Foto der Woche (43. KW)

Mein Leben ist derzeit bildschirmlastiger als normalerweise. Erst nahm mich in der Vorwoche die digitale Frankfurter Buchmesse in Beschlag und in dieser Woche folgte dann Adobe MAX in ebenfalls digitaler Form. Ich bin wirklich begeistert und hochgradig inspiriert. Aber das selbst aktiv werden und vor allem das aktiv sein kommt dabei schnell zu kurz. Gut wenn der innere Schweinehund einigermaßen im Zaum bleibt und einen zumindest das Sportprogramm bis auf wenige Ausnahmen absolvieren lässt. Außerdem stand für die Wochenaufgabe des Fotoprojekts 52 Frames eine Spiegelung auf dem Programm. Mein Herzbube und ich waren uns einig: Es sollte, nein es musste sich sogar ein Motiv draußen finden. Und weil Spiegelungen im Wasser ihren ganz eigenen Reiz haben können, spazierten wir auf der Suche danach ein wenig an der Niers entlang.

Wunderbar, sich die frische Luft um die Nase wehen zu lassen und dabei die Vielfalt der Farben zu genießen, die die Natur gerade zu bieten hat. Gelegentlich ließ sich sogar die Sonne blicken und zumindest für die Dauer unseres Spaziergangs regnete es nicht. Es tat unglaublich gut. Ich fotografierte zwar ein wenig, aber die Suche nach einer schönen Spiegelung habe ich irgendwann völlig vergessen. Oft blieb ich einfach nur stehen, atmete tief durch und nahm die schöne Umgebung ganz tief in mich auf. Dabei ist wohl auch dieses Bild entstanden. Das Foto für die Wochenaufgabe habe ich am nächsten Tag gemacht – abends, eher zufällig, auf dem Rückweg vom Einkaufen, mit dem Handy vor einer Riesenpfütze. Manche Motive finden einen dank innerem Autofokus, wenn man gar nicht mehr damit rechnet.


Bei dieser Aktion von Aequitas et Veritas geht es darum, im Laufe einer Woche ein Foto von etwas zu schießen, über das man ’stolpert‘.