Frisch auf dem Buchmarkt: April 2021

In den Verlagsvorschauen für den April habe ich einige Bücher gefunden, die ich im Auge behalten und vielleicht auch lesen möchte. Es geht ums reisen und dabei weltwach zu bleiben; um fünfhundert Kinder aus einem Moskauer Waisenhaus, die im Sommer 1944 in den Kaukasus verschickt werden; um ein Mädchen aus Ghana, das im deutschen Exil täglich damit konfrontiert ist, anders zu sein; um Björn Dremel auf Pilgerpfaden; um die Biografie Meister Eckharts; um zwei Schwestern, die sich vielleicht doch nicht so nah standen, wie es erst scheint; um eine dystopische Welt mit einer Wirklichkeit, die die Zukunft und Vergangenheit der Menschheit in Frage stellt; um eine radfahrende Rebellin; um eine Eulenflüsterin und um ein Mädchen, das in ihrer Kindheit und Jugend versucht mit der Schizophrenie ihrer Mutter zurecht zu kommen.

Aber schaut selbst, vielleicht ist ja für euch auch etwas Interessantes dabei:

01.04.2021: Weltwach: Mit offenen Augen ins Abenteuer [Werbung] von Erik Lorenz: Abenteuer. Reisen. Leben. Eine Nacht unter freiem Himmel im Naturschutzgebiet Königsforst. Auf dem Motorrad durch den Himalaja. Anrührende Begegnungen auf einer Jurtenfarm in Australien. Erik Lorenz, Herausgeber des erfolgreichen Reisepodcasts WELTWACH, lässt in diesem Buch nicht nur prominente Gäste wie Andreas Altmann, Ilija Trojanow, Carmen Rohrbach, Ranga Yogeshwar und Reinhold Messner zu Wort kommen, sondern lotet anhand der eigenen Abenteuer aus, warum Reisen so wertvoll für uns sind und was sich auf ihnen zu suchen lohnt: vom Zauber der ersten Stunden an einem fremden Ort, dem Überwinden innerer Grenzen bis hin zum Ablegen eigener Vorurteile. Es sind die Momente größter Intensität und innerer Ruhe sowie die Begegnungen mit den Menschen, die ihn immer wieder antreiben, vor die Haustür zu treten und aufzubrechen. Eindrücklich schildert er, warum auch im Zeitalter von Pauschaltourismus und Klimawandel kleine wie große Abenteuer möglich und wichtig sind. Weshalb eine genetische Veranlagung für unsere Rastlosigkeit mitverantwortlich ist. Und welche kostbaren Lektionen man auf Reisen für das Leben lernen kann: über Scheitern und Angst, Neugierde und Verantwortung – und den Mut, den ersten Schritt zu wagen. Umsichtig und mit Blick für das Wesentliche zeigt er dabei auf, wie es uns gelingt, weltwach zu sein.

12.04.2021: Schlief ein goldnes Wölkchen [Werbung] von Anatoli Pristawkin: Ein wiederentdecktes Meisterwerk: berührend und bristant. Fünfhundert Kinder aus einem Moskauer Waisenhaus werden im Sommer 1944 in den Kaukasus verschickt, unter ihnen Saschka und Kolka. Die elfjährigen Zwillinge hoffen, endlich ihren quälenden Hunger hinter sich zu lassen. Doch bereits ihre Ankunft wird von bedrohlichen Detonationen in den nahe gelegenen Bergen begleitet. Bewaffnete Tschetschenen, die der Zwangsaussiedlung entfliehen konnten, setzen sich erbittert gegen die russischen Eindringlinge zur Wehr – und die Brüder geraten nach Momenten überwältigenden Glücks in größte Gefahr. Anatoli Pristawkin bringt die politischen Realitäten so ungeschönt zur Sprache, dass sein Werk in Russland erst mit Beginn der Perestroika erscheinen durfte. Jetzt in aktualisierter und überarbeiteter Übersetzung, unzensiert.

13.04.2021: Wir Gotteskinder [Werbung] von Nana Oforiatta Ayim: Maya Mensah ist im deutschen Exil täglich damit konfrontiert, anders zu sein. Auch ihre Eltern sind anders. Ihr Vater ist ein scheuer Intellektueller, und ihre schöne Mutter liebt es, das Geld mit vollen Händen auszugeben und an ihre königliche Abkunft zu erinnern. Doch wenn Maya in der Schule von ihrer glanzvollen Familie erzählt, wird sie verspottet. Beistand leistet ihr einzig ihr Cousin Kojo. Maya ist fasziniert von seinen farbenprächtigen Erzählungen aus Ghana, an das sie sich kaum erinnern kann. Sie klingen für sie wie Märchen, die mythisch und wirklich zugleich scheinen, und öffnen ihr den Blick: für ein Land, das seine Seele nach all den Jahren der Kolonialzeit erst wiederfinden muss, für ihre entwurzelten Eltern ― und endlich erkennt sich Maya als Teil dieser Geschichte. Poetisch, fesselnd, faszinierend ― » Wir Gotteskinder« ist wahre Weltliteratur und eine Hymne an das Geschichtenerzählen als verbindendes Glied zwischen den Kulturen.

26.04.2021: Achtsam morden am Rande der Welt [Werbung] von Karsten Dusse: Finde dich selbst. Bevor es ein anderer tut. Um der Midlifecrisis zu entgehen, begibt sich Björn Diemel auf Anraten seines Therapeuten auf Pilgerreise. Schnell stellt sich als Erkenntnis auf dem Jakobsweg heraus, dass Björns Leben die Mitte bereits längst überschritten haben könnte: Ein unbekannter Mitpilger versucht, ihn zu töten. Während bei den scheiternden Anschlägen auf ihn ein Pilger nach dem anderen seinen Lebensweg verlässt, versucht Björn ganz achtsam, sich seiner Haut zu wehren. Seine Pilger-Fragen nach Leben, Tod und Erfüllung bekommen plötzlich eine sehr praxisnahe Relevanz.

26.04.2021: Meister Eckhart: Der Mönch, der die Kirche herausforderte und seinen eigenen Weg zu Gott fand [Werbung] von Joel F. Harrington: Er ist der Ahnherr der Selbsthilfephilosophie, der Guru der New Age-Bewegung, die Millionen von Anhängern hat: Meister Eckhart, Dominikaner, Mystiker und Philosoph. Doch wer war der Mann hinter den Lehren, die nach sieben Jahrhunderten noch Menschen begeistern? Wie sind seine Ideen entstanden? Der Mönch aus Thüringen zeigte damals, dass nur der persönliche Weg zu Gott zum Seelenheil führt und predigte, dass diese spirituelle Erfahrung allen möglich war, die die innere Haltung des Loslassens („Gelâzenheit“) einnahmen. Dieses verblüffend moderne Denken brachte den Mönch Eckhart in Konflikt mit der Kirche, die sich von der Sprengkraft seiner Ideen herausgefordert fühlte. Der Historiker Joel F. Harrington hat sich auf die Spuren des bedeutenden Mystikers begeben und lässt in seiner Biographie eine der faszinierendsten Figuren des Mittelalters auferstehen.

28.04.2021: So wie du mich kennst [Werbung] von Anika Landsteiner: »Warum reden wir den ganzen Tag und erzählen uns doch so wenig?« Karlas Leben ist stehengeblieben. Sie trägt eine Urne nach Hause, darin die Asche ihrer Schwester Marie. Und plötzlich ist nichts mehr so, wie es einmal war. Marie war Karlas Seelenverwandte, ihr Kompass in diesem Chaos, das sich Leben nennt. Und während sich dieses Chaos um sie herum einfach weiterdreht, reist Karla nach New York, um dort die Wohnung ihrer Schwester aufzulösen. Als sie Fotos findet, die so verstörend wie alltäglich sind, fragt sie sich, wie gut sie Marie wirklich kannte. Die Schwester, die so ganz anders lebte als sie. Die erfolgreich und selbstbewusst war. Was Karla auf den Bildern sieht, verändert ihren Blick auf Marie, ihren Blick auf sich selbst und auf das ganze Leben vor ihr. Anika Landsteiner erzählt eindringlich, bewegend und aufrüttelnd von Frauen wie uns. Von Menschen wie dir und mir.

28.04.2021: Singularity [Werbung] von Joshua Tree: Schafft sich die Menschheit selber ab? »Singularity« ist der neue Science-Fiction-Thriller von Bestseller-Autor Joshua Tree über die Zukunft der künstlichen Intelligenz. Ende des 21. Jahrhunderts ist die Menschheit tief gespalten: Während die eine Hälfte medizinisch bestens versorgt ein langes Leben führt, ist die andere schlicht überflüssig. Bestenfalls als billige Arbeitskräfte haben die meisten Menschen ein karges Auskommen.
Einer dieser Überflüssigen ist James, der als Hausdiener der neuen Elite anheuert. Von seinem neuen Herrn erhält er einen rätselhaften Auftrag: Er soll dessen vor zwanzig Jahren verschollene Tochter wiederfinden – in einer virtuellen Simulation. Schon bald muss er erkennen, dass nicht bloß die Grenzen von VR und Wirklichkeit verschwimmen, sondern auch die von Mensch und Maschine. Und ihm offenbart sich ein schreckliches Geheimnis, das die Zukunft und Vergangenheit der Menschheit in Frage stellt.

30.04.2021: Die Rebellion der Alfonsina Strada [Werbung] von Simona Baldelli: Schon als kleines Mädchen hat Alfonsina Strada einen großen Traum: Fahrrad zu fahren und das möglichst schnell. 1891 als eines von vielen Geschwistern in ärmlichen Verhältnissen im norditalienischen Dörfchen Fossamarcia geboren, saust sie auf dem alten Drahtesel ihres Vaters heimlich durch die Nacht. Trotz Verbots meldet sie sich zu Rennen an, gewinnt und will noch mehr: am großen Giro d’Italia teilnehmen, für den jedoch nur Männer zugelassen sind. Mit Mut, Fantasie und dem unerschütterlichen Glauben an sich selbst bereitet sie sich auf den Coup ihres Lebens vor … 

30.04.2021: Die Eulenflüsterin [Werbung] von Tanja Brandt (TB): „Ich war ein Kind, das nie gewollt war“, sagt Tanja Brandt, wenn man sie zu ihrer Kindheit befragt. Schmerzhaft sind die Erinnerungen an ihr Elternhaus. In ihrem ganz persönlichen Buch schreibt sie über ihren harten Lebensweg und über die Liebe zu ihren Tieren, die sie daran erinnert, dass Träume wahr werden können. Und sie lernt von ihren Tieren, was es braucht, um glücklich zu sein: Mitgefühl, Fürsorge und Verlässlichkeit.

30.04.2021: Als Mama mit der Lampe sprach [Werbung] von Nilüfer Türkmen: Nelly ist erst vier, als ihr Vater stirbt. Von nun an ist sie allein mit ihrer Mutter. Doch Nellys Mutter ist krank, sie erteilt unsinnige Verbote, impft dem kleinen Mädchen Angst vor Infektionen und Entführern ein. Und sie spricht mit Michael, der in der Lampe wohnt, der eigentlich gar nicht da ist, aber trotzdem alles über die beiden weiß. Nellys Mutter leidet an Schizophrenie, nicht alles, was sie sieht und hört, existiert auch wirklich. Tapfer schlägt sich das Mädchen durch – und versucht zu verstehen, was „wirklich“ ist, und was nicht. Nilüfer Türkmens Erfahrungsbericht ist ein berührendes Zeugnis einer Kindheit und Jugend. Und er lässt uns einen Blick in eine verborgene Welt werfen, die viel mehr Menschen betrifft, als wir gemeinhin glauben.

Frisch auf dem Buchmarkt: März 2021

Auch wenn es vielleicht nicht so aussieht, aber diese Liste interessanter Neuerscheinungen habe ich bereits gekürzt – um etwa ein Drittel, mehr ging beim besten Willen nicht.

Es geht um Bitcoins, einen verbrecherischen Bibliophilien, den Sohn einer psychotischen Mutter, Natalie Amiri zwischen deutscher und iranischer Kultur, den Neuanfang der jungen Emilienne in London nach dem Bürgerkrieg in Ruanda, eine Wanderung durch Europa angefangen vom südlichsten Festlandzipfel in Tarifa in Spanien bis hin zum Nordkap in Norwegen, 25 Geschichten über das Reisen, die Verbindung zwischen Mensch und Tier im Nahen Osten, die Grenzen zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz, die Flucht vor dem Lockdown aufs Land, die Folgen eines Schlaganfalls, Augenblickstexte und Augenblickspoesien, eine Einladung zum Schreiben, nach einem Jahrzehnt aus dem Koma zu erwachen, um den Anteil von autobiografischem in Romanen, die Machtstellung von Amazon, der Roadtrip einer 90-jährigen mit einem schüchternen Studenten, die Reise einer 65-jährigen mit einem alten Benz durch 15 Länder, Gedanken rund um den 50. Geburtstag und um das Leben und Wohnen im Alter.

Aber schaut selbst:

04.03.2021: Monte Crypto von Tom Hillenbrand: Sein Geld hat der spleenige Start-up-Unternehmer Gregory Hollister größtenteils in der Kryptowährung Bitcoin angelegt. Als er bei einem Unfall ums Leben kommt, beginnt die Suche nach seinem Privatvermögen. Das hat der paranoide Kalifornier gut versteckt. Wo befindet sich der digitale Schatz, den die Medien bereits Montecrypto nennen? Hollisters Witwe beauftragt den Privatdetektiv Ed Dante, das verschwundene Geld aufzuspüren. Dante recherchiert und stellt bald fest, dass etliche Personen hinter Montecrypto her sind. Das ist angesichts der kolportierten Summe von mehreren Milliarden Dollar nicht weiter verwunderlich – aber die anderen Interessenten sind keine gewöhnlichen Schatzsucher. Warum interessieren sich ausländische Geheimdienste, das FBI und die Mafia für den Schatz? Dante erkennt, dass Hollisters Vermächtnis aus mehr besteht als aus einem Haufen digitaler Münzen. Möglicherweise ist Montecrypto der Schlüssel zu einem immensen Finanzskandal, der die gesamte Weltwirtschaft in den Abgrund reißen könnte. Wird es Dante gelingen, das Geheimnis von Montecrypto zu lüften, bevor der digitale Schatz in die falschen Hände gerät? Eine weltweite Suche beginnt, die von Los Angeles über New York und Frankfurt bis nach Zug führt, ins sogenannte »Crypto Valley« der Schweiz.

07.03.2021: Bibliomanie von Gustave Flaubert und Burkhard Neie: Der Buchhändler und Antiquar Giacomo lebt zurückgezogen in einer stillen Gasse in Barcelona. Seine Liebe gilt allein den Büchern. Er berauscht sich am Geruch ihres Papiers, dem Einband, der Vergoldung der Lettern und der Druckerschwärze. Sein Traum: der Aufbau einer eigenen Bibliothek. Bei dem Erwerb bibliophiler Schätze steht ihm allerdings sein Rivale Baptisto im Weg, der Buchhändler vom Königsplatz. Allmählich steigert sich Giacomos Leidenschaft zum verbrecherischen Wahn.

08.03.2021: Ein Spalt Luft von Mischa Mangel: Kurz nachdem er geboren wurde, leidet seine Mutter zum ersten Mal an einer Psychose. Sie zieht sich mit dem Kleinkind immer mehr von der Außenwelt zurück, kappt alle Kontakte zu Freunden und Familie, verlässt die Zweizimmerwohnung nur noch selten. Währenddessen kämpft sein Vater für das alleinige Sorgerecht. Als der Sohn schließlich in dessen neue Familie aufgenommen wird, bricht der Kontakt zur Mutter ab. Fast zwanzig Jahre später ist er deshalb auf die Zeugnisse anderer angewiesen – Gerichtsakten, Tonbandaufnahmen, Erzählungen und Erinnerungen der Familie –, um doch noch zu erfahren, was damals geschehen ist. Er malt sich aus, wie diese Zeit gewesen sein könnte, und wird dabei von einer surrealen, albtraumhaften Welt eingeholt. In Ein Spalt Luft erzählt Mischa Mangel einfühlsam vom Leben eines jungen Mannes, der seine eigene Geschichte sowie die seiner Familie umkreist. Dabei montiert er verschiedene Stimmen: die bürokratische Sprache psychologischer Gutachten und Studien, Märchen, Träume, psychotische Tiraden, erzählerische und poetische Sequenzen – eine kunstvolle Collage, ein vielstimmiges literarisches Debüt.

15.03.2021: Zwischen den Welten von Natalie Amiri: Was macht man, wenn man auf einer Recherchereise im iranischen Gebirge nicht tanken kann, weil das Benzin aufgrund westlicher Sanktionen knapp ist? Oder wenn man eine vermeintlich zu kurze Hose trägt und die Strafe darauf lautet, in ein Fass mit schwarzer Farbe steigen zu müssen? Und warum reiste Amiri trotz aller Warnungen immer wieder in den Iran? Natalie Amiri ist in München in einer deutsch-iranischen Familie aufgewachsen und lebte und arbeitete über sechs Jahre in Teheran. Sie ist eine der wenigen deutschen Journalistinnen, die den Iran detailreich kennt und der es gelingt, das internationale Politikgeschehen rund um die Islamische Republik klug und präzise einzuordnen. Authentisch beschreibt sie ihr Leben zwischen zwei Welten und unterschiedlichen Kulturen und bringt uns nahe, wie sich die politische Situation im Iran seit der Revolution von 1979 entwickelt hat. Es ist das Buch einer modernen jungen Frau und einer mutigen Journalistin, die höchste persönliche Risiken in Kauf nimmt, um den Menschen im Iran eine Stimme zu geben und über den Alltag in einem Land zwischen verbotenen Partys und Sanktionen zu berichten. Von Lehrern bis zu Drogenabhängigen, vom Revolutionsführer Khamenei bis zum ersten weiblichen Fußballstar des Iran – Natalie Amiri lässt sie zu Wort kommen und zeigt uns die unerwarteten Facetten der muslimischen Republik Iran.

15.03.2021: Der silberne Elefant von Jemma Wayne: Als Einzige ihrer Dorfgemeinschaft überlebte die junge Emilienne den Bürgerkrieg in Ruanda. In London versucht sie unter dem Namen Emily ein neues Leben zu beginnen und die allgegenwärtigen Erinnerungen an die grausamen Erlebnisse zu verdrängen. Vera, eine junge Londonerin, deren früheres Leben von Drogenexzessen geprägt wurde, hat gerade zum Christentum gefunden und möchte ein guter und moralischer Mensch sein. Geplagt von Schuldgefühlen, schafft sie es nicht, ihrem Verlobten Luke vom größten Fehler ihres Lebens zu erzählen. Auch die fortschreitende Krebserkrankung von Lukes Mutter Lynn wird zur Belastungsprobe für das junge Paar. Während die End-Fünfzigerin immer mehr auf die Hilfe anderer angewiesen ist, rechnet sie schonungslos mit den verpassten Chancen ihres Lebens ab. Erst als die Schicksale der drei Frauen sich eines Winters kreuzen, bewegt sich etwas in ihnen und sie nehmen nach und nach den Kampf gegen ihre Dämonen auf.

17.03.2021: Der Weg ist mein Zuhause von Philipp Fuge: 272 Tage zu Fuß unterwegs, über 6.500 Kilometer und 35 Breitengrade durch sieben Länder: Was für viele Wanderer ein Traum bleibt, hat Philipp Fuge in die Tat umgesetzt. Er durchquert Europa vom südlichsten Festlandszipfel in Tarifa in Spanien bis hin zum Nordkap in Norwegen, quer durch alle Klimazonen und Jahreszeiten. Während im spanischen Januar der Winter zum Frühling wird, wähnt sich Philipp im norwegischen Spätsommer schon tief im Herbst. Die Route führt ihn von Spanien nach Frankreich durch Deutschland, Dänemark, Schweden und Finnland bis an sein Ziel in Norwegen. Er spricht kein Spanisch und auch kein Schwedisch, ist fünf Monate auf dem Weg Richtung Norden vollkommen auf sich allein gestellt, aber Sprache ist beim Wandern kein Problem. Philipp Fuge trifft auf seinem Weg viele herzliche Menschen, die seine Reise einzigartig machen. Er erspürt die Eigenheiten der Länder und Regionen und die Besonderheiten der Landschaften, die er durchwandert. Auch die Schönheit der Natur lernt er durch seine entschleunigte Fortbewegung wieder viel mehr zu schätzen. Dass er bei dieser Wanderung kein einziges Mal seinen Pass vorzeigen muss, macht seine Reise aber auch zu einem Plädoyer für ein Europa ohne Grenzen. Die unzähligen grandiosen Augenblicke seiner grenzenlosen Rucksacktour quer durch Europa hat Philipp Fuge in dieser persönlichen Reiseerzählung festgehalten.

17.03.2021: Ansichtskarten: 25 Geschichten über das Reisen von Jörg Hülsmann und Hanna Hesse: Reisen – was bis vor kurzem noch selbstverständlich war und unbedingt dazugehörte, war seit dem Frühjahr 2020 auf einmal so weit weg. Daher machten sich 25 deutschsprachige Autor*innen auf den Weg – und wir können mit ihnen reisen. Ob erinnerte Reisen, Fantasiereisen, Zeitreisen oder Reisen durch das eigene Zimmer – es sind ganz besondere Postkarten, die wir von ihnen erhalten, anregende, beglückende, gegen den Strich gebürstete, befreiende. Wir reisen mit Weltatlas und Lupe, gehen durch Grenzgebiete und manchmal Wände. Oder verlieren uns einfach Zuhause. So schildert Lutz Seiler in seiner Erzählung „Exit“ den Versuch einer Familienzusammenführung in Hoch-Corona-Zeiten. Nachrichten über Checkpoints und von vereitelten „Grenzdurchbrüchen“ wecken im Autor unweigerlich Erinnerungen, doch in Sachen Chaos- und Katastrophenkompetenz ist der Ostdeutsche geschult. Und so schmiert der Autor fünf Doppelstullen und macht sich auf die Reise nach Schweden. Terézia Mora, Büchnerpreisträgerin 2018, hat eine poetische Wegbeschreibung verfasst, die am letzten Haus eines Ortes in Österreich beginnt und ein kleines, weißes Haus in Ungarn zum Ziel hat. Eine Reise durch Grenzgebiete, über eine Staatsgrenze, einmal buchstäblich durch eine Wand. Eine flirrende Anspannung liegt über allem, obwohl es durch eine vertraute Landschaft geht, vorbei an Schafgarbe, Schmetterlingen, versteinerten Schnecken. Christoph Peters beschreibt in „Plastikkanister“ eine Fahrt durch die ägyptische Provinz, entlang von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen. Soldaten mit Maschinengewehren säumen den Weg, Wasserbüffel, Wracks und Wüstensand, hin und wieder die Umrisse von Pyramiden am Horizont. Im Auto drei Menschen: der Fahrer, die Übersetzerin und ein deutscher Wissenschaftler. So unterschiedlich die drei Insassen auch sein mögen, eine Frage beschäftigt sie alle: Die Tanknadel sinkt immer weiter, doch nirgends gibt es Benzin – werden sie es bis nach Kairo schaffen? Diese und eine Auswahl von über zwanzig weiteren Geschichten, die auf dem ARD-Radiofestival 2020 vorgetragen wurden, führen uns vom Sofa aus in alle Welt. Neben Terézia Mora, Lutz Seiler und Christoph Petes haben auch Cihan Acar, Marica Bodrožic, Nora Bossong, Hans Christoph Buch, Helga Bürster, Kenah Cusanit, Yannic Han Biao Federer, Gunther Geltinger, Hans Gerhard, Verena Güntner, Anna Katharina Hahn, Yael Inokai, Lisa Kreißler, Judith Kuckart, Nele Pollatschek, Kerstin Preiwuß, Jaroslav Rudiš, Jochen Schimmang, Kerstin Specht, Jackie Thomae, Julia Trompeter und Christine Wunnicke ihre realen oder fiktiven Reisen zu dieser ungewöhnlichen Anthologie beigetragen.

17.03.2021: Pferde fliegen Businessclass – Was Tiere, Menschen und Gesellschaft im Nahen Osten verbindet von Olaf Koens und Roger Anis: In Aleppo werden Kämpfe gestoppt, um Zootiere kostenlos in die Türkei zu bringen. Im Arabischen Golf werden Tausende von Pferden in ein weniger warmes Land geflogen, wenn es für sie zu heiß ist. Tiere aus einem Zoo im Gaza-Streifen werden wegen der miserablen Bedingungen, unter denen sie leben, evakuiert, während die Grenze für Menschen hermetisch abgeriegelt ist. In den Golfstaaten, in glitzernden Städten wie Dubai, Doha und Abu Dhabi, werden Falken, Dromedare und Pferde besser behandelt als die Millionen pakistanischer oder indischer Gastarbeiter, die dort arbeiten. Tiere halten sich in klimatisierten Ställen auf, Menschen leben in Seecontainern voller Etagenbetten. Und wie ist es möglich, dass Vögel unter Spionageverdacht stehen und ihr Schicksal im Gefängnis abwarten müssen? In Pferde fliegen Businessclass nimmt uns der preisgekrönte Journalist Olaf Koens mit auf eine spannende Reise von den staubigen Straßen Gazas in die Wüste Katars, von der Türkei in die Krisengebiete Syriens und des Irak. Dabei stolpert er über bewegende und manchmal fast lächerliche Geschichten, in denen das Schicksal der Tiere das Elend, die Hoffnung und die Ängste einer ganzen Region offenlegen.

22.03.2021: Der Algorithmus der Menschlichkeit von Vera Buck: Eine Geschichte über die Grenzen zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz – eine Geschichte über das, was das Menschsein ausmacht. Wer Mari begegnet, dem fällt auf, dass sie intelligent ist und fast gespenstisch makellos. Aber auch, dass sie Witze nicht versteht, und alles sehr rational sieht. Und wer sie besser kennenlernt, dem fällt auf, dass Mari weder Schlaf noch Nahrung braucht. Denn Mari ist nur fast ein Mensch. Ihre künstliche Intelligenz lernt ständig dazu, um eine Aufgabe zu erfüllen: den Menschen glücklich zu machen. Doch als Mari nach einer unglücklichen Verkettung von Umständen mit einem bunt zusammengewürfelten Haufen Menschen, darunter der rebellischen Bloggerin Frieda und dem einsamen Studenten Linus, in einer Berliner Wohnung landet, erkennt sie, dass ihre Aufgabe alles andere als einfach ist. Die Welt folgt ihrer eigenen Logik, die Wünsche der Menschen sind irrational, und Mari muss begreifen dass es eine Welt jenseits der beweisbaren Fakten gibt. Wie soll sie Wesen glücklich machen, die keine Ahnung haben, was sie wollen? Doch dann kommt sie auf eine Lösung, mit der kein Mensch gerechnet hätte

22.03.2021: Über Menschen von Juli Zeh: Dora ist mit ihrer kleinen Hündin aufs Land gezogen. Sie brauchte dringend einen Tapetenwechsel, mehr Freiheit, Raum zum Atmen. Aber ganz so idyllisch wie gedacht ist Bracken, das kleine Dorf im brandenburgischen Nirgendwo, nicht. In Doras Haus gibt es noch keine Möbel, der Garten gleicht einer Wildnis, und die Busverbindung in die Kreisstadt ist ein Witz. Vor allem aber verbirgt sich hinter der hohen Gartenmauer ein Nachbar, der mit kahlrasiertem Kopf und rechten Sprüchen sämtlichen Vorurteilen zu entsprechen scheint. Geflohen vor dem Lockdown in der Großstadt muss Dora sich fragen, was sie in dieser anarchischen Leere sucht: Abstand von Robert, ihrem Freund, der ihr in seinem verbissenen Klimaaktivismus immer fremder wird? Zuflucht wegen der inneren Unruhe, die sie nachts nicht mehr schlafen lässt? Antwort auf die Frage, wann die Welt eigentlich so durcheinandergeraten ist? Während Dora noch versucht, die eigenen Gedanken und Dämonen in Schach zu halten, geschehen in ihrer unmittelbaren Nähe Dinge, mit denen sie nicht rechnen konnte. Ihr zeigen sich Menschen, die in kein Raster passen, ihre Vorstellungen und ihr bisheriges Leben aufs Massivste herausfordern und sie etwas erfahren lassen, von dem sie niemals gedacht hätte, dass sie es sucht. Juli Zehs neuer Roman erzählt von unserer unmittelbarsten Gegenwart, von unseren Befangenheiten, Schwächen und Ängsten, und er erzählt von unseren Stärken, die zum Vorschein kommen, wenn wir uns trauen, Menschen zu sein.

23.03.2021: Das Leben ist ein vorübergehender Zustand von Gabriele von Arnim: Ein Schlaganfall, zehn Tage später der zweite, haben ihren Mann aus allem herauskatapultiert, was er bis dahin gelebt hatte. Und aus ihr wird die Frau des Kranken. Der nicht deutlich sprechen, nicht gehen, nicht lesen, nicht schreiben kann – aber nach wie vor wasserhell denkt. Zutiefst eingekerkert in sich, ausgeschlossen von der Welt, die er bisher so großräumig bewohnt hat. Ein zerstörter Mensch, ein Bär ohne Wildnis. Und sie sitzt ratlos zusammen mit der Vergangenheit und der Zukunft auf der schmalen Bank namens Jetzt. Wie lebt man Krankheit? Zehn Jahre lang haben die beiden gekämpft, gelitten, gewütet und sich gegenseitig mit neuer Innigkeit kennengelernt. Gabriele von Arnim beschreibt in diesem literarischen Text, wie schmal der Grat ist zwischen Fürsorge und Übergriffigkeit, Zuwendung und Herrschsucht. Wie leicht Rettungsversuche in demütigender Herabwürdigung enden. Und Aufopferung erbarmungslos wird. Wie liebt und hütet man einen Mann, der an dem Tag zusammenbricht, an dem man ihm gesagt hat, man könne nicht mehr leben mit ihm? Wie schafft man die Balance, in der Krankheit zu sein und im Leben zu bleiben? „Das Leben ist ein vorübergehender Zustand“ ist eine leidenschaftliche, so kühle wie zärtliche Erzählung eines bedrängten Lebens.

23.03.2021: Sprachlaub oder: Wahr ist, was schön ist von Martin Walser und Alissa Walser: Texte von Martin Walser mit Aquarellen von Alissa Walser. «Du musst den Wörtern kündigen», notiert der Schriftsteller, oder: «Ich bin durchsichtig wie ein leeres Marmeladenglas.» In Augenblickstexten, Augenblickspoesien sammelt Martin Walser noch einmal Eindrücke von der Welt, wobei sein Sehen oft ein Sichversenken ist, sein Anschauen einer Wasseroberfläche, einer Lilie oder Baumkrone schon eine Art, über diese Dinge nachzudenken. Die Aquarelle Alissa Walsers entsprechen diesem Nachdenken; indem sie ausschweifen ins Sinnliche, weisen sie hin auf die landschaftlichen Quellen. Sie grundieren die Stimmungen des Autors mit dem Spektrum jahreszeitlicher Farben. Die Themen, die hier auf wenigen Seiten Platz finden, sind vielfältig und weitgespannt. Vor fast 80 Jahren hat Walser mit dem Schreiben begonnen, und noch immer tut er, was er auch damals getan hat, fixiert die eigenen Zustände, als wären sie endgültig, versucht gleichzeitig, offen zu bleiben. Motive: einer sein wollen, der man nicht ist; Sätze, die man sagen wollte und nicht sagte; Texte, die man schreiben wollte und nicht schrieb; Streit und Liebe. «Schicksal». Gespräche mit dem eigenen Knie oder einer Katze. Und dann das Hauptmotiv: dass es bald enden könnte. Der Schriftsteller richtet sich darauf ein, bereitet sich vor, sagt aber auch: «Ich wehre mich nicht, ich bin bedacht und will bis zum letzten Abend leben.»

24.03.2021: Einladung zum Schreiben von Doris Dörrie: Dieses Buch ist eine persönliche Einladung an jeden von uns, selbst zum Stift zu greifen und über das eigene Leben nachzudenken. In ›Leben, schreiben, atmen‹ erzählt Doris Dörrie von der Kraft des autobiographischen Schreibens und hat damit unzählige Leserinnen und Leser begeistert. Nun ermutigt sie uns, mit diesem Schreibjournal voller Inspirationen und Tipps in die eigene Geschichte einzutauchen und die Widersprüchlichkeit des Lebens zu umarmen.

24.03.2021: Der ehemalige Sohn von Sasha Filipenko: Eigentlich sollte der junge Franzisk Cello üben fürs Konservatorium, doch lieber genießt er das Leben in Minsk. Auf dem Weg zu einem Rockkonzert verunfallt er schwer und fällt ins Koma. Alle, seine Eltern, seine Freundin, die Ärzte, geben ihn auf. Nur seine Großmutter ist überzeugt, dass er eines Tages wieder die Augen öffnen wird. Und nach einem Jahrzehnt geschieht das auch. Aber Zisk erwacht in einem Land, das in der Zeit eingefroren scheint.

24.03.2021: Sind Sie das? von Charles Lewinsky: Was schmuggelt ein Schriftsteller bewusst oder unbewusst vom eigenen Leben in seine Bücher? Charles Lewinsky hat sich auf Spurensuche begeben und staunt, wie viel Persönliches sich ungewollt in seine Romane eingeschlichen hat. Was ihm nun die Gelegenheit gibt, sich in Anekdoten und Geständnissen an Hochgefühle ebenso zu erinnern wie an kritische Momente – so wie er sie in den eigenen Romanen als Spiegelungen wiederentdeckt hat.

24.03.2021: Ausgeliefert – Amerika im Griff von Amazon von Alec MacGillis: In seinem großen Gesellschaftsporträt der USA zeigt der preisgekrönte Investigativjournalist Alec MacGillis, dass es vor allem der Großkonzern Amazon ist, der die Spaltung Amerikas vorantreibt. Amazon sorgt dafür, dass die Schere zwischen Arm und Reich sich immer weiter öffnet, während immer weniger Menschen zu den Gewinnern gehören. In monopolartigen Verhältnissen akkumuliert Amazon immer mehr Reichtum und Macht und Jeff Bezos, schon jetzt der reichste Mann der Welt, profitiert weiter von der wachsenden Ungleichheit. In einer 10 Jahre umspannenden investigativen Recherche, die ihn von Washington nach Seattle, nach San Francisco, Baltimore und Ohio führte, hat MacGillis die Einzelschicksale, die Amazon prägt, zu einem Porträt der amerikanischen Gesellschaft verwoben. Er war in Columbus, Ohio, wo Amazon Steuern erlassen werden, obwohl der Warenhausbetreiber den Durchschnittslohn in der Region senkt. Und er war in Seattle, wo das gigantische Amazon Headquarter die Lebenskosten in die Höhe treibt und die einst pulsierende Black Community nahezu gänzlich verdrängt hat. »Ausgeliefert« ist mehr als das Porträt Amazons. Es ist das Porträt der Vereinigten Staaten von Amerika, die immer mehr unter den Schatten Amazons geraten. MacGillis zeigt eindringlich, wie sehr die Macht der Großkonzerne den gesellschaftlichen Zusammenhalt in den USA bedroht – und er lässt uns ahnen, was uns in Europa unmittelbar bevorsteht, wenn es uns nicht gelingt, die Macht Amazons zu beschränken.

26.03.2021: Reise mit zwei Unbekannten von Zoe Brisby: Die 90-jährige energische Maxine ist aus dem Seniorenheim ausgebüxt, um ihr Ableben selbstbestimmt zu regeln. Der schüchterne Student Alex hat Liebeskummer und braucht frischen Wind. Das Schicksal führt sie über ein Mitfahrportal zusammen. In einem uralten Twingo brechen sie zu einer Fahrt durch Frankreich nach Brüssel auf. Als Maxine von der Polizei gesucht wird, beginnt ein atemloses Abenteuer – mit Blick auf die grandiose Vielfalt des Lebens.

29.03.2021: Einfach abgefahren – Wie ich mit 65 Jahren und einem alten Benz 18.000 Kilometer durch 15 Länder reiste von Margot Flügel-Anhalt: Bestsellerautorin Margot Flügel-Anhalt hält es nach ihrem Motorradtrip um die halbe Welt nicht lange in Deutschland: Mit 65 Jahren, einem 24 Jahre alten Benz und ohne Reisepass macht sie sich auf, um 15 Länder über 18.000 Kilometern bis nach Südostasien zu bereisen. Die rüstige Rentnerin erzählt in „Einfach abgefahren“ nicht nur von berührenden Begegnungen mit Fremden und atemberaubenden Landschaften, sondern auch von bedrohlichen Momenten in Kriegs- und Krisengebieten. Ihre fesselnden Geschichten von unterwegs ziehen unweigerlich in den Bann und man stürzt sich ohne Zögern mit in dieses einmalige Abenteuer. Das beeindruckende Reisememoir einer beeindruckenden Frau, die die Freiheit in der Welt sucht und findet.

29.03.2021: Das Schönste an uns sind wir von Christiane Hastrich und Barbara Lueg: Fünfzig werden ist eine Zäsur im Leben. Der Blick in den Spiegel wird kritischer. Die Leichtigkeit der Jugend schwindet. Doch etwas in uns nimmt auch Anlauf. Wir sind ja mittendrin. Und fühlen uns manchmal präsenter denn je. Die Fernsehredakteurinnen Christiane Hastrich und Barbara Lueg haben Experten und Gleichaltrige befragt, um Antworten auf ihre Fragen zu bekommen: Was ist noch möglich an Neuanfängen? Was geht vorbei, was rückt an die Leerstellen? Natürlich zwickt das Älterwerden – aber bis dahin ist noch jede Menge Zeit für Abenteuer!

29.03.2021: Statt einsam gemeinsam – Wie wir im Alter leben wollen von Christiane Hastrich und Barbara Lueg: Wie wollen wir im Alter leben? Welche Lebensform passt zu uns? Diesen Fragen stellen sich die Journalistinnen Christiane Hastrich und Barbara Lueg und testen die Möglichkeiten kurzerhand selber aus. Sie legen sich ins Tinyhouse, bauen ihr Zelt bei den Dauercampern auf, nehmen sich ein Zimmer in der Seniorenresidenz und besuchen ein Mehrgenerationenhaus. Auf der Suche danach, was uns im Alter glücklich macht, haben sie Interviews geführt, Experten befragt und Vor- und Nachteile der Alternativen im ehrlichen Selbstversuch gegeneinander abgewogen. Eine inspirierende Entdeckungsreise in eine neue Lebensphase, die uns alle erwartet. Und in der wir uns neu erfinden können, statt einsam lieber gemeinsam!

Augenblicke im November und Dezember 2020

Dieser Blick zurück auf die vergangenen beiden Monate hat mir definitiv Spaß gemacht. Es sind doch viele schöne Augenblicke zusammengekommen, an die ich mich auf Anhieb nicht mehr erinnert hätte, wenn wir sie nicht als Videoschnipsel oder in Form von Fotos konserviert hätten. Gerade im Dezember gab es vieles zu überdenken und bedenken, so dass die Besinnlichkeit zwischen Sinnhaftigkeit und Unsinnigkeit leicht auf der Strecke bleiben konnte.

Aber genug zurückgeblickt. Schauen wir nach vorn und freuen uns auf 2021 – das Jahr, das in die Geschichte eingehen wird als das Jahr, das auf 2020 folgte 😉

✨ In diesem Sinne wünsche ich euch alles Gute fürs neue Jahr und lasst es euch gut gehen!

NaNoWriMo 2020 (Tag 16 bis 30)

Wie es mir mit dem NaNoWriMo 2020 bisher erging, könnt ihr dort nachlesen: Tag 1 bis 5 und Tag 6 bis 15.

 ✍️ Tag 16:
Es ist kein Tag zum Schreiben. Ich habe einfach keine Lust und kann mich nicht motivieren. Vielleicht würde es helfen, jetzt eben schnell einen Termin bei Focusmate zu buchen und eine Stunde zu schreiben. Aber ich will einfach nicht. Ich öffne Scrivener und nehme mir vor, genau einen Satz zu schreiben. Und das nur, weil ich dranbleiben will und die Serie an Schreibtagen hintereinander nicht unterbrechen will. Ich schreibe jedoch genau 333 Wörter. Das trage ich noch auf der NaNoWriMo-Website bei der Fortschrittsanzeige ein und soll mir für heute reichen.

✍️ Tag 17:
Ich habe immer noch keine Lust zu schreiben, aber ich mache es – in drei Etappen. Dennoch gelingt es mir nicht den Rückstand von gestern aufzuholen. Immerhin ist das Tagespensum geschafft und ich habe nochmal rund 300 Wörter draufgelegt. Immer noch schreibe ich die Geschichte herunter, die ich im Oktober geplottet habe. Aber ich merke, dass das, was ich derzeit schreibe, die Geschichte überhaupt nicht weiter bringt. Das ist irgendwie unbefriedigend und bremst mich aus. Es fühlt sich so an, als schreibe ich gerade für den Papierkorb. Dennoch mache ich erstmal weiter, um zu sehen wohin mich das ganze führt und ob nicht vielleicht doch noch etwas dabei herauskommt, das ich vielleicht später beim Überarbeiten noch gebrauchen kann.

✍️ Tag 18:
Die Schreiblust ist immer noch nicht zurück, aber ich nehme an der Zoom-Schreib-Session von 12:30 bis 13:30 Uhr bei Julia teil. Mein Ziel sind wieder 700 Wörter. Es läuft bei mir derzeit so schleppend, dass ich nicht mit mehr rechne. Aber ich schaffe 960 in der Zeit mit den rund 80 anderen Teilnehmenden. Es gab eine Stelle, bei der ich immer wieder lachen musste. Es ist ein komisches Gefühl, wenn man im Zoom-Fenster in der Rastereinteilung alle angestrengt und konzentriert schreiben sieht und man selbst immer wieder in Lachkrämpfe ausbricht, weil man sich kaum beherrschen kann. Ich hatte schon überlegt meine Videoübertragung auszuschalten, um die anderen nicht zu stören, habe mich aber schließlich doch wieder eingekriegt. Die Lage ist also bei mir doch nicht so ernst, wie ich dachte 😉 Später stoße ich noch durch die Write That Book Club Gruppe bei Facebook auf einen YouTube-Kanal, der die Pomodoro-Technik mit Hintergrundgeräuschen zum Schreiben koppelt: Peaceful Ambience. Das gefällt mir. Und auch das werde ich beizeiten ausprobieren.

✍️ Tag 19:
Ich habe immer noch keine Lust zu schreiben, schaffe aber bei fetziger Musik am späten Vormittag immerhin 1.336 Wörter. Ich bin nicht die einzige, bei der es nicht so ganz rund läuft. Julia hat sich für morgen folgendes vorgenommen:

Vor Jahren habe ich tatsächlich mal für kurze Zeit mit einem Spracherkennungssystem arbeiten müssen und bin immer noch traumatisiert. Auch habe ich immer schon lieber geschrieben, als geredet, weshalb mich das Diktieren so gar nicht reizen kann. Die Challenge werde ich hingegen gern aus der Ferne beobachten. 10.000 Wörter ist für mich als Schreibziel definitiv zu viel, aber vielleicht ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, dass ich mir für morgen vornehme, meinen Rückstand in Höhe von 3.672 Wörtern (inklusive morgigem Tagespensum) aufzuholen. Klingt doch eigentlich machbar, zumindest wenn ich es über mehrere Etappen konsequent über den Tag verteile. Denn zwei Stunden am Stück schreiben, wie ich es in der Anfangszeit gemacht habe, bekomme ich gerade nicht mehr hin. Meine Geschichte strebt dem Finale entgegen, aber es zeichnet sich ein Ende ab, das mir einfach nicht passt. So etwas würde ich selbst nicht lesen wollen. Das ist noch so etwas, das mich gerade beim Schreiben ausbremst.

Nebenbei rutsche ich aus dem Herunterschreibmodus, in dem die Wörter beinahe von selbst in die Geschichte fließen, allmählich in den Überarbeitungsmodus hinein. Mich begleitet das Buch über den Tag hinweg, auch wenn ich nicht daran schreibe. Ich habe unterschiedliche Ideen dieses NaNoWriMo-Skript zu verwerten. Jede Idee für sich ist spannend für mich und bietet unterschiedliche Perspektiven auf die Geschichte und die Art sie auszudrücken. Das will demnächst genauer ausgearbeitet und auf Tauglichkeit überprüft werden. Ein Grund sich auf die bevorstehenden Herausforderungen zu freuen. Damit kann ich mich voraussichtlich noch Jahre beschäftigen und werde nie in die Bedrängnis kommen, ein Buch veröffentlichen zu müssen, um mich womöglich gnadenlos Rezensierenden stellen zu müssen 🙂

✍️ Tag 20:
5:00 Uhr. Es geht los. Ich dachte mir, ich probiere es heute mal mit der Pomodoro Technik. Aber ich komme mit den 5-Minuten-Pausen nicht zurecht. Die 25-minütigen Schreibabschnitte passen für mich hingegen. Über den Tag verteilt mache ich 4 davon, wodurch ich 2.043 Wörter schreibe. Mehr schaffe ich jedoch heute nicht, auch wenn ich gerne meinen Rückstand aufgeholt hätte.

✍️ Tag 21:
Irgendwann gegen 11:00 Uhr schreibe ich heute meine ersten 25 Minuten und komme beim Ende des Skripts aus. Es ist gar nicht so schlecht geworden. Das kann man so machen. Jetzt habe ich 32.247 heruntergeschriebene Wörter, umgerechnet etwa 93 Taschenbuchseiten, die noch ausgeschmückt werden wollen. Absätze und Handlungsstränge, die noch sanfter zu einander finden und verknüpft werden wollen. Ein ansprechender Anfang, der noch gefunden werden will. Namen, die sich noch nicht stimmig anfühlen wollen geändert oder mit entsprechendem Leben durch Beschreibungen und kleine erläuternde Handlungen gefüllt werden. Und dann gibt es auch noch ein Scrivener-Manuskript, das unbedingt mal aufgeräumt werden will, weil ich einfach immer weiter geschrieben habe und manches eigens dafür angelegte Kapitel übersprungen habe, weil ich einfach auch zu kleinteilig geplottet habe. Dennoch hat mir das Plotten im Vorfeld dabei geholfen die Geschichte halbwegs geordnet herauszulassen. Ob es sinnvoll wäre, meine Geschichte jetzt in tatsächliche Kapitel einzuteilen oder auch einfach in Textfragmente, muss ich erst noch herausfinden. Ich habe den Eindruck, dass die eigentliche Arbeit erst jetzt beginnt.

✍️ Tag 22:
Mein Scrivener-Projekt räume ich ein wenig auf und installiere endlich das deutsche Wörterbuch, damit nicht mehr alle geschriebenen Wörter rot unterkringelt angezeigt werden. Ich hatte das bislang gelassen ignoriert, aber es sind halt nette Kleinigkeiten, die einem das Schreiben angenehmer machen können. Außerdem exportiere ich das Skript für Libre Office und aus purer Neugier anschließend auch gleich noch als epub, einfach weil mich interessiert wie und ob das funktioniert. Aber auch, weil ich gerade mit mir hadere und nicht so recht weiß, wie es jetzt weiter gehen soll. Mit dem Herunterschreiben bin ich durch. Den ersten Part habe ich bereits kopiert und könnte nun mit der Überarbeitung anfangen. Aber so einfach ist das nicht, denn auch wenn ich mich eigentlich im Vorfeld beim Plotten für ein Genre und sogar schon einen Klappentext entschieden hatte, kamen mir beim Schreiben insgesamt vier (!) Ideen, in welche Richtung ich dieses Skript überarbeiten könnte. Vier unterschiedliche Genres, deren Eigenarten berücksichtigt werden wollen und die Geschichte auf ihre ganz eigene Art und Weise interpretieren und richtungsweisend wären. Ich bin also erstmal weg vom klassischen NaNoWriMo-Wörterzählen. Mir helfen jetzt eher Papier und Bleistift um Überlegungen zu den einzelnen Bereichen festzuhalten und herauszufinden welches Genre die besten Voraussetzungen bietet. Und vor allem, welches sich für mich am Stimmigsten anfühlt.

✍️ Tag 23:
Ich komme gerade überhaupt nicht weiter mit meinen Überlegungen. Mein Skript ist ein autobiografischer Rohtext, den ich allerdings in der Art nicht weiterführen möchte, da er zu nah an der von mir erlebten Realität geschrieben ist. Das hat mir einige Dinge in meiner Biografie nochmal klarer vor Augen geführt. So nah und teilweise schmerzlich ich an manchen Themen auch dran war, so gut getan hat es jedoch auch, mit einigem Abstand nochmal darauf zu schauen. Aber ich will mit meinem Text niemanden verletzen oder vorführen oder gar über das Leben der Menschen urteilen und berichten, die mit meinem Leben verknüpft sind oder waren. Ich finde, dass ich dazu nicht das Recht habe. Deshalb könnte ich aus diesem Skript höchstens einen autobiografischen Roman machen, bei dem ich manche Bereiche und teilhabenden Personen zur Unkenntlichkeit verfremden müsste. Dazu müsste ich mich jedoch noch weiter von der Geschichte entfernen. Ich bin mir nicht sicher, ob mir das gelingt, denn diese Geschichte umfasst grob sechzehn Jahre meines Lebens. Aber sie hat auch Potenzial für einen nicht alltäglichen Liebesroman oder es ließe sich der Fokus auf den Mystery-Aspekt legen, so wie ich es eigentlich beim Plotten ursprünglich vorhatte. Aber beim Schreiben entwickelte sich der Drang, diese Geschichte erstmal möglichst ungefiltert und nur für mich herauszulassen. Wirklich eine Erfahrung für sich. Letzten Endes ließe sich aus der Quintessenz des Ganzen auch noch ein Sachbuch, beziehungsweise ein Ratgeber, formen. Scrivener speichert geduldig meine Überlegungen hierzu, aber meine geschriebene Wortzahl erhöht sich dadurch natürlich nicht.

✍️ Tag 24:
Ein Tag NaNoWriMo-Pause.

✍️ Tag 25:
Und noch einer. Ich überlege immer noch wie und was. Es wird kein Liebesroman werden. Ich lese sowas schon seit vielen Jahren nicht mehr gern, aber der Mysteryroman reizt mich nach wie vor. In den nächsten Tagen werde ich mir verstärkt Gedanken darüber machen, wie ich die Geschichte noch ein wenig mysteriöser machen kann, als sie ohnehin schon ist.

✍️ Tag 26:
Die Schreibpause genieße ich gerade, denke aber darüber nach, ab Dezember täglich eine Stunde zu schreiben, beziehungsweise mein Skript zu überarbeiten. Ohne Wörter zu zählen, das mag ich nicht mehr. Auf das Andere freue ich mich hingegen schon ein wenig. Abends trifft sich der Write That Book Club zum letzten Mal bei Zoom. Julia beantwortet eingesandte Fragen und auch für mich ist wieder vieles dabei, was ich interessant finde und für mich mitnehmen kann. Am Ende winken alle etwa 80 Teilnehmenden in die Kamera und verabschieden sich lautstark über die für alle geöffneten Mikrofone. Ein etwas chaotischer aber schöner Abschluss.

✍️ Tag 27:
Ich werde gegen 7:30 Uhr allmählich wach. Mir kommt ein Gedanke zu meiner Geschichte in den Kopf, der gleich Besitz von mir ergreift und mich nicht loslässt. Ich freue mich darüber, denn ich weiß, dass mir das weiterhelfen wird. Schließlich beschließe ich aufzustehen, um gleich aufzuschreiben, was mir da in den Kopf gekommen ist. Und just in dem Moment, in dem ich mich aus dem Bett schwinge ist die Idee weg. Vergessen. Und mir will ums verrecken nicht mehr einfallen, was ich da Hilfreiches vergessen habe. Über den ganzen Tag verteilt, versuche ich immer mal wieder, ob es mir nicht vielleicht doch noch einfällt. Aber nichts. Mittlerweile glaube ich, dass ich nur geträumt habe, dass ich eine kostbare Idee zu meinem Buch hatte.

✍️ Tag 28 und 29:
NaNoWriMo? Was war das nochmal? Ich nehme an beiden Tagen an einem Webinar teil und bin damit völlig ausgelastet.

✍️ Tag 30:
Der letzte Tag des NaNoWriMo 2020, den ich definitiv nicht geschafft habe.

✍️ Mein Fazit:
Der NaNoWriMo 2020 hat sich für mich definitiv gelohnt, wenn ich schon allein an die vielen Dinge denke, die ich durch Julia und den Write That Book Club kennengelernt habe. Das war wirklich bereichernd und hat den NaNoWriMo zu etwas sehr Lebendigem, Inspirierendem und immer wieder Motivierenden gemacht. Es ist fast ein wenig schade, dass sich das nicht wiederholen lässt. Denn ich bin mir ziemlich sicher, dass dies mein erster und letzter NaNoWriMo war. Das Wörterzählen finde ich widersinnig und nervig. Aber sich zum Schreiben zu verabreden und in der Zeit dann genau das zu tun, war klasse. Bei Focusmate werde ich mich sicherlich noch öfter einloggen und Termine machen, das funktioniert ja glücklicherweise unabhängig vom NaNoWriMo.

Auch wenn ich das eigentliche Ziel, 50.000 Wörter zu schreiben, nicht geschafft habe, war der NaNoWriMo für mich doch ein Erfolg. Innerhalb von 21 Tagen habe ich eine grobe Geschichte heruntergeschrieben, die mir seit Jahren auf der Seele lag und in ihrer Komplexität auch einiges an Druck erzeugt hat. Ganz von selbst hatte dabei der autobiografische Anteil das Schreiben komplett übernommen, so dass nicht der ursprünglich geplante Mystery Roman in einer Urfassung entstanden ist. Man könnte hierbei wohl von therapeutischem Schreiben sprechen, das mir sehr gut getan hat und diese Geschichte einfach aus meinem Kopf herausgelassen hat. Ich bin mir allerdings noch nicht sicher, was daraus noch werden soll. Vielleicht gönne ich mir einfach noch etwas Bedenkzeit und schaue mir das Skript dann im nächsten Jahr nochmal genauer an.

Bücherfreunde-Weihnachtsmarkt 2020

Eigentlich hatte ich geplant für dieses Jahr auch mal einen Adventskalender auf meinem Blog anzubieten, wo es jeden Tag etwas Anderes zu entdecken gibt. Aber wie der Satzanfang schon vermuten lässt, habe ich mich dann doch anders entschieden. Wieder einmal.

Stattdessen habe ich mir überlegt, dass ich heute zum 1. Advent einfach alle Adventskalendertürchen auf einmal öffne und euch hiermit zu einem virtuellen Bücherfreunde-Weihnachtsmarkt einlade, nachdem in diesem Jahr auch alle Weihnachtsmärkte dem Corona-Virus zum Opfer gefallen sind. Leider habe ich keinen Glühwein oder heiße Schokolade-Variationen für euch und nicht mal mit Nutella-Crêpes, Waffeln oder feinstem Backwerk kann ich euch dienen. Stattdessen habe ich mir überlegt, womit Bücherfreunde anderen Bücherfreunden eine Freude machen können.

Dazu habe ich aus den vergangenen hier gebloggten Jahren Bücher herausgesucht, die ich gelesen habe und selbst an die unterschiedlichsten Leser auch weiterverschenken würde. 24 sind es geworden, um bei der magischen Adventskalenderzahl zu bleiben. Per Klick gelangt ihr übrigens zu der jeweiligen Leseprobe [Werbung]:

Und weil wir in diesem Jahr Weihnachten unter Corona-Bedingungen feiern, gibt es ausnahmsweise noch ein 25. Buch dazu – für alle die, die halt nicht gern lesen und es über sich ergehen lassen müssen, von einem Bücher-Nerd beschenkt zu werden 😉

Außerdem habe ich mich ein wenig umgeschaut und unterschiedliche Dinge und Krimskrams gefunden, die so manches Bücherfreundeherz höher schlagen lassen. Ein klein wenig Leseluxus ist ja manchmal auch ganz nett. Vielleicht ist ja auch der ein oder andere Geschenktipp für euch oder eure lesebegeisterten Lieben dabei. Viel Spaß beim Stöbern – der Klick aufs Bild oder auf die weiter unten aufgeführten Links, führt zu den jeweiligen Artikeln [Werbung]:

Und dann gibt es noch bei Frostbeard [Werbung] Kerzen, die nach alten Büchern, nach dem Schulleiter-Büro oder nach Buchhandlung duften. Oder wie wäre es mit den Literarischen Tees von RosieLeaTeaUK [Werbung]. Außerdem fand ich noch einen Stoffbeutel mit dem Aufdruck „I’d rather be reading“ bei Routine Printing [Werbung] und ungewöhnliche Lesezeichen bei myBOOKmark [Werbung]. Oder wie wäre es mit einem selbst gestalteten Buch von blurb [Werbung], einem personalisierten Roman von Personal Novel [Werbung] oder Geschichten, die auf Buchrollen [Werbung] geschrieben wurden? Für wen Geld hingegen keine Rolle spielt, für den ist vielleicht das „Paper Passion Perfume“ etwas, weil es den einzigartigen Duft frischgedruckter Bücher einfing und nur noch als Sammlerstück zu haben ist.

Oder wie wäre es mit einem berühmten Klassiker als Graphic Novel oder einem Mindfood-Gutschein, also einer selbst zusammengestellten Bücherliste mit sogenanntem Mindfood, aus der sich der oder die zu Beschenkende etwas aussuchen darf? Ich persönlich liebäugle ja mit der Leseliste mit 99 Büchern, die man gelesen haben muss zum Freirubbeln [Werbung], auch wenn es für mich sicherlich auf Dauer deprimierend wäre, weil ich niemals dazu käme „Ulysses“ freizurubbeln. Dann vielleicht doch lieber die Leseliste mit 99 Wirtschaftsbüchern zum Freirubbeln [Werbung].

Mir hat es großen Spaß gemacht für diesen virtuellen Bücherfreunde-Weihnachtsmarkt das Internet zu durchstöbern und mich darüber zu wundern, was es so alles gibt. Abgesehen von den oben aufgeführten Büchern habe ich jedoch keine Erfahrung mit den hier genannten Artikeln. Ich kann also keine Empfehlung aussprechen, aber hier soll nur die ein oder andere Idee mit auf den Weg in die Adventszeit gegeben werden, in der ja meist auch Weihnachtsgeschenke besorgt werden. Vielleicht schafft ihr es ja trotz Corona doch den ein oder anderen Artikel außerhalb des Internets zu kaufen und damit eure lokalen Büchhändler und Einzelhändler zu unterstützen. Sie werden es euch danken.

Ich wünsche euch und euren Lieben trotz aller derzeitigen Einschränkungen eine schöne Adventszeit – und bleibt gesund!

Frisch auf dem Buchmarkt: November 2020

Unter den Neuerscheinungen im Monat November gibt es wieder einiges Interessantes zu entdecken. Mal leuchtet der Mond hell über der Arktis, dann wird in fremden Tagebüchern gelesen, es gibt eine faszinierende Reise in die innere und äußere Wildnis von Menschen und Tigern, man kann eine dicke Frau und ihren kleinwüchsigen Geliebten erleben, feiert die Vielfalt und Größe schreibender Frauen, wird in die dunkelsten Abgründe sowohl der menschlichen als auch der amerikanischen Geschichte geführt, erfährt von einer Frau, die mit dreißig aufhört zu altern, verfolgt die größte Arktisexpedition aller Zeiten, durchlebt die Welt der Online-Rollenspiele und kann mit Roger Willemsen unterwegs sein.

Aber schaut selbst:

02.11.2020: Das Lied der Arktis [Werbung] von Bérengère Cournut: Der Mond leuchtet hell über der Arktis, als das Eis bricht und Uqsuralik von ihrer Familie trennt. Auf einen Schlag ist sie vollkommen allein in der ewigen Polarnacht. Ihr einziger Schutz ist ein Bärenfell, und sie weiß: Sie darf niemals stehen bleiben. Zwischen Fjorden und Eisbergen lernt sie die Sprache der Natur, den Robben nachzuspüren und die Geister zu fürchten. Nach Tagen der Einsamkeit begegnet sie einer anderen Nomadenfamilie und schließt sich der Gemeinschaft an. Doch was zunächst als Rettung erscheint, birgt neue unvorhersehbare Gefahren.

02.11.2020: Stand spät auf, legte mich aber wieder hin [Werbung] von Rainer Wieland: Arthur Schnitzler nannte es einen „Spucknapf meiner Stimmungen“: das Tagebuch. Denn es erzählt von persönlichen Triumphen und Enttäuschungen, hochfliegenden Plänen und erotischen Fantasien, es ist Beichtstuhl und Ideenspeicher zugleich. Das Tagebuch muss auf niemanden Rücksicht nehmen. Und vielleicht gehören deshalb so viele zum Schatz der Weltliteratur: Von Samuel Pepys, den Brüdern Goncourt, Christoph Kolumbus, Lew Tolstoi, Franz Kafka und Virginia Woolf bis zu Thomas Mann, Andy Warhol und Martin Walser – alle großen Tagebuchschreiber werden in dieser ultimativen Sammlung zu Wort kommen. Über 1000 Fundstücke voller Einsichten und Indiskretionen von mehr als 160 Autoren hat Rainer Wieland zu einem einzigartigen Buch komponiert: 500 Jahre Tagebücher in einem großen Diarium, das sich über 365 Tage von Neujahr bis Silvester erstreckt.

02.11.2020: Tiger [Werbung] von Polly Clark: Eine faszinierende Reise in die äußere und innere Wildnis von Menschen und Tigern. Für Frieda, eine englische Primatenforscherin, sind Tiger nichts als wilde Tiere, ihr fremd in ihrer rohen Aggression. Aber seit sie in einem kleinen Zoo in Devon arbeitet, begegnet sie den Wildkatzen täglich. Nach und nach beginnt sie sich für das Wesen der Tiger zu interessieren; dann, sie zu verstehen, und schließlich, sie zu lieben. Durch sie lernt sie einen Teil von sich selbst neu zu entdecken und begibt sich auf eine Reise, die sie bis nach Sibirien führt, wo ihr eigenes Schicksal sich mit dem von Tomas, einem einsamen Mann in den Wäldern der Taiga, der kleinen Sina, einem wilden Mädchen, und dem der Tiger auf überraschende Weise verbinden wird. Eine lyrische, abenteuerliche, sinnliche, schlicht gewaltige Geschichte von einem Mann, einer Frau und einem Kind, deren heimlich miteinander verknüpfte Leben tief im Zeichen des Tigers stehen.

03.11.2020: Schau mich an [Werbung] von Elif Shafak: Die Spiegel-Bestsellerautorin Elif Shafak spielt mit den Vorstellungen von Schönheit und Hässlichkeit, als wären sie Zauberwürfel, und erschafft damit eines ihrer ungewöhnlichsten Werke: eine humorvolle und tiefgreifende Erkundung dessen, was es heißt, zu schauen und angeschaut zu werden. Die Frau ist so dick, dass sie überall angestarrt wird. Auch ihr Geliebter, ein Kleinwüchsiger, zieht die Blicke auf sich. Doch während sie sich vor der Welt verstecken möchte, drängt er ins Licht – um jeden Preis. „Schau mich an“ ist eines der ungewöhnlichsten Werke von Elif Shafak: eine humorvolle, tragische und Jahrhunderte überspannende Erkundung dessen, was es heißt, andere anzublicken und angeblickt zu werden.

03.11.2020: Schreibtisch mit Aussicht [Werbung] von Ilka Piepgras: Vom Glück des Schreibens und von dessen Preis, von Routine und Ritualen, von Vorbildern und Verzicht: 24 bedeutende Schriftstellerinnen erzählen davon auf sehr persönliche Weise. Schreiben ist harte Arbeit, das gilt unabhängig vom Geschlecht, und es ist Synonym für aller höchste Konzentration. Bislang sind Werkstattberichte von Frauen rar. Dieses Buch versammelt nun erstmals Beiträge über die Schnittstelle von Leben und Kunst. Mal ergreifend und offenherzig, mal pragmatisch und wirklichkeitsnah reflektiert jeder Text auf eigene Art weiblichen Schöpfergeist und räumt mit überholten Schriftstellerinnen- Klischees auf. Was bringt Schriftstellerinnen dazu, zu schreiben? Womit kämpfen sie im Alltag, was beflügelt sie, was lässt sie dranbleiben? Dieses Buch feiert die Vielfalt und Größe schreibender Frauen.

05.11.2020: Aus dem Schatten des Vergessens [Werbung] von Martin Michaud: Der Krimi-Bestseller aus Kanada — Montreal, heute: Am Tag vor Weihnachten wird Judith Harper, eine renommierte Psychologin, auf grausame Weise umgebracht. Zur gleichen Zeit verschwindet Nathan Lawson, ein angesehener Anwalt, nachdem er in Panik Dokumente auf einem Friedhof vergraben hat. Wenig später stürzt sich ein Obdachloser von einem Wolkenkratzer. Im Mantel des Obdachlosen: die Brieftaschen von Harper und Lawson. Als Sergent-Détective Victor Lessard, der selbst ein Getriebener ist, gemeinsam mit seiner Partnerin Jacinthe Taillon die Ermittlungen aufnimmt, wird den beiden eine verstörende Aufnahme zugespielt, auf der die Stimme von Lee Harvey Oswald zu hören ist, dem Mann, der einst J. F. Kennedy erschoss und der jetzt aus dem Grab zu ihnen spricht. Lessard und Taillon stehen vor einem Fall, der sie in die dunkelsten Abgründe sowohl der menschlichen Seele als auch der amerikanischen Geschichte führt.

05.11.2020: Die Frau, die nicht alterte [Werbung] von Grégoire Delacourt: Martine führt mit Ende zwanzig ein glückliches Leben. Sie hat studiert, mit André den Richtigen gefunden, ihn geheiratet und einen Sohn zur Welt gebracht. Die Zukunft ist für sie ein großes Versprechen. Doch als sie mit dreißig plötzlich aufhört zu altern, gerät alles ins Wanken. Was nach dem unerreichbaren Traum so vieler Frauen klingt, wird für Martine Wirklichkeit – und zu einer ungeahnten Zerreißprobe, auch für ihre Familie. Denn wer will für immer jung sein, wenn die Liebsten, die Freunde, die Verwandten, wenn alle anderen altern? Der neue Roman des Bestsellerautors Grégoire Delacourt ist eine mitreißende Parabel auf unser bizarres Streben nach ewiger Jugend, auf die Schönheit des Alters und die alles überwindende Kraft der Liebe.

16.11.2020: Eingefroren am Nordpol [Werbung] von Markus Rex: Ein Jahr im Eis: Die größte Arktisexpedition aller Zeiten. Am 20. September 2019 startete die größte Arktisexpedition aller Zeiten: Die »Polarstern« verließ den Hafen von Tromsö, um sich am Nordpol einfrieren zu lassen. An Bord hat sie Wissenschaftler aus 19 Nationen, die in der Arktis ein Jahr lang die Auswirkungen des Klimawandels untersuchen werden. Markus Rex, der Leiter der »MOSAiC« genannten Forschungsmission, erzählt in seinem Buch die Geschichte dieser einmaligen Expedition: Er berichtet vom Alltag unter den extremen Bedingungen der Arktis, von den logistischen und planerischen Herausforderungen und von den wissenschaftlichen Erkenntnissen, die die Forscher im Eis sammeln konnten. »Eingefroren am Nordpol« ist die Geschichte eines großen Forschungsabenteuers und zugleich ein eindringlicher Blick auf die dramatischen Folgen des Klimawandels. Mit vielen farbigen Abbildungen, u.a. exklusiven Fotos von der Expedition, Grafiken und Karten.

25.11.2020: 88 Namen [Werbung] von Matt Ruff: Teils Detektivgeschichte, teils Science-Fiction-Thriller – der neue, witzige Roman von Kultautor Matt Ruff. John Chu liebt seinen Job. Als Sherpa begleitet er zahlungskräftige Kunden in Online-Rollenspiele wie das populäre Call to Wizardry und zeigt ihnen die Kniffe des Games. Das Geschäft brummt, und John würde sich als glücklich bezeichnen, wären da nicht zwei klitzekleine Probleme: Zum einen hat seine Ex-Freundin nach einer unglücklich verlaufenen Trennung geschworen, seine berufliche und private Existenz zu vernichten. Zum anderen vermutet er, dass es sich bei seinem neuesten Kunden in Wirklichkeit um den nordkoreanischen Diktator Kim Jong-un handelt, der die virtuelle Welt studieren möchte, um sie für seine politischen Zwecke zu instrumentalisieren. John versucht, der wahren Identität des ominösen »Mr. Jones« auf die Spur zu kommen – und verstrickt sich in ein Komplott, das ihn den Kopf kosten könnte. Für Leser*innen von Ernest Cline, Jasper Fforde und Douglas Adams.

25.11.2020: Unterwegs [Werbung] von Roger Willemsen: Schon als kleiner Junge hatte er immer einen gepackten Koffer unterm Bett. Aus dem kleinen Jungen ist ein großer Reisender geworden und ein begnadeter Erzähler. Ob Tokio, der Kongo oder Afghanistan, von überall brachte Roger Willemsen Geschichten mit. Das Reisen bedeutete ihm aber weit mehr. Dieser Band erzählt davon und von seiner Sehnsucht nach der Fremde. »In Wirklichkeit gelangt man immer nur an einen weiteren treibenden Ort, um sich dann neuerlich abzustoßen und vielleicht endlich an jenem instabilen Ort einzutreffen, den ich nur deshalb ›Zuhause‹ nenne, weil er mehr Rituale versammelt als andere.« (Roger Willemsen)

Welche Neuerscheinungen interessieren euch im November besonders?

umgeSCHAUt im Oktober 2020

Ich denke, ich muss möchte dringend mal eine Biografie von Alice Schwarzer lesen. Und endlich ein Buch von Ferdinand von Schirach.

Mir gefällt es nicht, wenn Denis Scheck „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ abwertend als rassistische Literatur bezeichnet, selbst wenn es unter gewissen Gesichtspunkten betrachtet so sein mag.

Die Biografie des Sams-Erfinders Paul Maar erscheint mir lesenswert. Fast bekomme ich bei dem Beitrag im Bücherjournal Lust darauf, auch die Bücher vom Sams zu lesen.

„Beinahe Alaska“ könnte ein Roman für meine BUCHweltreise sein und „Der undankbare Flüchtling“ bietet sicherlich viel Stoff zum Nachdenken und diskutieren.

Und das sind die Links zu den Sendungen, die noch eine ganze Zeit lang in den Mediatheken oder bei YouTube verfügbar sind:

01.10.2020: lesenswert Quartett: Diskutiert wird im SWR2 lesenswert Quartett über Bücher von Judith Zander, Robert Seethaler, David Grossman und Wolfram Eilenberger.

06.10.2020: Literaturclub: Nicola Steiner, Elke Heidenreich, Thomas Strässle und – als Gast – der Schriftsteller Usama Al Shahmani sprechen in der Jubiläumssendung über «Aus der Zuckerfabrik» von Dorothee Elmiger, «Die Marschallin» von Zora del Buono, «Elbwärts» von Thilo Krause sowie «Während wir feiern» von Ulrike Ulrich.

06.10.2020: Show don’t tell: Die große KiWi & Galiani Bücherschau aus Berlin und am 08.10.2020: Show don’t tell aus Köln: In einer Mischung aus Latenight-Show, Festival, Lesung und Talk unter dem Titel SHOW, DON’T TELL! präsentiert der KiWi-Verlag 22 Autorinnen und Autoren an zwei Abenden, je ca. 140 Minuten, in Berlin, in Köln und im Livestream.

09.10.2020: Das Literarische Quartett: Gastgeberin Thea Dorn lädt in der Herbst-Ausgabe zum munteren Disput wieder mit drei prominenten Gästen: Juli Zeh, Sibylle Lewitscharoff und Bernhard Schlink. Wie immer mit aktuellen Büchern im Gepäck.

12.10.2020: druckfrisch: Männer und Frauen, Sex und Macht: Wie Alice Schwarzer in Deutschland den Feminismus erfunden hat. Und: Sehnsucht und Poesie, Freundschaft und Erinnerung. Wie Iris Wolff die Geschichte einer Familie im 20. Jahrhundert erzählt.

14. bis 18.10.2020: Frankfurter Buchmesse Special Edition 2020: Meine Eindrücke der digitalen Ausgabe der Frankfurter Buchmesse mit zahlreichen Links zu Beiträgen: Dienstag und Mittwoch | Donnerstag Freitag | Samstag und Sonntag .

18.10.2020: Buchzeit: Gert Scobel diskutiert mit den Literaturexpertinnen Barbara Vinken (Literaturwissenschaftlerin LMU München), Sandra Kegel (Feuilletonleitung FAZ) und Katrin Schumacher (Redaktionsleitung Literatur MDR) über „Die Topeka Schule“ von Ben Lerner, „Die verschwindende Hälfte“ von Brit Bennet, „Der Chauffeur“ von Heinrich Steinfest und „Das Haus an der Keizersgracht“ von Rinske Hillen.                                                                       

18.10.2020: ttt – titel, thesen, temperamente – Die 72. Frankfurter Buchmesse: Die Messehallen bleiben diesmal leer, internationale Autoren können nicht anreisen. „ttt“ besucht für das Extra zur Buchmesse folgende Schriftsteller: Ayad Akhtar, Stefanie Sargnagel, Yvonne Adhiambo Owuor, Amartya Sen und Irvine Welsh.

22.10.2020: lesenswert: Christoph Peters nimmt uns in seinem „Dorfroman“ mit in die 70er Jahre, in ein durch den Bau eines AKW zerrissenes Dorf am Niederrhein. Der bekannte Meteorologe Sven Plöger hat ein Buch über den Klimawandel geschrieben. Außerdem bringt er drei Bücher mit, die sein Leben geprägt haben.

28.10.2020: Bücherjournal: Julia Westlake stellt vor: „Wie alles kam“ von Paul Maar, „Reckless“ von Cornelia Funke, „Bauern, Land“ von Ute Ruge, „Beinahe Alaska“ von Arezu Weitholz, „Schwitters“ von Ulrike Draesner, „Der undankbare Flüchtling“ von Dina Nayeri, „Flucht“ von Issa Watanabe, „Der verlorene Sohn“ von Olga Grjasnowa und „Loving“ von Neal Treadwell.

Viel Spaß beim Anschauen – und gute Lektüre!

erLESENer Oktober 2020

Eigentlich müsste die Überschrift eher „unerLESENer Oktober 2020″ lauten. Denn in dem Monat bin ich kaum zum lesen gekommen und habe tatsächlich hier nur die Rezension für ein Hörbuch veröffentlicht.

Das passiert, wenn die Bildschirmzeit die Lesezeit auffrisst. Und davon gab es wirklich viel in dem Monat. Erst die digitale „Frankfurter Buchmesse Special Edition“ vom 14. bis 18. Oktober, dann „Adobe Max – The Creativity Conference“ vom 20. bis 23. Oktober und zum Abschluss noch das „Greator Festival Online“ vom 25. bis 31. Oktober. Ich habe das alles sehr genossen, aber es war auch viel Input in kurzer Zeit. Zeit und Lust zu lesen hatte ich in der übrig gebliebenen ‚Freizeit‘ wenig, wenn man mal von den obligatorischen 2 bis 3 Buchseiten absieht, die es kurz vor dem Einschlafen manchmal dann doch noch sein müssen. Stattdessen habe ich in dem Monat auch noch begonnen eine Idee, die mir seit Jahren im Kopf herumspukt, zu strukturieren und für den NaNoWriMo vorzubereiten. Das soll mir dabei helfen im November einen Text im Umfang von etwa 50.000 Wörtern herunter schreiben zu können, aus dem sich vielleicht mit anschließender Überarbeitung ein Roman machen lässt. Eine wirklich interessante Erfahrung, wie ganz allmählich eine immer greifbarere Geschichte aus der Stichwortsammlung erwächst.  Der November ist also etwas entspannter und ich werde hoffentlich wieder mehr Zeit zum Lesen finden. Oder auch nicht. Wir werden sehen 🙂