Weekly Photo Challenge: Glow

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Glow

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5zig

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Ein Geburtstag wie jeder andere – und irgendwie auch nicht. Ich habe jetzt ein Alter erreicht, von dem ich vor Jahren gedacht habe, es wäre alt. Tatsächlich habe ich einige Lebenslinien um die Augenwinkel herum, habe gewichtstechnisch zugelegt und an der ein oder anderen Stelle des Körpers ziept es schon mal ganz ordentlich. Auf der anderen Seite habe ich gelernt mit meiner Krankheit umzugehen, lebe seit einigen Jahren in einer wundervollen Beziehung, genieße die Ruhe, die in manchen Bereichen meines Lebens eingekehrt ist und erlebe den seit einigen Monaten eingekehrten Zuwachs an Sport und Bewegung als bereichernd. Auf gehts – in meine persönlichen 50er Jahre 🙂

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…Thema: Nebel

Ein Morgen, an dem wir rechtzeitig wach waren und beschlossen, noch vor dem Frühstück fotografieren zu gehen. Aber uns erwartete nicht nur ein bezaubernder Sonnenaufgang, sondern auch Nebelschwaden, die schwer über der Niers und den angrenzenden Weiden hingen. Es entstanden wundervoll mystische Nebelfotos und als wir uns schon fast auf den Nachhauseweg machen wollten, entdeckten wir noch diese müde Herde, die uns erstaunt, aber gelassen anblickte 🙂

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punkt1-259x300„Punkt, Punkt, Punkt“ ist ein Projekt von Sunny von Always sunny, bei dem die Woche Sonntags mit einem von den Teilnehmern vorgeschlagenen Wort startet, zu dem sie dann einen Beitrag auf ihrem Blog veröffentlichen können. Pro abgegebenem Bild/Beitrag sammelt Sunny 5 Cent auf einem Spendenkonto. Das Geld bekommt in 2017 Ärzte ohne Grenzen. Eine tolle Idee!

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Ein Jahr in Frankreich – Birgit Kaspar

„Eigentlich hätte es schon lange Frankreich sein sollen. Doch dann kam der Nahe Osten dazwischen. Heute weiß ich: Alles hat seine Zeit.“ (S. 7)

Von Beirut nach Belloc – Die deutsche Journalistin Birgit Kaspar, geboren 1963 in Köln, ist nach mehr als zehn Jahren Nahostberichterstattung nach Europa zurückgekehrt. Seit August 2011 lebt sie nahe Toulouse in Südwestfrankreich, zwischen Atlantik, Mittelmeer und Pyrenäen und genießt dort die neuen Herausforderungen in „la France profonde“.

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In „Ein Jahr in Frankreich“ schreibt Birgit Kaspar auf amüsante und unterhaltsame Weise über ihr erstes Jahr in ihrer neuen Wahlheimat, dem kleinen französischen Dorf Belloc, und führt den Leser durch 12 Kapitel, die den Monaten ihres ersten Jahres entsprechen. Dabei erzählt die sympathische und aufgeschlossene Journalistin von kleineren und größeren Unwegsamkeiten, von Kuriositäten und Eigenheiten von Land und Leuten. Teilweise ist sie mit oder ohne ihren Mann aus beruflichen oder privaten Gründen auch in verschiedenen Gebieten Frankreichs unterwegs, so dass man einen kleinen Eindruck über die Vielfältigkeit dieses Landes bekommen kann. So erkundet sie unter anderem die Hauptstadt des Parfums, fliegt aus der Provinz nach Paris um schnell wieder in die Provinz zurückzukehren, beobachtet am Montblanc die Gletscherschmelze und erfährt auf Korsika Neues über das Streben nach Eigenständigkeit der Insel.

Sie behält zum Teil französische Begriffe und kurze Redewendungen bei und erzeugt dadurch beim Lesen eine besondere Atmosphäre. Mein eingerostetes Schulfranzösisch reichte aus, um vieles zu verstehen, aber die Autorin verknüpft die französische Sprache mit der deutschen so geschickt, dass unbekannte Vokabeln sich im Text selbst erklären ohne dass es stumpf übersetzt wirkt. Durch diese Verquickung der Sprachen ergibt sich im Kopf eine besondere Lesemelodie, die einen noch ein wenig mehr nach Frankreich versetzt und dafür sorgt, dass man sich am liebsten gleich auf den Weg machen möchte, um dieses Land auf eigene Faust zu erkunden. Auch wächst einem beim Lesen nicht nur das Land sondern auch die sympathische Journalistin ans Herz, die von sich sagt:

„Vermutlich werde ich immer l’Allemande bleiben. Aber eine Fremde, mit der man befreundet sein kann, die man respektiert. Weil auch sie die Bellocois mit ihren Eigenheiten, Traditionen und Bräuchen achtet. Jedenfalls wünsche ich mir das.“ (S. 177)

-> Zur Leseprobe



Birgit Kaspar
Ein Jahr in Frankreich
Flexcover, 192 Seiten
ISBN: 978-3-451-06897-3
€ (D) 16,00
Verlag: Herder Verlag
Erschienen: 18.08.2017


testMit diesem Buch ging es für mich literarisch nach Frankreich. Das Ziel der Buchweltreise ist es, Bücher über möglichst viele Länder der Welt  zu lesen.  HIER kann man sich die Liste der Mitreisenden und ihre bisherigen Reiseziele ansehen oder sich anmelden und mitmachen.

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abc.etüden: Ungezogen

Zähmen wollte er sie – einfach lächerlich dieses Wort zu benutzen und sie damit einem wilden Tier gleichzustellen. Vermutlich stand ihm eher der Sinn nach einem dressierten Zirkuspferd, das er nach seinem Gutdünken dirigieren und nach seiner Pfeife tanzen lassen konnte. Das würde dann allerdings auch die Lederpeitsche erklären, die sie in seinem Schlafzimmer auf der Kommode entdeckt hatte und von der sie trotz Verzierung mit goldfarbenen Nieten nicht glauben konnte, dass sie ein Dekoelement sein sollte.

Von einem Probemonat hatte er gesprochen und einen Vertrag sollte sie unterzeichnen.  Dabei hatte alles so nett angefangen. Warum geriet sie nur immer an die Falschen? Das Ganze war für sie völlig inakzeptabel und auf der ganzen Linie fragwürdig.

Sie warf einen letzten Blick auf den Mann, den sie in der vergangenen Nacht noch so faszinierend gefunden hatte und zog beim hinausgehen leise und enttäuscht die Haustür hinter sich zu.


Bei den abc.etüden geht es darum, 3 Worte in einer Geschichte unterzubringen, die maximal 10 Sätze umfasst. In dieser Woche kommt die Wortspende von Red Skies Over Paradise und lautet: Monat, fragwürdig, gehen.

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Weekly Photo Challenge: Scale

„Der Maßstab, den wir an die Dinge legen, ist das Maß unseres eigenen Geistes.“

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach (1830 – 1916)

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 Scale

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Weil ich ein Dicker bin – Bertram Eisenhauer

„Es ist einfach so: Wer ums Abnehmen kämpft, wird auf sich selbst zurückgeworfen. Es geht ständig um den eigenen Körper, den man belauert, als sei man sein eigener Stalker, um die Regungen der eigenen Seele. Und auch wenn Kollegen, Partner, Kinder dich ermuntern: Letztlich machst du die Sache mit dir selbst aus, allein.“ (S. 26)

Gleichzeitig scannt man seine Umwelt nach diesem Thema ab und so stieß ich auch auf „Weil ich ein Dicker bin“, das im vergangenen Jahr erschienen ist und sich seitdem auf meiner Bücherwunschliste befand.

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Er war ein pummeliger Teenager, er war ein dicker Student, heute ist er ein adipöser Erwachsener. Übergewicht hat ihn definiert, so lange er zurückdenken kann. Jetzt schreibt er darüber, was es bedeutet, ein Mensch zu sein, der zu viel wiegt. Was es nicht nur körperlich kostet, sondern emotional. Was das Fettsein mit der Seele macht und welche Lebenschancen es einem stiehlt.

In diesem Buch schildert Bertram Eisenhauer seine Zeit in der einjährigen Therapie in einer medizinisch betreuten Abnehmgruppe und setzt sich mit dem auseinander, was sein Dasein ausmacht: Warum man Dicker ist, so wie man Alkoholiker ist. Das Sexshop-Feeling beim Kleiderkauf. Seine dunkle Liebesgeschichte mit dem Fastfood und die schnuckelige Ernährungsberaterin, die ihn an vegetarische Kost heranführen will. Heimliche Fressanfälle und öffentliche Beschämungen.

Entstanden ist dieses Buch zum Teil aus Kolumnen, die in zumeist stark veränderter Form bereits im Ressort „Leben“ der F.A.S. erschienen sind. Jedem der 52 Kapitel, die jeweils einer Woche entsprechen, ist ein Statusreport vorangestellt, in dem das Gewicht beim letzten Wiegen, das aktuelle Gewicht und die Veränderung verzeichnet sind – oder auch nicht. Nachfolgend ist dann über die Lebensumstände, Erfolge und Hürden bei den Abnehmversuchen des Autors zu lesen. Bertram Eisenhauer verliert niemals seinen trockenen Humor, der für so manches Schmunzeln sorgt. Als dicke Leserin kann ich seine Schilderungen nachvollziehen und fühle mich gleichzeitig selbst dabei verstanden.

Dem folgen Informationen, Studien, Interviews und Gedanken rund um das Thema Gewichtsverlust und Ernährung, die ich mit großem Interesse gelesen habe. Wer jedoch eine genaue Anleitung oder einen detaillierten Abnahmebericht erwartet, der dürfte enttäuscht sein. Hier geht es vorrangig um Hinweise, Anregungen und Informationen, die sich mit der Problematik des Abnehmens beschäftigen und einen an den Erfahrungen eines Menschen teilhaben lassen, der nicht plötzlich zum Superhelden der Gewichtsabnahme avanciert ist, sondern bei dem es gemächlich vorwärts geht und bei dem es auch Rückschläge gibt.

„Aber Dicker, das zumindest ist meine Erfahrung, bist du, wie du Alkoholiker bist: Dein Verhältnis zu dem Stoff wird niemals normal. Auch wenn du abnimmst, du musst immer aufpassen. Das Essen werde ‚Lebensthema‘ bleiben für mich, sagte die Psychologin meiner Abnehmgruppe beim Eingangsgespräch.“ (S. 43)

„Weil ich ein Dicker bin“ ist kein lustiges Abnehmbuch, sondern ein Buch, in dem sich Bertram Eisenhauer auf ruhige ernsthafte Art mit trockenem Humor gespickt mit dem Dicksein und dem Dünner werden auseinander setzt. Lesenswert!



Bertram Eisenhauer
Weil ich ein Dicker bin – Szenen eines Lebensgefühls
Gebunden mit Schutzumschlag, 336 Seiten
ISBN: 978-3-570-10218-3
€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: C. Bertelsmann
Erschienen: 25.01.2016

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