Tag 6 – umgeBUCHt Bücherregaltour

Es ist die Zeit der Adventskalender und ich habe beschlossen, in diesem Jahr auch mal einen zu machen indem ich euch zu einer Tour durch mein Bücherregal mitnehme.

Jetzt wird’s psychologisch, vom Roman bis zum Fachbuch, von der Fiktion bis zum Erfahrungsbericht. Themen, die mich persönlich betreffen, betrafen oder auch einfach nur interessieren. In Szene gesetzt habe ich hier Die Welt im Rücken von Thomas Melle – ein Buch, das mich zutiefst beeindruckt hat, weil der Autor vieles von dem ausdrücken kann, wofür mir immer noch die Worte fehlen.

Die Leseproben und meine Rezensionen habe ich euch verlinkt, sofern vorhanden. Viel Spaß beim Stöbern!

Und Nietzsche weinte und Die rote Couch von Irvin D. Yalom. Unzertrennlich – Über den Tod und das Leben von Irvin D. Yalom und Marilyn Yalom. Die Autobiografie Wie man wird, was man ist von Irvin D. Yalom befindet sich an einer anderen Stelle meines Bücherregals. Ihr merkt es schon, es ist ein Autor, den ich sehr schätze.

Irre! Wir behandeln die Falschen, unser Problem sind die Normalen – Eine heitere Seelenkunde von Manfred Lütz: Ein Buch, das einen auf unterhaltsame, verständliche und lockere Weise mit den verschiedenen psychischen Erkrankungen vertraut macht. Ich mochte das Buch, aber jetzt kann es in ein anderes Bücherregal weiterwandern.

Die heilende Kraft des Schreibens von Lutz von Werder, Barbara Schulte-Steinicke, Brigitte Schulte: Im letzten Drittel steckt noch ein Lesezeichen. Nicht, dass ich nicht wüsste, wie gut mir Schreiben in Krisensituationen hilft, aber ich hätte große Lust dieses Buch nochmal und vielleicht auch bis zum Ende zu lesen.

Das Einmaleins der Achtsamkeit – Vom täglichen Umgang mit alltäglichen Gefühlen von Jessica Wilker: Ein informatives kleines Büchlein, das zum Einstieg gut geeignet ist, das ich aber nicht mehr brauche. Es kann jetzt jemand anderem helfen. (Meine Rezension).

Buntschatten und Fledermäuse – Mein Leben in einer anderen Welt von Axel Brauns: Beeindruckend, wie der Autor die Welt eines Autisten veranschaulichen kann.

Die narzisstische Gesellschaft – Ein Psychogramm von Hans-Joachim Maaz: Interessant, aber das Buch kann jetzt weiter wandern.

Die Dummie-Bücher haben mir Einiges gut erklären und verdeutlichen können, was ich dann auch für meine Lebensführung übernommen habe: Positive Psychologie für Dummies von Averil Leimon, Gladeana McMahon. Kognitive Verhaltenstherapie für Dummies von Rob Willson und Rhena Branch. Neuro-Linguistisches Programmieren für Dummies von Romilla Ready und Kate Burton. Und dann müsste hier eigentlich noch Manisch-depressiv für Dummies von Candida Fink und Joseph Kraynak stehen, aber das Buch habe ich vor Jahren mal verliehen und nie zurück bekommen. Ich hoffe, das Buch hat weiterhelfen können.

Licht in der Nacht der Seele – Wie Lesen bei Depressionen hilft von Martin Duda (Meine Rezension) und Das heimatlose Ich – Aus der Depression zurück ins Leben von Holger Reiners: Zwei hervorragende Bücher zum Thema Depressionen.

Diagnose: schizoaffektiv von Margit Rohan: Ein Erfahrungsbericht einer Betroffenen.

Bevor die Stimmen wiederkommen – Vorsorge und Selbsthilfe bei psychotischen Krisen von Andreas Knuf und Anke Gartelmann.

Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis von Josef Bäuml

Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen von Hannah Green: Autobiographischer Roman über eine eine sechzehnjährige, die in der geschlossenen Abteilung einer Psychiatrie landet. Befund: Schizophrenie

Die Schattenseite des Mondes – Ein Leben mit Schizophrenie von Renate Klöppel

Schizophrenie – Die Krankheit verstehen, behandeln, bewältigen von Asmus Finzen: Ein Fachbuch.

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Tag 5 – umgeBUCHt Bücherregaltour

Es ist die Zeit der Adventskalender und ich habe beschlossen, in diesem Jahr auch mal einen zu machen, indem ich euch zu einer Tour durch mein Bücherregal mitnehme.

In diesem Fach geht es lyrisch zu und es sind auch einige Klassiker zu finden. Als Deko dienen hier einige Spinnweben an der Wand, was aber nichts über die Bücher aussagt, die ich euch verlinkt habe, um euch zu den Leseproben und meinen Rezensionen zu führen, sofern vorhanden. Viel Spaß beim Stöbern!

FSK 18 – Tendenziell menschenverachtend und „Ich habe mir die Liebe abgewöhnt und bin doch weiter süchtig“ von Oswald Henke gehören zu meiner großen Vorliebe für die Band Goethes Erben zu der hier auch die DVD Traumaspiele zu finden ist. Lange nicht mehr gehört oder gelesen – es wird mal wieder Zeit.

Mit den Gesammelten Werken in 4 Bänden von Erich Fried wollte ich mich immer mal näher beschäftigen, aber es ist doch nur bei dem Vorsatz geblieben. Aber ich finde hier auch zwei einzelne Taschenbücher mit den Titeln „Gedichte“ und „Warngedichte“, die nun gehen können, weil ich denke, dass ihre Inhalte in den gesammelten Werken enthalten sind.

Irgendwann fanden auch die Gedichte von Rainer Maria Rilke, Juan Ramón Jiménez und Walt Whitman den Weg in mein Bücherregal. Geschuldet meiner Neugier auf lyrische Werke, die sich inzwischen in einer schon länger andauernden Pause befindet. Und doch kann ich diese Bücher unmöglich loslassen.

Außerdem sind hier einige Klassiker zu finden:

Stoner von John Williams (Rezension) fand ich großartig. Von dem Autor möchte ich mehr lesen.

Nachdem ich Der Steppenwolf und Siddhartha von Hermann Hesse gelesen hatte, folgte Unterm Rad, die Gedichte und Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne – Die Lebensgeschichte des Hermann Hesse erzählt von Alois Prinz.

Hunger von Knut Hamsun fand ich beeindruckend.

Das Bildnis des Dorian Gray von Oscar Wilde las ich als Jugendliche und es traf genau meinen damaligen Nerv für Gruseliges.

Die Schachnovelle von Stefan Zweig (Rezension). Auch ein Autor, von dem ich noch mehr entdecken möchte.

Überhaupt möchte ich sehr gern mehr Klassiker lesen, da klafft bei mir noch eine große Bildungslücke, die ich gerne mit der Zeit schließen möchte. Außerdem habe ich bei den bisher gelesenen Klassikern das Lesevergnügen sehr zu schätzen gewusst, das oft in einer besonderen Sprache oder Sprachgewandtheit der Autoren zu finden ist.

Tag 4 – umgeBUCHt Bücherregaltour

Es ist die Zeit der Adventskalender und ich habe beschlossen, in diesem Jahr auch mal einen zu machen indem ich euch zu einer Tour durch mein Bücherregal mitnehme.

Wie man sieht, bin ich ein Harry Potter Fan. Ich bin der Autorin dankbar für die Welt, die sie geschaffen hat und für die Erinnerungen, die ich damit verbinde.

Es war im Jahr 2000, kurz vor Weihnachten. Ich machte gerade in Düsseldorf eine Weiterbildung und erhielt von einer Kollegin den Tipp, meiner Tochter zu Weihnachten „Harry Potter und der Stein der Weisen“ zu schenken. Ein großartiges Buch und eine tolle Reihe, wie mir damals versichert wurde. Da ich manchmal auf Ratschläge höre, schenkte ich das Buch meiner Tochter tatsächlich zu Weihnachten. Und las es später auch selbst. Wir waren beide begeistert und ließen uns nachfolgend auch die anderen bis dahin erschienen Bücher zu Geburtstagen schenken. Es wuchs eine gemeinsame Harry Potter Sammlung heran, die ihren Platz im Zimmer meiner Tochter fand. Irgendwann hatten wir aufgeholt und es brach die Zeit an, dass wir sehnsüchtig auf das Erscheinen neuer Bände warteten. Heute bedaure ich es ein wenig, dass wir uns nicht zu Mitternacht vor den Buchhandlungen angestellt haben, um dort gleich vor Ort das jeweils neue Buch zu kaufen. Damals war mir noch nicht bewusst, dass man zu einem großen Teil selbst dafür verantwortlich ist, sich wunderbare Erinnerungen zu schaffen. Aber immerhin hatte ich damals bei Amazon vorbestellt, so dass wir immer auch am Erscheinungstag sofort das neue Buch geliefert bekamen. Und wir lasen es auch gleich. Nicht gemeinsam, aber abwechselnd, jeder für sich, so dass immer auch zwei Lesezeichen im Buch den Lesefortschritt verrieten und wir uns über das Gelesene austauschen konnten. Es war einfach wunderbar.

Als schließlich der erste Film im Kino erschien, waren wir zunächst skeptisch, ob eine Verfilmung auch nur annähernd an die Bücher heranreichen könnte. Doch die Skepsis war unbegründet. Wir waren begeistert und warteten fortan nicht nur auf das Erscheinen neuer Bücher, sondern auch noch auf den nächsten neuen Kinofilm, den wir uns auch möglichst zeitnah anschauten und darüber austauschten. Ich denke gern an diese Zeit zurück. Irgendwann kam die Zeit, dass aus meinem Kind eine junge Frau heranwuchs, die eigene Wege ging und in die Welt hinauszog – und die inzwischen vervollständigte Harry Potter Sammlung mit ihr.

Von meinem Herzbuben bekam ich später zum Geburtstag den Schuber mit allen sieben Harry Potter Büchern geschenkt, weil er weiß, welche schönen Erinnerungen für mich damit verbunden sind. Ich habe mich unglaublich darüber gefreut und mir zur Vervollständigung irgendwann auch die DVD-Box zugelegt.

Als das 8. Buch von Harry Potter erschien, habe ich es mir gleich am Erscheinungstag in englischer Sprache als eBook gekauft, weshalb es hier nicht zu finden ist. Und auch wenn ich es mochte, nach so vielen Jahren wieder Neues aus der Harry Potter Welt zu erfahren, gehört es für mich bis heute nicht richtig dazu. Das liegt nicht an der Sprache, mit dem Englischen kam ich besser zurecht, als ich dachte, aber irgendwie vermisse ich bei diesem Buch die Verzauberung beim Lesen. Und so fehlt das Buch in diesem Bücherregal – und fehlt andererseits doch nicht.

Stattdessen habe ich mir „Harry Potter und der Stein der Weisen“ gebraucht in englischer Sprache gekauft, weil ich mir vorgenommen hatte, die Reihe in der Originalsprache zu lesen. Dabei ist es bisher jedoch geblieben.

Bei diesem Fach bin ich doch richtig ins Erzählen gekommen, weil es mir so am Herzen liegt.

Stilecht begrünt ist dieses Fach natürlich nicht. Aber eine peitschende Weide oder eine Alraune habe ich im Gartencenter nicht bekommen. Und genaugenommen dieses Pflänzchen auch nicht, das plötzlich vor Ort nirgendwo mehr zu bekommen war, nachdem ich entschieden hatte, dass ich es haben wollte. Bei Ben’s Jungle habe ich es dann doch noch gefunden und zum ersten Mal Pflanzen im Internet gekauft. Die Verpackung war gut und Pflanzen strotzten vor Gesundheit. Vielleicht gönne ich mir noch einen anderen Übertopf, aber ansonsten bin ich sehr zufrieden.

Die Glaskugel, die ich eine Zeitlang für Fotoexperimente genutzt habe und die von mir in der Ergotherapie bearbeitete Specksteinschale haben eher zufällig zu einander gefunden und konnten selbstverständlich nur in diesem Regalfach ein Zuhause finden, Mrs. Trelawney zu ehren.

Ganz links sind zwei Versteinerungen zu sehen. Die linke habe ich als Kind bei einer Mineralienausstellung bekommen. Ein kleines Zettelchen auf der Rückseite verrät noch, dass es sich dabei um eine in der Fränkischen Schweiz gefundene Dactylioceras aus der ausgestorbenen Gruppe der Ammoniten handelt. Die rechte Versteinerung hat mir mein Vater hingegen aus Saudi Arabien mitgebracht – ein echter Wüstenfund.

Hinter dem ganzen versteckt sich noch eine kleine wunderschön schimmernde Muschelscherbe, die ich am Melkbosstrand in Südafrika gefunden habe. Ursprünglich lag hier auch ein kleiner vom Meer rundpolierter Kieselstein, den ich am Strand von Cape Agulhas (für mich bislang der schönste Ort der Welt) mitgenommen hatte. Er liegt nun zwischen den anderen Steinen auf dem Grab meines Vaters, dem es am Fundort sicherlich auch gefallen hätte und dem ich unbedingt etwas dalassen wollte, das mir sehr am Herzen liegt. Aber es ist fest eingeplant, dass mein Herzbube und ich uns ein neues Steinchen besorgen werden. Wenn alles klappt, im nächsten Herbst.

Tag 3 – umgeBUCHt Bücherregaltour

Es ist die Zeit der Adventskalender und ich habe beschlossen, in diesem Jahr auch mal einen zu machen indem ich euch zu einer Tour durch mein Bücherregal mitnehme.

Heute zeige ich euch ein Bücherfach bei dem ich mir auf Anhieb nicht sicher bin, ob ich davon überhaupt ein Buch aussortieren kann. Hier sind einige Vorläufer meiner BUCHweltreise zu finden, die genaugenommen schon in den 1980er Jahren begann.

Als Deko hat sich Irvin D. Yalom mit seiner Autobiografie Wie man wird, was man ist hierhin verirrt – meine Rezension dazu findet ihr hier. Denn so sehr ich ihn auch schätze, thematisch hat er hier eigentlich nichts zu suchen. Da passt der Schutzumschlag „Lesen Sie dieses Buch bitte zuerst“, der seinerzeit ein Rezensionsexemplar des Diogenes Verlags umhüllt hatte, schon eher. Und die Matroschka, die ich 1994 in Weißrussland als Gastgeschenk überreicht bekam, hat nicht nur einen festen Platz in meinem Herzen bekommen, sondern auch in meinem Bücherregal.

Nicht sehen kann man auf dem Bild eine Keramik-Aromalampe, die ich gefühlt seit Jahrzehnten schon nicht mehr vermisst habe. Ich glaube die kann weg.

Doch kommen wir nun zu den Büchern, die ich euch verlinkt habe, um euch zu den Leseproben und meinen Rezensionen zu führen, sofern vorhanden. Viel Spaß beim Stöbern!

Sieben Jahre in Tibet – Mein Leben am Hofe des Dalai Lama von Heinrich Harrer: Ich habe natürlich die Filmausgabe mit Brad Pitt auf dem Cover. Das macht es nicht schlechter.

Traumfänger von Marlo Morgan: Unterwegs mit den Aborigines.

Dschungelkind von Sabine Kuegler: Als Tochter deutscher Forscher verbrachte die 1972 geborene Autorin ihre Kindheit mitten im Dschungel von West-Papua, bei einem vergessenen Stamm von einstigen Kannibalen. Die nachfolgenden Bücher fand ich nicht mehr so gut und habe sie nicht behalten.

Die weiße Massai von Corinne Hofmann: Die Autorin begegnet als deutsche Urlauberin in Kenia einem Massai-Krieger, bleibt bei ihm und heiratet ihn. Eigentlich eine Geschichte zum Wegrennen, aber irgendwie doch besonders. Und auch hier fand ich die nachfolgenden Bücher nicht mehr so gut und habe sie nicht behalten.

Heimkehren von Yaa Gyasi: Das Buch beginnt im Ghana des 18. Jahrhunderts und endet im heutigen Amerika. Ein vielschichtiger Roman über die Sklaverei. Meine Rezension dazu findet ihr hier.

Drachenläufer von Khaled Hosseini: Eine bewegende Geschichte über Freundschaft und Verrat in Afghanistan.

Nicht ohne meine Tochter von Betty Mahmoody sorgte in den 1980er Jahren dafür, dass ich mich auch für Bücher wie Flucht aus dem Iran – Eine Frau entrinnt den Ayatollahs von Sousan Azadi, Hinter dem Schleier und Nachts ist es leise in Teheran von Shida Bazyar (Meine Rezension) interessieren konnte.

Nein, ich sortiere keins aus. Die bleiben alle!

Tag 2 – umgeBUCHt Bücherregaltour

Es ist die Zeit der Adventskalender und ich habe beschlossen, in diesem Jahr auch mal einen zu machen, indem ich euch zu einer Tour durch mein Bücherregal mitnehme.

Heute öffne ich mein zweites Regalfach für euch: Die Thriller-Abteilung. Dafür, dass ich eine ganze Zeit lang viele Bücher aus diesem Genre gelesen habe, sind nur recht wenige bei mir geblieben.

Thematisch passt die Deko überhaupt nicht zu den Büchern, aber ich mag sie. Den verpeilten Vogel hat mir mein Herzbube seinerzeit geschenkt, als ich mich in einem niederländischen Blumenladen vor Verzückung kaum noch halten konnte. Die Einstein-Karte habe ich mir hingegen selbst gekauft, in einem deutschen Blumenladen. Erstaunlich, was so ein Bücherregal dem eingeweihten Betrachter verraten kann: Ich treibe mich nicht nur in Buchläden, sondern außerdem noch gern in europäischen Blumenläden herum.

Doch kommen wir nun zu den Büchern, die ich euch verlinkt habe, um euch zu den Leseproben und meinen Rezensionen zu führen, sofern vorhanden. Viel Spaß beim Stöbern!

Es war mir schon seit längerem klar, dass ich mich von vielen Thrillern trennen würde. Dieses Genre reizt mich schon seit einiger Zeit nicht mehr so recht. Zuletzt habe ich immer mal wieder zu Hörbüchern gegriffen, um mich mit spannendem auf den Ohren zur ungeliebten Hausarbeit zu motivieren, aber auch das reizt mich nicht mehr – also weder Hausarbeit noch Thriller-Hörbücher. Hausarbeit funktioniert auch mit Lieblingsmusik und Podcasts, wie ich feststellen konnte und auf dem Crosstrainer bringt mich kernige Musik auch eher voran, als ein Hörbuch.

Nicht ganz so leicht fällt es mir, mich von Simon Becketts David-Hunter-Reihe zu trennen. Die Bücher um den forensischen Anthropologen fand ich nicht nur spannend, sondern außerdem noch sehr interessant. Und doch glaube ich, dass ich sie nicht noch einmal lesen werde, weshalb sie mich nun verlassen dürfen:

Die Chemie des Todes, Kalte Asche, Leichenblässe, Verwesung, Totenfang und Die ewigen Toten von Simon Beckett: Meine Rezensionen zu Totenfang und Die ewigen Toten.

Gehen darf jetzt auch Ich darf nicht schlafen von S. J. Watson, das mich mit seiner besonderen Idee überraschen konnte; You – Du wirst mich lieben von Caroline Kepnes (Meine Rezension dazu), das aus der Sicht eines durchgeknallten Stalkers geschrieben ist und später auch zu einer guten ersten Staffel der Serie bei Netflix verfilmt wurde; Sag kein Wort von Raphael Montes (Meine Rezension dazu), ein brasilianischer Thriller, der mich zu schockieren wusste und zu guter Letzt noch Mädchenfänger von Jilliane Hoffmann, ein Buch von dem ich nur noch weiß, dass ich es mal gut fand.

Bei mir bleiben müssen hingegen Jeder Tag ist Muttertag von Hilary Mantel (Meine Rezension dazu) und Blackout – Morgen ist es zu spät von Marc Elsberg. Zwei sehr besondere Bücher, letzteres ist zwar 10 Jahre alt und leider doch aktueller denn je.

Tag 1 – umgeBUCHt Bücherregaltour

Es ist die Zeit der Adventskalender und ich habe beschlossen, in diesem Jahr auch mal einen zu machen indem ich euch zu einer Tour durch mein Bücherregal mitnehme.

Den Anfang macht ein Fach, in dem es thematisch ums Lesen und um Bücher geht. Weil Lesen für mich tatsächlich eine wohltuende Wirkung hat, habe ich ein Buch von Andrea Gerk in Szene gesetzt, das „Lesen als Medizin“ anpreist. Daneben befindet sich eine kleine Skulptur, die bei meiner allerersten Arbeit mit dem Werkstoff „Ytong“ entstanden ist und dafür gesorgt hat, dass ich mich eine ganze Zeit lang oft und gern mit diesem Werkstoff beschäftigt und eine ganze Menge Schleifstaub produziert habe.

Doch kommen wir nun zu den Büchern, die ich euch verlinkt habe, um euch zu den Leseproben und meinen Rezensionen zu führen, sofern vorhanden. Viel Spaß beim Stöbern!

Diese Bücher mochte ich gern, die kann ich (noch) nicht gehen lassen:

Von diesen Büchern kann ich mich trennen, weil ich sie zwar gelesen und für gut befunden habe, sie aber vermutlich doch nicht noch einmal lesen werde:

Ich habe Bücher gefunden, bei denen ich mich nicht daran erinnern kann, sie gelesen zu haben. Das muss dringend nachgeholt, beziehungsweise wiederholt werden:

Und dann finde ich noch zwei unglaublich vergilbte und zerfledderte Bücher, die im schlechtesten Zustand sind, der in meinem Bücherregal zu finden ist. Es handelt sich dabei um „Erprobte Kochrezepte“ der Maggi-Gesellschaft Berlin W 35 in altdeutscher Schrift und ein Dr. Oetker Schulkochbuch in einer Taschenbuchversion, der vorne und hinten einige Seiten fehlen. Beide Bücher habe ich als Andenken an meine verstorbene Schwiegermutter behalten und werde sie auch weiterhin in Ehren halten. Allerdings sollte ich mir überlegen, ob ich das, was von den Büchern noch übrig ist, vielleicht in Folie einschweißen sollte, um sie zu konservieren. Andererseits habe ich große Freude dabei, vorsichtig durch diese Bücher blättern und über Ausdrucksweise und teilweise wohltuende Einfachheit der Rezepte zu staunen. Da überlege ich mir noch etwas.

umgeBUCHt Bücherregaltour

Als ich 2008 in die jetzige Wohnung zog, kaufte ich mir das große Regal mit den 25 Fächern, um meine Bücher darin unterzubringen. Als der Platz allmählich knapp wurde, kam noch ein Regal mit 8 Fächern daneben. Und weil meine Katze immer älter und der Weg vom Kratzbaum bis hin zum geliebten obersten Platz auf dem Bücherregal immer beschwerlicher für sie wurde, kamen noch ein Viererregal und zwei einzelne Würfel hinzu, um ihr eine Art Treppe für den leichteren Aufstieg zu bauen. Damals waren die obersten Regalflächen natürlich frei, damit das für sie problemlos möglich war und ganz oben, auf dem großen Regal, wartete noch eine Decke auf sie, um es ihr etwas gemütlicher zu machen. So war mein Bücherregal immer auch ein Katzenregal, zumindest bis 2018 – dem Jahr, in dem die achtzehnjährige Lara plötzlich nicht mehr fraß und schließlich bei der Tierärztin in meinen Armen einschlief, um nicht mehr aufzuwachen.

Auch wenn es seitdem nicht mehr wie ursprünglich genutzt wird, nenne ich mein Bücherregal insgeheim immer noch liebevoll „Die Katzentreppe“ und ein Rückbau steht ebenso außer Frage, wie beim derzeitigen Stand die Aufnahme eines neuen felligen Mitbewohners. Immerhin sorgen Pflanzen und natürlich auch Bücher und Erinnerungsstücke noch für eine gewisse Lebendigkeit dieses Regals.

Mehr als 24 mit Büchern und allerlei Krimskrams gefüllte quadratische Fächer fügen sich hier zu einem großen Ganzen zusammen. Teils sind sie mit Pflanzen begrünt, aber sie scheinen auch bewohnt zu sein, wie man beim genauen Hinsehen an den Spinnweben erkennen kann. Bei manchen Fächern ist eine thematische Sortierung der Bücher zu erahnen, wenn nicht sogar zu erkennen, manchmal scheint diese aber auch völlig zu fehlen. Eine farbliche Sortierung ist allerdings zufällig und keinesfalls beabsichtigt.

Es gibt immer mal Phasen, in denen sich mein Bücherregal über einen längeren Zeitraum kaum zu verändern scheint, weil ich entweder zu viele eBooks lese oder es von den gelesenen Büchern kaum welche ins Regal schaffen, weil ich sie sofort aussortiere. Dann verschwindet höchstens vielleicht mal ein Buch vom Stapel ungelesener Bücher (SuB) und die ein oder andere Regalpflanze bedankt sich fürs gelegentliche Gießen und bekommt still und heimlich ein neues Blatt.

Das geht so lange gut, bis mich ganz plötzlich der Drang des Aussortierens und Aufräumens überkommt. So wie jetzt. Voller Tatendrang beschließe ich, mir jeden Tag ein Regalfach vorzunehmen und genauer hinzuschauen. Nicht nur auf die Spinnweben und den Staub, sondern auch auf die Bücher und Stehrümchen und alles darauf hin zu überprüfen, ob es mir noch Freude macht oder ob ich es vielleicht entbehren kann.

Mein Plan ist innerhalb von 24 Tagen mein Bücherregal nicht nur von Staub und Spinnweben zu befreien, sondern außerdem das ein oder andere Buch dabei auszusortieren. Das wird nicht einfach werden, da ich sowieso nach Beenden jedes Buches entscheide, ob ich es behalten möchte, oder ob es weiterziehen darf. Theoretisch dürften also nur noch ungelesene Bücher oder echte Highlights in meinem Regal stehen. Wir werden sehen, denn ich nehme euch dabei in den kommenden 24 Tagen mit, wenn ihr Lust habt.

Hier schonmal in etwas verbogener Panorama-Optik ein kleiner Ausblick auf das, was uns erwartet:

Morgen geht es los und ich wünsche euch viel Spaß dabei!

Die Macht der Maschen – Loretta Napoleoni

Als ich auf dieses Buch aufmerksam wurde, stand für mich gleich fest, dass ich es lesen würde. Ich hatte Lust auf eine ultimative Lobhudelei auf eines meiner liebsten Hobbies und war darüber hinaus gespannt darauf, Dinge übers Stricken zu erfahren, die über Muster und Anleitungen hinaus gehen. Und das bekam ich auch, nämlich immer dann, wenn ich das Strickzeug mal aus der Hand legte und zu diesem Buch griff.

Loretta Napoleoni ist politische Analystin und Ökonomin und hat diverse Sachbücher zu großen Themen unserer Zeit, nicht zuletzt Terrorismus und Globalisierung geschrieben. Aber sie ist auch eine passionierte Strickerin, die es schafft ihr Hobby historisch und analytisch so zu beleuchten, dass man ihr interessiert dabei durch Kapitel wie Stricklektionen über die Liebe, Politik und Wirtschaft, Stricken für die Revolution, Feminismus und Handarbeit – eine Hassliebe, Stricken im Zeitalter der Neurowissenschaft oder Stricken für eine bessere Welt folgt.

Einige Dinge wusste ich bereits, manches vermisste ich, aber es gab für mich auch Neues zu erfahren. Die Informationen sind gut verständlich und unterhaltsam aufbereitet. Ergänzt werden sie durch die Illustrationen von Allessandra Olanow und tragen damit unter anderem zu der liebevollen optischen Gestaltung des Buches bei. Als kleines Gimmick sind am Ende des Buches einige thematisch passende, aber nichtsdestotrotz kuriose knappgehaltene Anleitungen zu finden wie beispielsweise eine „Mütze mit Grips“, Soldatensocken oder die „Jakobinermütze“. Dinge, die mich persönlich nicht unbedingt zum Nachstricken einladen, es aber zumindest schaffen, mir ein Schmunzeln zu entlocken.

Nebenbei lässt die Autorin dabei Momentaufnahmen aus ihrer eigenen Geschichte mit dem Stricken einfließen und erzählt davon, wie das Stricken sie durch eine schwierige Lebenssituation begleitet. Dabei stellt sie manchmal sehr gewollt einen Bezug zwischen dem Stricken und den Dingen her, die ihr in ihrem Leben passiert sind und schreckt auch nicht vor an den Haaren herbeigezogenen Vergleichen und Wortspielen zurück, bei denen man sich ein Augenrollen kaum verkneifen kann. Letzten Endes bleibt das jedoch verzeihlich, weil Loretta Napoleoni mit diesem Buch eine Liebeserklärung an das Stricken gelungen ist und mir, als jemandem der leidenschaftlich gern zu Nadeln und Wolle greift, unterhaltsame und interessante Lesestunden beschert hat. Empfehlenswert!

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Loretta Napoleoni
Die Macht der Maschen
Wie Stricken uns durchs Leben begleitet und miteinander verbindet
Original: The Power of Knitting
Aus dem Englischen von Christiane Wagler
Gebundene Ausgabe, 240 Seiten
ISBN: 978-3328601418
Preis: 20,00 € [D]
Verlag: Penguin Verlag
Erschienen: 04. Oktober 2021

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag für Rezensionszwecke zur Verfügung gestellt, wofür ich mich an dieser Stelle recht herzlich bedanke.

Kulinarische Weltreise: Thailand

Dieses Mal hat mein Herzbube sich von der Thailändischen Küche inspirieren lassen und damit unsere Gaumen hocherfreut.

„Die thailändische Küche vereint Einflüsse der Kochkunst aus China, Indien, Indonesien, Malaysia und sogar Portugal. Aus dieser Mischung entstand eine ganz eigene und einzigartige kulinarische Richtung. Obwohl das thailändisches Essen den Ruf hat, sehr scharf zu sein, ist dies nicht ganz richtig: Tatsächlich ist thailändisches Essen eine wohl dosierte Kombination aus scharf, sauer, süß, salzig und bitter. Es geht nicht um die Kombination dieser Geschmacksrichtungen in einem Gericht, sondern man kombiniert und kontrastiert die Aromen in zwei bis drei verschiedenen Gerichten. Das ist auch der Grund, warum man gemeinsam isst und die Gerichte teilt. Typisch für die thailändische Küche ist die Verwendung von frischen Kräutern und fermentierter Fischsauce „Nam Pla“, die wie in der deutschen Küche Salz bei praktisch jedem Gericht zum Abschmecken verwendet wird. Zum Essen wird in Thailand Löffel und Gabel benutzt, wobei vom Löffel gegessen wird – die Gabel dient nur als Hilfsinstrument.“ (Quelle: thailandtourismus.de)

Da in unserer kleinen vierköpfigen Reisegruppe dieses Mal wieder Vegetarier zugegen waren, hat mein Herzbube Fleisch durch Tofu ersetzt und den Abtrünnigen die Garnelen gelassen.

Goong Pad Noh Mai (mittlere Abbildung): 200 g in 1 cm große Würfel geschnittenen Tofu etwa 1 Stunde marinieren (1 EL Rapsöl, 1 EL Teriyaki-Sauce, 1 EL Sojasauce, 1 TL Fischsauce, 2 gehackte Knoblauchzehen). Die Endstücke von 500 g grünem Spargel abschneiden, die untere Hälfte schälen und die Stangen in jeweils 4 Stücke schneiden. Die Maiskölbchen von einem Glas Babymais halbieren. Eine rote Paprika in feine 2 cm breite Streifen schneiden. Den Spargel in etwas Öl 3 – 4 Minuten anbraten, etwas Wasser zugeben und weiter garen, bis das Wasser verkocht ist. Dann noch einen Schuss Öl zugeben und den Tofu braten. 4 gehackte Knoblauchzehen, den Babymais und 500 g Riesen-Garnelen zufügen. Mit Salz, Pfeffer und Sojasauce würzen. Zum Schluss noch 2 Stangen fein geschnittenen Lauch unterrühren.

Rotes Thai-Curry: 1 große Möhre schälen und in feine 4 cm lange Streifen schneiden, 200 g Tofu wie oben marinieren und außerdem 1 cm feingehackten Ingwer zugeben. Die Maiskölbchen von einem Glas Babymais halbieren. 150 g Zuckerschoten putzen. 2 Mini Pak-Choi putzen und grob klein schneiden. 1 Stange Zitronengras sehr fein schneiden. Tofu mit etwas Öl stark anbraten. 400 ml Kokosmilch und 2 TL rote Currypaste hinzufügen und aufkochen lassen. Möhre, Zuckerschoten und Maiskölbchenstücke unterrühren. 1 cm gehackten Ingwer, 1 TL Zucker, 1 EL Sojasauce, Saft von 2 Limetten, etwas Salz und Pfeffer und eine handvoll gehackte Cashewkerne zugeben. Zum Schluss den grob kleingeschnittenen Pak-Choi unterheben.

Dazu Basmatireis nach Packungsanleitung garen und dazu servieren.

Als Dessert gab es Klebereis mit Mango: Hierfür 125 g Milchreis mit 400 ml Kokosmilch, 100 ml Milch und 2 EL Zucker garen (etwa eine halbe Stunde leicht köcheln lassen, immer wieder umrühren und gegebenenfalls noch etwas Milch dazugeben). 1 Mango schälen, kleinwürfeln, mit 1 EL Zucker, einem Schuss Wasser und etwas Limettensaft aufkochen und pürieren. Den Reis in Schälchen geben und mit der Sauce servieren.

Fazit: Eine weitere schmackhafte Station unserer kulinarischen Weltreise. Besonders das Rote Thai-Curry hat es mir mitsamt der Tofu-Variante angetan – und das mir, als Tofu-Skeptikerin 🙂

Asterix – R. Goscinny, A. Uderzo

Bücher habe ich in dieser Woche nicht beendet, dafür aber die drei kartonierten Asterix Einzelausgaben, die ich mir gerade erst beim Egmont Shop bestellt hatte. Nachdem ich mir vor einigen Monaten schon Asterix der Gallier, Asterix und Kleopatra und Asterix als Gladiator in einem Anflug von Nostalgie gekauft hatte, folgten jetzt Der Kampf der Häuptlinge, Die goldene Sichel und Tour de France. Und was soll ich sagen: Es war wieder einmal großartig. Ein kurzweiliges Vergnügen, mit dem auch einige Erinnerungen verbunden sind.

Wenn ich mich recht entsinne, habe ich meinen ersten Asterix mit einem Stapel aussortierter Comics, Bravos und Poprockys von meinem Onkel bekommen. In einige der Zeitschriften musste ich damals erst noch reinwachsen, war aber schon für Micky Maus, Fix & Foxy und Asterix mehr als bereit. Besonders Asterix der Gallier hatte es mir angetan und sorgte auch dafür, dass ich mein Taschengeld im örtlichen Zeitschriftenladen immer öfter gegen neue Abenteuer von Asterix und Obelix eintauschte.

Irgendwann hatte ich eine kleine Sammlung angehäuft und kann mich nicht mehr an die unzähligen Male erinnern, in denen ich mich in dem kleinen gallischen Dorf zu Hause fühlte und mit Asterix und Obelix die Römer verprügelte. Ein Stück Kindheit und ein Stück Jugend. Doch während meine ebenfalls umfangreiche Sammlung Lustiger Taschenbücher in den späten 1980ern noch mit zu meinem ersten Freund zog und auch blieb, als ich es schließlich vorzog weiterzuziehen, verschenkte ich meine Asterix-Sammlung bereits als Jugendliche an einen gut befreundeten Nachbarsjungen. Heute bedaure ich diese großzügige Aktion, auch wenn ich mir sicher bin, dass er seine Freude daran hatte.

Doch in diesem Jahr hatte es mich wieder gepackt. Ich wollte unbedingt nochmal Asterix der Gallier lesen, der Band mit dem nicht nur die Reihe, sondern mit der auch bei mir alles angefangen hatte. Um Versandkosten zu sparen und weil alle guten Dinge drei sind, kaufte ich auch gleich noch Band 2 und 3 mit ein. Zugegeben: Ein wenig skeptisch war ich schon und war mir nicht sicher, ob mir auch als Erwachsene noch die Comics gefallen würden. Aber die Sorge war unbegründet. Es stellte sich sogar heraus, dass mein Herzbube und ich die Begeisterung für Asterix und Obelix teilen und hatten beide viel Spaß beim Wiederentdecken der Comics. Und jetzt – gut ein halbes Jahr später – sind die nächsten drei Bände bei uns eingezogen und haben uns die Zeit versüßt.

Die Zeichentrick oder auch die Realverfilmungen mochte ich übrigens überhaupt nicht. Asterix und Obelix sind für mich eher im Lesesessel genießbar. Immer wieder. Herrlich!