Instagram als Blogbeitrag: Nettes umgeBUCHt Beiwerk oder No-Go?

Mal ehrlich: Optisch ansprechend sind die in den Blogbeitrag eingebundenen Instagram-Posts ja wirklich nicht. Der dargestellte Fließtext sieht nicht gut aus und liest sich nicht gut, da Absätze nicht übernommen werden. Auch die bei Instagram üblichen und notwendigen Hashtags stechen unschön hervor und sind im Blog an dieser Stelle überflüssig.

„Warum machst du das? […]Was bringt es dir für den Blog?“

wollte Christiane wissen und ich will versuchen, meine Gedanken zu diesem Thema zu sortieren.

Angefangen hatte alles mit diesem Bücherblog, der zu einer schönen Freizeitbeschäftigung wurde, die mir großen Spaß macht. Aber es macht auch Freude, wenn andere mögen, was man mag und den Blog für sich entdecken. Und so erstellte ich zusätzlich eine Facebook-Seite und legte den Instagram-Account an, wo ich immer auch auf meinen Blog verwies – also eigentlich nur um ein wenig die Werbetrommel zu rühren. Instagram lief immer nur nebenher – Beiwerk halt – denn eigentlich ging es mir immer nur um den Blog. Bis ich Instagram und die Bookstagrammer für mich entdeckte und schätzen lernte, hat es eine ganze Weile gedauert. Dabei stieß ich dann auch auf das Projekt #pagesof…2018, wo für jeden Tag des Monats zu einem bestimmten Thema, das mit dem Lesen oder mit Büchern zu tun hat, ein Bild veröffentlicht werden soll. Es passt zwar nicht alles zu mir und ich nehme nicht an jedem Tag teil, aber es ist dennoch ein interessantes Projekt, da die Fragen immer auch einen privaten Einblick ins Bücherregal geben, man Bücher zu einem bestimmten Thema vorstellt oder einfach aus seinem Bücher-Nähkästchen plaudert. Ich fand es anfangs schade, dass Besuchern meines Blogs, die Instagram nicht interessiert (etwa eine handvoll davon kenne ich persönlich), die Buchtipps und Buchgedanken vorenthalten blieben. Denn eigentlich kann man eine Rezension viel besser einordnen, wenn man den Rezensenten etwas besser kennt und Überschneidungen in Ansichten und im Buchgeschmack erkennen kann.

Also wollte ich irgendwie das #pagesof…2018 Projekt auf meinen Blog bringen. Natürlich hätte ich auch einfach nur die Fragen aufgreifen und in loser Reihenfolge beantworten können, aber das schien gegenüber den Urhebern des Projekts keine faire Lösung zu sein. Eher zufällig entdeckte ich, dass der Beitrag komplett eingebunden wird, wenn man den Link zu dem Instagram-Posting in WordPress hineinkopiert und so war dann die Idee geboren. Diese Art von Beiträgen unterscheidet sich eindeutig von den üblichen WordPress-Beiträgen und es ist auch ersichtlich, woher sie stammen.

Tatsächlich ist das Erscheinungsbild dieser Beiträge nicht überzeugend, aber ich habe mich dafür entschieden das in Kauf zu nehmen, weil mir das Instagram-Projekt thematisch passenden Content für den Blog liefert und der Blogbesucher mich gleichzeitig ein wenig besser kennenlernt. Da der Beitrag sowieso bereits bei Instagram veröffentlicht wurde, muss ich bei WordPress nur noch die Verlinkung vornehmen. Der Beitrag selbst verbraucht also auch keinen zusätzlichen des ohnehin begrenzten Speicherplatzes in der kostenlosen WordPress-Version. Das ist zwar nicht ausschlaggebend, aber dennoch ein netter Nebeneffekt, denn obwohl ich die Qualität aller zu veröffentlichenden Bilder auf 72 dpi heruntersetze und die Breite auf maximal 800 Pixel begrenze, kommt mit der Zeit doch einiges zusammen.

wordpress_instagramStört es euch? Wie handhabt ihr das? Vermischt ihr Blogbeiträge und Instagramposts und beweist Mut zur Hässlichkeit oder geht das für euch gar nicht?