#bücherschrankschatz im September

Im vergangenen Monat hat sich der öffentliche Bücherschrank im Ort allmählich wieder gefüllt, doch gestern fand ich ihn erneut komplett leergeräumt und mit dem Corona-Hinweis versehen vor. Ein trauriges Bild.

Für mich persönlich fühlt es sich hier nach Übereifer an, während an anderer Stelle zumindest in Nordrhein Westfalen gerade für meine Begriffe etwas zu sehr gelockert wird. Aber da werden in Zeiten von Corona sicherlich überall viele auch ganz subjektive Kämpfe ausgefochten, die der Angst geschuldet sind und unterschiedlich empfunden werden. Schwierig, es allen recht zu machen.

Für uns geht von den öffentlichen Bücherschränken eine abschätzbare Gefahr aus, die sich mit den üblichen Hygieneregeln allerdings in Grenzen hält. Und da wir noch etwas im Nachbarort zu tun hatten und „Krabat“ von Otfried Preußler sowieso dabei hatten, haben wir dort eine gut sortierte wunderschöne Büchertelefonzelle mit englischem Touch gefunden, der wir das Buch dann überlassen haben.

Ich selbst bin auf die Geschichte rund um Krabat erst vor einigen Jahren durch dieses Lied aufmerksam geworden und wollte mehr erfahren. Es hat sich gelohnt – ein wunderbares Buch, auch für Erwachsene.

Aber eigentlich hatte ich ja den Bücherschrank in meinem Wohnort unterstützen wollen. Doch dieser ist innerlich tot. Dem Virus zum Opfer gefallen.

Übereifer? Willkür? Oder vielleicht doch berechtigte Sorge? Wie ist das bei euren öffentlichen Bücherschränken? Und wie ist eure Meinung dazu?