Foto der Woche – 29/2021

Unmöglich, ein Foto der Woche auszuwählen, wenn man in der Woche Urlaub im Nachbarbundesland gemacht hat und dabei um die 400 Bilder geknipst hat. Ich habe noch nicht alle gesichtet und mit Lightroom entwickelt, aber dieses putzige Kerlchen aus dem Tierpark Sababurg kann ich schonmal zeigen.

Foto der Woche – 21/2021

Es sind immer wieder kleine Highlights für mich, wenn ich entdecke, dass eine meiner Zimmerpflanzen plötzlich blüht. Diese Kakteenart (Epiphyllum), die ich vor Jahren als Ableger geschenkt bekam und die ziemlich urig und nicht so richtig schön auf der Fensterbank ihr ausladendes Dasein fristet, scheint meine skeptischen Gedanken ihr gegenüber aufgefangen zu haben. Jetzt zeigt sie mir gleich in doppelter Ausführung, wie wunderschön sie sein kann und dass sie sich ihr ruhiges helles Plätzchen durchaus verdient hat. Ich freue mich schon jetzt darauf, wenn sich in Kürze die erste Blüte öffnet.

Foto der Woche – 18/2021

Warten. Ruhig bleiben. In der Spur bleiben. Irgendwo zwischen Skepsis und dem blinden Vertrauen darauf, dass alles irgendwann wieder besser werden wird.

Und dann ein plötzlicher Hoffnungsschimmer. Eine Gelegenheit, die wahrgenommen werden kann und möchte. Endlich den Termin buchen dürfen und es dann auch können – und zu wissen, dass ab sofort die Chancen gut stehen, dass in nicht ganz einem Monat eines der gängigen Impfseren im Kampf gegen Corona durchs eigene Blut fließen wird.

Es geht vorwärts, auch wenn es sich manchmal anfühlt, als würde alles stagnieren.

Foto der Woche – 17/2021

Ich gestehe, dass der Welttag des Buches am Freitag völlig an mir vorbeigegangen ist. Und das mir, als Buchbloggerin. Schande…

Oder auch nicht, denn ich war an dem Tag mit meinem Herzbuben fotografieren, wobei unter anderem dieses Bild entstanden ist. Dem geschriebenen und dem gesprochenen Wort gehuldigt habe ich dann etwas später. Ich bin ja der festen Überzeugung, dass alle 24 Stunden ein neuer Welttag des Buches beginnt, der genossen und gefeiert werden kann.

Foto der Woche – 14/2021

Wenn ich nur ein bisschen Fantasie hätte, würde ich einen ganz wichtigen Gesichtsausdruck aufsetzen und behaupten, dass es sich bei dem abgebildeten Tier um eine doppelt federrümpfige Wald- und Wiesenflugerpelin handelt – eine bislang noch unentdeckte Vogelart aus den niederrheinischen Urwäldern.

Aber ehrlicherweise steht das Foto der Woche stellvertretend für die vielen Bilder, die ich in dieser Woche gemacht habe, um Bewegung mit kurzer und kürzester Verschlusszeit einzufrieren – ganz so, wie es das Projekt 52Frames vorsieht. Als mögliches Motiv hatte ich die Vögel auserkoren, die so zahlreich auf unserem Balkon erscheinen um sich an der Futterstation zu bedienen. Entstanden sind viele „Zu-Bilder“ – zu dunkel, zu unscharf, unZUreichend.

Zähneknirschend habe ich zwar ein Foto gefunden, das zur Erfüllung der Wochenaufgabe taugt, aber ich habe auch gemerkt, dass mir das Langsame eher im Blut liegt. Für die Langzeitbelichtung bin ich besser ausgerüstet als für die kurzen Verschlusszeiten, die es hell und offenblendiger brauchen, als meine Objektive es zu leisten bereit sind. Auch mag ich Slowfood insgesamt lieber als Fastfood, gehe lieber gemäßigten Schrittes spazieren um die Natur zu genießen und lasse es mir gerne gefallen, wenn mir auf dem Balkon die warme Frühlingssonne beim Lesen auf Haut und Buch scheint. Zumindest Letzteres funktionierte in dieser Woche oftmals grandios.

Foto der Woche – 12/2021

Eigentlich hatte ich nur nach einem Motiv gesucht, bei dem das Licht und das Fenster eine Rolle spielten, ganz so wie es die Wochenaufgabe für 52Frames forderte. Aber irgendwie ist in dieser gefühlsmäßig sehr anstrengenden Woche mehr daraus geworden: Eine Abbildung des Trümmerkäfigs, der durch das vergitterte Fenster Schöneres erblicken lässt, der einen jedoch durch Beschränkungen und Notbremsen gefangen hält.

Als Fotografierende weiß ich, dass ich mich nur umdrehen muss, damit sich mir ein völlig anderes Bild bietet. Ich wünschte, das Leben wäre manchmal auch so einfach.

Foto der Woche – 09/2021

Das Wetter war einfach herrlich und ich war ein wenig berauscht von den zahlreichen Krokussen und Maiglöckchen, die wir beim Waldspaziergang entdecken konnten. Für das Fotoprojekt 52Frames ging es in dieser Woche darum, Details zu fotografieren. Dementsprechend hatte ich nur mein Makro-Objektiv dabei und ging so nah wie möglich an alle Motive heran. Weil ich kein Stativ dabei hatte und es leicht windig war, sind viele verwackelte Bilder dabei herausgekommen. Aber auch einige wenige, wie ich sie mir gewünscht habe, wie zum Beispiel von einer Hummel in einem lilafarbenen Krokus, von der man nicht nur den Pollen in ihrem „Pelz“ sondern auch die Flügelzeichnung detailliert erkennen konnte.

Wenn ich so fotografierend fast schon durch den Wald krieche, bin ich einzig auf schöne oder ungewöhnliche Motive fokussiert. Irgendwann hat mein Herzbube mich dabei abgelichtet und sich dann gewundert, warum ich lauthals lachen musste, nachdem er mir das Foto geschickt hatte. Denn hier hatte der Tunnelblick gleich doppelt zugeschlagen und keiner von uns beiden hatte beim Fotografieren die unschönen Details bemerkt, die gleich neben der Blume irgendwann ihren Platz gefunden haben mussten.