Frisch auf dem Buchmarkt: Oktober 2021

In den Verlagsvorschauen für den Oktober habe ich wieder so einiges für mich entdecken können. Unter anderem würde ich gerne einen epischen Roadtrip durch Schottland begleiten; erfahren wie anders krank Frauen sind als Männer; lesen, was dabei herauskommt, wenn die größte Suchmaschine gepaart mit dem größten Social-Media-Anbieter und dem erfolgreichsten Onlineversandhaus ist; den Kampf der Bewohner von Kosawa gegen einen amerikanischen Ölkonzern beobachten; durch den Himalaya reisen; eine Geschichte von der Zerstörung und Bewahrung des Wissens lesen; die wahre Geschichte der kleinen Stella und ihrer Mutter erfahren, die 1937 von Moskau in ein Arbeitslager nach Kirgisien geschickt wurden; die Auswirkungen von etwas Ausgedachtem, das plötzlich für bahre Münze genommen wird beobachten; über Juan Morenos Geschichten von unterwegs und den gesellschaftlichen Umgang mit der Depression lesen.

Aber schaut selbst, vielleicht ist ja auch etwas Interessantes für euch dabei:

01.10.2021: Clanlands: Zwei Männer, Kilts und jede Menge Whisky [Werbung] von Sam Heughan und Graham McTavish: Zwei Männer auf einem epischem Roadtrip durch Schottland. Die beiden Outlander-Stars und langjährigen Freunde Sam Heughan und Graham McTavish begeben sich auf eine abenteuerliche Reise, um ihre Heimat Schottland neu zu entdecken. „Clanlands“ erzählt davon, wie die beiden Schauspieler mit dem Wohnmobil, dem Kajak, Fahrrad und Motorrad von der Küste bis zu den Seen und von den Gipfeln bis zu den Tälern reisen und dabei tief in die Geschichte und Kultur des Landes eintauchen. Auf ihrer Fahrt reift die Freundschaft von Graham und Sam wie ein guter Scotch, und die beiden Männer finden dabei nicht nur neuen Respekt für die majestätische Schönheit Schottlands, sondern auch, wie bei jedem guten Roadtrip, ein Stück weit zu sich selbst. Die abenteuerliche Reise zweier Vollblut-Schotten durch ihr Heimatland – mit einem Vorwort von Diana Gabaldon. Für alle Fans des Welt-Bestsellers „Outlander“ und alle, die die raue Schönheit Schottlands lieben

01.10.2021: Die bessere Medizin für Frauen: Ganzheitlich und individuell – der Schlüssel zu Ihrer Gesundheit [Werbung] von Dr. med. Franziska Rubin: Es ist immer noch fast wie ein Geheimnis: Frauen sind oft anders krank als Männer. Einige Krankheiten wie Autoimmunerkrankungen, Ess- oder Schlafstörungen betreffen sie viel häufiger und oft auch zu einem anderen Zeitpunkt im Leben. Typische Volkskrankheiten wie Herzinfarkt oder Depressionen verursachen bei Frauen gerne andere Symptome als bei Männern. Die Genderforschung bringt es immer mehr ans Licht: Beschwerden, Symptome oder Verläufe können bei Frauen ganz anders sein und deshalb brauchen sie öfter als bisher bekannt andere Medikamente, Dosen oder Therapien, um gesund zu werden. Dr. med. Franziska Rubin macht für dieses Buch einen Streifzug durch die bahnbrechenden Erkenntnisse der Gendermedizin und schaut, wie dieses Wissen die moderne Behandlung von Frauen bereits bereichern könnte. Darüber hinaus empfiehlt die Expertin für Naturheilkunde ganzheitliche Behandlungsansätze für Frauen. Denn ihr Credo ist: die bessere Medizin für Frauen ist die Kombination aus einer individualisierten Hochschulmedizin mit den besten naturheilkundlichen Therapien. Plus Hausmittel und Lifestyle-Tipps, damit Gesundwerden gelingen kann.

07.10.2021: Every [Werbung] von Dave Eggers: Nach »Der Circle« legt Dave Eggers mit »Every« eine rasante Fortschreibung seines Weltbestsellers vor – ein hochbrisanter Thriller. Der Circle ist die größte Suchmaschine gepaart mit dem größten Social-Media-Anbieter der Welt. Eine Fusion mit dem erfolgreichsten Onlineversandhaus brachte das reichste und gefährlichste – und seltsamerweise auch beliebteste – Monopol aller Zeiten hervor: Every. Delaney Wells ist »die Neue« bei Every und nicht gerade das, was man erwarten würde in einem Tech-Unternehmen. Als ehemalige Försterin und unerschütterliche Technikskeptikerin bahnt sie sich heimlich ihren Weg, mit nur einem Ziel vor Augen: die Firma von innen heraus zu zerschlagen. Zusammen mit ihrem Kollegen, dem nicht gerade ehrgeizigen Wes Kavakian, sucht sie nach den Schwachstellen von Every und hofft, die Menschheit von der allumfassenden Überwachung und der emojigesteuerten Infantilisierung zu befreien. Aber will die Menschheit überhaupt, wofür Delaney kämpft? Will die Menschheit wirklich frei sein? Wie schon bei »Der Circle« weiß Dave Eggers wie kein zweiter unsere Wirklichkeit so konsequent weiterzudenken, dass einem der Atem stockt beim Lesen. Man kann nur inständig hoffen, dass die Realität nicht schneller voranschreitet, als Dave Eggers schreiben kann.

07.10.2021: Wie schön wir waren [Werbung] von Imbolo Mbue: Nach ihrem gefeierten Debüt »Das geträumte Land«, für das sie den PEN/Faulkner-Preis erhalten hat, beweist Imbolo Mbue mit »Wie schön wir waren« erneut ihre erzählerische Brillanz gepaart mit einem Gespür für die großen Themen unserer Zeit. Die Bewohner von Kosawa leben in Angst, denn ein amerikanischer Ölkonzern droht das kleine afrikanische Dorf auszulöschen. Öllecks haben das Ackerland unfruchtbar gemacht; Kinder sterben, weil das Trinkwasser vergiftet ist. Den Menschen aus Kosawa werden Versprechungen über Aufräumarbeiten und finanzielle Reparationen gemacht, die nie eingehalten werden, aber die korrupte Regierung bedient nur ihre eigenen Interessen. Die Dorfbewohner beschließen, sich zu wehren. Ihr Kampf soll Jahrzehnte andauern. Erzählt aus der Perspektive einer Generation von Kindern, allen voran Thula, die zu einer Revolutionärin heranwächst. Mbues zweiter Roman ist eine meisterhafte Untersuchung dessen, was passiert, wenn die Profitgier des Westens gepaart mit dem Gespenst des Kolonialismus auf die Entschlossenheit einer Gemeinschaft trifft, an ihrem angestammten Land festzuhalten – und auf die Bereitschaft einer jungen Frau, alles für die Freiheit ihrer Mitmenschen zu opfern.

10.10.2021: Hoch oben: Eine Reise durch den Himalaya [Werbung] von Erika Fatland: Die preisgekrönte Bestsellerautorin Erika Fatland zieht es nach ihren Reisen durch das wilde Sowjetistan und entlang der russischen Grenze nun in das höchste Gebirge der Welt. Für Hoch oben reiste sie durch den gesamten Himalaya – durch Pakistan, Nepal, Indien, Tibet und Bhutan. Hier begegnet sie Menschen, die ihr Leben in schwindelnder Höhe unter den widrigsten klimatischen Bedingungen bestreiten. Wie diese Menschen damit umgehen und was sie dort hält, erzählt Erika Fatland in diesem aufregenden und kenntnisreichen Reisebericht. Erika Fatland nimmt uns mit auf eine im wahrsten Sinne atemberaubende Reise in eine der ethnisch vielfältigsten und politisch konfliktreichsten Regionen der Welt. Islam, Buddhismus und Hinduismus treffen auf uralte schamanische Traditionen. Supermächte konkurrieren um Einfluss. Moderne kollidiert mit Tradition und einer überzeitlichen gewaltigen Landschaft. Ein Jahr lang reiste Erika Fatland durch den Himalaya. Nicht auf der Suche nach spiritueller Erleuchtung wie so viele meist männliche Autoren, die von ihren beschwerlichen Bergtouren und Meditationserlebnissen berichten. Vielmehr interessieren Fatland die Menschen, mit denen sie auf Tuchfühlung geht. Sie will wissen, wie sie unter diesen Bedingungen Tag für Tag überstehen. Insbesondere in das Leben der Frauen erhält sie Einblicke, wie es, zumal in den sehr traditionellen Gesellschaften, für einen Mann niemals möglich wäre. Nicht umsonst endet ihre Reise mit einem Besuch beim Volk der Mosuo, dem »Königreich der Frauen«.

10.10.2021: Bedrohte Bücher: Eine Geschichte der Zerstörung und Bewahrung des Wissens [Werbung] von Richard Ovenden: Seit Wissen schriftlich fixiert wird, haben Menschen versucht, es unter ihre Kontrolle zu bringen – oder zu vernichten. Richard Ovenden, Direktor der berühmten Bodleian Library in Oxford, führt uns in fesselnd erzählten Schlüsselepisoden durch die dreitausendjährige Geschichte der Angriffe auf Bücher, Bibliotheken und Archive. Sie handelt von fragilen Tontafeln aus Mesopotamien und kostbaren Bänden mittelalterlicher Gelehrsamkeit, von den grandiosen Bibliotheken in Alexandria und Sarajevo, von irakischen, indonesischen und bundesdeutschen Archiven. Und sie kennt ihre Heldinnen und Helden: Mönche und Hobbyarchäologen, Philanthropen und Freiheitskämpfer und vor allem Bibliothekare und Archivare, die sich gegen die Zerstörung gestemmt haben, nicht selten unter Einsatz ihres Lebens. Bis in unsere digitale Gegenwart, zu Google, Twitter und Co. sowie den neuartigen Gefahren, denen das Wissen der Welt heute ausgesetzt ist, reicht diese faszinierende Kulturgeschichte, die zugleich das politische Manifest eines leidenschaftlichen Bibliothekars ist. Bedrohte Bücher führt uns eindringlich vor Augen, was auf dem Spiel steht, wenn wir die Bewahrung dieses Wissens vernachlässigen oder dem Rotstift opfern: unsere Zivilisation selbst.

11.10.2021: Zuckerkind: Von Stalin nach Kirgisien verbannt [Werbung] von Olga Gromowa: „Ein Lehrstück über den Sieg von Individuen über das große Böse.“ Ljudmila Ulitzkaja. 1937 werden die kleine Stella Nudolskaja und ihre Mutter von Moskau in ein Arbeitslager in Kirgisien geschickt. Den Vater, einen Ingenieur, hatte man von einem Tag auf den anderen verhaftet und als Volksfeind verurteilt. Ein Kampf ums nackte Überleben beginnt, den Stella schonungslos und berührend aus ihrer Perspektive beschreibt. Doch selbst in schlimmsten Zeiten gibt es immer wieder Menschen, die den beiden helfen: Mutter und Tochter finden Obdach bei einer russischen Bauernfamilie, dann in einem kirgisischen Sowchos. Erst zehn Jahre später dürfen sie in eine Kleinstadt im Moskauer Gebiet umsiedeln. Die Journalistin Olga Gromowa hat die ungewöhnliche Lagergeschichte für die Nachwelt festgehalten. Das Buch wurde in Russland mehrfach ausgezeichnet und in 14 Sprachen übersetzt. „Diese wahre lichtvolle Geschichte von Stalinistischer Unterdrückung, gesehen mit den Augen eines Kindes, stellt einen bedeutenden Beitrag zur fragilen Erinnerungskultur im gegenwärtigen Russland dar, wo die Erforschung dieser Zeit zunehmend marginalisiert wird.“ Le Monde

13.10.2021: Shelter: Es ist deine Verschwörung – aber du bist ihr Opfer [Werbung] von Ursula Poznanski: Die Idee war völlig verrückt und sie wären niemals darauf gekommen, wenn die Party nicht so aus dem Ruder gelaufen wäre. Aus einer Katerlaune heraus erfinden Benny und seine Freunde eine irre Geschichte über außerirdische Besucher und verbreiten sie im Internet. Gespannt wartet die Clique ab, was passiert. Zu ihrer eigenen Überraschung nehmen immer mehr Menschen die Sache für bare Münze und Bennys Versuche, alles aufzuklären, bringen ihn schon bald in Lebensgefahr. Was, wenn du dir eine völlig absurde Geschichte ausdenkst, sie zum Spaß in die Welt setzt und plötzlich glauben alle daran? Ein schockierender Thriller über einen Streich, der zur verwirrenden Realität wird. Ursula Poznanskis neuer und hochaktueller Bestseller ist eine wache Analyse der Mechanismen moderner Verschwörungstheorien und ihrer Auswirkungen.

19.10.2021: Glück ist kein Ort: Geschichten von unterwegs [Werbung] von Juan Moreno: Als der Reporter Juan Moreno von einer seiner Auslandsreisen zurückkommt, sieht er nervös die Drogenspürhunde am Zoll – er ist sich sicher, nach Kokain geradezu zu stinken. Er hat bei kolumbianischen Rebellen im Dschungel auf Kokainplatten geschlafen, anders ging es nicht – aber wie erklärt man das einem deutschen Zollbeamten? Juan Morenos Geschichten von unterwegs sind eine großartige Lektüre, überraschend, dramatisch, packend. Moreno fährt viertausend Kilometer quer durch Europa mit einem Kleinbus voller Arbeitsmigranten, spricht mit Killern der Farc-Guerilla über Auftragsmord und mit Mike Tyson über Schmerz und Ruhm. Mit kubanischen Fischern fährt er aufs Meer, und er überlebt die gefährlichste Flüchtlingsroute der Welt, den Darién Gap. Als er eine Auszeit braucht, geht er ein Jahr lang auf Weltreise. Aber das Abenteuer wartet auf den, der es versteht, auch anderswo: ob zu Hause, bei den frommen Pilgern auf dem Jakobsweg oder in der Heimat Spanien. Dies alles erzählt Moreno in dem typischen Sound, der ihm seit Jahren eine große Leserschaft sichert: mit Witz und Tiefgang, stilistisch elegant und scharf beobachtet.

27.10.2021: Die Depressions-Falle: Wie wir Menschen für krank erklären, statt ihnen zu helfen [Werbung] von Thorsten Padberg: Es gibt Auswege aus der Depression – auch ohne Medikamente. Warum Antidepressiva keine Lösung und was die Alternativen sind, erklärt der erfahrene Psychotherapeut Thorsten Padberg in einem einfühlsamen Plädoyer. Denn lange schon läuft etwas schief im gesellschaftlichen Umgang mit dem Leid. Wer länger als zwei Wochen trauert, hat eine Depression, heißt es im Diagnoseschlüssel. Doch ist Trauer nicht eine angemessene Reaktion auf den Verlust eines geliebten Menschen? Muss sie wirklich mit Medikamenten und jahrelanger Therapie behandelt werden? In Gesprächen mit Experten und auf Grundlage vieler Studien zeigt Thorsten Padberg, dass Psychopharmaka meist nicht mehr bewirken als ein Placebo. Depressionen haben keine nachweisbaren körperlichen Ursachen, weder Hormone noch Gene oder das Gehirn.
Die Ursachen liegen meist im Leben der Betroffenen. Trennung, Tod, Jobverlust lassen uns grübeln, verzweifeln oder trauern. Depressionen haben gesellschaftliche Ursachen, die nicht ignoriert werden dürfen. Betroffene müssen dabei unterstützt werden, ihr Leben wieder in die Hand zu nehmen. Eine aufrüttelnde Botschaft, die sich nicht nur an Psychiater und Therapeuten richtet. Menschen, die von Depressionen betroffen sind, und ihre Angehörigen finden hier neue Perspektiven auf ihr Leid und auf das Leben.
Thorsten Padberg will Mut machen mit einer Erkenntnis, die Experten genauso bestätigen wie etliche Fälle aus seiner Praxis: Niemand muss ein Leben lang leiden und Pillen schlucken. »Eine wichtige Recherche, großartig erzählt!« Julia Friedrichs, Autorin von »Working Class«

erLESENer September 2021

Im Lesemonat September floh ich vor Morbus Parkinson, lobhudelte dem Lesen und den Büchern, schmökerte mich nach Shaker Heights, ergänzte den Weltwach-Podcast durch Text und Bilder, segelte und nähte mich mit weiblichen Sträflingen 1841 nach Tasmanien und genoss Elke Heidenreichs Lese-Autobiografie:

Wanderlust mit Mister Parkinson von Pamela Spitz: Ein Buch über die Reiselust einer an Parkinson erkrankten Frau.

Lektüre zwischen den Jahren – Tage des Lesens von Gesine Dammel: In diesem Büchlein sind Geschichten zusammengestellt, die vom Glück wunderbarer Lesestunden und von Büchern erzählen, die ein Leben verändern können. Sie sind so unterschiedlich, wie die Autorinnen und Autoren, von denen sie stammen. Ein Geschenktipp für Bücherfreunde.

Kleine Feuer überall von Celeste Ng: Ein sehr gut konstruiertes Drama, eine Geschichte über unterschiedliche Familien, über die Rolle der Frau und Mutterschaft. Eine amerikanische Geschichte zum abtauchen. Ein Schmöker im besten Sinne.

Abenteuer im Gepäck von Erik Lorenz: Dieses Buch ist die Essenz aus über hundert Folgen Weltwach: Gesprächsauszüge, die Erik Lorenz für dieses Buch gemeinsam mit seinen Gästen redaktionell aufbereitet und bebildert hat. Hervorragend!

Niemandsmeer von Hope Adams: Ein historischer Kriminalroman, in dem ein Segelschiff voller Sträflingsfrauen im Jahr 1841 von England nach Tasmanien reist. Eine stimmungsvolle Geschichte zum eintauchen.

Hier geht’s lang! von Elke Heidenreich: Ein schöner Blick hinter die Kulissen der von mir hoch geschätzten Literaturkennerin, bei dem der Fokus jedoch immer auch auf dem Lesen und der Literatur liegt. Empfehlenswert!

abc.etüden: Realitätsverschiebung

Ihr war leise zumute. Sie genoss es, sanft auf den Wellen des Lebens dahinzugleiten um irgendwann am Strand zu landen, sich genüsslich in eine Sandkuhle zu legen, sich von der Sonne streicheln zu lassen und dem entspannenden Rauschen der Wellen zu lauschen. Das Leben konnte so herrlich sein, wenn man sich den Illusionen hingab.

In ihren Träumen war alles so einfach und Dinge, über die entschieden werden musste, fügten sich wie von selbst zu einer für alle passenden Lösung, auch wenn sie daran zweifelte, dass das überhaupt möglich war. Endlich übertönte das Meeresrauschen auch die ominösen in ihr widerhallenden Stimmen, die mit ihrer permanenten Skepsis immer weiter Öl in ihr Feuer der Unentschlossenheit gegossen hatten. Doch jetzt, in der ruhigen Umgebung fühlte es sich so an, als würde ihr nun doch zugetraut, dass sie in der Lage war, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Aber dann endete die geführte Meditation und brachte sie langsam zurück ins Hier und Jetzt. Die Pause vom Alltag hatte gut getan. Sie brachte die gewünschte Entspannung und konnte für einen Augenblick den zähen Schlick wegputzen, durch den sie scheinbar seit einiger Zeit watete und der sie daran hinderte, endlich zu einem Ergebnis zu kommen.

Morgen, nahm sie sich vor, würde sie dann noch einmal genauer über ihr Problem nachdenken, denn wie wusste schon Scarlett o’Hara: „Schließlich ist morgen auch noch ein Tag.“


Bei den abc.etüden geht es darum, 3 Wörter in einer Geschichte unterzubringen, die maximal 300 Wörter umfasst. Dieses Mal: Schlick, ominös, putzen.

Frisch auf dem Buchmarkt: September 2021

In den Verlagsvorschauen gibt es für den September einiges zu entdecken. Unter anderem wird die Frage gestellt, ob wir uns dumm essen; es kreuzen sich die Lebenswege von vier Menschen auf Madagaskar; die Frau eines Rentners steht eines Morgens nicht mehr auf; die 23-jährige Annie will im Frankreich der 1960er Jahre ihr Kind nicht bekommen; Hermann Hesse meint, dass man mit der Reife immer jünger wird; Pascale Hugues schaut, was aus den Mädchen geworden ist, die 1968 in ihr Poesiealbum schrieben; der Buchhändler Martin Latham berichtet vom Glück zu lesen; der Fotograf Michael Martin betrachtet die Welt durch den Sucher; geht es mit Elke Heidenreich und den Büchern von Frauen durchs Leben; schreibt Bei Dao über eine Jugend in Peking; gibt es ein unvergessliches Memoir über die Freundschaft zwischen einer einzelgängerischen Biologin und einem wilden Fuchs zu lesen; entführt Frank Berzbach in die magische Welt der Bücher und Büchermenschen und entschleiert Yasmine Mohammed stellvertretend für so viele andere Frauen das Leben in radikal-islamischen Familien.

Aber schaut selbst, vielleicht ist ja auch für euch etwas Interessantes dabei:

01.09.2021: Dumm gegessen!: Wie uns die Nahrungsindustrie um den Verstand bringt [Werbung] von Hans-Ulrich Grimm: Was haben Tiefkühlpizza, Superfood und Vegetarismus/Veganismus mit Demenz und Alzheimer zu tun? In seinem aktuellen Sachbuch beschreibt Deutschlands führender Nahrungskritiker, wie unsere Nahrungsmittel und die Art unserer Ernährung die Leistungsfähigkeit des menschlichen Gehirns herabsetzen. Neueste wissenschaftliche Untersuchungen zeigen: Das menschliche Gehirn schrumpft – es ist heute weniger leistungsfähig und altert schneller als in früheren Zeiten. Damit steigt die Gefahr, an Alzheimer und Demenz zu erkranken. Der entscheidende Grund dafür ist unsere Ernährung, sagt der Nahrungskritiker Hans-Ulrich Grimm. Und zwar nicht nur die klassische Ernährung. Auch Vegetarismus und Veganismus schaden langfristig unserem Gehirn.
Hans-Ulrich Grimm zeigt, warum das so ist und in welchen Nahrungsmitteln die Gefahren lauern. Er weiß, welche Ernährung wir brauchen, um bis ins hohe Alter ein fittes Gehirn nutzen zu können, und er sagt uns auch, welche Rolle Superfood dabei spielt – Hans-Ulrich Grimms Weckruf ist aktive Gesundheitsvorsorge für unser Gehirn durch praktisches Ernährungs-Wissen. Sein Credo: Alzheimer und Demenz sind kein Schicksal! Wir haben es selbst in der Hand, wie sich unser Gehirn entwickelt!

01.09.2021: Die Wiederentdeckung des Glücks [Werbung] von Antonia Michaelis: Können wir Glück recyceln? Ebenso poetisch wie eindringlich erzählt Antonia Michaelisʼ Gesellschaftsroman von vier Menschen, deren Lebenswege sich auf Madagaskar immer wieder kreuzen, und die einander den Mut geben, Grenzen zu überschreiten und ihre Fesseln abzustreifen. Kleider, Flaschen, Schuhe – alles kann man recyceln. Warum nicht auch das Glück? Einst war Madagaskar ein Paradies, heute ist die Insel vor der Küste Afrikas fast komplett abgeholzt und bettelarm – und lebt vom Recycling. Vielleicht webt das Schicksal deshalb genau hier vier Lebenswege ineinander, um am Ende ihre Ketten zu sprengen? Da ist der Straßenjunge Biscuit, der sich einfach weigert, seine Träume aufzugeben. Da ist die junge Maribelle, die nie gelernt hat, Träume zu haben – bis sie die Kraft ihres Willens entdeckt. Und da sind Terje und seine Tochter Nora aus Deutschland, die gleich zwei Mal alles in Bewegung setzen werden. Antonia Michaelis hat selbst einige Zeit auf Madagaskar gelebt. Mit »Die Wiederentdeckung des Glücks« hat die preisgekrönte Autorin einen lebensklugen, tief bewegenden Gesellschaftsroman über Empowerment geschrieben, der noch lange im Gedächtnis bleibt.

09.09.2021: Barbara stirbt nicht [Werbung] von Alina Bronsky: Walter Schmidt ist ein Mann alter Schule: Er hat die Rente erreicht, ohne zu wissen, wie man sich eine Tütensuppe macht und ohne jemals einen Staubsauger bedient zu haben. Schließlich war da immer seine Ehefrau Barbara. Doch die steht eines Morgens nicht mehr auf. Und von da an wird alles anders. Mit bitterbösem Witz und großer Warmherzigkeit zugleich erzählt Alina Bronsky, wie sich der unnahbare Walter Schmidt am Ende seines Lebens plötzlich neu erfinden muss: als Pflegekraft, als Hausmann und fürsorglicher Partner, der er nie gewesen ist in all den gemeinsamen Jahren mit Barbara. Und natürlich geht nicht nur in der Küche alles schief. Doch dann entdeckt Walter den Fernsehkoch Medinski und dessen Facebook-Seite, auf der er schon bald nicht nur Schritt-für-Schritt-Anleitungen findet, sondern auch unverhofften Beistand. Nach und nach beginnt Walters raue Fassade zu bröckeln – und mit ihr die alten Gewissheiten über sein Leben und seine Familie. »Barbara stirbt nicht« ist das urkomische Porträt einer Ehe, deren jahrzehntelange Routinen mit einem Schlag außer Kraft gesetzt werden, und ein berührender Roman über die Chancen eines unfreiwilligen Neuanfangs. »Barbara war perfekt, dachte er überrascht. Natürlich gab es auf der Welt noch mehr alte Frauen, schon wegen der Statistik, aber Herr Schmidt hatte sie alle gesehen: kein Vergleich zu Barbara.«

12.09.2021: Das Ereignis [Werbung] von Annie Ernaux: Oktober 1963: Die 23-jährige Annie entdeckt, dass sie schwanger ist. Die Studentin aus bescheidenen Verhältnissen weiß: Wenn sie ein uneheliches Kind zur Welt bringt, wird sie alles verlieren. Das hart erkämpfte Universitätsstudium, die Hoffnung, dem engen, prekären Milieu der Eltern zu entkommen. Sie ist entschlossen, die Schwangerschaft zu beenden, aber im Frankreich der 1960er Jahre ist Abtreiben illegal, und so beginnt für die junge Frau ein Spießrutenlauf, der sie von der Praxis eines überheblichen Arztes, ins Hinterzimmer einer zweifelhaften Engelmacherin führt und schließlich in der Notaufnahme endet. Voller Scham versucht Annie, die Kontrolle über ihr Leben zurückzugewinnen, und begegnet dabei überall erschreckender Gleichgültigkeit. Wie ist es, wenn man als Frau abtreiben will und es nicht darf? Mit schonungsloser Offenheit erzählt Annie Ernaux von ihrem eigenen Schwangerschaftsabbruch. Und von den Demütigungen, Verletzungen und Stigmatisierungen, die sie dabei erleiden musste – und die bis heute nachhallen.

12.09.2021: Mit der Reife wird man immer jünger: Betrachtungen und Gedichte über das Alter [Werbung] von Hermann Hesse: Hermann Hesse gehört zu den Autoren, die das Glück hatten, alle Lebensstufen auf charakteristische Weise erfahren und darstellen zu können. Zu den schönsten dieser Schilderungen gehören seine Betrachtungen über das Alter, über die Lebensjahre, wo Wirklichkeit und Umwelt eine spielerische Surrealität gewinnen, wo die Erinnerung an die Vergangenheit im Verhältnis zur Gegenwart an Realität zunimmt. Diese Zeit des Übergangs reaktiviert als Ausgleich zu den wachsenden körperlichen Gebrechen »den Schatz an Bildern, die man nach seinem langen Leben im Gedächtnis trägt und denen man sich mit dem Schwinden der Aktivität mit ganz anderer Teilnahme zuwendet als je zuvor. Menschengestalten, die nicht mehr auf Erden sind, leben in uns weiter, leisten uns Gesellschaft und blicken uns aus lebenden Augen an.« 

14.09.2021: Mädchenschule: Portrait einer Frauengeneration [Werbung] von Pascale Hugues: Zwölf Mädchen. Sie alle schreiben 1968 in das Poesiealbum von Pascale Hugues. Die Adjektive, mit denen sie dichten, lauten klein, süß, bescheiden. Niemals stolz, mutig, ehrgeizig. Diese Eigenschaften sind nur für Männer vorgesehen. 50 Jahre später macht sich Pascale Hugues auf die Suche nach diesen Mädchen, erzählt von ihren Leben als Frauen. Und porträtiert eine Generation: Zu jung für die Revolution von 1968, nutzen sie die Pille, die Abtreibung, die einvernehmliche Scheidung, das Recht, in Hosen ins Büro zu gehen und ein Gehalt zu bekommen, ohne ihren Mann um Erlaubnis zu fragen – all diese Errungenschaften, für die Generationen vor ihnen gekämpft haben. Jede von ihnen hat versucht, dem Frauenbild zu entkommen, das sich so deutlich in dem kleinen Poesiealbum widerspiegelt. Aber alle spüren, dass die unsichtbare Macht dieser Rollenzuschreibungen bis heute wirkt. Pascale Hugues reflektiert mit großer stilistischer Eleganz, wie die ihnen eingeschriebenen Eigenschaften Frauen ein Leben lang begleiten.

17.09.2021: Vom Glück zu lesen: Über Bücher, Schriftsteller und meine Buchhandlung in Canterbury [Werbung] von Martin Latham: Ob Trost oder Erkenntnis, ob Reisen in andere Welten oder Analysen unserer Realität – Bücher bieten all das und noch viel mehr. Wir tragen sie überall mit uns herum und behalten die wichtigen Lektüren unseres Lebens für immer in unseren Herzen. Wir atmen den Geruch ihrer Seiten ein, kritzeln etwas hinein und schützen sie vor Bücherdieben und Badewasser. Dieser lebenslangen Liebe widmet sich der Buchhändler Martin Latham in diesem inspirierenden Buch. Er erzählt von Schmugglern, Bibliothekaren, pantagruelischen Mönchen, besessenen Sammlern und den Rolling Stones. Wir erfahren, welches Buch Marilyn Monroe verehrte, dass Napoleon bei jeder Schlacht Goethes Werther mit sich trug und natürlich auch von Martin Lathams Erlebnissen in seiner Buchhandlung in Canterbury.

22.09.2021: Die Welt im Sucher: Abenteuer eines Fotografen [Werbung] von Michael Martin: Als Michael Martin fünfzehn Jahre alt war, hielt er seinen ersten öffentlichen Vortrag. Acht Zuschauer kamen – und bescherten dem jungen Hobbyastronomen das erste selbst verdiente Geld. Seither hat Michael Martin über hundert Länder bereist und füllt längst die großen Säle – die Leidenschaft für das Abenteuer und die Fotografie aber ist geblieben. Wo er als Teenager mit Kamera und Fernrohr nach Sternbildern suchte, in die Alpen radelte und mit dem Mofa nach Marokko fuhr, unternimmt er heute weltweite Expeditionen, welche die Vielfalt der Landschaften auf der Erde zeigen: Wüsten und Eisregionen, Regenwälder, Vulkane, Steppen und Savannen, den Südpazifik und das Nordpolarmeer. In den über vier Jahrzehnten seiner fotografischen Tätigkeit hat sich viel verändert: vor, in und hinter der Kamera. Vor der Kamera werden die Folgen des ökonomischen Fortschritts und des Klimawandels weltweit immer offensichtlicher, und es fand ein rasanter sozialer und kultureller Wandel statt. Technische Neuerungen in der Kamera – vom rein mechanischen Fotoapparat bis hin zur fliegenden Hightech-Drohne, von empfindlichen Diafilmen zu hochauflösenden Sensoren – forderten Michael Martin immer wieder neu, eröffneten ihm aber auch bis dahin ungeahnte Möglichkeiten. Auch hinter der Kamera stand die Welt nicht still. Für einen Profifotografen ist die Arbeit mit dem Drücken des Auslösers längst nicht getan, denn die Bilder müssen ihren Weg zum Publikum finden. Und auf diesem Weg hat sich ebenfalls einiges geändert. Die Bearbeitung von analogen und digitalen Bildern unterscheidet sich fundamental, aus Diavorträgen wurden Multivisionsshows, Bücher, Kalender und Ausstellungen stehen heute im Wettbewerb zu Instagram. Michael Martins Wissen und Leidenschaft, seine persönlichen Erfahrungen und spannenden Geschichten machen das Buch zu einem Muss für Fotografieliebhaber und Reisende.

24.09.2021: Hier geht’s lang!: Mit Büchern von Frauen durchs Leben [Werbung] von Elke Heidenreich: Es waren Bücher von Frauen, die Elke Heidenreich geprägt haben, von frühester Jugend an. Später machte sie das Reden und Schreiben über Bücher zu ihrem Beruf. Und wurde, wie sie heute ist, durch Bücher: Denn Lektüre und Persönlichkeitsentfaltung bedingen einander, das Lesen durchdringt das Leben. Bücher von Frauen gaben ihr das Rüstzeug für alles, was sie heute macht, für die lebenslange Freude an Auseinandersetzungen, schwierigen Lektüren, am immer Weitermachen. Lesen macht glücklich und ist der rote Faden im Leben der Elke Heidenreich. Sie schreibt dieses Buch, um nachzuvollziehen, wie Bücher von Frauen uns zu dem machen, was wir sind, um zu verstehen, was Literatur bedeutet, und um ihren Leserinnen Anregungen zum eigenen Lesen und Leben zu geben.

27.09.2021: Das Stadttor geht auf: Eine Jugend in Peking [Werbung] von Bei Dao: Ein weltberühmter Dichter erinnert sich an seine Kindheit und Jugend in Peking: „Bei Daos Leben und Werk sind der Inbegriff der Dichtung: zeitlos schimmernd.“ Ocean Vuong. Der weltberühmte Dichter Bei Dao, der nach Protesten auf dem Platz des Himmlischen Friedens des Landes verwiesen wurde, erinnert sich: an seine Kindheit in Peking und seine turbulente Jugend während der Kulturrevolution, an die berauschende und festliche Stimmung dieser Zeit, an die Roten Garden, denen er sich als Siebzehnjähriger anschloss. Das intim Familiäre und das lärmend Politische, die Begeisterung und die Ernüchterung, das Feiern, auf das die Hungersnot folgt: All dies erzählt Bei Dao in seinem einzigartigen Erinnerungsbuch, in dem er seine verlorene Stadt mit all ihren Empfindungen, Gerüchen und Geräuschen aufleben lässt, „um das Peking von heute zu widerlegen.“

29.09.2021: Fuchs und ich: Die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft [Werbung] von Catherine Raven: Ein unvergessliches Memoir über die Freundschaft zwischen einer einzelgängerischen Biologin und einem wilden Fuchs, die uns die Welt mit anderen Augen sehen lässt. Als sich Catherine Raven in der rauen, unberührten Landschaft Montanas eine kleine Hütte mit einem blauen Dach baut, ist ihre Isolation komplett. Ihre Gesellschaft ist die Natur, die verblüffend lebendige Tier- und Pflanzenwelt, mit der sie ihr Land teilt: eine Schwarze Witwe in der Garage, rebellische Wühlmäuse, eine matriarchalische Elster und ein Wacholder namens Tonic. Eines Tages bemerkt sie einen wilden Fuchs, der jeden Nachmittag um 16.15 Uhr auf ihrem Grundstück erscheint. Entgegen allen wissenschaftlichen Gepflogenheiten beginnt sie, ihm aus »Der kleine Prinz« vorzulesen. Durch das Prisma dieser außergewöhnlichen Freundschaft stellt Raven sich den großen Fragen: Wo ist unser Platz in der Welt? Können wir im Gleichgewicht mit der Natur leben? Was unterscheidet Wildnis und Zivilisation? Was Isolation und Einsamkeit? Der einzigartige »New York Times«-Bestseller über den Zauber der Natur und die heilsame Kraft der Freundschaft.

30.09.2021: Die Kunst zu lesen: Ein Literaturverführer [Werbung] von Frank Berzbach: Lesend reisen wir vom fernen Japan bis in die hessische Provinz. Lesend fühlen wir uns in andere Menschen ein. Lesend treten wir in Resonanz mit der Welt. In diesem Literaturverführer begleiten wir Frank Berzbach durch die Lektüren, die ihn geprägt haben. Und wir ertappen uns auf jeder Seite dabei, selbst ins Schwelgen, Erinnern und Sehnen zu kommen. Frei von Bildungsdünkel, faszinierend und mitreißend, entführt uns Frank Berzbach in die magische Welt der Bücher und Büchermenschen. Ein Buch zum Selbstlesen und Verschenken.

30.09.2021: Entschleiert: Mein Ausbruch aus meiner radikal-islamischen Familie, mein Weg in die Freiheit [Werbung] von Yasmine Mohammed: Yasmines Leben ist stellvertretend für so viele andere Frauen in radikal-islamischen Familien: Sie lebt in Kanada, einer westlichen Gesellschaft, doch zu Hause erlebt die intelligente, selbstbewusste junge Frau Entrechtung, Gewalt und religiösen Terror, vor allem durch ihren Stiefvater, einen hochrangigen Al-Quaida-Funktionär. Als er noch dazu übergriffig wird, klagt Yasmine ihn an, doch das Unfassbare geschieht: die Richterin lehnt die Klage wegen „kultureller Unterschiede“ ab. Was muss passieren, damit Frauen wie Yasmine beschützt werden?

Frisch auf dem Buchmarkt: August 2021

Im August gibt es einige Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt zu entdecken, die das Leseherz höher schlagen lassen. Aufgefallen ist mir Gesa Neitzel, die sich während ihrer Ausbildung zum Safari-Guide nicht nur in Afrika verliebt; Gifty, die mit schmerzhaften Kindheitserinnerungen zu kämpfen hat, weil ihr Vater in seine Heimat Ghana zurückkehrte; eine Sammlung, die vom Glück wunderbarer Lesestunden und von Büchern, die ein Leben verändern können erzählt; eine Geschichte, in der die gesamte Menschheit, bis auf einen verhinderten Selbstmörder ausgelöscht wird; eine außergewöhnliche Freundschaft, die zwischen Paris, Patagonien, Buenos Aires und New York spielt; eine Sammlung von Geschichten über das heutige Leben in China; eine Tiefbauingenieurin, die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion mit Putzjobs zu überleben versucht; Pamela Spitz, die mit Anfang Vierzig erfährt, dass sie Morbus Parkinson hat und lernt wahrhaft im Moment zu leben; die Rajah, die hundertachtzig Frauen, die in England für kleinere Straftaten verurteilt wurden, nach Tasmanien bringen soll; ein idealistisches Zoologenpaar, das sich ein Leben in der Einsamkeit der westrussischen Wälder aufbauen wollte; Rüdiger Safranski, der fragt wie wir damit zurecht kommen, auf uns allein gestellt zu sein; ein nigerianisches Mädchen, das darum kämpft zur Schule gehen zu dürfen und die Frage was wohl wäre, wenn wir in entscheidenden Momenten des Lebens eine andere Wahl getroffen hätten.

Aber schaut selbst, vielleicht ist ja auch für euch etwas Interessantes dabei:

02.08.2021: Löwenherzen: Zwei unterwegs in Afrika von Gesa Neitzel: Gesa Neitzel hat sich während ihrer Ausbildung zum Safari-Guide verliebt – nicht nur in Ranger Frank, sondern auch in den afrikanischen Kontinent, mit all seinen Facetten, Farben und Herausforderungen. Das junge Paar begibt sich auf einen faszinierenden wie waghalsigen Roadtrip quer durchs südliche Afrika: Botswana, Namibia und Sambia. Sie schlafen in einem kleinen Dachzelt auf dem klapprigen Land Rover, begegnen Flusspferden in wackeligen Kanus, Wüstenlöwen beim Reifenwechsel und immer wieder der Frage nach der gemeinsamen Zukunft. Ein Abenteuer im wahren wilden Afrika.

13.08.2021: Ein erhabenes Königreich von Yaa Gyasi: Mit dem Auftauchen ihrer Mutter, die sich ins Bett legt und auf nichts mehr reagiert, kehren in Gifty die schmerzhaftesten Kindheitserinnerungen zurück: das Verschwinden des Vaters, der in seine Heimat Ghana zurückging, der Tod des geliebten Bruders und die Depression der Mutter angesichts dieser Verluste. Ihre Familiengeschichte hat dazu geführt, dass Gifty als erwachsene Frau ihren Glauben gegen die Neurowissenschaften eingetauscht hat. Sie ist davon überzeugt, dass sich Depression und Abhängigkeit, und damit Trauer und Leid, durch entsprechende Behandlung verhindern lassen. Doch die Angst um ihre Mutter, die fest verankert in ihrer Religion stets allen Schwierigkeiten im weißen Amerika gewachsen war, lässt Gifty an beidem zweifeln: Kann nur die unbestechliche, aber seelenlose Wissenschaft ihr die Mutter zurückbringen oder gelingt das allein den herzerwärmenden Erlösungsversprechen der Kirche? Die bewegende Geschichte einer Familie, exemplarisch für die vom Rassismus geprägte amerikanische Gesellschaft.

16.08.2021: Lektüre zwischen den Jahren: Tage des Lesens von Gesine Dammel: »Es gibt vielleicht keine Tage unserer Kindheit, die wir so voll erlebt haben wie jene …, die wir mit einem Lieblingsbuch verbracht haben«, heißt es bei Marcel Proust. Bücher begleiten uns durchs Leben. Als Kinder sind wir fasziniert von den fremden Welten und fernen Ländern, in die Bücher uns entführen, und von den ungeahnten Abenteuern, die sie für uns bereithalten. Eine Faszination, die ein Leben lang hält. Was gibt es Schöneres und Entspannenderes, als sich mit einem Lieblingsbuch zurückzuziehen, wenn es draußen stürmt, schneit oder regnet? Den Alltag, einmal hinter sich zu lassen und neue Lebenswelten kennenzulernen – und ganz nebenbei auch sich selbst: denn »vielleicht gehört es überhaupt zum Genuss des Lesens, dass man den Reichtum seiner eigenen Gedanken entdeckt«. (Max Frisch) Vom Glück wunderbarer Lesestunden und von Büchern, die ein Leben verändern können, erzählen die hier versammelten Autorinnen und Autoren: Marcel Proust, Hanns-Josef Ortheil, Wilhelm Schmidt, Erling Kagge, Penelope Fitzgerald, Eva Demski, Ulrike Draesner u.v.a.

16.08.2021: Dissipatio humani generis von Guido Morselli: Am 2. Juni um 2 Uhr morgens verschwindet die gesamte Menschheit, lautlos und ohne Spuren zu hinterlassen. Zurück bleiben die Sachen und die Tiere, die sich schon bald mit wachsender Furchtlosigkeit hervorwagen, um die Erde wieder in ihren Besitz zu nehmen. Übriggeblieben ist außerdem: ein einziger Mensch, ein Einzelgänger, der mit der Welt nicht zurechtkam und sich in ebendieser Nacht das Leben nehmen wollte. In einer paradoxen Umkehrung wird der verhinderte Selbstmörder nun zum einzigen Repräsentanten menschlichen Lebens, zur Menschheit schlechthin. Offen bleibt dabei die Frage, ob er, der einzig verschont Gebliebene, ein Auserwählter oder ein Verdammter ist. Geschrieben kurz vor dem Freitod des Autors, ist Dissipatio ein visionäres Porträt unserer heutigen Zeit, ein philosophisches Vermächtnis und das Testament eines großen italienischen Solitärs.

16.08.2021: Flucht nach Patagonien von Jana Revedin: „Ich liebe Anfänge. Anfänge erfüllen uns mit Erstaunen.“ Eugenia Errázuriz Februar 1937: Eugenia Errázuriz, die einflussreichste Kunstmäzenin der Pariser Moderne, hat die Karrieren von Coco Chanel, Pablo Picasso und Blaise Cendrars gefördert. Jetzt lädt sie den jungen jüdischen Innenarchitekten Jean-Michel Frank auf eine Reise nach Patagonien ein. Sie hat ihr gesamtes Vermögen in den Bau des ersten Grandhotels der Anden investiert, das ihn weltweit bekannt machen soll. In Wahrheit ist dieses Projekt am südlichsten Ende der Erde aber ihre gemeinsame Flucht aus Europa, das sie von Hitler und dem Nationalsozialismus bedroht sieht. Jana Revedin erzählt die Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft zwischen Paris, Patagonien, Buenos Aires und New York.

16.08.2021: Ist es nicht schön hier von Te-Ping Chen: Ein großartiges Debut über das Leben in China heute – von einer spektakulären neuen Stimme »Ein leuchtendes Debüt. Fängt die unterschiedlichsten Leben in China heute ein.« Harper’s Bazaar »Spektakulär geschrieben, zeigt meisterhaft die Schönheit und Widersprüchlichkeit von China heute. Virtuose Gesellschaftskritik und Liebeserklärung zugleich.« Elle »Ein blendender Band. Te-Ping Chen folgt denen, denen alles gelingt, und den Träumern. Auch wenn die Figuren die politischen Ereignisse, die China prägen, nie direkt erwähnen, ist klar, dass sie sie bis in die Gegenwart verfolgen.“ The New York Times Book Review Ein junger Mann wird erfolgreicher Gamer, während seine Schwester Lulu im Netz die kommunistische Regierung kritisiert, bis sie von der Polizei abgeholt wird. Eine junge Frau arbeitet als Hotline Girl bei einem Callcenter im Beschwerde-Management und hat unverhofft ihren früheren Lover in der Leitung. Und Xiaolei macht sich voller hochfliegender Träume auf den Weg in die Mega-City Shanghai, landet aber in einem Blumenladen. In ihrem Debut erzählt Te-Ping Chen in zehn Storys vom Leben im Land der Superlative: China. Hellwach und mit genauem Blick für komische Momente zeichnet sie Figuren zwischen Tradition und Hypermoderne, die nach Halt und einem Zuhause suchen – rasant, irrwitzig, gut.

17.08.2021: Nastjas Tränen von Natascha Wodin: Als Natascha Wodin 1992 nach Berlin kommt, sucht sie jemanden, der ihr beim Putzen hilft. Sie gibt eine Annonce auf, und am Ende fällt die Wahl auf eine Frau aus der Ukraine, dem Herkunftsland ihrer Mutter, die im Zweiten Weltkrieg als Zwangsarbeiterin nach Deutschland verschleppt wurde. Nastja, eine Tiefbauingenieurin, konnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion im wirtschaftlichen Chaos ihrer Heimat nicht mehr überleben – ihr letztes Gehalt bekam sie in Form eines Säckchens Reis ausgezahlt. Da sie ihren kleinen Enkelsohn und sich selbst nicht länger ernähren kann, steigt sie, auf etwas Einkommen hoffend, in einen Zug von Kiew nach Berlin. Dort gelingt es ihr, mehrere Putzjobs zu finden, nach getaner Arbeit schläft sie auf dem Sofa ihrer Schwester. Zu spät bemerkt sie, dass ihr Touristenvisum abgelaufen ist. Unversehens schlittert sie in das Leben einer Illegalen, wird Teil der riesigen Dunkelziffer an Untergetauchten im Dickicht der neuen, noch wildwüchsigen deutschen Hauptstadt. Für Natascha Wodin ist es, als würde sie von ihrem Schicksal erneut eingeholt. Im Heimweh dieser Ukrainerin, mit der sie mehr und mehr eine Freundschaft verbindet, erkennt sie das Heimweh ihrer Mutter wieder, die daran früh zerbrochen ist. Jetzt, Jahre später, zeichnet sie mit verhaltener, tief anrührender Poesie das Porträt von Nastja, einer kämpferischen Frau.

19.08.2021: Wanderlust mit Mister Parkinson: Meine Reisen in die Ferne und zu mir selbst von Pamela Spitz: Wie umgehen mit der Nachricht, dass das eigene Leben kürzer sein wird als gedacht? Ehrlich und humorvoll erzählt die Fotojournalistin, Globetrotterin und Wanderliebhaberin Pamela Spitz von ihrem Leben mit Parkinson, nimmt uns mit auf ihre zahlreichen Reisen rund um den Globus – und steckt uns an mit ihrem Optimismus und ihrer Lebensfreude. Pamela Spitz ist Anfang Vierzig und gerade glücklich geschieden, als sie erfährt, dass sie Morbus Parkinson hat, eine unheilbare, langsam fortschreitende neurologische Erkrankung. Anfangs stürzt sie sich in das Klubleben Berlins, atemlos und exzessiv, doch schnell merkt sie, dass sie sich ab jetzt nur noch auf die Dinge konzentrieren sollte, die sie wirklich glücklich machen: auf das Reisen und das Schreiben. Und dass sie nur noch das tun sollte, was sie schon immer tun wollte. Unter dem Motto: Noch zehn gute Jahre, dann ist eh Schluss. Aber wie lernt man, wahrhaft im Moment zu leben? Auf der Suche nach Antworten durchstreift Pamela Spitz das Hinterland Portugals, lernt Surfen im Atlantik, wandert durch den Dschungel Costa Ricas und die Wüste Negev in Israel, stellt sich ihren jüdischen Wurzeln, lernt Arabisch in Ramallah, macht eine außergewöhnliche Kur in Indien, besucht ihre Schwester in Brasilien – und begibt sich auf die Spuren ihrer Kindheit in Ecuador und auf Formentera. In einem erfrischend lässigen und humorvollen Ton nimmt uns Pamela Spitz mit auf ihre Reisen in die Ferne und zu sich selbst.

20.08.2021: Niemandsmeer von Hope Adams: Zweihundert verurteilte Frauen, eine Tote, eine Mörderin. Wer hat mehr Schuld als alle anderen auf sich geladen? Ein fesselnder historischer Kriminal-Roman von Hope Adams, inspiriert von einer wahren Geschichte. Juli 1841, irgendwo im Südlichen Ozean: Die »Rajah« soll hundertachtzig Frauen, die in England für kleinere Straftaten verurteilt wurden, nach Tasmanien bringen. Während der Reise will die junge Aufseherin Kezia mit einigen von ihnen eine Patchwork-Decke nähen. Was niemand weiß: Eine der Frauen wurde wegen Mordes zum Tode verurteilt und hat sich unter falscher Identität an Bord gestohlen. Und dann wird eine andere Gefangene hinterrücks ermordet. Zusammen mit dem Kapitän, dem Schiffsarzt und dem Reverend muss Kezia herausfinden, wer mehr Schuld als alle anderen auf sich geladen hat, und warum. Der packende historische Kriminal-Roman »Niemandsmeer« beruht auf einer wahren Geschichte: Die »Rajah« segelte tatsächlich 1841 mit rund zweihundert verurteilten Frauen nach Tasmanien, und auch Kapitän Charles Ferguson, Kezia Hayter und ihr Patchwork-Projekt sind historisch belegt.

23.08.2021: Phon von Marente de Moor: „Vielleicht dreht sich das Leben ja darum, welche Geschichte wir beschließen zu erzählen.“ – Der neue Roman von Marente de Moor. Manchmal klingt es wie Trompetenstöße. Dann, „als würde Gott Möbel verrücken“. Die seltsamen Geräusche, die seit einiger Zeit am Himmel zu hören sind, verheißen nichts Gutes. Aber wann war es das letzte Mal gut, denkt Nadja. Was ist geblieben von dem Leben, das sie und Lew, ein idealistisches Zoologenpaar, sich in der Einsamkeit der westrussischen Wälder aufbauen wollten. Denn mit den Geräuschen kommen auch die anderen, dunklen Erinnerungen. Unverhohlen erzählt Nadja ihre verhängnisvolle Geschichte. Doch kann man ihr trauen? Ein flirrendes psychologisches Verwirrspiel, fesselnd bis zur letzten Seite. So sinnlich wie subtil dringt es in die dunklen Seiten der Natur und des Menschen.

23.08.2021: Einzeln sein: Eine philosophische Herausforderung von Rüdiger Safranski: Wie kommen wir damit zurecht, auf uns allein gestellt zu sein? Rüdiger Safranski über den Gegensatz zwischen Individuum und Gesellschaft. Eine ganz besondere Geschichte der Philosophie. Jeder Mensch ist zunächst einmal ein Einzelner. Das kann zur Belastung werden, vor der ein Leben in Gemeinschaft schützt, das kann aber auch den Ehrgeiz wecken, die eigene Individualität zu kultivieren. Zwischen beiden Polen unserer Existenz hat es immer wieder eindrucksvolle Versuche gegeben, einzeln zu sein. Davon erzählt Rüdiger Safranski in seinem neuen Buch. Er beginnt bei Michel de Montaigne und führt über Rousseau, Diderot, Kierkegaard, Stirner und Thoreau bis zur existentialistischen Philosophie des 20. Jahrhunderts. Dabei nähert er sich aus immer anderen Richtungen der Frage, wie weit wir es ertragen, Einzelne zu sein – eine Frage, die sich ganz überraschend in unser alltägliches Leben gedrängt hat.

27.08.2021: Das Mädchen mit der lauternen Stimme von Abi Daré: Die vierzehnjährige Adunni weiß genau, was sie will: Bildung. Denn das ist der einzige Weg für ein nigerianisches Mädchen aus ärmlichen Verhältnissen, Unabhängigkeit zu erlangen und den eigenen Träumen ein Stück näherzukommen. Doch stattdessen verkauft sie ihr Vater als dritte Ehefrau an den deutlich älteren Morufu, damit sie ihm einen Sohn schenkt. Adunni flieht nach Lagos, in der Hoffnung, dort in die Schule gehen zu können. Aber auch hier scheint sie zunächst kein Glück zu haben.

30.08.2021: Umwege des Lebens von Jodi Picoult: Was wäre, wenn wir in entscheidenden Momenten des Lebens eine andere Wahl getroffen hätten? Dawn Edelstein hatte sich einst bei Ausgrabungen in Ägypten in einen Kollegen verliebt, mit dem sie alte Grabtexte entschlüsselte. Bis ein Telefonanruf ihr Leben komplett umkrempelte. Fünfzehn Jahre später ist Dawn verheiratet, hat eine Tochter im Teenager-Alter und arbeitet in Boston als Sterbebegleiterin. Als sie einen Flugzeugabsturz überlebt, drängt sich ihr die Frage auf, ob das gute Leben, das sie hat, noch viel besser hätte sein können. Auf der Suche nach der Antwort kehrt sie nach Ägypten zu dem Mann zurück, den sie einst leidenschaftlich liebte. »Umwege des Lebens«, der beeindruckende neue Roman von US-Bestsellerautorin Jodi Picoult, setzt sich mit den großen Fragen auseinander, die uns in der Lebensmitte beschäftigen: Was ist uns wichtig, mit wem wollen wir leben und wie sterben? Und ist es möglich – und akzeptabel, Entscheidungen zu revidieren und einen anderen Weg einzuschlagen?

Halbjahresrückblick 2021

Für meine Begriffe habe ich im vergangenen halben Jahr wirklich viel gelesen, so dass es sich lohnt einen kleinen Blick zurück auf die Lesezeit zu werfen.

Die größte Überraschung war für mich bisher „H wie Habicht“ von Helen Macdonald, weil ich im Vorfeld nicht gedacht hätte, dass mich die Thematik, das Abtragen eines Habichts und die Jagd mit diesem Raubvogel, so packen könnte. Und obwohl es in dem Buch teilweise auch längere Passagen gibt, die mir nicht gefallen, ist der andere Teil des Buches doch so hervorragend und kann alles andere überstrahlen, so dass es mich nicht losließ und sich zu einem Lieblingsbuch mauserte. Gleichzeitig ist es noch eines der schönsten Bücher, die in diesem Halbjahr den Weg in mein Bücherregal gefunden haben, denn ich liebe das Buchcover wirklich sehr.

Auf einer ganz anderen Ebene berühren konnte mich „Pink Floyd – Alle Songs“ von Jean-Michel Guesdon und Philippe Margotin, weil ich es für mich über einige Wochen hinweg zu einem kleinen Event gemacht habe. Denn beim Lesen dieses Buches hörte ich mich gleichzeitig auch durch die Musikgeschichte meiner Lieblingsband, was für Gänsehautmomente und zahlreiche Aha-Erlebnisse sorgte. Da floss auch schonmal das ein oder andere Tränchen vor Rührung und abgrundtiefer Begeisterung.

Für jemanden, der normalerweise beim Lesen nicht weint, habe ich in diesem Halbjahr doch viele Tränen vergossen. Bei „Unzertrennlich – Über den Tod und das Leben“ von Irvin D. und Marilyn Yalom hat mich die Offenheit und Ehrlichkeit zutiefst berührt und ich konnte nicht umhin, den Schmerz der beiden nachzuempfinden und mitzuleiden. Ein hervorragendes, aber auch nahe gehendes Buch zum Thema Sterblichkeit. Gleichzeitig ist mir aufgefallen, dass ich noch nicht alle Bücher von Irvin D. Yalom kenne und ich unbedingt mehr von ihm lesen möchte.

Zu diesem Zeitpunkt von einem neuen Lieblingsautor zu sprechen, wäre sicherlich noch zu früh, aber nachdem ich „Das Auge des Leoparden“ von Henning Mankell gelesen hatte, wollte ich unbedingt auch seine anderen Afrika-Bücher lesen. Die ersten sind schon auf meinen Stapel ungelesener Bücher gewandert und warten jetzt darauf, nach und nach von mir entdeckt zu werden.

Im großen und ganzen habe ich bei der Wahl meiner Lektüre (Goodreads Challenge) ein gutes Händchen bewiesen und meist Bücher erwischt, die mir gut gefallen haben. Da fallen herbe Enttäuschungen wie „Dave“ von Raphaela Edelbauer kaum ins Gewicht.

Mein Plan fürs zweite Halbjahr: Noch mehr gute Bücher lesen 🙂

Frisch auf dem Buchmarkt: Juli 2021

Bei den Neuerscheinungen im Juli gibt es einiges zu entdecken. In den sozialen Medien kursiert ein Hypnosevideo, das normale Menschen zu Mördern werden lässt; in einem verlassenen Lagerhaus finden sich drei fest in Plastikplane eingewickelte Tote, die aussehen wie Kokons; bekommt eine überforderte Mutter plötzlich und unerwartet von ihrem Lebensgefährten eine Mail mit dem Betreff „Falls ich sterbe“; verfolgt Simon unbeirrt das Ziel alle rund um das Mittelmeer gesprochene Sprachen zu lernen; erlebt Long Litt Woon eine Reise in die wundersame Welt der Pilze, die gleichzeitig der Beginn eines neuen Lebens ist; erfahren wir, wie Mitgefühl unsere Sicht aufs Leben verändern kann; jagt ein Opfer den Serienkiller; erzählt Lawrence Weschler ausführlich von der Entstehung der ersten Oliver Sacks Bücher und verfolgt den Weg des Autors bis zu dessen Tod im Jahre 2015; schreibt Doris Knecht über familiäre Geheimnisse und die fatalen Folgen von Frauenverachtung und digitaler Gewalt; knüpft Peter Wohlleben an das geheime Leben der Bäume an; kommt Kate Burkholder der Wahrheit immer näher und ihr der auf sie angesetzte Mörder; begegnen sich zwei Frauen, denen das Leben ganz unerwartet die Tür öffnet.

Aber schaut selbst, vielleicht ist ja auch etwas für euch dabei:

01.07.2021: Tief wirst du schlafen [Werbung] von Christian Kraus: Die Grenze zwischen Wahn und Wirklichkeit ist schmaler, als du denkst … In den sozialen Medien kursiert angeblich ein Hypnosevideo, das normale Menschen zu Mördern werden lässt. Und tatsächlich soll eine junge Frau, die das Video gesehen hat, direkt danach und völlig grundlos ihren Freund ermordet haben. Der renommierte forensische Psychiater und Gerichtsgutachter Christoph Kerber hält das für blanken Unsinn – bis er während einer Gerichtsverhandlung ohne erkennbaren Grund mit einem Bleistift attackiert und am Hals verletzt wird. Als sich in Christophs Umfeld unerklärliche Vorfälle häufen, wachsen seine Zweifel. Doch wie weit würde er gehen, um das alles zu beenden?

08.07.2021: Die Verlorenen [Werbung] von Simon Beckett: Als Jonah das Blut roch, war ihm klar, dass er in Schwierigkeiten steckte. Jonah Colley ist Mitglied einer bewaffneten Spezialeinheit der Londoner Polizei. Seit sein Sohn Theo vor zehn Jahren spurlos verschwand, liegt sein Leben in Scherben. Damals brach auch der Kontakt zu seinem besten Freund Gavin ab. Nun meldet Gavin sich überraschend und bittet um ein Treffen. Doch in dem verlassenen Lagerhaus findet Jonah nur seine Leiche, daneben drei weitere Tote. Fest in Plastikplane eingewickelt, sehen sie aus wie Kokons. Eines der Opfer ist noch am Leben. Und für Jonah beginnt ein Albtraum… Der Auftakt einer atemberaubenden neuen Thrillerserie von Bestsellerautor Simon Beckett.

08.07.2021: Betreff: Falls ich sterbe [Werbung] von Caroline Setterwall: Ein Buch, das für Trauer die richtigen Worte findet, eine wahre Geschichte und literarische Sensation. In diesem international gefeierten autofiktionalen Buch erzählt Carolina Setterwall von ihrer intensiven Liebe zu Aksel und dem Schock, als sie ihn eines Morgens tot im Bett findet. Ein Buch über Liebe und Tod. Carolina, überforderte Mutter eines Babys, bekommt eines Tages von ihrem Lebensgefährten Aksel eine Mail. Betreff: Falls ich sterbe. Der Inhalt ist eine detaillierte Auflistung seiner Passwörter und anderer praktischer Dinge für den Fall seines Ablebens. Carolina ist empört, schließlich sind sie beide Anfang dreißig. Fünf Monate später ist Aksel tot, über Nacht an einem Herzanfall gestorben. In zwei gegenläufigen Erzählungen berichtet Carolina, wie sie Aksel kennenlernt und sogleich treibende Kraft in der Beziehung wird. Nichts geht ihr schnell genug. Als das Kind geboren wird, ist die Beziehung unter Spannung. Doch dann stirbt Aksel. Was passiert, wenn das Unfassbare eintritt? Ein Buch, das die Liebe zu einem Menschen und die Trauer über dessen Verlust in einer präzisen und sich selbst nicht schonenden Sprache zum Ausdruck bringt.

12.07.2021: Das Gewicht der Worte [Werbung] von Pascal Mercier (jetzt als Taschenbuch): Seit seiner Kindheit ist Simon Leyland von Sprachen fasziniert. Gegen den Willen seiner Eltern wird er Übersetzer und verfolgt unbeirrt das Ziel, alle Sprachen zu lernen, die rund um das Mittelmeer gesprochen werden. Von London folgt er seiner Frau Livia nach Triest, wo sie einen Verlag geerbt hat. In der Stadt bedeutender Literaten glaubt er den idealen Ort für seine Arbeit gefunden zu haben – bis ihn ein ärztlicher Irrtum aus der Bahn wirft. Doch dann erweist sich die vermeintliche Katastrophe als Wendepunkt, an dem er sein Leben noch einmal völlig neu einrichten kann.

12.07.2021: Mein Weg durch die Wälder [Werbung] von Long Litt Woon (jetzt als Taschenbuch): Mit 19 zog Long Litt Woon als Austauschstudentin von Malaysia nach Norwegen. Kurz nach ihrer Ankunft begegnet sie dort der Liebe ihres Lebens, Eiolf Olsen. Als sie nach 32 gemeinsamen Jahren ihren Ehemann und Seelenverwandten völlig unerwartet durch plötzliches Herzversagen verliert, bricht ihre Welt zusammen. Nur mühsam findet sie aus ihrer Erstarrung. Als sie sich zu einem Pilzkurs für Anfänger anmeldet, ahnt sie noch nicht, dass dies einen Wendepunkt für sie bedeutet: ihre Reise in die wundersame Welt der Pilze ist nicht nur eine Reise in ihre eigene Seelenlandschaft, es ist auch der Beginn eines neuen Lebens voller Erfüllung, zu dem ihr die Pilze den Weg gewiesen haben.

19.07.2021: Was fehlt dir [Werbung] von Sigrid Nunez: Kaum jemand durchdringt das, was es heißt, am Leben zu sein, tiefer, als die amerikanische Autorin Sigrid Nunez. In ihrem neuen Roman »Was fehlt dir« schreibt sie darüber, wie wir einander verbunden sind, in Glück und Trauer, Trost und Zuversicht – und wie Mitgefühl unsere Sicht aufs Leben verändern kann. Was hat das Schicksal anderer Menschen mit dem eigenen zu tun? Die New Yorker Erzählerin in Sigrid Nunez’ neuem Roman findet Antworten auf diese Frage in der Begegnung mit ganz unterschiedlichen Menschen, ihrer Traurigkeit, ihrem Mut, ihrer Zuversicht: Ob mit einer verflossenen Liebe, einer verunsicherten Airbnb-Gastgeberin oder einer Jugendfreundin, die unheilbar krank ist. »Was fehlt dir« ist ein Buch über das emphatische Einfühlen und darüber, dass wir viel mehr füreinander tun können, als wir vielleicht meinen: indem wir genau hinhören. Ein Roman, der zugleich ein Porträt davon liefert, was es heißt, gerade jetzt am Leben zu sein. Poetisch und federleicht, ein Buch, das Hoffnung macht – und große Freude.

20.07.2021: The Nothing Man [Werbung] von Catherine Ryan Howard: Ein Thriller nicht nur für True Crime-Fans: Der neue beklemmende und extrem spannende Roman der irischen Bestsellerautorin: Ein Opfer jagt den Serienkiller: Wer hat die Macht, den anderen zu zerstören? «Ich war das Mädchen, das den Nothing Man überlebte. Jetzt bin ich die Frau, die ihn fassen wird.» So beginnt das True Crime-Memoir «The Nothing Man», das Eve Black über die verzweifelte Suche nach dem Mann geschrieben hat, der vor nahezu zwanzig Jahren ihre gesamte Familie tötete. Dem Mann, der nie Spuren hinterließ. Supermarkt-Wachmann Jim Doyle hat den Bestseller auch und je mehr er liest, desto größer wird seine Wut, denn er war – er ist – der Nothing Man. Seite um Seite wird ihm bewusst, wie gefährlich nah Eve der Wahrheit kommt. Er weiß, dass sie nicht aufgeben wird, bis sie ihn gefunden hat. Er hat keine Wahl: Bevor sie sein Leben zerstört, muss er das vollenden, was ihm 20 Jahre zuvor nicht gelungen ist: Eve töten.

20.07.2021: Oliver Sacks: Ein persönliches Portrait [Werbung] von Lawrence Weschler: Er war ein großartiger Arzt und ein begnadeter Erzähler: Mit seinen Fallgeschichten hat Oliver Sacks Millionen Lesern ein neues, anderes Bild von Krankheit vermittelt. Voller Empathie und mit großer Fachkenntnis hat Sacks immer wieder Menschen beschrieben, deren Leben durch eine schwere Krankheit oder Behinderung geprägt wurde – und die unser Interesse und Mitgefühl verdienen. Schon 1981, als Sacks noch weitgehend unbekannt war, beschloss der Journalist Lawrence Weschler, die Biographie von Oliver Sacks zu schreiben. Er konnte ihn bei seiner täglichen Arbeit als Arzt erleben, begleitete ihn auf Reisen und führte zahlreiche intensive Gespräche mit ihm. Auf dieser Grundlage entstand eine sehr persönliche Nahaufnahme. Weschler erzählt ausführlich von der Entstehung der ersten Sacks-Bücher, die zu Bestsellern wurden, und verfolgt den Weg des Autors Oliver Sacks bis zu dessen Tod im Jahre 2015. Das einzigartige Porträt eines empathischen Menschenfreundes und Seelenforschers, der unser Bild von Krankheit und Gesundheit nachhaltig verändert hat.

26.07.2021: Die Nachricht [Werbung] von Doris Knecht: Eine Frau – eine Nachricht – eine Verunsicherung. In ihrem neuen Roman schreibt Doris Knecht über familiäre Geheimnisse und die fatalen Folgen von Frauenverachtung und digitaler Gewalt. „Die Nachricht“ handelt von Frauen, deren Souveränität stets aufs Neue infrage gestellt wird – und von den Lügen, die wir gerade den Menschen erzählen, die uns am nächsten stehen. Vier Jahre nach dem Tod ihres Mannes lebt Ruth allein in dem Haus auf dem Land, wo die Familie einst glücklich war. Die Kinder haben längst ihr eigenes Leben, während Ruth das Alleinsein zu schätzen lernt. Bis sie eines Tages eine anonyme Messenger-Nachricht bekommt, von einer Person, die mehr über ihre Vergangenheit zu wissen scheint als Ruth selbst.
Doris Knecht schreibt über eine Frau, die plötzlich zur Verfolgten wird, und erweist sich einmal mehr als virtuose Skeptikerin zwischenmenschlicher Beziehungen.

26.07.2021: Der lange Atem der Bäume [Werbung] von Peter Wohlleben: Mit Der lange Atem der Bäume knüpft Peter Wohlleben direkt an seinen Millionenseller Das geheime Leben der Bäume an – ebenso zum Staunen, ebenso faszinierend, aber dabei gleichzeitig scharf und kritisch: Auf der einen Seite schildert er neue verblüffende Erkenntnisse über das Leben der Bäume und ihre Fähigkeiten, zu lernen und mit dem Klimawandel umzugehen. Zugleich geht er hart ins Gericht mit den von Ahnungslosigkeit geprägten Akteuren in Wirtschaft und Politik, die Bäume ausschließlich zur Holzgewinnung und zur Imagepflege pflanzen und die Natur damit in Wahrheit rücksichtslos ausbeuten. Doch intensiv bewirtschaftete Fichtenplantagen werden die Überhitzung des Planeten nicht verhindern. Eine Liebeserklärung an die Bäume – und ein flammender Appell, die unendliche Vielfalt der Natur, deren sensibles Zusammenwirken wir immer noch nicht ganz verstehen, zu schützen und zu bewahren. In unserem ureigensten Interesse.

28.07.2021: Dein ist die Lüge [Werbung] (Kate Burkholder, Band 12) von Linda Castillo: Der Anruf von Adam Lengacher, einem verwitweten amischen Familienvater, erreicht Kate Burkholder mitten in einem Schneesturm. Er habe eine halb erfrorene Frau auf seinem Grundstück gefunden, sie sei eine „Englische“ und Kate solle sofort kommen. Kate erkennt die Frau sofort: Es ist Gina Colorosa, ihre Team-Partnerin von damals auf der Polizeiakademie in Columbus. Doch jetzt ist Gina auf der Flucht. Und das vor ihren eigenen Kollegen. Sie soll einen Kollegen ermordet haben. Doch Gina behauptet, diese Tat nicht begangen zu haben. Man wolle sie aus dem Weg räumen, weil sie kurz davor war, Unregelmäßigkeiten in ihrer Dienststelle aufzudecken. Je näher Kate der Wahrheit kommt, desto näher kommt den beiden Frauen auch der auf sie angesetzte Mörder.

28.07.2021: Wir für uns [Werbung] von Barbara Kunrath: Josie ist schwanger. Von Bengt, der schon eine Familie hat und kein Kind mehr möchte. Aber was möchte Josie? Sie ist Anfang Vierzig, und ihre Wünsche hat sie immer auf »später« aufgeschoben. Kathi ist plötzlich allein. Ihr Mann Werner ist gestorben, nach fünfzig Jahren gemeinsamen Lebens. Ihr einziger Sohn ist ihr fremd geworden. Auch Kathi hat so vieles auf »später« verschoben. Als Josie durch einen Zufall in Kathis Küche landet, sind beide verwundert. Sie fühlen sich in Gegenwart der anderen so unbelastet. Ernst genommen. Die beiden Frauen spüren, dass das Leben ihnen genau jetzt ganz unerwartet die Tür öffnet. Manchmal schickt uns das Schicksal einen Menschen, den wir gar nicht gesucht haben. Und plötzlich steht unser Leben wieder auf »Los«.

Foto der Woche – 27/2021

Gerade erst ist wieder der öffentliche Bücherschrank hier im Ort wieder geöffnet oder besser gesagt ‚frei gegeben‘ worden. Die Bücherei hatte wohl die Patenschaft für ihn übernommen und ihn kurzerhand über viele Monate hinweg wegen Corona geschlossen. Ich habe die Gelegenheit genutzt und dem leergeräuberten Bücherschrank einige meiner aussortierten Bücher übergeben. Jetzt sieht er nicht mehr ganz so leer aus.

Frisch auf dem Buchmarkt: Juni 2021

Es scheint auch in den Bücherregalen der Buchhandlungen so etwas wie eine Sommerpause zu herrschen, zumindest was die Zahl der Neuerscheinungen betrifft. Gefunden habe ich ein Buch über eine Mama-Bloggerin, die zur Zielscheibe wird; eine einsame Frau, die plötzlich spurlos verschwindet; das Leben mit Tourette; Loriot im Wahlkampf und fünf Freundinnen, die seit ihrer Jugend eng verbunden sind.

Aber schaut selbst, vielleicht ist ja auch etwas für euch dabei:

01.06.2021: Like Hate [Werbung] von Ellery Lloyd: Millionen folgen ihr – und eine will sie töten. Im Psychothriller des britischen Autorenpaars Ellery Lloyd wird eine Mama-Bloggerin zur Zielscheibe der Rache … Für eine Million Follower ist »Insta-Mum« Emmy Jackson eine Art beste Freundin und Leidensgenossin: Auf Instagram teilt die Mutter von zwei kleinen Kindern »total ehrlich« ihren chaotischen Familienalltag mit Pleiten, Pech und Pannen. Lediglich Ehemann Dan weiß, dass die perfekt organisierte Emmy vor jedem Fotoshooting penibel die Wohnung, die Kinder und sich selbst in Unordnung bringt, um ihre Sympathiewerte zu steigern und mit mehr Likes auch höhere Werbeeinnahmen zu erzielen – das denkt jedenfalls Emmy. Denn es gibt jemanden, der sie nicht nur durchschaut hat, sondern sie auch für einen furchtbaren Verlust verantwortlich macht. Jemanden, der Rache will und Emmy nicht nur auf Instagram folgt … Wenn falscher Ruhm zur echten Bedrohung wird: Der Psychothriller »Dein Tod gefällt uns« ist eine bissige, topaktuelle Mischung aus Medien-Satire und raffinierter Psycho-Spannung.

14.06.2021: Wo niemand uns sehen kann [Werbung] von Bryn Chancellor: Jess Winters zieht mit ihrer Mutter Maud in das verschlafene Nest Sycamore, irgendwo in der Wüste Arizonas. All ihre Einsamkeit verbirgt Jess in ihrem Tagebuch. Bis sie eines regnerischen Abends spurlos verschwindet. Achtzehn Jahre später werden vor der Stadt menschliche Überreste gefunden, und bei Maud wie auch den anderen Bewohnern von Sycamore kehren die bohrenden Fragen wieder: Was ist an jenem Abend, als Jess für immer verschwand, wirklich geschehen? Ein berührender Roman über Schuld, das Vergessen und die Geheimnisse einer Kleinstadt.

21.06.2021: Gewitter im Kopf – Leben mit Tourette [Werbung] von Jan Zimmermann und Tim Lehmann: Jan und Tim sind beste Freunde und selbst Gisela, die oft ziemlich unverschämt dazwischen grätscht, kann die beiden nicht trennen. Gisela, das Tourette-Ich von Jan, hat im letzten Jahr für ziemlich viele verrückte Momente im Leben von „Gewitter im Kopf” gesorgt und damit nicht nur Unheil gebracht. Wie Jan und Tim sich kennenlernten, wie und warum ihr YouTube-Kanal entstanden ist, wie ihr Alltag mit der Erkrankung Tourette aussieht und welche Schattenseiten der Erfolg mit sich bringt, verraten sie dir in ihrem Buch „Gewitter im Kopf – Leben mit Tourette”.

23.06.2021: Im Wahlkampf mit Loriot [Werbung]: Politik mag die Kunst des Möglichen sein, doch im Wahlkampf muss man manchmal das Unmögliche versuchen – auch wenn ehelicher Zwist über die richtige Partei nicht immer zu vermeiden ist. In über achtzig Zeichnungen und sieben Sketchen zeigt Loriot, wie man die Herzen – und Stimmen – der Wählerinnen und Wähler gewinnt, von vollem Körpereinsatz für die Demokratie bis hin zum richtigen Foto fürs Wahlplakat: »Herr Fröbel, bitte machen Sie ein zielbewusstes Gesicht, und denken Sie an ›Sicherheit für Deutschland‹!«

30.06.2021: Heldinnen werden wir dennoch sein [Werbung] von Christiane Wünsche: Christiane Wünsche, Autorin des Bestsellers »Aber Töchter sind wir für immer«, erzählt in ihrem neuen Roman, was Freundschaft für uns bedeutet und davon, wie einmal getroffenen Entscheidungen unser ganzes Leben beeinflussen. »Mein Zuhause – das seid ihr.« Susanne, Helma, Ellie, Ute, Marie: fünf Freundinnen, die seit ihrer Jugend eng verbunden sind – und ein Freund von damals, dessen plötzlicher Tod sie dazu bringt, nachzudenken: Über ihr Leben, ihre Entscheidungen, über Loyalität und ihre Erinnerungen, die ihre ganz eigenen Geschichten schreiben. Lange haben die Frauen nicht an Frankie gedacht und an den einen Abend, an dem er damals plötzlich verschwand. Doch jetzt ist es an der Zeit sich der Vergangenheit zu stellen. »Die Träume unserer Jugend geistern auch dann noch durch unsere Köpfe, wenn wir längst erwachsen sind – genauso wie die Entscheidungen, die wir einst getroffen und die Wege, die wir damals eingeschlagen haben, uns ein Leben lang begleiten …«