#bücherschrankschatz – August 2019

#bücherschrankschatzViele öffentliche Bücherschränke werden ja bereits liebevoll bestückt und gepflegt, aber andere können ein wenig Unterstützung brauchen und da soll die Mitmachaktion #bücherschrankschatz einfach ein wenig helfen. -> Mach doch auch mit!



Bei diesem Besuch ist der Bücherschrank noch luftiger und aufgeräumter, als beim letzten Mal. Hier hat eindeutig jemand die Patenschaft übernommen und kümmert sich um die Bestückung. Ich freue mich darüber, dass sich jemand verantwortlich fühlt und diesem Bücherschrank ein wenig unter die Arme greift. Einige der Bücher kenne ich, erinnere mich und begrüße sie fast, wie alte, lange nicht mehr gesehene Bekannte. Aber es sind auch Titel dabei, die ich noch nicht kenne und die mein Interesse wecken. Ich stöbere dort noch eine zeit lang, halte mich aber zurück und finde nach ein wenig Bücherrücken einen Platz für mein mitgebrachtes Buch.

Es handelt sich dabei um einen Roman, dessen Titel mich aufgrund der Schnulzigkeit eigentlich seinerzeit eher abschreckt hat, den ich aber auf eine Empfehlung hin dennoch las. Ich habe es nicht bereut – eine berührende Mutter-Tochter-Enkelin-Geschichte:

2019_08_#bücherschrankschatz

Drei Generationen von Frauen im zwanzigsten Jahrhundert ziehen vor dem inneren Auge des Lesers vorbei, während er das Vermächtnis von Olga an die aus der Enge der Familienzwänge nach Amerika geflohene Enkelin liest: ein Brief-Tagebuch, das schöne und schmerzliche Erinnerungen enthält, Weisheit des Alters, vor allem aber das im Angesicht des Todes ausgesprochene Geständnis der tiefen Liebe zur Enkelin.

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Susanna Tamaro
Geh, wohin dein Herz dich trägt
Aus dem Italienischen von Maja Pflug
Taschenbuch deluxe , 320 Seiten
ISBN: 978-3-257-26120-2
Preis: € (D) 12.00 / sFr 16.00* / € (A) 12.40 * unverb. Preisempfehlung 
Verlag: Diogenes
Erschienen am 01.08.1998

Wie sieht der öffentliche Bücherschrank bei euch aus? Kennt oder unterstützt ihr bereits einen öffentlichen Bücherschrank und wenn ja, welches gute Buch stellt ihr im Juli dort unter?

#bücherschrankschatz – Juli 2019

#bücherschrankschatzViele öffentliche Bücherschränke werden ja bereits liebevoll bestückt und gepflegt, aber andere können ein wenig Unterstützung brauchen und da soll die Mitmachaktion #bücherschrankschatz einfach ein wenig helfen. -> Mach doch auch mit!



Bei diesem Besuch ist der Bücherschrank luftiger. Entweder hat jemand den Schrank „ausgedünnt“ oder es haben seit meinem letzten Besuch enorm viele Lesewillige etwas für ihren Buchgeschmack gefunden. Ich stelle einige Bücher wieder ordentlich hin und freue mich. Außerdem komme ich mit einer weiteren Bücherfreundin dort ins Gespräch und empfehle ihr einen Roman – zwar nicht meinen mitgebrachten, aber einen, den ich bereits las und von dem ich denke, dass er zu ihrem Buchgeschmack passen könnte. Sie hingegen hat einen Thriller von Jeffrey Deaver dabei, von dem ich immer mal etwas lesen wollte und der mich gleich neugierig macht. Glücklich und zufrieden verlassen wir schließlich jeder mit ‚unserer Beute‘ den Bücherschrank und wünschen uns gegenseitig noch viel Spaß beim Lesen. Immer wieder schön, diese kleinen Buchgespräche.

Dieses Mal hinterlasse ich dem Bücherschrank einen Jugendroman, den ich vor knapp 17 Jahren las und der mir die Welt der Philosophie eröffnete. Bis dahin war ich von dem Thema beinahe unberührt und ließ mich von der Geschichte und dem unterschiedlichen Gedankengut verzaubern.

2019_07_#bücherschrankschatz

Mysteriöse Briefe landen im Briefkasten der 15jährigen Sofie Amundsen in Oslo. Was sollen diese Fragen: »Wer bist du?«, »Was ist ein Mensch?« und »Woher kommt die Welt?«. Sofie ist irritiert. Die Briefe werden ausführlicher und entführen sie in die abenteuerliche und geheimnisvolle Gedankenwelt der großen Philosophen. Ihr unbekannter Briefeschreiber erzählt Sofie die Geschichte Europas, der Antike, des Mittelalters und der Renaissance und dann nimmt die Geschichte eine unglaubliche Wendung.

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Jostein Gaarder
Sofies Welt
Übersetzt von Gabriele Haefs
Taschenbuch, 624 Seiten
ISBN: 978-3-423-62000-0
Preis: EUR 11,95 € [DE], EUR 12,30 € [A]
Verlag: dtv – Reihe Hanser
Erschienen am 01.01.2000

Wie sieht der öffentliche Bücherschrank bei euch aus? Kennt oder unterstützt ihr bereits einen öffentlichen Bücherschrank und wenn ja, welches gute Buch stellt ihr im Juli dort unter?

#bücherschrankschatz – Juni 2019

#bücherschrankschatzViele öffentliche Bücherschränke werden ja bereits liebevoll bestückt und gepflegt, aber andere können ein wenig Unterstützung brauchen und da soll die Mitmachaktion #bücherschrankschatz einfach ein wenig helfen. -> Mach doch auch mit!



Bei diesem Besuch ist der Bücherschrank wieder einmal übervoll und fast bis in die letzte Ecke mit Büchern vollgestopft. Aber die Masse ist nicht klasse, sondern wirkt einfach nur alt und ausrangiert auf mich. Doch ich bin nicht das Maß der Dinge – vielleicht wirkt dieser Bücherschrank auf andere Bücherfreunde ja ganz anders und ist für sie eine wahre Fundgrube. Ich würde es mir ebenso wünschen, wie ich mir ein wenig mehr Platz in diesem Schrank wünschen würde. Platz, der dazu einlädt Bücher in die Hand zu nehmen und in ihnen interessiert herumzublättern, anstatt sie mühsam aus der Enge herauszukramen und womöglich ein kollektives Bücherstürzen zu verursachen.

Trotz des Überangebots an Büchern finde ich dennoch einen Platz für mein mitgebrachtes Buch und lasse es dieses Mal mit ungutem Gefühl zurück, weil es diesen übervollen Bücherschrank noch ein wenig voller macht. Aber für meinen nächsten Besuch nehme ich mir vor, dass ich im Tausch für mein Buch einfach das dickste Buch aus dem Schrank ausleihen und dann zurückbringen werde, wenn es in dem Schrank etwas luftiger ist. Ich bin neugierig, welches Buch das sein wird und ob ich das Bedürfnis haben werde, es zu lesen. Aber nun zurück zu dem französischen Roman, der mir vor einigen Jahren so gut gefiel, weil darin so unterschiedliche Charaktere humorvoll und herzlich miteinander agieren und von dem ich hoffe, dass er nun weitere begeisterte Leser finden wird:

2019_06_#bücherschrankschatz

Philibert, von verarmten Adel, ist zwar ein historisches Genie, doch wenn er mit Menschen spricht, gerät er ins Stottern. Camille, magersüchtig und künstlerisch begabt, verdient sich ihren Lebensunterhalt in einer Putzkolonne, und Franck schuftet als Koch in einem Feinschmeckerlokal. Er liebt Frauen, Mototrräder und seine Großmutter Paulette, die keine Lust aufs Altersheim hat. Vier grundverschiedene Menschen in einer verrückten Pariser Wohngemeinschaft, die sich lieben, streiten, bis die Fetzen fliegen, und versuchen, irgendwie zurecht zu kommen.

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Anna Gavalda
Zusammen ist man weniger allein
Aus dem Französischen übersetzt von Ina Kronenberger
Taschenbuch, 560 Seiten
ISBN: 978-3-596-17303-7
Preis € (D) 9,95 | € (A) 10,30
Verlag: S. Fischer Verlage
Erschienen am 01.10.2006

Wie sieht der öffentliche Bücherschrank bei euch aus? Kennt oder unterstützt ihr bereits einen öffentlichen Bücherschrank und wenn ja, welches gute Buch stellt ihr im Juni dort unter?

#bücherschrankschatz – Mai 2019

#bücherschrankschatzViele öffentliche Bücherschränke werden ja bereits liebevoll bestückt und gepflegt, aber andere können ein wenig Unterstützung brauchen und da soll die Mitmachaktion #bücherschrankschatz einfach ein wenig helfen. -> Mach doch auch mit!



Der Bücherschrank erscheint bei diesem Besuch recht aufgeräumt und auf Anhieb entdecke ich mehrere Bücher, die neu hinzugekommen sind und mich interessieren. Es wertet den Bücherschrank auf und macht ihn interessant. Er ist kein Bücherfriedhof sondern ein Ort, an dem ein Bücheraustausch stattfindet. Ich freue mich darüber und übe mich in Zurückhaltung, was das Bücher adoptieren angeht – auch wenn’s schwer fällt.

Dieses Mal überlasse ich dem öffentlichen Bücherschrank einen Roman, der mir seinerzeit von meinem Herzbuben empfohlen wurde, als wir uns gerade kennen lernten und über Bücher plauderten.

2019_05_#bücherschrankschatz

Vor Peru verschwindet ein Fischer. Spurlos. Norwegische Ölbohrexperten stoßen auf merkwürdige Organismen, die Hunderte Quadratkilometer Meeresboden in Besitz genommen haben. Währenddessen geht mit den Walen entlang der Küste British Columbias eine unheimliche Veränderung vor. Nichts von alledem scheint miteinander in Zusammenhang zu stehen. Doch Sigur Johanson, Biologe und Schöngeist, glaubt nicht an Zufälle. Auch der indianische Walforscher Leon Anawak gelangt zu beunruhigenden Schlüssen: Eine Katastrophe kündigt sich an. Die Suche nach dem Urheber konfrontiert die Forscher mit ihren schlimmsten Albträumen. Frank Schätzing inszeniert den Feldzug der Natur gegen den Menschen als atemberaubendes Schreckensszenario mit Tempo und Tiefgang.

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Frank Schätzing
Der Schwarm
Gebunden mit Schutzumschlag, 1008 Seiten
ISBN: 978-3-462-03374-8
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Erschienen am 17.02.2004

Wie sieht der öffentliche Bücherschrank bei euch aus? Kennt oder unterstützt ihr bereits einen öffentlichen Bücherschrank und wenn ja, welches gute Buch stellt ihr im April dort unter?

Liebes Kind – Romy Hausmann

Irgendwie kam ich in der letzten Zeit nicht um den Thriller „Liebes Kind“ von Romy Hausmann herum. Gefühlt überall begegnete mir dieses Buch und die Stimmen dazu waren durchweg positiv. Als schließlich auch noch meine Tochter begeistert von der Hörprobe des Hörbuchs berichtete, konnte ich mich diesem Hype nicht länger entziehen. Also lud ich mir bei Audible [Werbung] das ungekürzte knapp dreizehnstündige Hörbuch herunter und aus dem „ich hör mal eben rein“ wurden gleich vier spannende geradezu hypnotische Stunden am Stück, in denen ich mich sofort ganz und gar von der Geschichte gefangen nehmen ließ.

15_Liebes Kind

„Schockierend, berührend, unvorhersehbar: Ein Thriller-Debüt der Extraklasse.“ verspricht die Inhaltsangabe und das ist wirklich nicht zu viel versprochen. Dabei ist das, was dort außerdem über diesen Thrillers verraten wird nicht so, dass es einem nicht bereits in anderen Büchern in ähnlicher Form schon einmal begegnet wäre. Es gibt eine fensterlose Hütte im Wald, in der eine Mutter mit ihren beiden Kindern eingesperrt lebt. Ihr Leben folgt strengen Regeln und Sauerstoff bekommen sie nur über einen „Zirkulationsapparat“. Der Vater versorgt seine Familie mit Lebensmitteln, er beschützt sie vor den Gefahren der Welt da draußen, er kümmert sich darum, dass seine Kinder immer eine Mutter haben. Doch eines Tages gelingt ihnen die Flucht.

Dabei entrollt Romy Hausmann Stück für Stück das Panorama eines Grauens, das jegliche menschliche Vorstellungskraft übersteigt. Ihre Charaktere sind fein und vielschichtig gezeichnet, so dass deren Erleben nachvollziehbar und tief berührend ist. Nach und nach offenbart sich das ganze Ausmaß der Geschichte indem sie aus drei Ich-Perspektiven erzählt wird, die bei dem Hörbuch auch jeweils von verschiedenen Personen unverkennbar und emotional, vor allem aber auch großartig gesprochen werden. So entwickelt dieses Hörbuch einen regelrechten Sog, dem ich mich kaum noch entziehen konnte. Aber man hetzt nicht durch eine actiongeladene Geschichte von einer Begebenheit zur nächsten, vielmehr lebt das Buch durch die psychologische Spannung, die einen durch das gesamte Buch trägt, bis sich schließlich alles in einem überraschenden Ende auflöst.

Bei diesem Thriller-Hörbuch kam ich übrigens nicht dazu irgendetwas anderes zu machen, wie ich es sonst eigentlich gern mache – mit einem Thriller im Ohr putzt sich die Wohnung normalerweise ja beinahe von selbst. Bei „Liebes Kind“ hingegen konnte und wollte ich nur konzentriert zuhören und war tatsächlich nach Beendigung ein wenig enttäuscht, dass Romy Hausmann (noch) keine weiteren Bücher veröffentlicht hat, auf die ich mich gleich im Anschluss gierig hätte stürzen können. Aber – was für ein Debüt – von dieser Autorin möchte ich mehr hören (oder lesen)!

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Romy Hausmann
Liebes Kind
Ungekürztes Hörbuch
Sprecher: Leonie Landa, Ulrike C. Tscharre, Heikko Deutschmann
Spieldauer: 12 Std. und 39 Min.
Erscheinungsdatum: 28.02.2019
Anbieter: HörbucHHamburg HHV GmbH

Gebrauchsanweisung fürs Lesen – Felicitas von Lovenberg

Ich gebe es zu: Ich bin jemand, der vor, bzw. bei Inbetriebnahme eines neuen Geräts die Gebrauchsanweisung liest und bin ganz besonders dankbar, wenn der jeweilige Autor sein Handwerk versteht und das so dringend benötigte Wissen verständlich rüberbringen kann. Aber brauche ich tatsächlich eine „Gebrauchsanweisung fürs Lesen“? Meine Antwort lautet: „Ja, unbedingt – und ich gebe sie nicht mehr her.“ Dabei wurde ich doch schon von Kindesbeinen ans Lesen herangeführt, was später durch Schule und das Leben noch ein wenig geübt wurde. Dennoch wollte ich mir speziell diese Gebrauchsanweisung nicht entgehen lassen, weil ich mir davon die ultimative Lobhudelei für mein liebstes Hobby erhoffte. Und genau das erhielt ich auch:

11_Gebrauchsanweisung fürs Lesen

„Felicitas von Lovenberg bricht eine Lanze fürs Lesen – gerade heute, wo immer mehr Ablenkungen um unsere Zeit konkurrieren. Sie schildert, wie es das Selbstbewusstsein stärkt und die soziale Kompetenz fördert. Welche Lesegewohnheiten und -orte es gibt und das sich hinter Trends wie Deep Reading verbirgt. Sie geht auf Lieblingsbände und Entdeckungen ein; erzählt vom wechselhaften Schicksal von Bibliotheken und Bücherwänden. Davon, welche Romanfiguren besonders dazu einladen, sich in ihre Leben hineinzuversetzen – und wann es gefährlich wird, die Heldinnen unserer Lektüren zu imitieren. Weshalb man bei Kindern nicht früh genug mit dem Vorlesen anfangen kann, was es mit Leselisten und Literaturkanons auf sich hat. Vor allem aber ist ihr Buch eine Liebeserklärung ans Lesen.“

Der Klappentext verspricht wirklich nicht zu viel. Am Ende dieses 128 Seiten starken Büchleins ist neben den Abdrucknachweisen noch eine Liste für die zu finden, die noch mehr übers Lesen lesen möchten. Es sind Bücher, auf die die Autorin sich stellenweise bezieht und die durchaus Lust aufs Weiterlesen machen. Auch finden sich in diesem Buch zahlreiche Zitate rund ums Thema Bücher und Lesen, die so manches Buchzitate-Notizbuch gehaltvoll füllen können und bei denen es mir gleich warm ums Herz wird.

Empfehlen kann ich die „Gebrauchsanweisung fürs Lesen“ allen Buchliebhabern als entspannende Lektüre für zwischendurch, könnte es mir aber auch als schöne Geschenkidee für Buchfreunde, vielleicht gemeinsam mit einem Gutschein der Lieblingsbuchhandlung, vorstellen.

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Felicitas von Lovenberg
Gebrauchsanweisung fürs Lesen
Hardcover,128 Seiten
ISBN: 978-3-492-27717-4
Preis: € 10,00 [D], € 10,30 [A]
Verlag: Piper
Erschienen: 01.03.2018

#bücherschrankschatz – April 2019

#bücherschrankschatzViele öffentliche Bücherschränke werden ja bereits liebevoll bestückt und gepflegt, aber andere können ein wenig Unterstützung brauchen und da soll die Mitmachaktion #bücherschrankschatz einfach ein wenig helfen. -> Mach doch auch mit!



Der Bücherschrank ist ziemlich voll, für diese Verhältnisse aber noch recht aufgeräumt. Für mich gibt es hier ausnahmsweise nicht viel zu tun, weshalb ich ein schönes Plätzchen für meinen mitgebrachten Roman finde und mir ganz in Ruhe anschaue, welche Bücher der Schrank zu bieten hat. Insgesamt ein recht unspektakulär und angestaubt wirkendes Angebot und doch finde ich ein Buch einer Autorin, die auf der Rückseite von der Zeitung mit den vier Buchstaben als „der mutigste Teenager der Welt“ bezeichnet wird. Das wollte ich immer mal lesen und nehme es mit.

Dieses Mal überlasse ich dem öffentlichen Bücherschrank einen Roman, in den ich mich gänzlich versinken lassen konnte und den ich darum kaum aus der Hand legen mochte.

2019_04_#bücherschrankschatz

Richard Papen stammt aus einfachen Verhältnissen. In einem kalifornischen Provinznest geboren, träumt er von nichts anderem, als fortzukommen. Endlich gelingt es ihm, ein Stipendium für das College von Hampden in Vermont zu erhalten, und die Welt, der er dort begegnet, zieht ihn vom ersten Augenblick an. Besonders fasziniert ist Richard von einer Gruppe fünf junger Studenten, die sich zusammen mit ihm bei dem verschrobenen Griechischprofessor Julian Morrow eingeschrieben haben. Da ist Henry, der Sohn reicher Eltern und heimliche Kopf des Zirkels, da ist Francis, ein leicht dekadenter und blasierter Gelderbe, das sind Charles und Camilla, die Zwillinge, die seit dem Tod ihrer Eltern von den Zuwendungen ihrer Grossmutter leben., und schliesslich Edmund, von allen „Bunny“ genannt, der liebenswürdige Schnorrer, der stets auf grossem Fusse lebt, ohne je einen Pfennig in der Tasche zu haben. Gemeinsam mit ihnen paukt Richard Griechisch, zusammen mit ihnen huldigt er dem täglichen Alkohol, in ihrem Kreis verbringt er wunderbare Wochenenden auf Francis feudalem Landsitz. Doch bald spürt er, dass unter der Oberfläche unverbrüchlicher Freundschaft auch Spannungen bestehen und dass ein furchtbares Geheimnis auf seinen Freunden lastet – ein Geheimnis, das auch ihn mehr und mehr in seinen dunklen, mörderischen Sog zieht.

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Donna Tartt
Die geheime Geschichte
Aus dem Amerikanischen von Rainer Schmidt
Original: The Secret History
Taschenbuch, 576 Seiten
ISBN: 978-3-570-16285-9
Verlag: Goldmann
Erschienen am 01. August 1994

Wie sieht der öffentliche Bücherschrank bei euch aus? Kennt oder unterstützt ihr bereits einen öffentlichen Bücherschrank und wenn ja, welches gute Buch stellt ihr im April dort unter?

#bücherschrankschatz – März 2019

#bücherschrankschatzViele öffentliche Bücherschränke werden ja bereits liebevoll bestückt und gepflegt, aber andere können ein wenig Unterstützung brauchen und da soll die Mitmachaktion #bücherschrankschatz einfach ein wenig helfen. -> Mach doch auch mit!



Dieses Mal habe ich ein wenig mehr hin- und hergerückt und aufgeräumt, bis es in dem Bücherschrank wieder ordentlich aussah. Das ist keine aufwändige Sache, aber noch weniger aufwändig wäre es, wenn ihn jeder Besucher vernünftig hinterlassen würde. Mich macht das immer ein wenig traurig, weil es sich für mich so anfühlt, als würden die Bücher dieses Schrankes nicht gewertschätzt. Natürlich lässt sich über den Inhalt streiten und ich selbst habe dort bereits seit langem kein Buch mehr für mich entdecken können, aber ich denke doch, dass sich hier gelegentlich bestimmt das ein oder andere Lesevergnügen finden lässt – manchmal gehört eben auch ein wenig Glück und das richtige Timing dazu.

In der letzten Zeit schaue ich öfter bei diesem Bücherschrank vorbei, wenn ich gerade in der Nähe bin. Einerseits möchte ich nach dem rechten sehen und andererseits bin ich natürlich auch neugierig und möchte wissen, ob sich jemand für die Bücher interessiert, die ich dort hineinstelle. Tatsächlich waren sie bislang immer bei meinem nächsten Besuch bereits weg, was mich besonders freut. Als ich jedoch vorgestern mit meinem Herzbuben dort vorbeispazierte, konnten wir schon von weitem erkennen, dass in dem Bücherschrank das blanke Chaos herrschte. Die Bücher lagen und standen kreuz und quer durcheinander, selbst die Kinderbücher waren überall im Schrank verteilt, statt in ihrem eigens dafür vorgesehenen Fach zu stehen. Zu zweit hatten wir das schnell wieder aufgeräumt und setzten anschließend unseren Spaziergang fort. Es bestätigt mich in meiner Entscheidung, für diesen Bücherschrank eine Art „stille Patenschaft“ zu übernehmen.

Dieses Mal überlasse ich dem öffentlichen Bücherschrank den ersten Teil einer Jugendbuch-Dystopie, den ich als Buch und auch als Verfilmung sehr gern mochte. Weitergelesen habe ich die Reihe allerdings nicht mehr, weil ich mir die beiden Fortsetzungen als Film ansah und mich die weitere Entwicklung der Geschichte überhaupt nicht mehr begeistern konnte.

2019_03_#bücherschrankschatz

Fünf Fraktionen – Altruan (die Selbstlosen). Candor (die Freimütigen), Ken (die Wissenden), Amite (die Friedfertigen) und schließlich Ferox (die Furchtlosen) – fünf völlig verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt, wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes künftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie.
Doch der Eignungstest, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte, sie trägt mehrere widerstreitende Begabungen in sich. Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft.
Beatrice entscheidet sich, ihre bisherige Fraktion, die Altruan, zu verlassen, und schließt sich den wagemutigen Ferox an. Dort aber gerät sie ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben, sondern auch das all derer, die sie liebt, bedroht…

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Veronica Roth
Die Bestimmung
Aus dem Amerikanischen von Petra Koob-Pawis
Original: Divergent, Harper Collins, US
Klappenbroschur, 480 Seiten
Mit farbigen Filmfotos
ISBN: 978-3-570-16285-9
Erschienen am 24. März 2014

Wie sieht der öffentliche Bücherschrank bei euch aus? Kennt oder unterstützt ihr bereits einen öffentlichen Bücherschrank und wenn ja, welches gute Buch stellt ihr im Februar dort unter?

#bücherschrankschatz – Februar 2019

#bücherschrankschatzViele öffentliche Bücherschränke werden ja bereits liebevoll bestückt und gepflegt, aber andere können ein wenig Unterstützung brauchen und da soll die Mitmachaktion #bücherschrankschatz einfach ein wenig helfen. -> Mach doch auch mit!



Von weitem angeschaut dachte ich, dass der Bücherschrank dieses Mal wohl meine Hilfe nicht benötigen würde, aber von Nahem betrachtet, gab es doch wieder etwas zu tun. Es waren viele Bücher einfach auf die stehenden Bücher gelegt worden. Eigentlich ist das ja kein Problem, aber viele ließen sich einfach in die bestehenden Lücken einsortieren. Auch ist es schön, statt auf den Buchschnitt gleich auf den Rücken des Buches schauen zu können, um den Buchtitel zu erfahren. Das erspart viel Gekrame und schont die Bücher, denke ich mir. Eines lag offen und verknickt in einem Büchergewusel zwischen Büchern aus erster und zweiter Reihe – auch da konnte ich schnell Abhilfe schaffen und ein wenig Ordnung herstellen. Das ganze war in etwa 5 bis 10 Minuten erledigt und ich habe es wieder einmal gern gemacht.

Fast zeitgleich mit mir kam eine andere Bücherfreundin an dem Schrank an. Während ich ein wenig aufräumte, schaute sie sich nach neuen Büchern um und wir kamen ins Gespräch. Worüber? Natürlich über Bücher – nett war es, da hätte nur noch ein schönes Heißgetränk gefehlt und alles wäre perfekt gewesen 🙂

Das Buch vom letzten Mal hatte wohl schon jemand mitgenommen. Auch den Schuber mit den Büchern in Einfacher Sprache konnte ich nicht mehr entdecken, aber vielleicht ist es ja auch ein positives Zeichen und die darin enthaltenen Bücher helfen jemandem beim Lesen üben. Schön finde ich, dass in dem Bücherschrank seit meinem vergangenen Besuch viele Kinderbücher und sogar einige Bilderbücher hinzugekommen sind – so können auch die Kleinen hier etwas finden.

Ich selbst lasse dieses Mal „Die Säulen der Erde“ von Ken Follet hier – einen historischen Roman, der zwischen 1123 und 1173 in England spielt und der mich vollends begeistern konnte. Die Fortsetzungen wollte ich immer mal lesen, bin bisher aber nicht dazu gekommen.

2019_02_#bücherschrankschatz

Es ist eine Zeit blutiger Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und einfachem Volk, das unter Ausbeutung und Not leidet. Philip, ein junger Prior, dessen Eltern von marodierenden Söldnern abgeschlachtet wurden, träumt den Traum vom Frieden: der Errichtung einer Kathedrale gegen die Mächte des Bösen. Er und sein Baumeister Tom Builder, dessen Stiefsohn Jack und die Grafentochter Aliena müssen sich in einem Kampf auf Leben und Tod gegen ihre Widersacher behaupten, ehe Kingsbridge Schauplatz des größten abendländischen Bauwerks, der »Säulen der Erde« wird …

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Ken Follet
Die Säulen der Erde
Original: The Pillars of the Earth
Taschenbuch, 1.296 Seiten
ISBN:  978-3404118960
Verlag: Bastei Lübbe
Ersterscheinung: 27. Oktober 1992

Kennt oder unterstützt ihr bereits einen öffentlichen Bücherschrank und wenn ja, welches gute Buch stellt ihr im Februar dort unter?

#bücherschrankschatz – Januar 2019

#bücherschrankschatzViele öffentliche Bücherschränke werden ja bereits liebevoll bestückt und gepflegt, aber andere können ein wenig Unterstützung brauchen und da soll die Mitmachaktion #bücherschrankschatz einfach ein wenig helfen. -> Mach doch auch mit!



Der Bücherschrank, durch den ich auf diese Idee kam, konnte tatsächlich auch dieses Mal wieder ein wenig Hilfe gebrauchen. Er ist nicht schmutzig, aber man sieht schon von weitem, dass er unordentlich ist. Es dauerte nicht lange und mein Herzbube und ich hatten mit Hilfe der Bücher aus der 2. Reihe oder den achtlos auf die Büchereihen gelegten Büchern die Lücken aufgefüllt und alle standen wieder ordentlich und gut sichtbar in den Regalen. Alte zerknautschte Zeitungen geben einem Schrank mit gebrauchten Büchern eher einen Messie-Charakter. Etwas geglättet und vernünftig an den Rand gestellt sah das schon gleich besser aus. Leider fand ich ein recht zerfleddertes Buch, dessen herausgerissene Seiten sich irgendwo im Bücherfach wiederfanden. Ein trauriges Bild. Ich war so anmaßend und habe das Buch einfach entfernt, auch wenn ich eigentlich nicht die Entscheidung darüber treffen möchte, welches Buch bleiben darf und welches nicht. Darüber, ob das Buch bereits in dem Zustand dort ankam oder ob ihm erst als Schrankbewohner übel mitgespielt wurde, wollte ich lieber nicht nachdenken. Aber eigentlich sahen die anderen Bücher nicht danach aus, als ob hier Vandalen gehaust hätten.

Danach stellte ich in die Mitte des Bücherschranks gut sichtbar den von iCHANCE unter dem Hashtag #liebeslesen gespendeten Schuber mit den Büchern in Einfacher Sprache – in der Hoffnung, dass diese Bücher die Menschen erreichen, denen sie beim Lesen üben helfen können.

Außerdem erhielt der Schrank ein Buch aus meinem privaten Bücherregal, das ich gut fand. Nicht mein Lieblingsbuch, aber ein Buch an das ich mich sehr gern zurückerinnere, weil es mir viele schöne Lesestunden bescherte. Die Fortsetzung „Der Schatten des Berges“ fand ich hingegen nicht mehr ganz so gut.

2019_01_#bücherschrankschatz

In dem biografischen Abenteuerroman „Shantaram“ folgen wir dem Australier Lindsay, wie er in den 1970er Jahren mit falschen Papieren in Bombay strandet, nachdem ihm auf spektakuläre Weise die Flucht aus einem Hochsicherheitsgefängnis gelungen ist. Zu seinem Glück begegnet er schon bald dem jungen Inder Prabaker, der in den Slums lebt und ihn unter seine Fittiche nimmt. Von Prabaker lernt Lindsay nicht nur die Landessprache, sondern auch, mit sich ins Reine zu kommen und Verantwortung zu übernehmen. Als „Shantaram“, als „Mann des Friedens“, wird er zum Anwalt der Armen, arbeitet als Arzt im Slum, kämpft mutig und aufopferungsvoll für eine menschenwürdigere Welt und nicht zuletzt um die Liebe seines Lebens.

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Gregory David Roberts
Shantaram
Aus dem Amerikanischen von Sibylle Schmidt
Original: Shantaram, St. Martin’s Press
Taschenbuch, 1.088 Seiten
ISBN: 978-3-442-47308-3
Verlag: Goldmann
Erschienen: 12. April 2010

Kennt oder unterstützt ihr bereits einen öffentlichen Bücherschrank und wenn ja, welches gute Buch stellt ihr im Januar dort unter?