Die Bullet-Journal-Methode – Ryder Carroll

Vor einigen Jahren machte der Hype um die Bullet-Journals auch vor mir nicht halt. Ich fand es ansprechend und praktisch, sich seinen ganz auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnittenen Terminplaner selbst erstellen zu können und gleichzeitig noch so viel Platz wie nötig für die Notizen einbauen zu können. Ich bewunderte dabei die zahlreichen Beispiele und Vorlagen von Nutzern, die mit ihren Zeichen- und Gestaltungsfähigkeiten kleine Kunstwerke aus ihren Bullet-Journals machen und dabei ihren Tag, ihre Termine, ihre Pläne, ihre Ziele und ihre Notizen darin einweben. Vieles davon finde ich sehr ansprechend, aber meine eigenen Versuche damit endeten eher kläglich. Kalligrafisch betrachtet sind meine Schreibkünste eine Katastrophe und auch das Zeichnen von Hand liegt mir nicht wirklich. So wurde mein 2016 begonnenes Bullet-Journal zu einem eher schmucklosen Notizbuch, das zwar auf meinem Schreibtisch immer noch seinen Platz hat, aber fast gänzlich seine Funktion verloren hat (sogar das umschließende Gummiband ist mit den Jahren ausgeleiert, was sicherlich nicht an der ständigen Benutzung lag). Schließlich habe ich mein „Glück“ mit dem digitalen Notizbuch „Evernote“ gefunden und zur Koordination der Termine meines Herzbuben und mir reicht ein einfacher Tischkalender mit seiner Wochenübersicht.

Buchcover "Die Bullet-Journal-Methode" von Ryder Carroll

Aber bei mir ist derzeit privat einiges im Wandel. Zum einen habe ich wertvolle Impulse aus dem Bereich der Persönlichkeitsentwicklung bekommen und gestalte meinen Tagesablauf so, dass sich gewisse Themen und Aufgabenstellungen in einer gewissen Regelmäßigkeit wiederholen. Dabei geht es darum, den Umgang mit eigenen Lebensthemen zu lernen, aber auch darum, bereits vorhandene Fähigkeiten und Fertigkeiten weiter auszubauen und regelmäßig anzuwenden. Einen Lehrplan gibt es hierfür nicht, aber ich habe für mich in den vergangenen Monaten Vorstellungen entwickelt wie und in welchem täglichen oder auch wöchentlichen Zeitaufwand ich das umsetzen möchte – und habe es auch bereits gemacht. Dabei ist etliches in Bewegung gekommen und es sind einige Ideen entstanden, die festgehalten als Lose-Blatt-Sammlung meinen Schreibtisch zumüllen. Es ist bei mir also der Bedarf entstanden meine Gegenwart zu ordnen, um damit meine Zukunft besser gestalten zu können. In dieser Situation kam es mir ganz gelegen, als ich bei Spotify das ungekürzte Hörbuch „Die Bullet-Journal-Methode“ von Ryder Carroll, hervorragend gesprochen von Julian Mehne, entdeckte. Ich erhoffte mir durch dieses Buch Inspirationen dazu, wie ich mein kleines Notizen- und Planungsdurcheinander sinnvoller organisieren kann.

Und genau das bekam ich auch. Viele von den strukturellen Gestaltungsmöglichkeiten kannte ich natürlich schon durch die zahlreichen YouTube-Videos und Internetseiten, die ich zum Thema BuJo bereits in den vergangenen Jahren angeschaut hatte. Aber Ryder Carroll zeigt, wie viel mehr ein Bullet-Journal zu bieten haben kann und dass einem natürlich frei steht, seine Kreativität und Kunstfertigkeiten darin auszuleben, aber dass es darum eigentlich nicht geht. Vielmehr zeigt dieses Buch, worin die eigentlichen Stärken des BuJo liegen und welche psychologischen Effekte mit den unterschiedlichen Arten der Bestückung eines Bullet-Journals erzielt werden können. Was das Festhalten bestimmter Einzelheiten im Nachhinein für den Rückblick in die Vergangenheit bedeuten kann, aber auch wie sich bestimmte Aufgaben und Ziele durch gezielte Methoden im Bullet-Journal besser greifen und verwirklichen lassen. Diese Begründungen für das Warum und Weshalb sind nicht nur hilfreich, sondern manches Mal auch Augen öffnend und sehr inspirierend, so dass man es kaum abwarten kann, das Gehörte gleich umzusetzen.

Dabei gibt Ryder Carroll jedoch nicht dogmatisch Problemlösungen vor, sondern stellt immer wieder auch den großen Vorteil des Bullet-Journals heraus. Es ist flexibel für jeden Einzelnen für seine ganz besonderen Bedürfnisse gestaltbar und kann jederzeit an die Umstände des Lebens angepasst werden. Alles kann und nichts muss. Es gibt kein richtig oder falsch, nur etwas, das für einen funktioniert oder eben nicht funktioniert. So wächst das BuJo mit seinen Anforderungen oder nimmt phasenweise auch einfach mal weniger Seiten in Anspruch.

Mich hat dieses Hörbuch genau zur richtigen Zeit gefunden, aber wie es nun mal so ist, reicht mir das Hören nicht aus bei guten Büchern. Deshalb habe ich es mir in gebrauchter Version nachgekauft. Einzelne Kapitel möchte ich gern noch einmal ganz in Ruhe selbst lesen, verinnerlichen und umsetzen. Und tatsächlich ist das Buch hübsch gestaltet, verfügt sogar über zwei (!) Lesebändchen und ist mit einigen wenigen Skizzen versehen. Aber auch hier wird deutlich, dass es beim Bullet-Journaling ebenso wenig wie bei bei diesem Buch, vorrangig um die optische Gestaltung geht – sie ist und bleibt halt ein hübscher Nebeneffekt.

Das kommt mir sehr entgegen, entspannt mich und hat mich auf Ideen gebracht. Ich habe nicht nur meine ganz eigene Art der Einträge für das BuJo entwickelt, die schmucklos aber für mich durchaus effektiv sind, sondern ich habe mir dabei auch die Freiheit genommen, mich von dem dafür üblicherweise verwendeten klassischen Notizbuch zu verabschieden. Derzeit bewährt sich für mich ein schwarzes Ringbuch in DIN-A5-Größe mit einem Register von A bis Z und den normalen im Schreibwarenhandel erhältlichen karierten DIN-A5-Ringbucheinlagen. Damit ist die Flexibilität gewährleistet, die ich derzeit brauche und da ich es nur zu Hause verwende, reicht diese preiswerte Lösung auch aus. Zugegeben: Schön ist anders. Aber es funktioniert – und wenn ich tatsächlich mal Lust auf Gestaltung habe, bemühe ich Photoshop und Libre Office und drucke mir halt etwas Schönes aus, das ich dann in meinem Bullet-Ringbuch abheften und ausfüllen kann 🙂

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Ryder Carrol
Die Bullet-Journal-Methode
Verstehe deine Vergangenheit – ordne deine Gegenwart – gestalte deine Zukunft
Original: The Bullet Journal Method. Track the Past, Order the Present, Design the Future
Aus dem Englischen von Viola Krauß
ISBN: 978-3499633409
Preis: EUR 20,00 € [DE]
Verlag: Rowohlt
Erschienen: 06.11.2018

Der Ernährungskompass – Bas Kast

Als ich vor kurzem Bas Kast in einer Talkshow über seinen vor einigen Jahren erschienenen Ernährungskompass sprechen hörte, fand ich das sehr sympathisch und informativ. Längst war mir sein Buch positiv aufgefallen und ich hatte bislang nur Gutes darüber gehört. Aber ich bin auch sehr interessiert am Thema Ernährung und halte mich für recht gut informiert. So habe ich nicht erwartet, dass ich anhand dieses Buches allzu viel Neues erfahren könnte. Doch gelegentlich brauche ich einfach einen sanften oder unsanften Stupser, der mich wieder auf die richtige Spur bringt, wenn ich schlechte Gewohnheiten zu sehr schleifen gelassen und allein Geschmacksknospen und ungesunde Gelüste meine Ernährung bestimmen gelassen habe.

Da kam mir dieses Buch genau recht. Denn Bas Kast hat wissenschaftliche Ergebnisse genauer unter die Lupe genommen und miteinander verglichen um daraus Konsequenzen zu ziehen. Die Ergebnisse offenbaren, wie sich das Leben zum Besseren wenden kann, indem man seine Ernährung umstellt. Manche Krankheit kann im Frühstadium durch eine passende Ernährung, ergänzt um die richtigen Vitamine, gelindert, wenn nicht sogar verbessert werden. Das menschliche Altern kann zwar nicht aufgehalten, aber unter Umständen verlangsamt werden. Doch es sind nicht diese fast schon reißerischen Versprechen, die einen zur gesunden, beziehungsweise gesünderen Ernährung bekehren, sondern vielmehr finde ich die kleinen umsetzbaren Tipps so ansprechend, die eine für den menschlichen Organismus bessere Kartoffel- oder Reissorte empfehlen und auch nicht vor der Kochmethode halt machen. Ich habe vieles in dem Ernährungskompass markiert, von dem ich einiges zwar bereits wusste, es mir aber nochmal unmissverständlich und möglichst unvergesslich in Erinnerung rufen wollte. Anderes, ein geringerer Teil, war tatsächlich neu für mich.

Wohltuend empfand ich es, die Informationen anhand von Studien belegt zu wissen, da ich mit meinen mittlerweile fast 53 Lebenjahren bereits die ein oder andere Phase durchlebt habe, in der gewisse Ernährungsformen als das Non-Plus-Ultra galten und sich inzwischen als unhaltbar oder sogar grundverkehrt herausgestellt haben. Es lohnt sich, das eigene Wissen immer wieder zu überprüfen und auf den aktuellen Stand zu bringen. Ich erinnere mich daran, dass ich vor einigen Jahren stark verunsichert war und aufgrund der zahlreichen kursierenden Ernährungsmythen gar nichts mehr glauben konnte und wollte. Ganz allmählich fand sich jedoch ein Weg durch diesen Dschungel unterschiedlicher Aussagen diverser Quellen, so dass ich denke zu wissen, wie gesunde Ernährung funktioniert. Bas Kast hat für mich mit seinem Ernährungskompass genau dieses mühsam zusammengesammelte Wissen bestätigt und noch um das ein oder andere ergänzt, ohne dabei zu dogmatisch zu werden. Eine Bestätigung, die sich gut anfühlt.

Aber zu wissen, wie es geht, heißt ja leider nicht zwingend, dass man das auch 1 : 1 so umsetzt – zumindest bei mir ist das so. Gerade wenn ich zu ausgedehnt im Genussmodus bin, ist ein Buch wie der Ernährungskompass hilfreich bei der Kurskorrektur. Ein Buch zum immer mal wieder reinschauen.

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Bas Kast
Der Ernährungskompass
Das Fazit aller wissenschaftlichen Studien zum Thema Ernährung
Hardcover mit Schutzumschlag, 320 Seiten
ISBN: 978-3-570-10319-7
Preis: € (D) 20,00
Verlag: C. Bertelsmann
Erschienen: 05.03.2018

Hashtag Authentisch – Sara Tasker

Vor einigen Wochen hatte mich der Bloggerblues gepackt und ich machte mir verstärkt Gedanken darüber, wo es mit meinem Blog und dem Instagram-Account hingehen sollte, den ich passend dazu irgendwann aus dem Boden gestampft hatte. Stagnation und Langeweile waren meine Grundempfindungen, wenn ich über beides nachdachte. So rannte der Fotografie-Newsletter vom Rheinwerk Verlag bei mir offene Türen ein, als er mir ein Buch empfahl, das den Namen „Hashtag Authentisch“ trug und mir versprach, meinen eigenen kreativen Weg zu finden. Ich hatte Lust darauf kreativer zu werden, wollte mich aber nicht in der Zurschaustellung einer Welt verlieren, die nicht meiner entsprach. Das Buch machte mich neugierig und schon bald hielt ich es in Händen.

30_Hashtag authentisch

Ein wunderschön gestaltetes Buch, gespickt mit vielen Fotos, die Sara Tasker auch auf ihrem Instagram-Account @me_and_orla zeigt. Bilder und Gestaltung verschmelzen zu einem harmonischen Gesamtbild und laden zum Wohlfühlen ein. Unterteilt ist das Buch in die vier Themenbereiche „Storytelling“, „Bilder machen“, „Das Archiv deines Lebens“ und „Teile deine Welt“. In darin enthaltenen Kapiteln wie „Digitalfotografie kann jeder“, „Finde deinen Stil“, und „Sich zeigen“ nimmt sie den Anfänger an die Hand und beseitigt auf sympathische Weise mögliche Schwellenängste. Beim Lesen gewinnt man tatsächlich den Eindruck, auch selbst so einen wunderschönen Instagram-Account mit eigenen Inhalten befüllen zu können. Denn die Autorin gibt viele Themen und Beispiele an die Hand, die zum ausprobieren und nachmachen inspirieren. Aber Sara Tasker ist nicht darauf bedacht ihre Vorgehensweise als einzig seelig machend zu verkaufen, sondern sie inspiriert mit einer Leichtigkeit, die nicht einengt und vorgibt, sondern vorschlägt um eigene Wege zu finden. Sehr sympathisch und angenehm. Die unkreative Seite Instagrams, also die Seite, die sich mit Technik und Statistik oder Ähnlichem beschäftigt, sucht man allerdings in diesem Buch vergebens. denn es beschäftigt sich mit der Gestaltung und der Schaffung von Inhalten für den Instagram Account.

Für mich war es ein sehr interessanter Ausflug in die Insta-Welt, der mir dabei geholfen hat meine eigene Blog- und Instagramgestaltung zu überdenken. Und das, ohne die Vorschläge aus dem Buch zu übernehmen, auch wenn sie mir gefallen haben. So werde ich auch weiterhin keinesfalls optisch in den Mittelpunkt rücken und auch nicht versuchen meinen Alltag gestalterisch ausdrücken, nur damit ich um jeden Preis Inhalte produziere. Aber ich liebe die Fotografie und lasse sie nun stärker mit einfließen. Fotos mag ich entwickeln und Schönes betonen, aber ich mag keine Filter, die über alles einen Schleier legen oder mit einem unnatürlichen Farbkonzept verfremden. Ich mag jedoch manchmal experimentieren und neben Lightroom auch Photoshop benutzen. Bei der Gestaltung der Bilder, bei denen Buchtitel zusammengestellt werden, die ich nur digital besitze, gebe ich mir künftig mehr Mühe. Et voilà – Stagnation und Langeweile sind verschwunden und mir gefällt besser, was ich auf Blog und Instagram sehe. Es ist zwar immer noch nicht so richtig harmonisch und aus einem Guss, aber das bin ich ja auch nicht. Und genau das ist wohl auch #authentisch 🙂

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Sara Tasker
Hashtag Authentisch
Übersetzung: Heico Neumeyer
Original: Hashtac Authentic
Gebunden, 192 Seiten
ISBN: 978-3-8362-7249-0
Preis: € (D) 24,90
Verlag: Rheinwerk
Erschienen: 25.10.2019

Die Macht der ersten 1000 Tage – Dr. med. Matthias Riedl

Dr. med. Matthias Riedl ist Ernährungsmediziner, Diabetologe sowie ärztlicher Direktor und Gründer des medicum Hamburg, Europas größter Einrichtung für Diabetes, Ernährungsmedizin und angrenzende Fachgebiete. Mir ist er durch die NDR-Hausboot-Praxis bekannt, in der die Ernährungs-Docs zeigen, wie sich mit speziellem Essen schon innerhalb weniger Monate oft erstaunliche Erfolge im Kampf gegen diverse Gesundheitsprobleme erzielen lassen. Als ich kürzlich auf sein neues Buch aufmerksam wurde, war mein Interesse daher sogleich geweckt. Es geht darum gesünder durch die heutige Welt des Überflusses zu kommen, auf die wir evolutionsbioglogisch gar nicht vorbereitet sind.

06_Die Macht der ersten 1000 Tage

Das Buch richtet sich an Eltern und an alle, die im Leben eines Babys und Kleinkindes eine Rolle spielen und dafür Sorge tragen wollen, dass dieses Wesen alles bekommt, was es braucht, damit es langfristig gesund durchs Leben gehen kann. Aber es richtet sich auch an Erwachsene, die regelmäßig an Diäten scheitern – und sich einfach nicht erklären können, warum sie immer wieder in die Jo-Jo-Falle tappen. Oder die an Krankheiten wie Diabetes oder Rheuma leiden und es trotz besseren Wissens nicht schaffen, Ernährungsmuster zu verändern, die solchen Krankheiten oft zugrunde liegen.

Matthias Riedl erklärt, nach welchen Mechanismen Prägung funktioniert, welchen Einfluss Evolution und Eltern haben, und führt damit vor Augen, warum so viele von uns so gern das Falsche und von allem zu viel essen. Im zweiten Schritt geht es darum, unserer ganz persönlichen Prägung nicht nur auf die Spur zu kommen, sondern sie auch zu verändern. Sich also auf ‚gesund‘ umzuprogrammieren – und das in jedem Alter. Wer diese Zusammenhänge einmal verstanden hat, soll danach verständnisvoller auf sich und sein Ernährungsverhalten schauen. Und wissen, wie er die Wahrscheinlichkeit erhöhen kann, als Übergewichtiger Kilos zu verlieren – und das dauerhaft. Denn nur wenn wir bei allen Versuchen, uns gesünder zu ernähren, vor Augen haben, wie Evolution, Gene, Umwelt, Umgebung und Eltern uns geprägt haben, lässt sich das Essverhalten anpassen, ohne dass wir uns im Alltag permanent sabotieren.

Darüber hinaus kann das Wissen um das Prinzip der epigenetischen Evolution jedem Einzelnen von uns helfen. Indem wir darüber Bescheid wissen, dass sich unser Lebensstil in epigenetischen Veränderungen zeigt und damit langfristig beispielsweise Stoffwechselprozesse verändern sowie das Risiko für Krankheiten erhöhen kann, haben wir eine Möglichkeit, dieses Risiko zu steuern. Eine besondere Chance haben Eltern. Wissenschaftler finden immer mehr Belege dafür, wie erstaunlich groß der Einfluss ist, den Eltern in epigenetischer Hinsicht auf ihre Kinder haben. Denn, so eine Erkenntnis der Wissenschaft: Nie wieder verändert sich unser Methylierungsmuster (Aktivierung und Deaktivierung von Genen) so stark wie in den ersten 1000 Tagen unseres Lebens. Aktuelle Studien zeigen, wie sehr Vater und Mutter mit ihrem eigenen Lebensstil ihre Kinder beispielsweise daraufhin epigenetisch prägen, wie effektiv die Fettverbrennung ist – und mit welchem Risiko für Übergewicht und bestimmte Krankheiten, allen voran Diabetes, ihr Nachwuchs zur Welt kommt.

Aber auch Verantwortliche in Politik und Verwaltung, in Krankenkassen und Schulen, in Vereinen und Organisationen nimmt Matthias Riedl in die Pflicht. Sie alle sollten darüber Bescheid wissen, wie ‚frühkindliche Ernährungsprägung‘ unsere Gesundheit auf Jahrzehnte hin beeinflusst. Denn die richtige Prägung von Kindern und die Umstellung beziehungsweise ‚Umprogrammierung‘ von Erwachsenen zu ermöglichen und zu fördern, ist eine gesellschaftliche Aufgabe. Wenn nicht jeder Zugang zu gesunden Nahrungsmitteln hat, wenn nicht Konzerne verpflichtet werden, nahrhaftere Lebensmittel zu produzieren und die Zahl energiereicher, hoch verarbeiteter, langfristig krank machender Produkte zu reduzieren, so Matthias Riedl,  dann wird all das Wissen von Ernährungsmedizinern nichts nützen.

Ein hoch interessantes Buch, das mir einige Aha-Effekte bieten konnte und mir bei der Spurensuche im Hinblick auf meine eigene Prägung wertvolle Hinweise bieten konnte. Ob ich meine erlernten Gewohnheiten verändern kann und die Umstellungen dauerhaft in meinen Alltag integrieren kann, muss sich allerdings erst noch zeigen. Die richtige Ernährung ist und bleibt ein Lebensthema, weshalb ich die Lektüre dieses Buches empfehlen kann.

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Dr. med. Matthias Riedl
Die Macht der ersten 1000 Tage
Taschenbuch, 272 Seiten
ISBN: 978-3-8338-7275-4
Preis: € 19,99 [D] inkl. MwSt.
Verlag: GU Gräfe und Unzer Verlag
Erschienen: 04. Februar 2020

Das eBook wurde mir freundlicherweise vom Verlag für Rezensionszwecke zur Verfügung gestellt, wofür ich mich an dieser Stelle recht herzlich bedanke.

erLESENer Dezember 2019

Im Lesemonat Dezember durchlitt ich mit Stoner stoisch alles Erdenkliche, mauerte mich in Angola ein und nahm Doris Dörries Einladung zu Schreiben an.

Bücherwelten – bereichernd und beruhigend, wenn das richtige Buch in die Realität eingreift…

12_erLESENer

Stoner von John Williams
Der Roman erzählt vom Leben William Stoners, der als Farmerssohn an der Universität das Studium der Agrarwirtschaft beginnt und dort seine Leidenschaft für Literatur entdeckt. Ein Buch, dessen atmosphärische Erzählkunst mich beeindrucken konnte und Lust darauf macht, mehr von John Williams zu lesen. Sehr empfehlenswert!

Eine allgemeine Theorie des Vergessens von José Eduardo Agualusa
Ein Roman der vom Wandel und von den Wunden Angolas erzählt, indem er eine fantastische und doch ganz und gar wahre Geschichte rund um die junge Ludovica webt, die sich für dreißig Jahre in ihrer Wohnung einmauert, nachdem sie am Vorabend der angolanischen Revolution einen Einbrecher in Notwehr erschossen hat.  Durchwachsen.

Leben, Schreiben, Atmen von Doris Dörrie
Eine Einladung zum autobiographischen Schreiben,  bei der die Autorin sympathisch aus ihrem Leben plaudert. Sehr inspirierend und unkompliziert!

Leben, schreiben, atmen – Doris Dörrie

„Wenn wir darüber nachdenken, was wir so denken, schämen wir uns schnell. Und wenn wir uns schämen, können wir schlecht schreiben. Wofür schämen wir uns? Wir schämen uns, dass wir uns anmaßen, über uns selbst zu schreiben, wir schämen uns für unser kleines Leben, für unsere Unzulänglichkeiten, unsere Lügen, unsere enttäuschten Erwartungen an das Leben und an uns selbst. Dieser Scham entkommt man nur, indem man nicht nachdenkt, sondern weiterschreibt…“

52_Leben, Schreiben, Atmen

Doris Dörrie studierte Theater und Schauspiel in Kalifornien und in New York, entschloss sich dann aber, lieber Regie zu führen. Parallel zu ihrer Filmarbeit (zuletzt der Spielfilm „Kirschblüten und Dämonen“) veröffentlicht sie Kurzgeschichten, Romane und Kinderbücher. Sie lebt in München, unterrichtet dort an der Filmhochschule „creative writing“ und gibt immer wieder Schreibworkshops.

Mit „Leben, schreiben, atmen“ lädt sie zum autobiographischen Schreiben ein. Sie gibt Tipps und kreative Anleitungen und macht gleichzeitig vor, wozu sie den Leser ihres Buches auffordert. Zu Beginn jedes Kapitels gibt sie ein Stichwort vor, zu dem sie auf überaus sympathische Weise über ihr Leben plaudert. Manchmal kommt Doris Dörrie dabei vom Hölzchen aufs Stöckchen, aber das ist durchaus gewollt und wohl auch ein natürlicher Effekt, wenn man frei von der Leber weg schreibt. Sie macht dem Leser vor, wie es geht und gibt am Kapitelende knappgehaltene Erklärungen und Tipps. Und weil sie Lockerheit beim Schreiben in ihren autobiographischen Texten vormacht und ihre Ratschläge nicht dogmatisch daherkommen, fühlt man sich tatsächlich auch in der Lage dazu, ihren anschließenden Aufforderungen zum Schreiben nachzukommen.

So musste ich mich zurückhalten um nicht gleich loszulegen, weil ich das Buch so motivierend empfand. Doch wollte ich es erst zuende lesen, denn „Leben, Schreiben, Atmen“ ist kein Schreibratgeber im eigentlichen Sinne. Das Buch liest sich flüssig und die Autorin versteht es, Dinge aus ihrem Leben zu formulieren und so zu beschreiben, dass sie anschaulich sind und berühren. So erfährt man nach jedem Stichwort immer ein wenig mehr aus ihrem Leben, so dass sich am Ende ein ehrliches und authentisches Gesamtbild ergibt, auch wenn die Fragmente nicht in einer zeitlichen Reihenfolge und recht sprunghaft erzählt sind. Gleichzeitig erinnert man sich an Vergangenes und füllt die Stichworte bereits gedanklich mit eigenen leichtgewichtigen oder schwermütigen Inhalten, selbst wenn man es nicht gleich nach Abschluss des jeweiligen Kapitels niederschreibt.

„Der Schreibmuskel ist ein Muskel, der verkümmert, wenn man ihn nicht trainiert“, so Doris Dörrie. „Leben, Schreiben, Atmen“ ist inspirierend und macht Lust darauf, gleich mit dem Training zu beginnen.

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Doris Dörrie
Leben, schreiben, atmen – Eine Einladung zum Schreiben
Hardcover Leinen, 288 Seiten
ISBN: 978-3-257-07069-9
Preis: € (D) 18.00 / sFr 24.00* / € (A) 18.50 * unverb. Preisempfehlung
Verlag: Diogenes
Erschienen: 1. September 2019

Das eBook wurde mir freundlicherweise vom Verlag zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt, wofür ich mich an dieser Stelle recht herzlich bedanke.

Ein gutes Leben und andere Probleme – Svenja Bunt / Sibylle Prins

Als ich gefragt wurde, ob ich „Ein gutes Leben und andere Probleme“ rezensieren möchte, schaute ich eher zögerlich in die Leseprobe dieses Buches, das ein Ratgeber von Psychiatrieerfahrenen für Psychiatrieerfahrene sein soll. In den vergangenen 10 Jahren meiner Krankheitsgeschichte habe ich viel ausprobiert, einiges erfolgreich umgesetzt und verinnerlicht und bin mittlerweile an einem Punkt angelangt, an dem die Symptome meiner Erkrankung zur Ruhe gekommen sind oder ich gelernt habe mit ihnen umzugehen. Meine Lebensqualität ist enorm gestiegen, die Krankheit in den Hintergrund gerückt und mein Leben in den Vordergrund. Doch weil ich weiß, dass mein Leben aus vielen kleinen Stellschrauben besteht, deren Feinjustierung dafür verantwortlich sein kann, ob es mir gut oder schlecht geht, war ich neugierig, ob dieses Buch neue Impulse für mich bereithalten würde.

02_ein gutes leben und andere probleme

Die Texte in dem Buch wurden etwa je zur Hälfte von Sibylle Prins und Svenja Bunt geschrieben. Sie behandeln Themen, die viele Psychiatrie-Erfahrene beschäftigen: Alltagsgestaltung, mit wenig Geld auskommen, Arbeit, Krisen, Genesung, Beziehung, Selbstbild, Sinnsuche. Sie gehen beim Schreiben von ihren eigenen Erfahrungen und von denen der Psychiatrie-Erfahrenen aus , die sie im Laufe ihres Lebens kennengelernt haben. Und das spürt man beim Lesen auch. Es fühlt sich ein wenig so an, als träfe man auf geschätzte Mitpatientinnen, die auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen können und mit Herz und Verstand das Beste aus ihrem Leben zu machen bereit sind, auch wenn dies manchmal unbequem sein kann.

Beide Autorinnen haben Psychose-Erfahrung und ihr Blick auf psychische Erkrankungen ist davon geprägt, aber sie berücksichtigen auch andere psychische Erkrankungen, da es im Alltag tatsächlich viele ähnliche Probleme zu meistern gilt. Und in der Tat fühlte ich mich beim Lesen gleich verstanden und konnte mich in vielem wiederfinden. Auch kommen hier andere Betroffene in kurzen sehr authentischen Abschnitten zu Wort, die das Lesen dieses Buches zu etwas sehr persönlichem machen.

Die Autorinnen geben Anregungen, wie man trotz gesundheitlicher Probleme „ein gutes Leben“ führen kann. Wie kann ich mich so verhalten, dass es mir langfristig gut geht? Wie kann ich gut für mich sorgen? Oft stimmte ich beim Lesen innerlich zu, weil ich die Strategien, Verhaltens- und Denkweisen auch für mich in den vergangenen Jahren geändert habe und für mich als richtig empfinde. Die meisten Dinge brauchen Zeit. Sie müssen erst als Gewohnheiten verankert werden, und erst langsam verändert sich etwas im Körper, im Gehirn, in der Seele. Tief in meinem Inneren weiß ich das und doch frage ich mich, ob ich meine jetzige Lebensqualität vielleicht eher hätte erreichen können, wenn mir dieser Ratgeber vor 10 Jahren, gleich zu Beginn meiner Behandlung in die Hände gefallen wäre.

Doch wie viel Psychiatrie-Erfahrung für das Lesen und Verstehen des Buches notwendig ist, ist schwer auszumachen. Wichtig ist, dass die psychische Gesundheit so weit wiederhergestellt ist, dass es überhaupt die Möglichkeit gibt, sein Leben auf den Prüfstand zu stellen und gegebenenfalls ändern zu wollen. Da kann das Buch sicherlich neben der Behandlung eine wertvolle Ergänzung sein. Gerne hätte ich zu einigen Themen gleich im Buch mehr erfahren, aber stattdessen gibt es Links und Buchtipps zum Weiterlesen, wo auch für mich einiges Interessantes zu finden war. Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Ratgeber bewusst knapp gehalten ist, um für seine psychiatrieerfahrenen Leser besser zugänglich zu sein, da sie oft auch gerade in den Zeiten, in denen sie fieberhaft nach Hilfe suchen, unter Konzentrationsstörungen leiden. Ich denke, hier wurde eine gute Lösung gefunden.

Dieser Ratgeber erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Allgemeingültigkeit. Er belehrt nicht und er verspricht auch keine Wunder. Aber er bietet Möglichkeiten, denn wenn im Laufe einer psychischen Erkrankung so mancher Lebenstraum begraben wird, gehen doch manchmal neue Türen auf, wenn man gut für sich sorgt. Dabei kann das Buch meines Erachtens nach helfen, weshalb ich es empfehle. Mein Leseexemplar werde ich übrigens an einen lieben Menschen weiter verschenken, für den ich mir nichts sehnlicher wünsche, als das ihm dieses Buch bei seinem Lebensweg ein hilfreicher Begleiter sein möge.

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Svenja Bunt / Sibylle Prins
Ein gutes Leben und andere Probleme
Ein Ratgeber von Psychiatrie-Erfahrenen für Psychiatrie-Erfahrene
Broschiert, 168 Seiten
ISBN: 978-3-86739-139-9
€ 17,00 [D] | € 17,50 [A] 
Verlag: BALANCE buch + medien verlag
Erschienen: 05. Oktober 2018

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt, wofür ich mich an dieser Stelle recht herzlich bedanke.


umgeBUCHt Beiwerk: Unbekannte Bücher

Fettlogik überwinden – Nadja Hermann

Der Klappentext zu „Fettlogik überwinden“ von Nadja Hermann meint:

„Warum scheitern Diäten? Wegen genetischer Veranlagung? Wegen eines kaputten Stoffwechsels? Oder wegen Schilddrüsenunterfunktionen? Nach Jahren erfolgloser Diäten und mit 150 Kilo auf der Waage stellt Dr. Nadja Hermann fest, dass das meiste, was sie über Diäten geglaubt hatte, Mythen sind. Ihr wird klar, dass es eigene Logiken gibt, die sie vom Abnehmen abhalten. Erst das Überbordwerfen all dieser »Fettlogiken« hilft der Autorin dabei, ein gesundes Gewicht zu erreichen. Anderthalb Jahre später wiegt sie 65 kg. Mit Witz, Sachverstand und den neuesten Erkenntnissen aus der Wissenschaft räumt sie mit den Diätlügen auf.“

45_Fettlogik überwindenDer Titel war mir immer zu reißerisch und sprach mich nicht an, was wohl der Hauptgrund war, warum mich dieses Buch nicht interessierte, obwohl es eine Thematik enthält, auf die ich normalerweise leicht anspringe, da ich (BMI 36), auch schon einiges gelesen und ausprobiert habe. Als ich jedoch kürzlich mitbekam, dass sich zwei liebe Menschen über dieses Buch unterhielten, wurde ich doch neugierig.

Erwartet hatte ich ein weiteres Buch, in dem jemand seine ultimative Abnehmmethode anpreist und erklärt, wie es geht. So etwas will ich wissen und das habe ich schließlich auch bekommen, aber genauer betrachtet geht es darum in diesem Buch nicht vorrangig. Die Autorin hat ihr Körpergewicht um mehr als die Hälfte reduziert und dabei ihr vermeintliches „Wissen“ über Übergewicht kritisch hinterfragt. Seit 2013 las sie jegliche Information, die ihr zu den Themen Übergewicht, Abnehmen, Diäten, Sport und Gesundheit in die Hände fiel, hauptsächlich wissenschaftliche Artikel über Stoffwechsel usw.. Sie hat ganz genau hingesehen, welche Abnehmmythen, vermeintliche Weisheiten und Aussagen ihr und Abnehmwilligen allgemein begegnen. Davon ist bei näherer Betrachtung vieles an den Haaren herbeigezogen und anderes dient oftmals in Form von Selbstbetrug dazu, sich in irgendeiner Form mit seinem Übergewicht abzufinden.

Und genau damit räumt die Autorin auf. Viele Behauptungen werden erklärt und anhand wissenschaftlicher Studien belegt oder widerlegt. Es wird nichts schön geredet und ein ums andere Mal fühlte ich meine jahrelang erlernte und mich wie ein Schutzwall umgebende Fettlogik im wahrsten Sinne des Wortes dahinschmelzen. Übrig bleibt die schmerzhafte Gewissheit, die mir mit diesem Buch unmissverständlich vor Augen geführt wurde: Übergewicht ist nicht gesund, auch wenn man sich nicht krank fühlt und sich mit den überzähligen Kilos arrangiert hat. Warum es krank macht, kann man ebenfalls nachlesen.

Natürlich habe ich bereits vor dem Lesen dieses Buches vieles gewusst, aber eben doch nicht alles und es hat mich berührt, wenn nicht gar tief getroffen, weil ich mich in vielen Punkten wiedererkennen konnte. Auch entsprechen die Erfahrungen und Ansichten der Autorin dem, was ich bereits für mich erkannt und erprobt hatte, aber leider irgendwann nicht mehr weiterverfolgt habe. Auch wenn mir die Vorgehensweise der Autorin zu extrem erschien, hat mir dieses Buch gut getan, weil viele Abnehmthemen angesprochen, auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft und endlich mal auf den Punkt gebracht werden. Interessant ist auch der Blog von Nadja Hermann: Fettlogik überwinden. Eine Empfehlung nicht nur für Übergewichtige!

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Nadja Hermann
Fettlogik überwinden
Taschenbuch Broschur, 400 Seiten
ISBN-13 9783548376516
€ 9,99 [D] € 10,30 [A]
Verlag: Ullstein
Erschienen: 12.02.2016

Nur was ich mag – Sissi Kandziora

Auf ihrem YouTube Kanal TypischSissi startete Sissi Kandziora Anfang 2015 zusammen mit ihren Zuschauern das Projekt #NURWASICHMAG. Daraus entstand die Idee zu ihrem ersten Buch mit gleichnamigem Titel. Der Ratgeber beschäftigt sich damit, wie man seine Wohnung von unnötigem Ballast befreit und sich vor erneuten Fehlkäufen bewahrt.

30_Nur was ich mag

Aufmerksam geworden bin ich auf den Youtube Kanal etwa zu Beginn dieses Jahres. Sissis sympathische Art und die simple aber effektive Methode, einzelne Themenbereiche seines Lebensumfelds unter dem Aspekt „Was ich mag“ zu entrümpeln, hat mich gleich angesprochen. Auch wenn ich einige Bereiche bereits gut für mich geklärt hatte, gab es doch noch das ein oder andere für mich zu entdecken.

Das bewog mich letztlich auch dazu das Buch zu kaufen, in dem ich hilfreiche Tipps fand, die ich nach und nach umsetzen möchte. Das Taschenbuch ist ansprechend und modern gestaltet und auch Sissis Schreibweise ist in der bereits vom Youtube-Kanal bekannten lockeren ansprechenden Art.

Im Buch enthalten ist die aus 35 Teilen bestehende #NURWASICHMAG Challenge, zu der ergänzend wöchentlich Youtube-Videos auf Sissis Kanal erscheinen. Die ersten 4 Folgen sind zum jetzigen Zeitpunkt bereits online.

Beim Kapitel „Das kann sofort weg“, in dem eine Liste mit 100 Dingen aufgeführt ist, die auf der Stelle aussortiert werden können, fühlte ich mich ertappt. Dort war allerlei Zeugs aufgeführt, das auch ich aus unerfindlichen Gründen aufbewahrt habe.

Insgesamt geht es allerdings nicht darum, seine Sachen radikal auszumisten, wegzuwerfen, zu verkaufen oder zu spenden, sondern vielmehr darum, sich selbst und seine Bedürfnisse besser kennen zu lernen. Nur so können erneute Fehlkäufe weitestgehend vermieden werden.

Das Buch hat mir gut gefallen und doch denke ich, dass es auch sinnvoll ist, sich die Videos anzuschauen, da sich beides wunderbar ergänzt.


Sissi Kandziora
Nur was ich mag [Werbung]
Leben kann so einfach sein
Paperback, 180 Seiten
ISBN: 978-3-7431-9138-9
€ (D) 10,00
Verlag: Books on Demand
Erschienen: 03.05.2017