#bücherschrankschatz – März 2020

#bücherschrankschatzViele öffentliche Bücherschränke werden ja bereits liebevoll bestückt und gepflegt, aber andere können ein wenig Unterstützung brauchen und da soll die Mitmachaktion #bücherschrankschatz einfach ein wenig helfen. -> Mach doch auch mit!



Bei diesem Besuch bietet der Bücherschrank ein recht überschaubares, aber auch sehr blasses Bild. Ich rücke einige Bücher zurecht und sorge ein wenig für einen aufgeräumten Gesamteindruck. Es gibt kaum bekannte Titel und auch im Kinderfach befindet sich kaum etwas, was junge Leser entdecken könnten.

Ich bin fast in Versuchung die Kinder- und Jugendbücher, die ich in den kommenden Monaten dem Bücherschrank spenden möchte, in einem Rutsch dort zu lassen, weil ich das Angebot gerade so traurig dort finde. Aber tatsächlich habe ich nur „Die Abenteuer des Huckleberry Finn“ von Mark Twain dabei. Ein Buch, das ich als Kind sehr gern mochte und von dem ich mir wünschen würde, dass eine junge Leseratte es ebenfalls mit Freude für sich entdecken kann.

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Der Klappentext verrät: Hemingway nannte Mark Twains ‚Abenteuer des Huckleberry Finn‘ von 1885 ‚das beste Buch, das wir je gehabt haben‘! Der Roman ist ein Klassiker der Jugendliteratur, doch seine Bedeutung geht weit darüber hinaus: Kunstvoll eingebettet in die spannungsgeladene Geschichte einer Flucht aus bedrückenden Verhältnissen werden mit der vorbehaltlosen Freundschaft zwischen dem jungen Huck Finn und dem Sklaven Jim Menschlichkeit und Zivilisationskritik zum zentralen Motiv der Handlung.

Mark Twain
Die Abenteuer des Huckleberry Finn
Hardcover, 320 Seiten
ISBN 978-3730602263
Preis: 4,95 €
Verlag:  Anaconda Verlag
Alter: 10 – 12 Jahre
erschienen: 1884

Wie sieht der öffentliche Bücherschrank bei euch aus? Kennt oder unterstützt ihr bereits einen öffentlichen Bücherschrank und wenn ja, welches Buch stellt ihr im März dort unter?

#bücherschrankschatz – Februar 2020

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Nur ein kurzer Besuch beim Bücherschrank, denn hier sieht eigentlich alles ganz gut aus. Lediglich die sowieso schon spärlich vorhandenen Kinderbücher sind kreuz und quer einsortiert, anstatt in dem dafür vorgesehenen Fach zu stehen. Das ist jedoch schnell behoben und auch mein mitgebrachtes Kinderbuch findet schnell seinen neuen Platz.

Dabei habe ich dieses Mal die Taschenbuchausgabe eines Buches, das ich selbst vor ewigen Zeiten als Hardcover besaß und als Kind gern gelesen habe. Längst weiß ich nicht mehr, worum es in dem Buch eigentlich geht, aber ich mag auch heute noch den frechen Titel, von dem ich mir erhoffe, dass er vielleicht eine junge Leseratte neugierig auf das Buch macht.

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Der Klappentext verrät: Mit Majestät will dieses Kürbis-Gurken-Kronen-Ding angeredet werden, das da plötzlich in der Küche der Familie Hogelmann sitzt und um politisches Asyl bittet. «In diesem Buch erzähle ich, Wolfgang Hogelmann, wie wir den blöden Gurkinger und Kellerkönig Kumi-Ori vertrieben haben. Er hat die ganze Familie furchtbar geärgert. Gemein war er auch. Dann ist noch in der Schule was passiert. Aber das ist noch nicht alles …» Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis.

Christine Nöstliner
Wir pfeifen auf den Gurkenkönig
Taschenbuch, 160 Seiten
ISBN 978-3-499-20153-0
Preis: 8,00 €
Verlag:  rororo rotfuchs
Alter: ab 9 Jahre
erschienen: 01.07.1977

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#bücherschrankschatz – Januar 2020

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Damit, regelmäßig ein Mal im Monat einen Spaziergang zum Öffentlichen Bücherschrank zu machen, dort nach dem rechten zu sehen, ein wenig die Bücher zurechtzurücken oder wieder vernünftig hinzustellen und mein mitgebrachtes Buch einzusortieren, habe ich vor einem Jahr begonnen. Tatsächlich scheint dort jemand die Verantwortung übernommen zu haben und Bücher auszusortieren, vielleicht sogar auch einfach nur auszutauschen, so dass sich der Gesamtzustand des Bücherschranks unabhängig von meinen Besuchen erheblich gebessert hat. Eine schöne Entwicklung, die mir viel Freude macht, auch wenn ich sehr selten für mich Bücher von dort mitnehme. Das liegt aber nicht an dem Buchangebot, sondern vielmehr daran, dass ich mich meist bewusst zurückhalte, um meinen SuB nicht noch weiter auszubauen.

Einzig bei den Kinder- und Jugendbüchern sieht es dort oft nicht sehr rosig aus, weshalb ich mich entschlossen habe, dass meine Buchspenden in diesem Jahr aus diesem Bereich kommen sollen. Den Anfang mache ich mit „Der kleine Hobbit“ von J.R.R. Tolkien:

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Die Vorgeschichte zu „Herr der Ringe“: Bilbo Beutlin, ein angesehener Hobbit, findet sich eines Morgens in der Gesellschaft von Gandalf, dem Zauberer, wieder – und von dreizehn Zwergen, die einer nach dem anderen unangemeldet in seine Wohnhöhle hereinplatzen. Und damit ist es mit seinem geruhsamen Leben vorbei. Gepackt von einer für Hobbits ungewöhnlichen Abenteuerlust nimmt er den Auftrag an, den Zwergenschatz, den der Drache Smaug einst gestohlen hatte, wieder zurückzuholen. Kein leichtes Unterfangen, denn Smaug sieht es gar nicht gerne, wenn jemand seinem Goldschatz zu nahe kommt.

J.R.R. Tolkien
Der kleine Hobbit
Aus dem Englischen von Walter Scherf
Mit Vignetten von Max Meinzold
Taschenbuch, 400 Seiten
ISBN 978-3-423-71566-9
Preis: EUR 9,95 € [DE], EUR 10,30 € [A]
Verlag: dtv junior
Alter: ab 12

Wie sieht der öffentliche Bücherschrank bei euch aus? Kennt oder unterstützt ihr bereits einen öffentlichen Bücherschrank und wenn ja, welches Buch stellt ihr im Januar dort unter?

Stoner – John Williams

„Sie schlief fest, doch ließ ihn der Lichteinfall glauben, ihr leicht geöffneter Mund formte lautlose Worte der Leidenschaft und Liebe. Lange stand er da, schaute sie an und empfand undeutliches Mitgefühl, zögerliche Freundschaft und vertrauten Respekt, aber auch eine müde Trauer, da er wusste, dass ihr bloßer Anblick nie mehr jene Agonie des Begehrens in ihm auslösen konnte, die er einst gekannt hatte, so wie er auch wusste, dass ihre Nähe ihn nie mehr derart erregen würde, wie sie es einst getan hatte. Dann verklang die Traurigkeit, und er deckte seine Frau sanft zu, machte das Licht aus und legte sich neben sie ins Bett.“ (S. 128)

John Williams Bücher wurden zu Lebzeiten zwar gelesen, erlangten aber keine Berühmtheit. Dank seiner Wiederentdeckung durch Edwin Frank, der 1999 die legendäre Reihe New York Book Review Classics begründete, zählt er heute weltweit zu den Ikonen der klassischen amerikanischen Moderne. Der Roman „Stoner“ erschien 1965 und erzählt vom Leben William Stoners, der, als Sohn armer Farmer geboren, 1910 im Alter von 19 Jahren an der Universität sein Studium der Agrarwirtschaft beginnt. Dort entdeckt er jedoch seine Leidenschaft für Literatur, bricht sein ursprüngliches Studium ab, um fortan Literatur zu studieren und schließlich Professor zu werden.

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Es ist die Geschichte seines genügsamen Lebens, das wenig Spuren hinterlässt. Aber es ist auch ein Roman über die Freundschaft, die Ehe, ein Campus-Roman, ein Gesellschaftsroman, ein Roman über die Arbeit. Über die harte, erbarmungslose Arbeit auf den Farmen; über die Arbeit, die einem eine zerstörerische Ehe aufbürdet, über die Mühe, in einem vergifteten Haushalt mit geduldiger Einfühlung eine Tochter groß zuziehen und an der Universität oft teilnahmslosen Studenten die Literatur nahe bringen zu wollen. „Stoner“ ist kein Liebesroman im klassischen Sinn, aber doch und vor allem ein Roman über die Liebe: über die Liebe zur Poesie, zur Literatur, und auch über die romantische Liebe.

„Als William Stoner sehr jung war, hatte er die Liebe für einen vollkommenen Seinszustand gehalten, zu dem Zugang fand, wer Glück hatte. Als er erwachsen wurde, sagte er sich, die Liebe sei der Himmel einer falschen Religion, dem man mit belustigter Ungläubigkeit, vage vertrauter Verachtung und verlegener Sehnsucht entgegensehen sollte. Nun begann er zu begreifen, dass die Liebe weder Gnade noch Illusion war; vielmehr hielt er sie für einen Akt der Menschwerdung, einen Zustand, den wir erschaffen und dem wir uns anpassen von Tag zu Tag, von Augenblick zu Augenblick durch Willenskraft, Klugheit und Herzensgüte.“ (S. 246)

„Stoner“ erzählt die Geschichte eines wenig außergewöhnlichen Menschen und selbst was erzählt wird, ist wenig spektakulär. Besonders ist allerdings, wie erzählt wird. John Williams erschafft in dem Roman eine melancholische Grundstimmung, die sich mitsamt seines Protagonisten durch das ganze Buch trägt. Als Leser versteht man sein Dilemma, fühlt sich jedoch in dieser Rolle zur Untätigkeit verdammt, obwohl man Stoner am liebsten Wachrütteln, vor Ungerechtigkeit bewahren und zu seinem Glück zwingen möchte. Aber der stoisch fast alles ertragende Stoner ist dennoch ein beeindruckender Charakter, der einen bis zum Schluss nicht loslässt und gerade durch die kleinen besonderen Gesten und Feinheiten für sich einzunehmen weiß.

„Er trat aus dem Büro ins Dunkel des langen Flurs und ging mit schwerem Schritt ins Sonnenlicht, in die offene Welt, die für ihn ein Gefängnis war, wohin er sich auch wandte.“ (S. 268)

Ein Buch, dessen atmosphärische Erzählkunst mich beeindrucken konnte und Lust darauf macht, mehr von John Williams zu lesen. Sehr empfehlenswert!

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John Williams
Stoner
Aus dem Englischen von Bernhard Robben
Taschenbuch, 352 Seiten
ISBN: 978-3-423-14395-0
Preis: EUR 10,90 € [DE], EUR 11,30 € [A]
Verlag: dtv Literatur
Erschienen: 1. Dezember 2014

#bücherschrankschatz – Dezember 2019

#bücherschrankschatzViele öffentliche Bücherschränke werden ja bereits liebevoll bestückt und gepflegt, aber andere können ein wenig Unterstützung brauchen und da soll die Mitmachaktion #bücherschrankschatz einfach ein wenig helfen. -> Mach doch auch mit!



Dieses Mal ging es für mich mit leichter Verspätung zum öffentlichen Bücherschrank unseres kleinen Städtchens. Ordentlich sieht es hier aus und auf Anhieb fallen mir dieses Mal viele Thriller ins Auge, die ich noch nicht kenne. Bücher, mit denen beim Lesen gut umgegangen wurde und die noch nicht allzu viele Hände durchlaufen haben können. Mir macht es Spaß hier zu stöbern und ich bin fast ein wenig stolz, dass ich kein Buch für mich mitnehme, sondern nur einen Platz für mein mitgebrachtes finde. Im November habe ich einige von den Büchern gelesen, die sich zum Teil schon sehr lange auf meinem SuB (Stapel ungelesener Bücher) tummelten und mich darüber gefreut, wie viel Gutes sich darunter befand. Dort will ich erstmal weiterstöbern und halte mich am Bücherschrank zurück.

Mitgebracht habe ich dieses Mal ein Buch, das Teil einer Reihe ist und mich seinerzeit sehr begeistern konnte. Ich wollte immer mal weiterlesen, habe aber tatsächlich nie zu dem zweiten Buch gegriffen, das sich seit Jahrzehnten auf meinem SuB befindet. Der Verfilmung durch die Serie „Outlander“ konnte ich hingegen nicht widerstehen, obwohl mich Schnulziges normalerweise nicht so leicht packen kann. Aber Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel 😉

2019_12_#bücherschrankschatz

Diana Gabaldons opulenter historischer Roman um das Liebespaar Claire Randall und Jamie Fraser, der in den USA bereits für Furore gesorgt hatte, wurde auch in Deutschland zum Überraschungsbestseller des Jahres 1995. Mit unglaublichem geschichtlichen Wissensschatz, weiblichem Einfühlungsvermögen und herzerfrischendem Humor erweckte die Autorin das wilde schottische Hochland des 18. Jahrhunderts zu neuem, farbenprächtigem Leben.

Man schreibt das Jahr 1945. Claire Beauchamp Randall, die bis vor kurzem als Krankenschwester an der Front gearbeitet hat, verbringt die zweiten Flitterwochen mit ihrem Mann Frank in den schottischen Highlands. Als sie bei einem Spaziergang nichtsahnend einen magischen Steinkreis berührt, verliert sie das Bewusstsein – und erwacht mitten im Schlachtgetümmel schottischer Rebellen, im Jahr 1743.

Das Schottland dieser Epoche unterscheidet sich beträchtlich von dem friedlichen Ort, den Claire soeben mysteriöserweise verlassen hat: Die schottischen Clans kämpfen erbittert gegen die englische Besatzung; die Highlander sind geprägt von Rebellion und Verrat, von Aufklärung, Aberglaube und Hexenwahn. Und mitten unter ihnen Claire – eine Frau des zwanzigsten Jahrhunderts, eine beargwöhnte Fremde, die die Menschen durch ihr seltsames Auftreten, ihre ungewöhnliche Sprache und ihre eigenartigen Kenntnisse in Aufruhr versetzt.

Da begegnet sie James Fraser, dem mutigen Clanführer, der ihr mehr als einmal in lebensbedrohlichen Situationen zu Hilfe eilt. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege, und bald schon spürt Claire, dass dieser Mann über ihr Schicksal entscheidend mitbestimmen wird, dass sie an seiner Seite Liebe und Leidenschaft, Rebellion und tödliche Gefahr erleben wird. Claire muss schließlich die Entscheidung ihres Lebens treffen: zwischen der Zukunft und der Vergangenheit, zwischen ihrem Mann Frank und dem rothaarigen Rebellen James Fraser.
Eine Lektion hat sie inmitten dieses Abenteuers jedoch bereits gelernt – dass der Instinkt eines Mannes, die Frau zu beschützen, die er liebt, so alt ist wie die Zeit…

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Diana Gabaldon
Outlander – Feuer und Stein
Übersetzt von: Barbara Schnell
Taschenbuch, 1136 Seiten
ISBN: 978-3-426-51802-1
Preis: € 18,00[D] inkl. MwSt.
Verlag: Droemer Knaur
Erschienen am 04.05.2015 (Erstveröffentlichung 1991 unter dem englischen Titel „Outlander“ in New York)

Wie sieht der öffentliche Bücherschrank bei euch aus? Kennt oder unterstützt ihr bereits einen öffentlichen Bücherschrank und wenn ja, welches gute Buch stellt ihr im Dezember dort unter?

erLESENer Oktober

Im Lesemonat Oktober ließ ich mich von Erebos terrorisieren, tauchte nach Norwegen ab, übte mich im therapeutischen Lesen und löste einen Fall bei den Amischen.

Bücherwelten – mit der richtigen Buchstabendosis für jede Stimmungslage…

10_erLESENer

Erebos 2 von Ursula Poznanski
Eine spannende Fortsetzung der Geschichte rund um das an die moderne Technik angepasste Computerspiel mit den gefährlichen Auswirkungen in der Realität. Leichte Schwächen, aber dennoch lesenswert.

Heimatland von Kronprinzessin Mette-Marit (Hrsg.), Geir Gulliksen (Hrsg.)
Unterschiedliche Facetten Norwegens von bekannten norwegischen Literaten in Worte gefasst. Macht Lust aufs Reisen und mehr von Norwegern lesen.

Licht in der Nacht der Seele von Martin Duda
Ein literarisches Antidepressivum, das vor allem durch das Verständis des Autors für die Auswirkungen der Depression und die therapeutische Wirkung des Lesens beeindruckt.

Die Zahlen der Toten von Linda Castillo
Ein gelungenes Thriller-Debüt, das mir tatsächlich Lust darauf macht, mehr von dieser Reihe rund um Kate Burkholder und die Amischen zu lesen.

#bücherschrankschatz – November 2019

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Dieses mal war es nur eine kurze Stippvisite bei dem Bücherschrank. Gut sieht’s hier aus und er ist wohl auch gut besucht – zumindest findet sich auch gleich eine weitere Bücherfreundin ein, als ich mein Buch für diesen Monat in den Schrank stelle. Es handelt sich um ein Buch von Frank Schätzing, das ich nach dem Schwarm las. Eine ganz andere Thematik, aber ich war dennoch begeistert:

2019_11_#bücherschrankschatz

Köln im Jahr 1260: Jacop der Fuchs, ein liebenswerter Dieb und Herumtreiber, wird unfreiwillig Zeuge eines Mordes. Er sieht, wie eine düstere Gestalt den Kölner Dombaumeister vom Gerüst in den Tod stößt. Aber er selbst muss auch gesehen worden sein. Denn jeder, dem Jacop diese Geschichte erzählt, ist kurze Zeit später tot. Dem jungen Mann wird schnell klar, dass er nur eine Chance hat, seine Haut zu retten. Er muss den Täter entlarven, bevor auch er zu seinem Opfer wird.

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Frank Schätzing
Tod und Teufel
Taschenbuch, 512 Seiten
ISBN: 978-3-442-45531-7
Preis: € 11,00[D] inkl. MwSt. | € 11,40 [A] | CHF 16,90 * (* empf. VK-Preis)
Verlag: Goldmann
Erschienen am 01.07.2003

Wie sieht der öffentliche Bücherschrank bei euch aus? Kennt oder unterstützt ihr bereits einen öffentlichen Bücherschrank und wenn ja, welches gute Buch stellt ihr im November dort unter?

erLESENer September

Im Lesemonat September lauschte ich den Stimmen des Waldes, erfuhr warum es den Dompfaffen an den Kragen ging, kämpfte mit Adelaida ums Überleben, war weltweit dem Tod auf der Spur und las ohne jegliche Ehrfurcht in der heiligen Khorabel.

Großartige Bücherwelten – gleich um die Ecke oder um zig Ecken entfernt, mal geradeaus und mal um die Ecke gedacht…

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Das geheime Band zwischen Mensch und Natur von Peter Wohlleben: Das Buch schärft das Bewusstsein für die Probleme des Waldes und der Waldbewirtschaftung. Gleichzeitig schafft es eine lebendige Atmosphäre, in der man Erstaunliches über die Natur entdecken kann und die Lust darauf macht, sich auf der Stelle in den nächsten Wald zu begeben um diesen mit all seinen Sinnen und dem frisch erworbenen Wissen neu zu erfahren. Ein Buch, das nachwirkt.

Der Federmann von Max Bentow: Widerlich gut von Axel Milberg vertont, bringt mich das Gehörte bis an die Grenze dessen, was ich ertragen kann oder mag. Aber dennoch konnte ich von dem Hörbuch nicht ablassen und musste es bis zum Schluss weiter hören. Hat mir gefallen!

Nacht in Caracas von Karina Sainz Borgo: Ein intensives literarisches Debüt über das Schicksal einer jungen Frau und ein virtuoses Portrait eines untergehenden Landes. Auch wenn mich das Ende dieses Buches nicht vollends überzeugen konnte, ist es unbedingt empfehlenswert!

Wo die Toten tanzen von Caitlin Doughty: Kein Buch, das sich einfach so weglesen lässt. Zu oft vergleicht man mit eigenen Erfahrungen und Vorstellungen und wird mit dem Tod in einem Rahmen konfrontiert, der teilweise nur schwierig vorstellbar ist. Gleichzeitig entmystifiziert das Buch dieses Thema ein wenig und ist ein Plädoyer dafür, dem Tod wieder mit mehr Würde zu begegnen. Eine Empfehlung!

Miroloi von Karen Köhler: Sprachintensive und gefühlvolle Schilderungen aus der Sicht einer sechzehnjährigen namenlosen Frau, die auf einer streng religiösen frauenfeindlichen fiktiven Mittelmeerinsel allmählich erwacht und um ihre Freiheit kämpft. Für mich ein Highlight!

 

#bücherschrankschatz – Oktober 2019

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Ein unspektakulärer Besuch beim Bücherschrank. Das Wetter ist grau und ebenso fad, wie das Erscheinungsbild dieses Schrankes. Keine guten alten Bekannten, deren Titel einem bereits mit einem Blick das Herz erwärmen und einen manchmal sogar schwärmen lassen. Viel Unbekanntes, Abgegriffenes, Ungeliebtes, Aussortieres. Soweit der erste Blick. Aber auf den zweiten, beziehungsweise dritten Blick ist doch wieder Schönes zu finden, von dem ich denke, dass sich der ein oder andere darüber freuen wird. Gerne stelle ich ein Buch dazu, dass ich vor etlichen Jahren sehr gerne las:

2019_10_#bücherschrankschatz

Wer sind wir? Woher kommen wir? Als sich der 12-jährige Hans-Thomas mit seinem Vater aufmacht, seine Mutter Anita zu suchen, gelangt er auf mysteriöse Weise in den Besitz eines winzigen Buches. Es birgt ein großes Geheimnis und gibt ihm Rätsel auf. Doch das Sichwundern über die Welt und die unglaublichen Dinge, die darin möglich sind, stehen am Anfang eines jeden Philosophierens. Dies ist die Geschichte einer gleich dreifachen Reise: einer wirklichen nach Griechenland, einer phantastischen auf eine Insel, wo auf geheimnisvolle Weise ein Kartenspiel zum Leben erwacht, und einer gedanklichen in die Philosophie. Jede für sich wäre abenteuerlich genug – zu einer raffinierten Romanhandlung verwoben, werden sie zu einem Leseerlebnis der besonderen Art.

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Jostein Gaarder
Das Kartengeheimnis
Aus dem Norwegischen von Gabriele Haefs
Taschenbuch, 352 Seiten, ab 13 Jahren
ISBN: 978-3-423-62077-2
Preis: EUR 10,95 € [DE], EUR 11,30 € [A]
Verlag: dtv, Reihe Hanser
Erschienen am 01.04.1998

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#bücherschrankschatz – September 2019

#bücherschrankschatzViele öffentliche Bücherschränke werden ja bereits liebevoll bestückt und gepflegt, aber andere können ein wenig Unterstützung brauchen und da soll die Mitmachaktion #bücherschrankschatz einfach ein wenig helfen. -> Mach doch auch mit!



In diesem Bücherschrank ist einiges los. Als ich vor kurzem dort war, hatte ihn jemand mit eigenartigen Arbeitsheften vollgestopft, in denen sich alles um biblische Inhalte drehte. Für mich fühlte sich das nach Bücherschrankmissbrauch an: Altpapierentsorgung oder inflationäre religiöse Werbung. Und doch verharrte ich wieder nur in der Rolle des stillen Beobachters – ohne Verantwortung zu übernehmen und auszusortieren, wonach mir eigentlich der Sinn gestanden hätte.

Wenige Wochen später ist keine dieser Schriften mehr vorhanden. Ob sich hier ein Abnehmer oder ein Wegwerfer gefunden hat, weiß ich natürlich nicht. Dieses Mal sind hier drei Mädchen im Grundschulalter aktiv. Sie lesen einige der Buchtitel vor und stecken sie mit gespielter Begeisterung in ihre Taschen. Glücklicherweise waren die Thriller meist in den oberen Regalen und somit außerhalb ihrer Reichweite. Ein Mädchen fragte mich noch, ob es wirklich so sei, dass man sich einfach so Bücher mitnehmen könne. Ich bejahte dies und empfahl ihnen doch ein anderes Mal einfach nochmal vorbei zu schauen. Denn leider war Kinder- und Jugendliteratur an dem Tag überhaupt nicht vorhanden und so war in ihren Taschen nichts gelandet, was auch nur annähernd für sie geeignet gewesen wäre. Ich versuchte noch freundlich zu erklären, dass man nur die Bücher mitnimmt, die man auch tatsächlich lesen möchte, aber ob das wirklich bei den aufgedreht spielenden Mädchen angekommen ist, weiß ich natürlich nicht.

Es tat mir schon ein wenig leid, dass auch mein mitgebrachtes Buch nicht kindertauglich ist – zu gerne hätte ich es unterstützt, den Kindern das lesen schmackhaft zu machen. Stattdessen überließ ich dem Bücherschrank ein Buch über die Reise einer Frau in die Welt der Aborigines:

2019_09_#bücherschrankschatz

Was eine seltene Ehre ist, kostet die amerikanische Ärztin Marlo Morgan zunächst viel Kraft und Überwindung: eine dreimonatige rituelle Wanderung durch den australischen Busch als Gast der Aborigines. Doch im Laufe der strapaziösen Tour erfährt sie eine ungeheure emotionale Bereicherung und spirituelle Wandlung.

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Marlo Morgan
Traumfänger
Aus dem Amerikanischen von Anne Rademacher
Taschenbuch, 256 Seiten
ISBN: 978-3-442-43740-5
Preis:  9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] CHF 14,50 * (* empf. VK-Preis)
Verlag: Goldmann
Erschienen am 01.01.1998

Wie sieht der öffentliche Bücherschrank bei euch aus? Kennt oder unterstützt ihr bereits einen öffentlichen Bücherschrank und wenn ja, welches gute Buch stellt ihr im September dort unter? Hättet ihr die Kinder weggejagt und ihnen das spielen mit den Büchern verboten?