViele öffentliche Bücherschränke werden ja bereits liebevoll bestückt und gepflegt, aber andere können ein wenig Unterstützung brauchen und da soll die Mitmachaktion #bücherschrankschatz einfach ein wenig helfen. -> Mach doch auch mit!



In diesem Bücherschrank ist einiges los. Als ich vor kurzem dort war, hatte ihn jemand mit eigenartigen Arbeitsheften vollgestopft, in denen sich alles um biblische Inhalte drehte. Für mich fühlte sich das nach Bücherschrankmissbrauch an: Altpapierentsorgung oder inflationäre religiöse Werbung. Und doch verharrte ich wieder nur in der Rolle des stillen Beobachters – ohne Verantwortung zu übernehmen und auszusortieren, wonach mir eigentlich der Sinn gestanden hätte.

Wenige Wochen später ist keine dieser Schriften mehr vorhanden. Ob sich hier ein Abnehmer oder ein Wegwerfer gefunden hat, weiß ich natürlich nicht. Dieses Mal sind hier drei Mädchen im Grundschulalter aktiv. Sie lesen einige der Buchtitel vor und stecken sie mit gespielter Begeisterung in ihre Taschen. Glücklicherweise waren die Thriller meist in den oberen Regalen und somit außerhalb ihrer Reichweite. Ein Mädchen fragte mich noch, ob es wirklich so sei, dass man sich einfach so Bücher mitnehmen könne. Ich bejahte dies und empfahl ihnen doch ein anderes Mal einfach nochmal vorbei zu schauen. Denn leider war Kinder- und Jugendliteratur an dem Tag überhaupt nicht vorhanden und so war in ihren Taschen nichts gelandet, was auch nur annähernd für sie geeignet gewesen wäre. Ich versuchte noch freundlich zu erklären, dass man nur die Bücher mitnimmt, die man auch tatsächlich lesen möchte, aber ob das wirklich bei den aufgedreht spielenden Mädchen angekommen ist, weiß ich natürlich nicht.

Es tat mir schon ein wenig leid, dass auch mein mitgebrachtes Buch nicht kindertauglich ist – zu gerne hätte ich es unterstützt, den Kindern das lesen schmackhaft zu machen. Stattdessen überließ ich dem Bücherschrank ein Buch über die Reise einer Frau in die Welt der Aborigines:

2019_09_#bücherschrankschatz

Was eine seltene Ehre ist, kostet die amerikanische Ärztin Marlo Morgan zunächst viel Kraft und Überwindung: eine dreimonatige rituelle Wanderung durch den australischen Busch als Gast der Aborigines. Doch im Laufe der strapaziösen Tour erfährt sie eine ungeheure emotionale Bereicherung und spirituelle Wandlung.

-> Zur Leseprobe [Werbung]

Marlo Morgan
Traumfänger
Aus dem Amerikanischen von Anne Rademacher
Taschenbuch, 256 Seiten
ISBN: 978-3-442-43740-5
Preis:  9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] CHF 14,50 * (* empf. VK-Preis)
Verlag: Goldmann
Erschienen am 01.01.1998

Wie sieht der öffentliche Bücherschrank bei euch aus? Kennt oder unterstützt ihr bereits einen öffentlichen Bücherschrank und wenn ja, welches gute Buch stellt ihr im September dort unter? Hättet ihr die Kinder weggejagt und ihnen das spielen mit den Büchern verboten?

#bücherschrankschatz – August 2019

#bücherschrankschatzViele öffentliche Bücherschränke werden ja bereits liebevoll bestückt und gepflegt, aber andere können ein wenig Unterstützung brauchen und da soll die Mitmachaktion #bücherschrankschatz einfach ein wenig helfen. -> Mach doch auch mit!



Bei diesem Besuch ist der Bücherschrank noch luftiger und aufgeräumter, als beim letzten Mal. Hier hat eindeutig jemand die Patenschaft übernommen und kümmert sich um die Bestückung. Ich freue mich darüber, dass sich jemand verantwortlich fühlt und diesem Bücherschrank ein wenig unter die Arme greift. Einige der Bücher kenne ich, erinnere mich und begrüße sie fast, wie alte, lange nicht mehr gesehene Bekannte. Aber es sind auch Titel dabei, die ich noch nicht kenne und die mein Interesse wecken. Ich stöbere dort noch eine zeit lang, halte mich aber zurück und finde nach ein wenig Bücherrücken einen Platz für mein mitgebrachtes Buch.

Es handelt sich dabei um einen Roman, dessen Titel mich aufgrund der Schnulzigkeit eigentlich seinerzeit eher abschreckt hat, den ich aber auf eine Empfehlung hin dennoch las. Ich habe es nicht bereut – eine berührende Mutter-Tochter-Enkelin-Geschichte:

2019_08_#bücherschrankschatz

Drei Generationen von Frauen im zwanzigsten Jahrhundert ziehen vor dem inneren Auge des Lesers vorbei, während er das Vermächtnis von Olga an die aus der Enge der Familienzwänge nach Amerika geflohene Enkelin liest: ein Brief-Tagebuch, das schöne und schmerzliche Erinnerungen enthält, Weisheit des Alters, vor allem aber das im Angesicht des Todes ausgesprochene Geständnis der tiefen Liebe zur Enkelin.

-> Zur Leseprobe [Werbung]

Susanna Tamaro
Geh, wohin dein Herz dich trägt
Aus dem Italienischen von Maja Pflug
Taschenbuch deluxe , 320 Seiten
ISBN: 978-3-257-26120-2
Preis: € (D) 12.00 / sFr 16.00* / € (A) 12.40 * unverb. Preisempfehlung 
Verlag: Diogenes
Erschienen am 01.08.1998

Wie sieht der öffentliche Bücherschrank bei euch aus? Kennt oder unterstützt ihr bereits einen öffentlichen Bücherschrank und wenn ja, welches gute Buch stellt ihr im Juli dort unter?

umgeSCHAUt im Juni

📚 „Der Übersetzer ist der genaueste Leser.“ Es war interessant Raoul Schrott und seine Sicht als Übersetzer kennen zu lernen.

📚 Vea Kaiser fragt sich, ob es nur noch Extreme in der Ernährung gibt und ob es zwischen diesen Extremen denn überhaupt keinen Platz mehr für ein normales, das Essen wertschätzende und das Leben genießende Verhalten gibt.

📚 Von Colson Whitehead las ich bereits „Underground Railroad“ und auch sein neues Buch klingt wirklich interessant.

📚 Bei „Zazie in der Metro“ wird ebenfalls die verantwortungsvolle und kreative Aufgabe des Übersetzers deutlich – einem Beruf (oder vielleicht auch einer Berufung), dem oft nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt wird.

📚 Was über „Abendrot“ erzählt wird klingt gut. Von Kent Haruf würde ich gern mal wieder ein Buch lesen.

📚 „Tierreich“ ist ein Buch, das ich nicht werde lesen können. Blutrünstige Thriller kann ich lesen, aber nicht Bücher, in denen es Tieren an den Kragen geht.

📚 „Was wollen die denn hier?“ klingt nach amüsanten Ost-West-Geschichten.

📚 Prachtvolle Fotos aus 60 Jahren Raumfahrt verspricht der Bildband „Das NASA-Archiv„. Gerne würde ich mal einen Blick hineinwerfen.

📚 Die Fotos von Stefan Draschan machen mir Spaß. Davon möchte ich mehr sehen und freue mich über das, was die Suchmaschine mir an Bildmaterial liefern kann.


Und das sind die Sendungen, die noch eine ganze Zeit lang in den Mediatheken verfügbar sind:

02.06.2019: druckfrisch
Zadie Smiths Essays über gute Kunst und schlechte Politik, Nell Zinks tragikomischer Blick auf Amerikas Doppelmoral und Denis Scheck empfiehlt: Johan Harstads Riesenroman „Max, Mischa & die Tet-Offensive“.

06.06.2019: lesenswert
Christoph Hein, der Autor von „Gegenlauschangriff‘ und Raoul Schrott als Übersetzer des  Romans „An den Mauern des Pardieses“ von Martin Schneitewind im Interview mit Denis Scheck.

13.06.2019: lesenswert
Vea Kaiser und Kat Menschik im Gespräch mit Denis Scheck über „Rückwärtswalzer“ und „Essen essen“.

14.06.2019: Das Literarische Quartett
Volker Weidermann lädt mit Christine Westermann und Thea Dorn erneut zum Disput über Bücher. Gast ist der Schauspieler und Schriftsteller Joachim Meyerhoff. Die vier Neuerscheinungen sind: „Die Nickel Boys“ von Colson Whitehead,  „Ein Auftrag für Otto Kwant“ von Jochen Schmidt, „Zazie in der Metro“ von Raymond Queneau und „Der Zopf meiner Großmutter“ von Alina Bronsky.

25.06.2019: Der Literaturclub
Nicola Steiner, Martin Ebel, Milo Rau und – als Gast – der Kabarettist Dirk Stermann diskutieren über „Abendrot“ von Kent Haruf, „Eine Odyssee“ von Daniel Mendelsohn, „Tierreich“ von Jean-Baptiste Del Amo und „Denn es will Abend werden“ von Anna Enquist.

26.06.2019: Bücherjournal
Julia Westlake stellt vor: „Was wollen die denn hier?“ von Lucas Vogelsang und Joachim Król, „Das NASA-Archiv“ von Piers Bizony, „Düsternbrook“ von Axel Milberg, „Der Zopf meiner Großmutter“ von Alina Bronsky, „Ein Haus auf dem Land/Eine Wohnung in der Stadt“ von Jan Brandt, „Zufälle im Museum“ von Stefan Draschan und „Am Tag davor“ von Sorj Chalandon

erLESENer Juni

Im Lesemonat Juni suchte ich vergeblich den Hannibal-Lecter-Nachfolger, lernte vieles über den Thunderhead, lachte über das kommunistische Känguru, zweifelte an der Zurechnungsfähigkeit des menschlichen Gehirns und tauchte beim Lesen mit nur einem Atemzug in die Tiefe ab.

Bücherwelten – komisch, eigenartig und erfrischend…

06_erLESENer

Cari Mora von Thomas Harris
Ein optisch und haptisch gut gemachtes Buch mit enttäuschendem Inhalt.

Der Zorn der Gerechten . Scythe 2 . von Neal Shusterman
Klug, vielschichtig und philosophisch strickt Neal Shusterman seine Jugendbuchdystopie, die von der ersten bis zur letzten Minute fesselt und einen atemlos und nachdenklich zurücklässt, auch im zweiten Teil weiter.

Die Känguru-Chroniken von Marc-Uwe Kling
Kurzweilige und unterhaltsame Szenen aus dem Zusammenleben von Marc-Uwe Kling mit dem kommunistischen nirvanabegeisterten Känguru.

Unser verrücktes Gehirn von Dean Burnett
Dean Burnett wählt anschauliche Beispiele und Bilder aus dem Alltagsleben, schreibt witzig, salopp, eloquent und mit (Selbst-)Ironie über die kleinen und größeren Fehlbarkeiten des Gehirns, ohne dass die wissenschaftliche Seriosität darunter Schaden nähme. Hervorragend!

In die Tiefe von Anna von Boetticher
Die Autorin und Apnoetaucherin versteht es ihre Eindrücke und Erlebnisse so authentisch und mitreißend zu erzählen, dass man beim Lesen auch immer ein wenig mit in der Unterwasserwelt versinkt. Sehr interessant und inspirierend!

#bücherschrankschatz – Juli 2019

#bücherschrankschatzViele öffentliche Bücherschränke werden ja bereits liebevoll bestückt und gepflegt, aber andere können ein wenig Unterstützung brauchen und da soll die Mitmachaktion #bücherschrankschatz einfach ein wenig helfen. -> Mach doch auch mit!



Bei diesem Besuch ist der Bücherschrank luftiger. Entweder hat jemand den Schrank „ausgedünnt“ oder es haben seit meinem letzten Besuch enorm viele Lesewillige etwas für ihren Buchgeschmack gefunden. Ich stelle einige Bücher wieder ordentlich hin und freue mich. Außerdem komme ich mit einer weiteren Bücherfreundin dort ins Gespräch und empfehle ihr einen Roman – zwar nicht meinen mitgebrachten, aber einen, den ich bereits las und von dem ich denke, dass er zu ihrem Buchgeschmack passen könnte. Sie hingegen hat einen Thriller von Jeffrey Deaver dabei, von dem ich immer mal etwas lesen wollte und der mich gleich neugierig macht. Glücklich und zufrieden verlassen wir schließlich jeder mit ‚unserer Beute‘ den Bücherschrank und wünschen uns gegenseitig noch viel Spaß beim Lesen. Immer wieder schön, diese kleinen Buchgespräche.

Dieses Mal hinterlasse ich dem Bücherschrank einen Jugendroman, den ich vor knapp 17 Jahren las und der mir die Welt der Philosophie eröffnete. Bis dahin war ich von dem Thema beinahe unberührt und ließ mich von der Geschichte und dem unterschiedlichen Gedankengut verzaubern.

2019_07_#bücherschrankschatz

Mysteriöse Briefe landen im Briefkasten der 15jährigen Sofie Amundsen in Oslo. Was sollen diese Fragen: »Wer bist du?«, »Was ist ein Mensch?« und »Woher kommt die Welt?«. Sofie ist irritiert. Die Briefe werden ausführlicher und entführen sie in die abenteuerliche und geheimnisvolle Gedankenwelt der großen Philosophen. Ihr unbekannter Briefeschreiber erzählt Sofie die Geschichte Europas, der Antike, des Mittelalters und der Renaissance und dann nimmt die Geschichte eine unglaubliche Wendung.

-> Zur Leseprobe [Werbung]

Jostein Gaarder
Sofies Welt
Übersetzt von Gabriele Haefs
Taschenbuch, 624 Seiten
ISBN: 978-3-423-62000-0
Preis: EUR 11,95 € [DE], EUR 12,30 € [A]
Verlag: dtv – Reihe Hanser
Erschienen am 01.01.2000

Wie sieht der öffentliche Bücherschrank bei euch aus? Kennt oder unterstützt ihr bereits einen öffentlichen Bücherschrank und wenn ja, welches gute Buch stellt ihr im Juli dort unter?