umgeSCHAUt im März 2021

📚 Eigenartig, welche Wortschöpfungen sich im Rahmen des Genderns ergeben. Gästin fühlt sich für mich so falsch und sperrig an, dass ich wohl Jahrzehnte brauchen werde, bis ich mich daran gewöhnt habe.

📚 „Trick Mirror – Über das inszenierte Ich“ von Jia Tolentino finde ich in der Besprechung sehr interessant, aber die deutsche Übersetzung scheint kaputt-gegendert worden zu sein, wie ich in einer Rezension gelesen habe. Für mich ein K.O.-Kriterium, weil mir übermäßiges Gendern die Freude am Lesen nimmt.

📚 Die Leseprobe von Tore Ditlevens „Kindheit“ hat mich beeindruckt. Bereits am nächsten Tag nach dem Anschauen des Literaturclubs habe ich begonnen es zu lesen.

📚 „Deutschlands schrägste Orte“ klingt großartig. Das muss ich haben.

📚 Tom Belz ist mehr als sein nicht vorhandenes Bein – ein echter Mutmacher.

📚 Über „Die Harpyie“ habe ich schon viel Gutes gehört und auch in der Buchzeit sind sie voll des Lobes. Das Buch habe ich auf meine Bücherwunschliste gesetzt.

📚 Die Mutter-Tochter-Geschichte in „Ein Leben in Geschichten“ berührt mich, sicherlich keine leichte Kost, klingt aber durchaus lesenswert.

📚 „Über Menschen“ fand ich nicht so richtig ansprechend, aber wenn ich Denis Scheck und Juli Zeh über das Buch sprechen höre, bekomme ich doch Lust es zu lesen, zumal ich „Unterleuten“ gern mochte.

Und das sind die Links zu den Sendungen, die noch eine ganze Zeit lang in den Mediatheken verfügbar sind:

02.03.2021: Literaturclub: Nicola Steiner, Martin Ebel, Milo Rau und – als Gast – die Schauspielerin Ursina Lardi diskutieren über «Mädchen, Frau etc.» von Bernardine Evaristo, «Trick Mirror» von Jia Tolentino, «Kopenhagen-Trilogie» von Tove Ditlevsen sowie «Die nicht sterben» von Dana Grigorcea.

11.03.2021: Fröhlich lesen: Für diese Sendung hat sich Susanne Fröhlich zwei Gäste eingeladen. Tom Belz spricht über sein Buch „Do what you can’t“ und Pia Volk über „Deutschlands schrägste Orte“.

14.03.2021: Buchzeit im Frühjahr: Der Bücherfrühling lockt mit einer Fülle interessanter Neuerscheinungen. Gert Scobel stellt mit den Literaturexpertinnen Barbara Vinken, Sandra Kegel und Katrin Schumacher ausgewählte Romane vor.

18.03.2021: lesenswert Quartett: Denis Scheck diskutiert mit Insa Wilke, Ijoma Mangold und als Gast der Schriftstellerin Ines Geipel über Bücher von Christoph Ransmayr, Christian Kracht, Bernardine Evaristo und Viktor Martinowitsch.

25.03.2021: lesenswert: Eine von Gewalt geprägte Kindheit – der Journalist Harald Martenstein und sein autobiographisch gefärbter Roman „Wut“. – In „Über Menschen“ von Juli Zeh flieht eine Berliner Werbetexterin in ein Dorf im brandenburgischen Nirgendwo.

28.03.2021: Druckfrisch: Sharon Dodua Otoo und ihr faszinierend vielstimmiger Roman „Adas Raum“ | Florian Werners Liebeserklärung an die deutsche Autobahnraststätte | Amanda Gormans Gedicht „The Hill We Climb“ | Denis Schecks Kommentar zur Bestsellerliste Sachbuch.

umgeSCHAUt im Februar 2021

📚 Acht frisch erschienene Neuübersetzungen von George Orwells 1984 halte ich für maßlos übertrieben, auch wenn ich das Buch sehr mag und die Buchcover zum Teil sehr ansprechend gestaltet finde. Meine Ausgabe dieses Buches stammt aus den 1980ern und wurde von Kurt Wagenseil ins Deutsche übertragen. Ich bin fast versucht es nochmal zu lesen, wo ich es nun schon mal in der Hand habe – aber es ist mir gerade zu aktuell.

📚 Die Memoiren von Barack Obama möchte ich gerne irgendwann lesen. Eine interessante Persönlichkeit.

📚 Und dann sah ich noch einen hier nicht verlinkten Beitrag online und live, in dem es um die Zukunft der Literatursendungen in Fernsehen und Radio ging und der mich ein wenig gespalten zurück ließ. Ich mag Menschen dabei zuhören, wenn sie über Bücher sprechen, gerne auch subjektiv und unprofessionell beispielsweise bei YouTube, was ja nicht schlecht sein muss und wo ich schon viele interessante Buchtipps finden konnte. Aber es interessiert mich halt auch, wie Menschen professionell bei der Beurteilung von Büchern vorgehen. Manchmal ist mir das zu abgehoben, aber das ist eben ein Teil der Vielfalt und ein Angebot, sich auch in diesen Bücherwelten umzuschauen, wenn man sie nicht vielleicht sowieso aus welchen Gründen auch immer bevorzugt. Ich mag das erhalten wissen und bilde mir ein, dass das öffentlich rechtliche Fernsehen einem Kulturauftrag nachzukommen hat, auch wenn dieser nicht die Einschaltquoten sprengt.

Und das sind die Links zu den Sendungen, die noch eine ganze Zeit lang in den Mediatheken verfügbar sind:

18.02.2021: lesenswert: Steckt unsere Demokratie in der Krise? Die Historikerin Hedwig Richter antwortet darauf in ihrem Buch „Demokratie – eine deutsche Affäre“. Kristof Magnussons „Ein Mann der Kunst“ ist eine Satire auf den Kulturbetrieb rund um einen berühmten Maler.

26.02.2021: Das Literarische Quartett: Mit Frauenpower ins Neue Jahr: Gastgeberin Thea Dorn lädt zum spannenden Talk mit Juli Zeh, Sibylle Lewitscharoff und Jagoda Marinić. Wie immer aktuelle Bücher im Gepäck.

28.02.2021: druckfrisch: Denis Scheck führt in dieser Ausgabe von „druckfrisch“ ein Exklusiv-Interview mit dem ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama. Er hat seine Memoiren geschrieben: „Ein verheißenes Land“.

umgeSCHAUt im Januar 2021

📚 Es stimmt schon, dass es ein Buch interessanter macht, wenn man mehr über den Autor und seinen Hintergrund erfährt. Zumindest bei „Kalmann“ ist es bei mir so.

📚 „Dave“ muss ich unbedingt lesen. Mich hatte das Buch schon vor Erscheinungstermin neugierig gemacht. Ich bilde mir ein, dass es voll und ganz meinem Beuteschema entspricht.

📚 „Paradise City“ klingt unglaublich gut, aber ich habe mir derzeit eine strikte Lesesperre für Bücher verhängt bei denen es um Dystopien, Pandemien und Viren geht. Ich freue mich schon darauf, wenn ich irgendwann diese selbst auferlegte Regel breche und mich von diesen Themen wieder gut unterhalten fühlen kann.

📚 Ich bekomme beim Anschauen des Literaturclubs größte Lust „1984“ noch einmal zu lesen. Aber, nicht in diesem Jahr. Ein wenig Zeit brauche ich noch. Interessant wäre es auch zu vergleichen, inwiefern mein Buch aus den 1980ern von den heutigen Übersetzungen abweicht und vielleicht sogar das Neusprech Einzug gehalten hat.

📚 „Verbrannte Sonne“ führt nach Albanien. Das könnte vielleicht etwas für meine BUCHweltreise sein.

Und das sind die Links zu den Sendungen, die noch eine ganze Zeit lang in den Mediatheken verfügbar sind:

24.01.2021: Druckfrisch: Ein Dorf in der isländischen Wildnis, der Verdacht eines ungeheuerlichen Verbrechens und die ungewöhnliche Gedankenwelt des Helden: Davon erzählt Joachim B. Schmidt in „Kalmann“. Und: „Dave“ von Raphaela Edelbauer | „Dreck“ von Bill Buford

24.01.2021: lesenswert: In Martin Mosebachs Roman „Krass“ bewegt sich ein Geschäftsmann zwischen Liebesdrama und Mephisto-Geschichte. Für die dystopische Geschichte in „Paradise City“ erhielt Zoë Beck den Deutschen Krimipreis 2020.

26.01.2021: Literaturclub: Nicola Steiner, Usama Al Shahmani, Laura de Weck und – als Gast – der Schriftsteller und Lyriker Jürg Halter diskutieren über «1984» von George Orwell, «Homeland Elegien» von Ayad Akhtar, «Der Tod in ihren Händen» von Ottessa Moshfegh sowie «Verbrannte Sonne» von Elvira Dones.

umgeSCHAUt im Dezember 2020

📚 Dass das Bücherjoural zum letzten Mal gesendet wird finde ich wirklich schade. Ich mochte die bunte Büchermischung, die dort meist vorgestellt und durch die ich schon auf so manches Buch aufmerksam wurde. Diese informative unterhaltsame Sendung hob sich angenehm von den anderen Büchersendungen ab, da sie so unpretäntiös daher kam. Schade, die Sendung wird mir fehlen.

📚 „Ein vor Sprach- und Erzähllust strotzendes Buch“ meint Thea Dorn über „Schau mich an“ von Elif Shafak. Aber auch das, was die Runde über das Buch erzählt klingt lesenswert.

📚 „Der Grinch oder die geklauten Geschenke“ klingt nach einem etwas anderen Buch für die Weihnachtszeit und macht mich neugierig.

📚 Die Autobiografie von Alice Schwarzer habe ich mir jetzt endlich auf die Wunschliste gesetzt. Ich mag ihr zuhören und könnte mir vorstellen, dass ich auch lesen mag, was sie über sich und ihr Lebenswerk zu erzählen hat. Das in dem Beitrag angesprochene Interview von Frau Feldbusch und Frau Schwarzer habe ich mir dann auch noch versucht bei YouTube anzuschauen, habe es aber abgebrochen, weil ich es einfach nervtötend fand.

📚 Von dem Rauswurf Monika Marons aus dem S. Fischer Verlag habe ich nichts mitbekommen, aber dieser Fall wirft interessante Fragestellungen auf.

📚 Von Friedrich Dürrenmatt lasen wir in der Schule „Der Richter und sein Henker“. An mehr erinnere ich mich nicht mehr, aber ich weiß noch, dass mir fast jegliche Schullektüre verhasst war. Wenn ich aber Elke Heidenreich lobend über Friedrich Dürrenmatt sprechen höre, bekomme ich große Lust etwas von ihm zu lesen.

Und das sind die Links zu den Sendungen, die noch eine ganze Zeit lang in den Mediatheken verfügbar sind:

01.12.2020: Bücherjournal: Große Namen, große Literatur: Ein Rückblick zum Abschied.

04.12.2020: Das Literarische Quartett: Zur Weihnachts-Ausgabe lädt Gastgeberin Thea Dorn wieder mit drei prominenten Gästen: Lisa Eckhart, Andrea Petkovic und Ulrich Matthes. Die vier Literaturexperten debattieren über die Bücher von Elif Shafak, Don DeLillo, Michel Houellebecq und Minka Pradelski.

13.12.2020: druckfrisch: Was bedeutet Freundschaft? Und was ist an Gespenstern gut? Nadia Budde stellt in ihren Bilderbüchern die großen Fragen für die ganz Kleinen. Und begeistert Kinder und Erwachsene. Außerdem: Wolfram Eilenberger und Edward Brooke-Hitching.

13.12.2020: lesenswert: Die „Ikone des deutschen Feminismus“, Alice Schwarzer, hat ihr „Lebenswerk“ geschrieben und spricht mit Denis Scheck über die großen Themen ihres Lebens, über ihre Arbeit seit über fünf Jahrzehnten: Kampf für die Rechte der Frauen, Aktion gegen den Abtreibungsparagraphen 218, Gründung der feministischen Zeitschrift „Emma“, Frauenemanzipation damals und heute und vieles mehr.

17.12.2020: lesenswert Quartett: Sandra Kegel, Ressortleiterin im Feuilleton der FAZ ist heute zu Gast im „lesenswert“ Quartett. Zusammen mit den Literaturkritiker*innen Denis Scheck, Insa Wilke und Ijoma Mangold bespricht sie in der Sendung vor Weihnachten vier aktuelle Bücher: Der Roman „Die Dame mit der bemalten Hand“ von Christine Wunnick und Deniz Ohdes „Streulicht“, die Biografie über Susan Sontag von Benjamin Moser und Manuel Vilas‘ „Die Reise nach Ordesa“.

22.12.2020: Literaturclub: Nicola Steiner, Elke Heidenreich, Raoul Schrott und – als Gast – der Satiriker Viktor Giacobbo diskutieren über „Die F*ck-it-Liste“ von John Niven, „Apeirogon“ von Colum McCann, „Das wirkliche Leben“ von Adeline Dieudonné sowie „Fünf Jahreszeiten“ von Meral Kureyshi.