erLESENer Oktober

Im Lesemonat Oktober ließ ich mich von Erebos terrorisieren, tauchte nach Norwegen ab, übte mich im therapeutischen Lesen und löste einen Fall bei den Amischen.

Bücherwelten – mit der richtigen Buchstabendosis für jede Stimmungslage…

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Erebos 2 von Ursula Poznanski
Eine spannende Fortsetzung der Geschichte rund um das an die moderne Technik angepasste Computerspiel mit den gefährlichen Auswirkungen in der Realität. Leichte Schwächen, aber dennoch lesenswert.

Heimatland von Kronprinzessin Mette-Marit (Hrsg.), Geir Gulliksen (Hrsg.)
Unterschiedliche Facetten Norwegens von bekannten norwegischen Literaten in Worte gefasst. Macht Lust aufs Reisen und mehr von Norwegern lesen.

Licht in der Nacht der Seele von Martin Duda
Ein literarisches Antidepressivum, das vor allem durch das Verständis des Autors für die Auswirkungen der Depression und die therapeutische Wirkung des Lesens beeindruckt.

Die Zahlen der Toten von Linda Castillo
Ein gelungenes Thriller-Debüt, das mir tatsächlich Lust darauf macht, mehr von dieser Reihe rund um Kate Burkholder und die Amischen zu lesen.

Die Zahlen der Toten – Linda Castillo

Gerade erst ist in diesem Jahr ist der nun schon zehnte Thriller rund um die Polizeichefin Kate Burkholder erschienen, die selbst bei den Amischen aufgewachsen ist, dann aber die Gemeinde verlassen hat, um bei den „Englischen“ Polizistin zu werden.  Da ich schon viel Positives über diese Reihe gehört habe, griff ich darum gleich zu, als ich das Hörbuch zu Linda Castillos erstem Thriller „Die Zahlen der Toten“ zum halben Preis bei Audible entdeckte.

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Der Klappentext verrät:

„Vor 16 Jahren erschütterte eine brutale Mordserie die ländliche Kleinstadt Painters Mill in Ohio. Kate Burkholder, ein junges Mädchen aus der Gemeinde der ‚Amish People‘, ist dem Killer damals entkommen. Heute ist sie die erste weibliche Polizeichefin von Painters Mill – und findet die schrecklich zugerichtete Leiche eines jungen Mädchens, die ganz eindeutig die Handschrift des ‚Schlächters‘ trägt. Kate muss den Täter fassen, bevor er noch einmal zuschlägt – auch wenn sie dadurch ihre Familie verrät und ein dunkles Geheimnis aufdeckt, das ihr Leben zerstören kann.“

Eingesprochen wurde dieser Thriller von Tanja Geke, die mich zugegebenermaßen fast an meine Grenzen brachte. Sie schafft es, den Charakteren glaubhaft mit ihrer Stimme Leben, beziehungsweise Verzweiflung im Kampf ums Überleben einzuhauchen. Da es in diesem Thriller äußerst widerlich und abartig zugeht, ist das fast mehr, als ich ertragen kann. Aber eben nur fast, denn die Geschichte kann mich insgesamt packen und gut unterhalten, auch wenn beherzt in die ein oder andere Klischee-Kiste gegriffen wird. Aber es bleibt im Rahmen und wenn man Thriller mag und auch schon einige davon gelesen hat, ist es sicherlich schwierig mit Neuem und Umwälzendem in dem Bereich zu glänzen. Allzu vorhersehbar wird „Die Zahlen der Toten“ aber glücklicherweise dennoch nicht, so dass die Geschichte vom Anfang bis zum Ende spannend bleibt. Hinzu kommt, dass Linda Castillos Protagonistin ihre Wurzeln bei den Amischen hat, was diese zu einem interessanten Charakter macht, über den ich mehr wissen wollte.

Alles in allem ist dies ein gelungenes Thriller-Debüt, das mir tatsächlich Lust darauf macht, mehr von dieser Reihe zu lesen. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich weiterhören oder doch lieber weiterlesen werde – letzteres wäre für meine Nerven wohl besser.

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Die Zahlen der Toten
Kate Burkholder 1
Autor: Linda Castillo
Sprecher: Tanja Geke
Serie: Kate Burkholder, Titel 1
Spieldauer: 13 Std. und 1 Min.
Ungekürztes Hörbuch
Erscheinungsdatum: 21.12.2011
Sprache: Deutsch
Anbieter: Argon Verlag