umgeSCHAUt im Juni 2020

📚 Ähnlich wie Vincent Klink habe ich mich auch erst kürzlich mit meinem Bücherregal beschäftigt. Gerne hätte ich es auch aufgeräumt, aber manches habe ich wohl nur umgeräumt, den Bestand noch weiter ausgedünnt und damit wohl eher durcheinander gebracht. Leben mit Büchern wird einfach nicht langweilig.

📚 Mir gefällt es richtig gut, dass bei lesenswert derzeit die Autoren ’nur‘ zugeschaltet werden und man sie deshalb in ihrer natürlichen Umgebung erleben darf. Das verschafft ungewöhnliche Einblicke.

📚 Das Interview mit Cornelia Funke macht mir richtig Lust darauf, noch einmal in die Tintenwelt einzutauchen. Dass sie nach Jahren eines ihrer anderen Bücher nochmal komplett überarbeitet hat, kann ich nachvollziehen – aber als Leserin würde ich ihr das vielleicht übel nehmen.

📚 Geradezu unwirklich und traumhaft schön sind die Bilder aus „Inseln des Nordens„.

📚 Unvorstellbar, dass es deutsche Verlage gegeben hat, die Pippi Langstrumpf abgelehnt haben.

📚 Den Literaturclub finde ich dieses Mal mitreißend und hätte große Lust alle vorgestellten Bücher zu lesen – bis auf eines. Das Buch in Schwiizerdütsch könnte ich nur bildlich erfassen, denn ich verstehe davon nicht ein Wort.


Und das sind die Sendungen, die noch eine ganze Zeit lang in den Mediatheken verfügbar sind:

04.06.2020: lesenswert
Denis Scheck ist vorübergehend in die Produktionswerkstatt des SWR gezogen: seine Gäste, die Jugendbuchautorin Cornelia Funke und Vincent Klink („Ein Bauch lustwandelt durch Wien“), Literat unter den deutschen Sterneköchen, sind zugeschaltet.

05.06.2020: Das Literarische Quartett
Gastgeberin Thea Dorn lädt in der Juni-Ausgabe wieder zum munteren Disput mit drei prominenten Gästen: Juli Zeh, Sven Regener und Jan Fleischhauer. Sie sprechen über „Zerstörung“ von Cécile Wejsbrot, „M. Der Sohn des Jahrhunderts“ von Antonio Scurati, „Berliner Briefe“ von Susanne Kerckhoff und „Der gute Sohn“ von Rob van Essen.

10.06.2020: Bücherjournal
Julia Westlake spricht über „Der Lügenbaron“ von Anna von Münchhausen, „Unsere Welt neu denken“ von Maja Göpel, „Autobahn“ von Michael Kröchert, „Inseln Nordens“ von Stefan Forster, „Soko Heidefieber“ von Gerhard Henschel, „Pippi Langstrumpf“ von Astrid Lindgren, „Der Empfänger“ von Ulla Lenze und „Lies. Das Buch“ von Hauke Hückstedt.

14.06.2020: Buchzeit im Sommer 2020
Im Frankfurter Osthafen diskutieren Barbara Vinken, Katrin Schumacher, Sandra Kegel und Gert Scobel über „Die Schauspielerin“ von Anne Enright, „Das wirkliche Leben“ von Adeline Dieudonné, „Ich bleibe hier“ von Marco Balzano und „Danach“ von Rachel Cusk.

30.06.2020: Literaturclub
Nicola Steiner, Laura de Weck, Milo Rau und Christian Schmid diskutieren über „Die Parade“ von Dave Eggers, „Danach“ von Rachel Cusk, „Nach der Flut das Feuer“ von James Baldwin, „Alpefisch“ von Andreas Neeser sowie „Tage mit Felice“ von Fabio Andina.

umgeSCHAUt im Mai 2020

📚 „Hundert Jahre Einsamkeit“ möchte ich gern für meine BUCHweltreise lesen. Das Quartett schwärmt wärmstens davon und mir ist dieser Klassiker zumindest namentlich ein Begriff.

📚 Das Literarische Quartett hat mir dieses Mal besser gefallen. Thea Dorn hat zu ihrem souveränen Auftreten zurück gefunden und besonders mit ihrer Anmoderation meinen Nerv getroffen.

📚 „Die Wand“ von Marlen Haushofer ist auch so ein Buch, das ich schon seit langem mal lesen möchte und doch ist für mich persönlich gerade nicht die richtige Zeit dafür. Ich wünsche mir manchmal, dass ich den Nerv für fluffig leichte Gute-Laune-Sommerliteratur hätte – zur Ablenkung, zur Aufheiterung. Aber davon werde ich irgendwie nicht satt, ähnlich wie bei schlecht gemachtem Fastfood.

📚 Ich mag Frank Schätzing, auch wenn mich seine letzten Bücher enttäuschten.

📚 Doris Dörrie hat mich mit ihrem Buch zum Schreiben wirklich inspirieren können. Aber auch ihr Schreibseminar bei der Bürgerakademie hat mir viel Spaß gemacht. Eine bereichernde Erfahrung.

📚 „Walden“ schreckt mich nach der Besprechung der Runde ab, auch wenn ich die Ausgabe aus dem Manesse Verlag wunderschön finde, wie auch die anderen Bücher dieses Verlages. Aber das Schwarmhörspiel „Zusammen Walden“ finde ich spannend, das schaue, beziehungsweise höre ich mir mal näher an. Ich mag Gemeinschaftsprojekte, auch wenn ich mir vorstellen könnte, dass es einen aus dem Lesefluss herausreißt, wenn mit jeder Seite die Stimme des Vorlesers wechselt.

📚 Merde, ich habe mich gespoilert. Das kommt davon, wenn man „1793“ noch nicht zuende gelesen hat und trotzdem die Vorstellung des nachfolgenden Buches „1794“ anschaut.


Und das sind die Sendungen, die noch eine ganze Zeit lang in den Mediatheken verfügbar sind:

01.05.2020: Das Literarische Quartett
Gastgeberin Thea Dorn lädt in der Mai-Ausgabe wieder zum munteren Disput mit drei prominenten Gästen: Eva Menasse, Eugen Ruge und Matthias Brandt. Im Gepäck: „Das wirkliche Leben“ von Adeline Dieudonné, „Hundert Jahre Einsamkeit“ von Gabriel Garcia Márquez, „Die langen Abende“ von Elisabeth Strout und „Der abenteuerliche Simlicissimus“ von Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen.

06.05.2020: lesenswert
Denis Scheck und „lesenswert“ in besonderen Zeiten mit Buchempfehlungen: „Die Wand“ von Marlen Haushofer, „Krieg der Welten“ von H. G. Wells. Zugeschaltet sind Frank Schätzing und Richard Ford.

14.05.2020: lesenswert
In Zeiten von Corona wird die Sendung mit Denis Scheck wird nicht mehr im Palais Biron in Baden-Baden produziert, sondern in den Werkstätten und im Fundus des SWR. Als Gäste sind zugeschaltet Doris Dörrie („Leben, Schreiben, Atmen“) und Uwe Timm („Der Verrückte in den Dünen“). Die empfohlenen Bücher: „Der Stechlin“ von Theodor Fontane, „Der Untergang der Titanic“ von Hans Magnus Enzensberger und „Sämtliche Werke“ von Friedrich Hölderlin.

24.05.2020: druckfrisch
In seinem historischen Kriminalroman „1794“ erzählt Niklas Natt och Dag meisterhaft sinnlich von den Abgründen Stockholms. Außerdem: „Honigbienen – Geheimnisvolle Waldbewohner“ von Jürgen Tautz, Deutschlands bekanntestem Bienenforscher.

26.05.2020: Literaturclub
Nicola Steiner, Martin Ebel, Raoul Schrott und die Schauspielerin Sarah Spale diskutieren über Laetitia Colombanis „Das Haus der Frauen“, Hansjörg Schertenleibs „Palast der Stille“, Henry David Thoreaus „Walden„, Anne Enrights „Die Schauspielerin“ und Anna Burns’ „Milchmann“.

umgeSCHAUt im April 2020

📚 „In der Männerrepublik“ von Torsten Körner klingt nach einer interessanten Lektüre. Und es ist eigentlich noch gar nicht so lange her, dass Frauen auch politisch aktiv werden konnten, aber man vergisst zu leicht, dass sie sich das teilweise hart erkämpfen mussten.

📚 Ob Siegfried Lenz wohl seinen Roman „Der Überläufer“ als Selfpublisher herausgebracht hätte, wenn es das damals schon gegeben hätte? Der Film ist in zwei Teilen noch bis Juli in der ARD Mediathek hier (Teil 1) und hier (Teil 2) verfügbar.

📚 „Stern 111“ macht mich neugierig, als Wessie kenne ich nur meine Seite der Medaille und würde gern mehr von der anderen erfahren.

📚 „Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein“ möchte ich gern lesen, aber dazu muss ich der passenden Stimmung sein, damit es mich nicht zu sehr herunterzieht. Das NDR Kultur Hörspiel mit seinem Psychiatrie- und Krankenbericht kann man sich hier anhören und herunterladen.

📚 Was die Astronautin Samantha Cristoforetti über ihre lange Reise zu berichten weiß, ist sicherlich ungewöhnlich.

📚 „Von schlechten Eltern“ klingt lesenswert, außerdem spielt der Roman in der Schweiz und könnte ein Ziel für meine BUCHweltreise sein.

📚 Das lädt zum stöbern ein: Der SRF hat hier 250 Hörspiele online zur Verfügung gestellt.

📚 Von Valerie Fritsch würde ich lieber etwas über ihre Reisen lesen.


Und das sind die Sendungen, die noch eine ganze Zeit lang in den Mediatheken verfügbar sind:

01.04.2020: Bücherjournal
Julia Westlake stellt vor: „In der Männerrepublik. Wie Frauen die Politik eroberten“ von Torsten Körner, „Der Überläufer“ von Siegfried Lenz, „Stern 111“ von Lutz Seiler, „Das eiserner Herz des Charlie Berg“ von Sebastian Stuertz, „Der Wächter“ von John Grisham, „Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein“ von Benjamin Maack, „Nochmal Deutschboden“ von Moritz von Uslar, „Weisses Feuer“ von Thomas Mullen,

02.04.2020: lesenswert
Denis Scheck spricht mit Samantha Cristoforetti über „Die lange Reise“ und fachsimpelt mit Hörspielregisseur Klaus Buhlert über Thomas Pynchons „Die Enden der Parabel“.

14.04.2020: Literaturclub
Nicola Steiner, Elke Heidenreich, Philipp Tingler und Reina Gehrig diskutieren über „Von schlechten Eltern“ von Tom Kummer, „Tschudi“ von Mariam Kühsel-Hussaini, „Ganz nebenbei“ von Woody Allen, „Haus der Namen“ von Colm Tóibín und „1000 Serpentinen Angst“ von Olivia Wenzel.

23.04.2020: lesenswert
Mit Valerie Fritsch spricht Denis Scheck über ihren aktuellen Roman „Herzklappen von Johnson und Johnson“ und Staatsministerin Monika Grütters bringt ihre drei Lebensbücher mit.

26.04.2020: druckfrisch
Denis Scheck spricht über „Erdsee“ von Ursula K. Le Guin, „Sind wir nicht Menschen“ von T. C. Boyle und „Die rechtschaffenen Mörder“ von Ingo Schulze.