umgeSCHAUt im Dezember 2021

📚 Ich habe die Literatursendungen geschaut, habe zugehört und es war kurzweilige Unterhaltung beim Stricken. Doch so richtig packen und mich für es interessieren konnte mich letztlich keines der vorgestellten Bücher. Einzig bei „Die Gewalt der Hunde“ wurde ich hellhörig, denn ich entdeckte die Verfilmung mit Benedict Cumberbatch bereits bei Netflix und möchte sie mir demnächst anschauen.

Das sind die Links zu den Sendungen, die noch eine ganze Zeit lang in den Mediatheken verfügbar sind:

02.12.2021: Fröhlich lesen: Susanne Fröhlich begrüßt diesmal Autorin Anne Gesthuysen mit „Wir sind schließlich wer“ sowie Autor Jens Söring und Ex-Häftling mit „Rückkehr ins Leben“.

03.12.2021: Das Literarische Quartett: In der Weihnachtsausgabe lädt Thea Dorn zum munteren Disput mit Jakob Augstein, Adam Soboczynski und Vea Kaiser. Mit aktuellen Büchern im Gepäck.

09.12.2021: lesenswert: Denis Scheck hat sich in Potsdam mit Antje Rávik Strubel getroffen, die für ihren Roman „Blaue Frau“ den Deutschen Buchpreis 2021 erhalten hat. Sie beschreibt darin die Flucht einer jungen Frau vor den Erinnerungen an ihre Vergewaltigung. Das Reitgespräch mit Juli Zeh dreht sich um die Post-Trump-Ära in dem Essay „Die letzte beste Hoffnung“ des amerikanischen Journalisten George Packer.

12.12.2021: Buchzeit im Winter 2021: Weihnachtszeit ist Lesezeit. Die Buchzeit in 3sat empfiehlt dazu passende Bücher. Gert Scobel diskutiert mit den Literaturexpertinnen Barbara Vinken, Sandra Kegel und Katrin Schumacher über ausgewählte neue Romane.

12.12.2021: Druckfrisch: Auf dem Domplatz zu Worms präsentiert eine Schauspieltruppe das Nibelungenlied als Theateraufführung. Dieses Grundgeschehen wird von Felicitas Hoppe zum Lustspiel über Zitat, Ironie und die zersetzende Kraft der Literatur.

16.12.2021: lesenswert Quartett: Denis Scheck spricht im lesenswert Quartett mit Insa Wilke, Ijoma Mangold und dem Leiter des Literaturhauses Hamburg, Rainer Moritz, als Gast über diese Bücher: Emine Sevgi Özdamar: Ein von Schatten begrenzter Raum, Sally Rooney: Schöne Welt, wo bist du, Edgar Selge: Hast du uns endlich gefunden, Marieke Lucas Rijneveld: Mein kleines Prachttier.

21.12.2021: Literaturclub: Nicola Steiner, Milo Rau, Raoul Schrott und – als Gast – die Kulturwissenschaftlerin Elisabeth Bronfen diskutieren über «Arsène Lupin» von Maurice Leblanc, «Das verlorene Paradies» von Abdulrazak Gurnah, «Die Gewalt der Hunde» von Thomas Savage sowie «Seitenwechsel» von Nella Larsen.

umgeSCHAUt im November 2021

📚 Spannend zu sehen, wie Hanns-Josef Ortheil täglich akribisch seine Chroniken und Notizbücher führt.

📚 Sven Regner mag ich als Typ, vielleicht sollte ich doch mal eines seiner Bücher lesen.

📚 Julia Francks Geschichte interessiert mich – Welten auseinander möchte ich gern lesen.

📚 „Der schräge Vogel fängt mehr als den Wurm!“ finde ich als Titel nicht so gelungen, aber über die Neuanfänge ungewöhnlicher Menschen zu lesen ist bestimmt stimmungsaufhellend und mutmachend.

📚 Helen Macdonalds „Abendflüge“ klingen wunderbar, ich war von „H wie Habicht“ so begeistert und würde gern mehr von ihr lesen.

📚 Die Lyrik-Lesenswert-Sendung macht Freude, auch wenn ich mich seit einiger Zeit nicht mehr lesend auf Lyrik einlassen kann.

Das sind die Links zu den Sendungen, die noch eine ganze Zeit lang in den Mediatheken verfügbar sind:

04.11.2021: lesenswert: Besuch bei Hanns-Josef Ortheil im Westerwald. Hier lernte er schreiben in einer Familie, die vom Krieg tief traumatisiert war. Das Schreiben wurde zur täglichen Übung. 70 Bücher hat er veröffentlicht. Bis er schwer krank wurde.

07.11.2021: lesenswert: Denis Scheck trifft in Berlin zwei alte Bekannte: Die Schriftstellerin Julia Franck erzählt in ihrem neuen Roman „Welten auseinander“ von Julia, die, in Ostberlin geboren, ihre Jugend im geteilten Deutschland verbrachte und ihr Leben mit 13 Jahren selbst in die Hand nahm. – Der Musiker und Bestsellerautor Sven Regener hat einen neuen Roman geschrieben: „Glitterschnitter“ heißt eine Band, die berühmt werden und die Musik neu erfinden will. Voller Situationskomik und berührender Momente.

11.11.2021: Fröhlich lesen: Susanne Fröhlich begrüßt diesmal Gisela Steinhauer , Autorin von „Der schräge Vogel fängt mehr als den Wurm!“ und Daniel Schreiber mit seinem Buch übers Single-Dasein „Allein“.

16.11.2021: Literaturclub: Nicola Steiner, Thomas Strässle, Daniela Strigl und – als Gast – der Schweizer Sportreporter Beni Thurnheer diskutieren über «Allein» von Daniel Schreiber, «Das Flüstern der Feigenbäume» von Elif Shafak, «Abendflüge» von Helen Macdonald sowie «Blaue Frau» von Antje Rávik Strubel.

18.11.2021: lesenswert: Die vielfach mit Preisen ausgezeichnete Schriftstellerin und Regisseurin Jenny Erpenbeck trifft sich mit Denis Scheck in Berlin. Ihr neuer Roman „Kairos“ erzählt eine Amour fou in Ost-Berlin Ende der 1980er Jahre: Als sich die 19-jährige Katharina und der 34 Jahre ältere verheiratete Schriftsteller Hans treffen, fühlen sich beide magisch voneinander angezogen. – Beim Ausritt mit Juli Zeh in Brandenburg geht es um den neuen Essayband „Sensibel“ der Philosophin Svenja Flaßpöhler: darin befasst sie sich mit der Rolle der Sensibilität, die vom Progressiven ins Regressive zu kippen droht.Mehr anzeigen.

21.11.2021: Druckfrisch: Ein über zweieinhalb Kilo schwerer Fotoband über die scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel und ein verstörender Roman der französischen Autorin Marie NDiaye beschäftigen Denis Scheck in der November-Ausgabe von „Druckfrisch“.

25.11.2021: lesenswert: Anja Kampmann stellt ihren neuen Gedichtband „Der Hund ist immer hungrig“ vor. Mit „Etymologischer Gossip“ erkundet Uljana Wolf in essayistischer Form, was es bedeutet, in verschiedenen Sprachen zu dichten. Und Sabine Scho stellt mit „Haus für einen Boxer“ eine überraschende Verbindung her: Was haben Lyrik, Architektur und Boxen gemeinsam?

Couchsurfing im Iran – Stephan Orth

Nachdem ich schon von „Couchsurfing in Russland“ so begeistert war, hatte ich ähnlich hohe Erwartungen an „Couchsurfing im Iran“ und wurde nicht enttäuscht. 62 Tage verbringt Stephan Orth im Iran und wird dabei von 22 Gastgebern beherbergt. Dabei erlebt er Abenteuer, die kein Reiseveranstalter jemals in seinen Katalog schreiben würde. Als Couchsurfer tauscht er Hotel gegen Privatquartier und lernt das Land so von seiner ganz privaten Seite kennen. Denn hinter verschlossenen Türen und verhangenen Fenstern fällt nicht nur der Schleier, sondern es schwindet auch die Angst vor den Sittenwächtern.

Ob beim Rotwein-Besäufnis mit einem persischen Prinzen oder bei einem Wohnzimmer-Date mit versammelter Großfamilie, im stinkenden Schmugglerbus oder im rasenden Kleinwagen: Jede neue Begegnung fügt sich als Puzzleteil ein in das Gesamtbild eines Landes, dessen Realität komplett anders ist, als die Klischees vermuten lassen. Und schließlich werden noch zwei der letzten Geheimnisse aufgedeckt: wie die Einheimischen es anstellen, in einer Apotheke Wodka zu kaufen – und warum sie die unsägliche Popgruppe ‚Modern Talking‘ so lieben.

„Ich bin auf der Suche nach den kleinen und großen Freiheiten der Iraner. Ich will dem Land seine Geheimnisse entlocken und herausfinden, was hinter blinden Fenstern und verschlossenen Türen passiert. Meine Eintrittskarten dafür habe ich im Internet gelöst, auf Onlineportalen wie Couchsurfing, Hospitaly Club oder BeWelcome, wo Menschen Schlafplätze für Reisende anbieten. Schon mehr als 10.000 Mitglieder gibt es im Iran, Tendenz stark steigend. Und das, obwohl Ärger mit der Polizei droht, wenn man Ausländer beherbergt.“

(S. 17)

9000 Kilometer reist Stephan Orth als Couchsurfer durch den Iran und erlebt dabei irrwitzige Abenteuer – und ein Land, das so gar nicht zum Bild des Schurkenstaates passt. Er ist so überwältigt von Land und Leuten, dass seine Euphorie beim Lesen überspringt. Man ertappt sich plötzlich dabei, über eine Iran-Reise nachzudenken – und das als Frau. Aber er erzählt auch davon, dass es sich mit der Zeit auf das gesamte Denken überträgt, wenn in einem Land so strenge Regeln herrschen und er ständig überlegen musste, ob etwas, das er tat, falsch oder sogar gefährlich sein konnte.

Auch ist sich der Autor bewusst, dass seine Reise nicht repräsentativ ist und er beim Couchsurfing auf eine Gruppe trifft, die gebildet ist, gut Englisch kann und sehr modern und internetbegeistert ist. Eine Gruppe, die sich für Reisen und für das Leben im Westen interessiert und nach mehr Freiheiten strebt. Eine Gruppe, die eine bemerkenswerte Routine darin entwickelt hat, Gesetze zu brechen, obwohl drakonische Strafen drohen. Ihre soziale Revolution spielt sich hinter verschlossenen Türen und in der digitalen Welt ab, weil das Internet mehr Freiheiten erlaubt, als die Realität.

Um die beschriebenen Personen nicht zu gefährden, wurde ein Großteil der Namen geändert und auf Nachnamen verzichtet. Aber es gibt im Innenteil des Buches auch Farbbilder der Reise und von manchen Personen, sowie zahlreiche im Text enthaltene schwarzweiß Bilder, die anschaulich die Reiseerlebnisse untermalen.

Es macht Freude Stephan Orth bei seiner Reise zu begleiten und mit ihm festzustellen,

„…dass es dem Iran großen Spaß macht, Erwartungen zu verdrehen und zerknüllen und mit Schwung in einen riesigen Müllcontainer zu schmeißen, der mit ‚Vorurteile, öffentliche Wahrnehmung und Gottesstaat‘ beschriftet ist.“

(S. 199)

Ein mitreißend erzähltes Buch über die kleinen Freiheiten und großen Sehnsüchte der Iraner. Empfehlenswert!

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Stephan Orth
Couchsurfing im Iran – Meine Reise hinter verschlossene Türen
Taschenbuch, 256 Seiten
ISBN: 978-3492310833
Preis: 11,00 € [D]
Verlag: Piper
Erschienen: 02.10.2017

erLESENer November 2021

Im Lesemonat November griff ich seltener zum Buch und tat stattdessen andere schöne Dinge. Aber zum Monatsende bekam ich fast so etwas wie Entzugserscheinungen nach dem gedruckten Wort und machte es mir allmählich wieder öfter im Lesesessel gemütlich. Mir fehlt doch etwas, wenn ich nicht regelmäßig lese.

Und das sind die beiden Bücher, die ich im letzten Monat gelesen, beziehungsweise gehört habe:

Every von Dave Eggers: Ein Roman der zeigt was passieren kann, wenn Facebook, Google und Amazon zu einer Firma verschmelzen. Phantasievolle Zukunftsvisionen von App- und Gesellschaftsentwicklungen, die beängstigend nah an der Gegenwart gesponnen sind, aber insgesamt dennoch eine eher blasse Geschichte.

Die Totentänzerin von Max Bentow: Der Autor hat sich wieder einmal allerhand Schauriges einfallen lassen, um ungewöhnliche Tatorte zu kreiren und einige spannende Geschehnisse in die Handlung einzubauen. Aber diesen Thriller fand ich nicht so stark, wie die Vorgänger.

Every – Dave Eggers

Vor einigen Jahren las ich begeistert den Roman „Der Circle“ von Dave Eggers, der davon handelt, welche Auswüchse es haben kann, wenn der größte Suchmaschinenkonzern und die am weitest verbreitete Social-Media-Plattform in einer Firma vereint sind. Es war schon beängstigend, aber auch kurios, zu lesen was übergroße Transparenz und Überwachung, aber auch der Druck von Social Media aus Menschen machen kann. In seinem neuen Roman „Every“ geht Dave Eggers noch einen Schritt weiter. Der Circle fusioniert mit dem weltweit größten Online-Versandhaus und wird zu Every, dem reichsten und gefährlichsten Monopol aller Zeiten.

Delany Wells ist die Neue bei Every und hat als unerschütterliche Technikskeptikerin nur ein Ziel vor Augen: Sie will die Schwachstellen der Firma herausfinden, um sie von innen heraus zu zerschlagen. Sie versorgt Every mit ‚vergifteten‘ Ideen für Apps, bewirkt aber tatsächlich das Gegenteil von dem, was ihr eigentlich vorschwebt. Denn niemand regt sich auf, die Gesetzgeber bleiben stumm, Aufsichtsbehörden unsichtbar, und die Verkaufszahlen gehen durch die Decke.

Wie schon bei „Der Circle“ weiß Dave Eggers unsere Wirklichkeit so konsequent weiterzudenken, dass einem der Atem stockt beim Lesen. Man erkennt Technologien und manche Herangehensweisen der Firma und der Apps wieder und ist als technikbegeisterter Mensch einigermaßen angetan von den Ideen, die der Autor hier ausbrütet und unter die Leute seines Romans bringt. Beim Lesen dachte ich oft daran, wie viel Spaß es Dave Eggers gemacht haben muss, sich die vielen Weiterentwicklungen von Apps, Geschäftspraktiken und Gesellschaftsstrukturen auszudenken und auch ich hatte Freude daran, darüber zu lesen.

„Wir eliminieren so viel vom Chaos des Lebens, so viel Anstrengendes, so viel Überflüssiges, die ganze Rumrennerei, das Autofahren, Shoppen, Auswählen, Wegwerfen, die Geldverschwendung, den Überkonsum – und all das geht Hand in Hand mit einer nachhaltigeren Lebensweise.“

(S. 404)

Aber das alles ist sehr nah an unserer Wirklichkeit entwickelt und die Herausforderungen, vor denen die Menschheit steht, sind nicht unbekannt. Das sorgt auch dafür, dass man beim Lesen nicht zu großen Spaß empfindet. Denn hier werden Lösungen für Probleme gefunden, die sich bei genauerer Betrachtung keiner wünschen kann. Denn wo Licht ist, ist auch Schatten was bei Dave Eggers mit dem Verlust der Freiheit und Bevormundung durch den Monopolisten einher geht.

So sehr mich die Rahmenbedingungen dieser Dystopie begeistern konnten, so schwach fand ich jedoch die eigentliche Geschichte der Protagonistin und ihrer Vorgehensweise. Die Handlung plätschert eher vor sich hin. Etwa ab der Hälfte des Buches nimmt die Geschichte ein wenig an Fahrt auf, aber es ist eher die Frage danach, ob es der Protagonistin gelingen wird Every zu zerschlagen, die einen beim Lesen bei der Stange hält. Das Ganze mündet schließlich in einem Ende, das ich so nicht erwartet habe, das ich jedoch stimmig fand. Insgesamt ein gruseliges Zukunftsszenario, das beim Lesen nachdenklich macht.

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Dave Eggers
Every
Aus dem Englischen von Klaus Timmermann und Ulrike Wasel
Gebundene Ausgabe, 592 Seiten
ISBN: 978-3462001129
Preis: 25,00 € [D]
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Erschienen: 07.10.2021

Das eBook wurde mir freundlicherweise vom Verlag kostenlos für Rezensionszwecke zur Verfügung gestellt, wofür ich mich an dieser Stelle recht herzlich bedanke.

Frisch auf dem Buchmarkt: November 2021

Bei meinem virtuellen Bummel durch die Verlagsprogramme habe ich einige Neuerscheinungen gefunden, von denen ich mir vorstellen könnte, sie zu lesen. Es geht um die Geschichte einer Freundschaft im Zeitalter der sozialen Medien; einen Roman über Selma Lagerlöf; zwölf Frauen, die die Geschichte ihrer Abtreibung erzählen; die großen Philosoph:innen und ihre wichtigsten Ideen aus 2600 Jahren abendländischer Geistesgeschichte; den Iran aus dem Blickwinkel von neun Frauen; einen Mörder, den dreißig Jahre lang niemand stoppen kann; eine eigentlich unfassbare Episode aus der Kindheit von Annie Ernaux und die bewegenden Erinnerungen des Sams-Erfinders Paul Maar.

Aber schaut selbst – vielleicht ist ja auch für euch etwas Interessantes dabei:

01.11.2021: Bilder meiner besten Freundin von Silvia Avallone: Elisa und Beatrice begegnen sich in einer Sommernacht am Strand. Sie werden beste Freundinnen und doch könnten sie kaum unterschiedlicher sein: Eli lebt versunken in einer Welt von Büchern, während Bea es genießt, sich öffentlich zu inszenieren und tägliche neue Bilder von sich ins Internet zu stellen. Sie wird zum Star, der davon träumt, über die sozialen Netzwerke mit tausenden von Bildern von Italien aus die Welt zu erobern. Bis sie eines Tages spurlos verschwindet und Eli vor der Frage steht, wer ihre Freundin, die jeder auf der Welt zu kennen glaubt, wirklich ist. Der Bestseller aus Italien erzählt die turbulente Geschichte einer Freundschaft im Zeitalter der sozialen Medien.

02.11.2021: Selma Lagerlöf von Charlotte von Feyerabend: Der Roman über Selma Lagerlöf widmet sich auch den eher unbekannten Seiten der berühmten schwedischen Schriftstellerin. Charlotte von Feyerabend macht in ihrem großen Roman Selma Lagerlöf mit all ihren Zweifeln und schillernden Träumen greifbar. Die LeserInnen begleiten sie, wenn ihr Zuhause wegen Geldnöten verkauft wird, sie ihre erste Freundin und Reisegefährtin Sophie Elkan trifft, mit der sie nicht nur nach Jerusalem, sondern auch durch Schweden reisen wird, um für Nils Holgersson zu recherchieren. Ständig bricht sie mit gängigen Normen und Vorgaben und erschafft dabei Großes und ist dabei von einem unerschöpflichen Glauben an sich selbst erfüllt. Als erste Frau erhält sie den Literaturnobelpreis, einen Sitz in der Schwedischen Akademie und lebt in einer teils Kräfte zehrenden Dreiecksbeziehung. Mit dem Gewinn aus ihren Buchverkäufen kauft sie sich ihr altes Zuhause zurück und lebt den Traum, den ihr Vater nicht verwirklichen konnte: den, einer Gutsbesitzerin, und teilt mit ihrem großen Herzen das Glück, das sie sich hart erkämpft hat. Charlotte von Feyerabend lässt Originaltexte der Schriftstellerin mit einfließen und greift deren poetische Sprache auf, um die Leser mit einer starken faszinierenden und humorvollen Persönlichkeit auf eine Reise durch Schweden zu nehmen. Der Glaube an sich selbst kann nicht nur Berge versetzen, er erschafft sie sogar und manchmal setzt er dem Berg auch noch ein Krönchen auf.

04.11.2021: (K)eine Mutter: Abtreibung – Zwölf Frauen erzählen ihre Geschichte von Jeanne Diesteldorf: Im Durchschnitt entscheidet sich jede vierte Frau einmal im Leben dafür, eine Schwangerschaft abzubrechen, und doch spricht kaum eine Betroffene darüber, weder öffentlich, noch im Privaten. So bestimmen aggressiv geführte Debatten und eine unklare rechtliche Situation den gesellschaftlichen Umgang mit einem höchst persönlichen Thema. »(K)eine Mutter« erzählt die Geschichten von zwölf Frauen, die abgetrieben haben. Das Buch gibt ihnen Raum, zu berichten: Von den Umständen der Schwangerschaft, dem Grübeln und der schwierigen Suche nach Informationen und medizinischer Versorgung. Vom Moment der Entscheidung und davon, wie die Abtreibung ihre Beziehung zu sich selbst und zu ihrem Umfeld veränderte. Es sind Geschichten von Schmerz und Verzweiflung, von Selbstbehauptung und von Befreiung. Jeanne Diesteldorf hat abgetrieben und jahrelang darüber geschwiegen. Ihr außergewöhnliches Buch ist ein entschiedenes Plädoyer für das Recht am eigenen Körper.

15.11.2021: Das illustrierte Kompendium der Philosophie von Masato Tanaka und Tetsuya Saito: »Das fabulöse Kompendium der Philosophie« erklärt die großen Philosoph:innen und ihre wichtigsten Ideen aus 2600 Jahren abendländischer Geistesgeschichte in originellen Piktogrammen, Schautafeln und kurzen Texten. Mehr als 200 Schlüsselkonzepte werden so auf innovative und bestechende Weise zugänglich und machen die Liebe zur Weisheit endlich für wirklich alle erfahrbar. Ein geniales Konzept aus Japan, das perfekte Buch zum Einsteigen und Weiterdenken, Auffrischen und Festlesen für alle Denker:innen und Designverliebte zwischen 16 und 99.

16.11.2021: Iran – die Freiheit ist weiblich von Golineh Atai: Golineh Atai war fünf Jahre alt, als sie mit ihren Eltern den Iran verließ – aber das Land und seine Entwicklung haben sie immer beschäftigt; der Iran ist ihr Herzensthema. Wie der Gottesstaat der Mullahs seit mehr als vierzig Jahren das Land im Griff hält und jede demokratische Regung erstickt, zeigt sie in ihrem Buch, das den Iran auf ganz besondere Weise porträtiert: aus dem Blickwinkel von neun Frauen. Dabei erzählt Atai, wie aus der Tochter eines Geistlichen, die um ihr Recht auf Schulbildung kämpfen musste, eine international bekannte Aktivistin wurde. Oder wie eine junge, regierungsnahe Angestellte mitten in Teheran ihr Kopftuch auszog – eine revolutionäre Tat, die unzählige Iranerinnen inspirierte. Andere berichten von Gefängnis und Flucht, vom täglichen Kampf für ein Stück Würde und darum, ihre Stimme öffentlich zu erheben oder auch nur das Haar im Wind wehen zu lassen. Sie empfinden Wut, Trauer, fühlen sich von der Welt verlassen. Sie wissen: Nur die Freiheit der Frau kann die Freiheit der Gesellschaft hervorbringen. Golineh Atai, vielfach ausgezeichnete Journalistin und Bestsellerautorin, zeichnet ein hochspannendes Bild der iranischen Gesellschaft seit der Islamischen Revolution – mit Erkenntnissen und Einblicken, wie sie kein Außenstehender bieten könnte.

17.11.2021: Natriumchlorid von Jussi Adler-Olsen: Er mordet seit 30 Jahren. Niemand konnte ihn stoppen. Bis jetzt. Der neue Fall für das Sonderdezernat Q. An ihrem 60. Geburtstag begeht eine Frau Selbstmord. Ihr Tod führt zur Wiederaufnahme eines ungeklärten Falls aus dem Jahr 1988, der Marcus Jacobsen mit seinem besten Ermittler Carl Mørck zusammengeführt hat. Carl, Assad, Rose und Gordon ahnen nicht, dass der Fall das Sonderdezernat Q an die Grenzen bringt: Seit drei Jahrzehnten fallen Menschen einem gerissenen Killer zum Opfer, der tötet, ohne dass ihm ein Mord nachgewiesen werden kann. Er wählt Opfer und Todeszeitpunkt mit Bedacht und Präzision. Dreißig Jahre lang konnte niemand ihn stoppen. Und während die Corona-Maßnahmen die Ermittlungsarbeiten zusätzlich erschweren, bewegt der alte Fall sich auf Carl zu wie eine Giftschlange, die Witterung mit ihrer Beute aufgenommen hat.

21.11.2021: Die Scham von Annie Ernaux (Jetzt als Taschenbuch): Juni 1952, die kleine Annie ist 12 Jahre alt. Eines Sonntagnachmittags geschieht etwas Entsetzliches – ohnmächtig muss sie miterleben, wie der Vater die Mutter umzubringen versucht. Nach kurzer Zeit beruhigt sich der Vater, und Annie versucht, den Eklat zu vergessen. Bis sie, nahezu ein halbes Jahrhundert später, auf ein altes Foto stößt, das eine Flut von Erinnerungen auslöst. Aber was genau ist damals geschehen? Und wie ist es dazu gekommen? Je tiefer Annie in dieses entscheidende Jahr eintaucht, umso deutlicher wird ihr die Spannung, in der die Eltern lebten, zwischen dem Wunsch nach sozialem Aufstieg und dem demütigenden Rückfall in die alten Verhältnisse. Und auch Annies Zerrissenheit gewinnt an Kontur, ihr immer wieder schmerzhaftes Bemühen, dem Einfluss einer religiösen Erziehung zu entrinnen und der bohrenden Sehnsucht nach Aufbruch und einem besseren Leben zu folgen. Scham ist das beharrliche Gefühl der eigenen Unwürdigkeit. Annie Ernaux seziert es an sich selbst, indem sie weit zurückschwingt in eine eigentlich unfassbare Episode ihrer Kindheit und in eine Vergangenheit, die nicht vergehen will.

24.11.2021: Wie alles kam: Roman meiner Kindheit von Paul Maar (Jetzt als Taschenbuch): Der »Sams«-Erfinder Paul Maar erzählt den Roman seiner Kindheit. Paul Maar erinnert sich an den frühen Tod seiner Mutter, den viele Jahre im Krieg verschwundenen Vater, die neue Mutter, er erinnert sich an das Paradies bei den Großeltern und die unbarmherzige Strenge in den Wirtschaftswunderjahren. Paul Maars Erinnerungen sind zugleich Abenteuer- und Freundschaftsgeschichte, ein Vater-Sohn-Roman und eine Liebeserklärung an seine Frau Nele. Vor allem aber sind sie eine Feier der Lebensfreude, die er seinem Leben abtrotzen musste. Paul Maar beschreibt in seinen bewegenden Erinnerungen das, womit er sich auskennt wie kein Zweiter: die innere Insel, auf die sich Kinder zurückziehen. Wer dieses Buch gelesen hat, weiß, warum Paul Maar das »Sams« erfinden musste.

umgeSCHAUt im Oktober 2021

📚 „Das Dämmern der Welt“ von Werner Herzog macht mich neugierig. Wozu braucht es Fiktion, wenn das Leben solche Geschichten schreibt…

📚 „Every“ lese ich auch gerade und muss gestehen, dass ich mir von dem Roman mehr versprochen habe. Aber vielleicht erwartet mich ja noch ein grandioses Ende.

Das sind die Links zu den Sendungen, die noch eine ganze Zeit lang in den Mediatheken verfügbar sind:

05.10.21: lesenswert: Reitgespräch über „Der Weltgeist als Lachs“ von Moritz Rudolph

06.10.21: lesenswert: Reitgespräch über „Sensibel“ von Svenja Flaßpöhler

06.10.21: lesenswert: Reitgespräch über „Die letzte beste Hoffnung“ von George Packer

07.10.21: lesenswert Quartett: Denis Scheck diskutiert im lesenswert Quartett mit Insa Wilke, Ijoma Mangold und der Literaturkritikerin Miryam Schellbach als Gast über diese Bücher: Jonathan Franzen: Crossroads, Bei Dao: Das Stadttor geht auf – Eine Jugend in Peking, Tomer Gardi: Eine runde Sache, Eva Menasse: Dunkelblum.

11.10.2021: druckfrisch: Erzähl vom Glück: Husch Josten über Hummersuppe, menschliche Abgründe und ein Ferienhaus in der Normandie | Erklär mir Liebe: Antje Rávik Strubel über toxische Beziehungen, fremde Länder und verwirrende Begegnungen!

12.10.2021: Literaturclub: Nicola Steiner, Elke Heidenreich, Philipp Tingler und – als Gast – der Schriftsteller Pedro Lenz diskutieren über «Matou» von Michael Köhlmeier, «Capricho» von Beat Sterchi, «Das Dämmern der Welt» von Werner Herzog sowie «Im Menschen muss alles herrlich sein» von Sasha Marianna Salzmann.

15.10.2021: Das Literarische Quartett: Thea Dorn lädt zum temperamentvollen Disput mit Juli Zeh, Mithu Sanyal und Philipp Tingler. Wie immer mit aktuellen Büchern im Gepäck.

24.10.2021: Buchzeit von der Frankfurter Buchmesse: Nach einem Jahr Corona-Zwangspause öffnet am 20. Oktober die Frankfurter Buchmesse wieder ihre Tore und die Verlage präsentieren dem Publikum ihre Herbstprogramme. Das Team der Buchzeit ist dabei und stellt ausgewählte Titel vor.

31.10.2021: druckfrisch: Svenja Flaßpöhler über zu wenig und zu viel Sensibilität | Julia Franck über eine Kindheit ohne Sicherheiten | Denis Scheck empfiehlt „Solneman der Unsichtbare“ von Alexander Moritz Frey

Die Totentänzerin – Max Bentow

Als Nils Trojan am Schauplatz eines Mordes eintrifft, wird er mit einem Schrecken ungekannten Ausmaßes konfrontiert: Ein Liebespaar liegt grausam hingerichtet auf dem Bett, in einer grotesken Umarmung im Tod vereint. Bei ersten Recherchen stößt Trojan auf eine Spur zur Frau seines Chefs. Kann es ein, dass sie im Wahn zu Dingen fähig ist, an die sie sich später nicht mehr erinnert? Doch Trojan hat keine Zeit für Spekulationen, denn ein weiteres Paar wird ermordet, und es wird nicht das letzte sein.

Dies ist nun schon der dritte Fall rund um den Berliner Kommissar Nils Trojan, den ich mir als Hörbuch anhöre. Auch dieser Psychothriller wurde wunderbar von Axel Milberg eingesprochen, der es schafft den Charakteren eine unverwechselbare Stimme zu geben und der durch Betonung und Sprechtempo eine Lebendigkeit erzeugt, die einen regelrecht in dieses Hörbuch zieht. Oft mochte ich, anstatt wie sonst beim Hörbuchhören anderen Dingen nachzugehen, es mir einfach nur in meinem Lesesessel bequem zu machen und mit ganzer Aufmerksamkeit der Geschichte zu lauschen. Das war auch dieses Mal so und Max Bentow hat sich wieder einmal allerhand Schauriges einfallen lassen, um ungewöhnliche Tatorte zu kreiren und einige spannende Geschehnisse in die Handlung einzubauen.

Und doch schaffte die Geschichte mich nicht in dem gleichen Maße zu fesseln, wie die beiden Teile davor. Alles wirkte ein wenig unausgegoren und wollte sich nicht so recht zusammenfügen, aber richtig schlecht fand ich es dennoch nicht. „Die Totentänzerin“ ist einer der Psychothriller, die ich mit einem zusammenfassenden „Na ja“ beendet habe und der vermutlich nicht länger im Gedächtnis bleiben wird.

Fast bedaure ich es ein wenig, dass ich Teil 4 „Das Hexenmädchen“ im Rahmen der 2 Hörbücher für 1 Guthaben schon bei Audible gekauft habe. Das muss nun allerdings noch ein wenig warten, denn ich brauche eine kleine Pause von Max Bentows Psychothrillern. Allerdings hat mich das nicht davon abgehalten nachzuschauen, welche Hörbücher Axel Milberg sonst noch eingesprochen hat. Da gibt es so einiges zu entdecken, das werde ich im Auge behalten.

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Max Bentow
Die Totentänzerin: Kommissar Nils Trojan 3
Ungekürztes Hörbuch
Sprecher: Axel Milberg
Spieldauer: 9 Std. und 13 Min.
Erscheinungsdatum: 02.09.2013
Sprache: Deutsch
Anbieter: Der Hörverlag

erLESENer Oktober 2021

Im Lesemonat Oktober verwüstete ich mit Herrn Schmidt die Küche um für Barbara zu kochen, aß mich dumm und dusselig, versuchte in Nordkorea zu überleben und floh mit Morrigan nach Nevermoor.

Bücherwelten – irgendwo zwischen Realität und Phantasie.

Barbara stirbt nicht von Alina Bronsky: Die bitterböse und doch warmherzige Geschichte eines Rentners, dessen Frau von einem auf den anderen Tag nicht mehr ‚funktioniert‘. Empfehlenswert!

Dumm gegessen! von Hans-Ulrich Grimm: Ein Buch, das die Probleme unmissverständlich vor Augen führt, welche durch die eigens konstruierte ultraverarbeitete Nahrung der Lebensmittelkonzerne entsteht. Erschreckend!

Denunziation von Bandi: Atmosphärisch und eindringlich erzählt Bandi vom Alltag der Menschen in Nordkorea, davon, wie ihr Leben bestimmt wird von den strengen Regeln der Diktatur und von den grausamen Folgen, die Verstöße nach sich ziehen. Erschütternd!

Fluch und Wunder . Nevermoor 1 . von Jessica Townsend: Morrigan ist ein verfluchtes Kind und soll deshalb in der Nacht zu ihrem elften Geburtstag sterben. Doch glücklicherweise kommt alles ganz anders. Bezaubernd!

Fluch und Wunder . Nevermoor 1 – Jessica Townsend

Ich hatte Lust auf verzauberte Welten voller Magie und Abenteuer, wie bei Harry Potter. Und doch griff ich nicht zu den geliebten Büchern sondern folgte den Tipps, die mich auf die dreiteilige Reihe Nevermoor rund um das verfluchte Mädchen Morrigan Crow neugierig gemacht hatten. Ich entschied mich dafür, den ersten Teil der Geschichte als Hörbuch zu erleben und habe es nicht bereut, denn Hans Löw hat den Charakteren mit seiner Stimme auf unverwechselbare Weise Leben eingehaucht, ohne dabei ins Kitschige zu verfallen.

Morrigan ist ein verfluchtes Kind und soll deshalb in der Nacht zu ihrem elften Geburtstag sterben. Ein Unbekannter, der sich als Jupiter North vorstellt, rettet sie und bringt sie in die Stadt Nevermoor. Sie soll an den Aufnahmeprüfungen zur Wundersamen Gesellschaft teilnehmen. Mit seltsamen Wettbewerben werden die Kandidaten ausgewählt, wobei Morrigan nicht einmal weiß, worin ihr besonderes Talent besteht. Oder kann Morrigan vielleicht mehr, als sie ahnt?

Außer ihrem Förderer, Kapitän North, ist auch der absolut böse Wunderschmied interessiert, sich ihre Fähigkeiten zu Nutze zu machen. Eine Welt voller Magie hat die Autorin für ihre Leserinnen geschaffen. Beeindruckende Wesen, irrsinnige technisch-magische Gegenstände oder Fertigkeiten sowie wichtige Werte wie Freundschaft, Tapferkeit, Ehrlichkeit sind die „Grundzutaten“ der Geschichte, in der der Kampf zwischen Gut und Böse noch lange nicht entschieden ist.

Sprachgewitzt, bildgewaltig und fantasievoll: Teil 1 der international gefeierten Kinderbuch-Trilogie entführt die Leser in ein einzigartiges Wunderland voller Magie und Abenteuer, das mich vollends begeistert hat. Und auch wenn ich Nevermoor und Harry Potter nicht vergleichen möchte, weil es einfach unterschiedliche Geschichten von unterschiedlichen Autorinnen sind, so hat mich Nevermoor doch auf ähnliche Weise verzaubern und ganz in die Geschichte hineinziehen können. Genau so etwas hatte ich gesucht und bin nun natürlich gespannt darauf, wie es mit Morrigan Crow und ihren Freunden weiter geht. Gerne hätte ich mir auch die beiden folgenden Teile als Hörbuch angehört, aber sie wurden leider noch nicht in deutscher Sprache vertont. Da bleibt nur der Griff zu den Büchern – ich freue mich schon auf weiterlesen.

Edit 30.10.2021: Sicherheitshalber habe ich auch beim Oetinger Verlag nachgefragt, ob es die Fortsetzungen von Nevermoor noch als Hörbuch geben wird, aber das wurde definitiv verneint.

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Jessica Townsend
Fluch und Wunder – Nevermoor 1
Ungekürztes Hörbuch
Sprecher: Hans Löw
Spieldauer: 11 Std. und 26 Min.
Erscheinungsdatum: 09.03.2018
Sprache: Deutsch
Anbieter: Oetinger Media